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Sollen wir mit offenen Listen antreten?


#22

Dem kann ich nur zustimmen. Und die Piratenpartei ist in ihrem tiefsten Inneren eine Protestpartei. Die Piratenpartei ist eine Protestpartei, weil sie das repräsentative und abgeschottete bestehende Demokratiesystem kritisiert. Dieses repräsentative Demokratiesystem war in der Vergangenheit vielleicht eine zivilisatorische Höchstleistung, ist jedoch heute nicht mehr zeitgemäß. Die Demokratie wird heute nur noch von den Politikern simuliert und nicht genug von einer breiten Bevölkerung vorgelebt (siehe hierzu: Postdemokratie). Trump ist die Zuspitzung dieser Simulation, dieser Mann kommt aus dem privaten “Reality TV”. Wenn die breite Bevölkerung mehr Partizipationsmöglichkeiten auf kommunaler, Landes- und Bundesebene bekommt, wird sich das ändern.

Für mehr Demokratie, für mehr direkte Demokratie, für mehr Mitbestimmung und Selbstbestimmung, für weniger bürokratische Hürden und mehr Partizipation über vernetzte Software. Für mehr Aufklärung und weniger Abwinken!

Aufklärung JETZT


#23

Wenn ihr jemanden zum Bundesvorsitzenden wählt, der den Bundesparteitagsbeschluß zu BGE ablehnt und seine Position als Landes- und späterer Bundesvorsitzender nutzt, um von der Kanzel gegen BGE und seine Befürworter zu holzen und das auf breite Zustimmung innerhalb der Piratenpartei stößt, weil es ja lustig ist andere herabzusetzen, dann spalten sich wie geschehen in Bayern verdiente Mitglieder der Piratenpartei ab und gründen ihre eigene BGE-Partei.
Da gibt es keine Gemeinsamkeiten sondern Mißtrauen.

Wenn die früheren Landesvorsitzenden der Piratenpartei in Bayern meinen, sie müßten die Piratenpartei verlassen, um der neuen Partei mut beizutreten dann muß man nicht unbedingt nachtreten um der Piratenpartei maximal zu schaden, wenn man anschließend in hoffnungsloser Lage wieder mit der Piratenpartei zusammenarbeiten möchte.
Nein, die menschlichen Defizite dieser Personen sind nicht vergessen.

Die Humanisten treten für Offenheit gegenüber Technologien wie Gentechnik oder Stammzellenforschung ein. Die Piraten vertreten da eine andere Meinung.

Ansonsten mögen Monothemenparteien eventuell Stimmen gewinnen, es hilft dem Bürger aber nichts, wenn anschließend im Sportausschuß ein Vertreter der Veganer sitzt und abstimmt.

Die Piratenpartei ist doch nach wie vor noch nicht einmal fähig, den eigenen Laden zu organsisieren, siehe Europawahl.
Wir haben gefühlte 80 bis 100 Generalsekretäre in der Partei sitzen und eine zentrale Mitgliederverwaltung für eine Verwaltung von ca. 4500 Mitglieder.

Aber sie erledigen nicht nur ihre Mitgliederverwaltung sondern stimmen kräftig bei der Organisation des Europawahlkampfes mit, mit dem Ergebnis, dass das eigentliche Ziel völlig aus den Augen verloren wird und der ganze Vorgang im verwaltungstechnischen Nirwana verschwindet und am Ende geschaut wird, ob eventuell jemand etwas getan hat.
Wenn es schon nicht klappt, dass die Landesverbände ein gemeinsames Vorgehen in die Reihe bekommen und der Bund wie immer nicht zuständig ist, wie soll denn dann eine Abstimmung mit anderen Parteien möglich sein?

