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Sollen wir mit offenen Listen antreten?


#102

Alternative Fakten.
Wer bei der AfD sein Kreuz macht, unterstützt den rechtspopulisitischen Kurs dieser Partei.
Herausreden wollen, man wäre nur Protestwähler, geht nicht.
Wer behauptet “Diesel ist Super” soll einfach die Klappe halten, da er nicht auf der Höhe der Zeit ist und mal was anderes lesen sollte als die BiLD, Deutschlands beliebteste Zeitung.
Den brauche ich nicht in dieser Partei und auch nicht als Wähler, da er völlig weltfremd durch die Welt irrt.


#103

In fast allen europäischen Ländern hatten Rechtspopulisten schon bis ca. 20% bei Wahlen erreicht, Politikwissenschaftler und Demoskopen sind daher eigentlich immer davon ausgegangen, dass dieses Potential auch in Deutschland vorhanden ist. Bis zur AfD war Rechtspopulismus in Deutschland geächtet, und daher konnten rechte Parteien das Potential bisher nicht nutzen.Die AfD konnte sich aber als akzeptierte politische Kraft etablieren und hat nicht gleich in die rechtsextrem Schmuddelecke gestanden.


#104

@GG79 Ob es dir passt oder nicht, es sind keine alternativen Fakten, dass in Deutschland viele Menschen existieren, die die AfD wählen, ohne vom Kurs dieser Partei überzeugt zu sein, sondern nur aus Protest. Das ist doch genau der Grund, warum die Aufstehenbewegung überhaupt gegründet wurde: Um die Protestwähler wieder einzufangen.

Wenn du das ganz platt als “alternative Fakten” bezeichnest, dann liefer du doch selber mal gegenteilige Belege, denn andernfalls bist du derjenige mit den alternativen Fakten.

@Fulleren Der einzige Grund, warum wir später dran sind, ist, dass die Wirtschaftskrise ein paar Jahre länger gebraucht hat, um uns zu erreichen. 20% Rechtspopulisten haben wir nicht. Nur die Schere zwischen arm und reich, die inzwischen mal wieder so weit auseinanderklafft, dass eine Grenze überschritten wurde.


#105

Das ist ja wieder einmal eine Diskussionskultur von Dir.

Meine Fakten:

  • Bundestagswahl AfD 5.878.115 Stimmen = 12,6%
  • Wahlprogramm der AfD
  • Politische Aussagen dieser Partei
  • Fähigkeit des Wählers die gewünschte Eissorte durch Fingerzeit bestimmen zu können anstatt aus Protest auf die Sorte zu zeigen, die er nicht mag.

#106

100 % Zustimmung. Das ist die kurze und knackige Begründung, warum der Rechtsruck & Populismuskram in den letzten 2 Jahren eine Erfindung sein muss.
Es gibt seit Jahren rechte Parteien im Spektrum. NPD, Republikaner, DVU usw… Diese Parteien haben immer wenig Stimmen bekommen und “Gastarbeiter” gab es schon in den 70er Jahren. Trotzdem waren es nie mehr als 5% zusammen Nur die Republikaner (Berlin) haben mal in Berlin (1990) an der 5% Hürde gekratzt (Abgeordnetenhaus / Landtagswahl)
Ansonsten gibt es kein weiteren Bedarf als 2-3% unter den “Sonstigen” bei Wahlbeteiligungen von 60%
ich führe die Wahlbeteiligung an, weil es imo unter den 40 % Nichtwählern wenig radikal Rechte aber viele anarchistische Linke Wahlberechtigte ohne Stimmabgabe gibt. Also sind es effektiv keine 2% Menschen mit auffällig rassistischem Hintergrund.

Warum passen die häufigen Medienberichte nicht zu diesen Zahlen? imo weil es nicht um die Zahlen geht, sondern weil eine neue, noch nicht kontrollierbare politische Kraft entstanden ist. Die Gewichtung des Themas ist unangemessen. Trotzdem lassen sich die meisten Menschen davon blenden und von den wesentlichen Punkten der Politik ablenken. Mit wesentlichen Punkten meine ich: Was sind die Fluchtursachen und wer hat die Fluchtursachen wodurch verursacht? Wird darüber geredet und diskutiert? Nee. Aber um bizarre Demos zu starten reichen die Emotionen.

=> Emotionen gibt es reichlich - es fehlt der Verstand.

Woher sollte also “der Flashmob der Nazis” kommen? Aus dem Ausland? :sunglasses:

Und die Äußerungen der von den Medien beispielhaft zitierten AfD “Wüstlingen” unterscheiden sich nicht wirklich von den Äußerungen und Büchern eines Thilo Sarrazin => Thilo Sarrazin


#107

Die Diskussion ist spannend, aber sehr off Topic und sollte verschoben werden.


#108

Ich sehe zwar auch den Punkt mit dem Off-Topic, aber ich seh das in meinem Thread nicht so eng, insb. weil er auf diese Weise besser am Leben bleibt, und das Thema kommt ja auch immer mal wieder zurück zur Frage, ob wir die Listen für Aufstehen öffnen sollten. Insofern bringt es sogar auch was, wenn jemand wie GG79 immer wieder Dinge nicht verstehen will, und z.B. mir vorwirft, dass ich seine eigene Diskussionskultur anwende, obwohl ich ihm nur den Spiegel vorhalte. Aber ukw hat es ja dann sehr gut erklärt.

Das sicher auch, aber die Medien sind es wahrscheinlich auch gewohnt, rassistische Aussagen immer in den Vordergrund zu stellen, die AfD nutzt das schamlos aus und stellt sich hinterher als Opfer der Lügenpresse hin. Und das Problem ist, dass die AfD damit reale Missstände anprangert (die aber totgeschwiegen worden wären, wenn man nicht das Naziwort Lügenpresse verwendet hätte). Irgendwie ironisch.

Das Fluchtursachen bekämpft werden müssen, hört man zwar von Sahra Wagenknecht, Hagen Rether und Andreas Popp, aber für unser Bildungsfernsehen ist die völkisch-Debatte von Fr. Petry viel wichtiger gewesen, als die Flüchtlingskrise zu lösen. Da hat Fr. Petry Heil viele Stimmen geangelt, indem sie das Theater mitgespielt hat.

Ich finde aber, wir sollten dem Theater nicht zusehen, sondern uns zusammenschließen. Dass die Menschen sich auf eine linke Partei einigen werden, halte ich in naher Zukunft für unrealistisch. Wenn die Menschen wenigstens in der Aufstehen-Bewegung mal aufeinander zugehen können, dann fände ich es sinnvoll, wenn sich Parteien dazu bereit erklären, die kompromissbereiten Menschen auf die eigenen Listen zu setzen, basisdemokratische Wahlen vorausgesetzt. Ich halte die Piratenpartei als die dafür am besten geeignete Partei, weil nur wir mit Basisdemokratie und Transparenz gegen Korruption resistent sind. Alle anderen Parteien würden nur wieder eine Enttäuschung für den Wähler sein.