Es ist genau das Gegenteil.
Die Pseudofürsten sitzen ganz oben und wollen alles entscheiden, denn sie sind ja ins höchste Amt gewählt. Das bekommen sie aber nicht auf die Reihe, da keiner Bock hat, das auszubaden, was andere selbstherrlich entscheiden.
Mit dem Entzug der Entscheidungsbefugnis seit Halle ging eine Entzug der Unterstützung einher.


#24

Ich möchte an dieser Stelle noch mal betonen, was ich eingangs so in etwa erwähnt habe:
Man konzentriert sich immer nur auf die Punkte, die einen an anderen Bewegungen stören, und so kocht jeder am Ende sein eigenes Süppchen in seiner eigenen Partei oder Bewegung, obwohl man sich zu gefühlt 80-90% einig ist. Und am Ende kommt niemand in die Parlamente. Jeder hält die eigene Bewegung für die Beste, die anderen sind halt nur zu stur, das endlich mal einzusehen, dass der eigene Weg DER Weg ist.

Außerdem habe ich auch schon erwähnt, dass es falsch ist, eine ganze Partei zu verurteilen, weil man Einzelpersonen nicht leiden kann, auch wenn es im Einzelfall zutreffen mag. Ich verstehe ja, dass es viele Menschen gibt, die gelinde gesagt problematisch sind und erst noch lernen müssen, wie Teamwork funktioniert. Da muss man leider erst mal gründlich aussieben und/oder umerziehen.

Und schließlich:
Eine offene Liste heißt ja gerade NICHT, dass man mit allem einverstanden sein muss, was in den Wahlprogrammen der anderen steht. Jede Partei ist für ihr eigenes Programm verantwortlich. Wenn die MLPD von “Erziehung” spricht, dann ist das recht grob formuliert, aber die Realität sieht halt nun mal so aus, dass die Wähler aktuell die unterschiedlichsten Ansichten haben und daher der linke Flügel untergeht. Das können wir ignorieren und der AfD das Feld überlassen oder wir gehen aufeinander zu. Und bei vielen Menschen würde ich mir eine bessere Erziehung sehr wohl wünschen.

Es freut mich aber, dass es Piraten gibt, die sich für das Thema interessieren und es am Leben erhalten. Es ist sehr wichtig, dass wir Wege finden, diejenigen Menschen für den linken Flügel zu gewinnen, die sich selber auch irgendwo links verorten.

Und btw: Für die AfD wird es mit uns keine offene Listen geben, auch wenn die von sich behaupten, für Basisdemokratie zu sein. Die haben reiche Lobbyisten im Hintergrund und sind jetzt schon genauso korrupt wie die etablierten Parteien. Wer allen Ernstes glaubt, dass die AfD Basisdemokratie einführt, ist dieser populistischen, hassbasierten Dagegen-Partei voll auf den Leim gegangen. Und dass viele AfD’ler rassistisch sind, muss ich eigentlich gar nicht mehr noch mal extra erwähnen.


#25

Mehr MLPD hilft nicht gegen die AfD.

Die AfD hat da eine offene Flanke, wo es um Jugend, Europa, Zukunft und Klimawandel geht.


#26

So viel zu Thema “am Leben erhalten”.

Niemand spricht von “mehr MLPD”. Das Thema ist die Sammlungsbewegung. Warum müssen wir immer über die MLPD reden? Es gibt doch auch die BGE-Partei, Tierschutzpartei, die Violetten, die ÖDP, MUT, V³, usw, usf. und das Problem ist die mangelnde Zusammenarbeit, weil jeder sein eigenes Süppchen kocht.


#27

Und in puncto direkte Demokratie die AfD.

Mit denen wollt ihr nicht? Tja, seht ihr?


Wagenknechts Bewegung und die Piratenpartei
#28

Du willst ernsthaft mit den Violetten zusammenarbeiten? :slight_smile:

Kann es sein, dass da jeder ein eigenes Süppchen kocht, weil jedwem ein anderes Süppchen schmeckt, und das Süppchen des einen den anderen zum erbrechen bringt?


#29

@LouisB Dein Beitrag beschreibt exakt das Problem, warum linke Politik nicht gehört wird: Der Unwille, zusammenzuarbeiten. #Aufstehen zwingt niemanden dazu, die Suppe des anderen zu essen. Das ist doch gerade der Unterschied zu Parteien. Es gibt kein gemeinsames Programm, aber es gibt Überschneidungen von gefühlt 90%. Die Violetten wollen z.B. auch das BGE, so wie die PIRATEN, die BGE-Partei und Teile der Linken. Wenn du die Violetten im Wahlomat mit in die Auswertung nimmst und du irgendwo im linken Spektrum bist, dann wirst du diese Partei auch irgendwo bei den hohen Übereinstimmungen finden. Aber wenn du dich lieber auf die Unterschiede konzentrierst, dann bestärkst du den Trend der letzten Jahre, dass die Wähler seit dem Absturz der PIRATEN links niemanden finden und aus blindem Protest zur AfD rennen.

@merle Die AfD ist eine Partei, die sich selbst als “Fundamentalopposition” bezeichnet, die “die anderen vor sich hertreiben” will. Also sprich: Immer nur jammern jammern jammern und von den anderen Veränderungen fordern, aber selber nicht mit anpacken.
Wenn du allen Ernstes glaubst, dass die AfD direkte Demokratie will, dann hast du aber nicht mitbekommen, dass die AfD Meldeplattformen eingerichtet hat, bei denen Schüler Lehrer anschwärzen können. Für direkte Demokratie gab und gibt es die PIRATEN. Wir sind die Einzigen, die bisher unter Beweis gestellt haben, dass wir das auch dann knallhart durchziehen, wenn Mandate winken. Alle anderen haben bisher entweder enttäuscht oder hatten noch keine Gelegenheit, sich zu beweisen, weil sie noch nie nennenswert viele Mandate hatten.


#30

Dennoch braucht man ein Konzept bzw. Programm, eine Sammelbewegung ist meist bloß ein loser Zusammenschluss verschiedener Gruppen aus Protest.

halbsteile These: Wenn die FDP das Thema der Digitalisierung kapert, dann werden bestimmte Teile des Netzes mehr privatisiert bzw. kommerzialisiert und kapitalisiert werden und es wird kein ausgewogener Glasfasernetzausbau erfolgen.


#31

Widerspricht das der Forderung für direkte Demokratie seit Neuestem? Bleibt doch dem Bürger überlassen, ob er da mitmacht.

So viel Toleranz würde ich mir von Piraten auch mal wünschen, zum Beispiel im Umgang mit dem politischen Mitbewerber.


#32

Toleranz ist nicht Akzeptanz. Die AfD ist vielleicht in der Parteielandschaft zu tolerieren, aber nicht zu akzeptieren.


#33

Doch, ist sie.


#34

Wenn ich zwanghaft versuche, ein, zwei Gemeinsammkeiten zu finden um zu verdrängen dass es dutzende dinge gibt die dem Programm der Piraten diametral entgegenlaufen, liegt das Problem eher in dieser Harmoniesucht.


#35

Niemals :face_vomiting::face_vomiting::face_vomiting::face_vomiting::face_vomiting:


#36

Wie?
Die AfD toleriert keine andere Parteien und lehnt demokratisches Verhalten ab.
Da erübrigt sich doch jegliche Diskussion.


#37

Anders als die Piratenpartei hat die AfD meines Wissens keinen Unvereinbarkeitsschwachsinn. Alexander Gauland hat sogar Hoffnungen geäußert, die CDU möge sich ihren Abtrünnigen wieder nähern.

Mit Merz dann vielleicht. :wink:


#38

Dir muss man auch echt alles erklären, oder? Überwachungsstaat = Nazimentalität = keine freie Meinung = keine echte direkte Demokratie

Aber ok, du bist hier eh nur am pro-AfD-herumtrollen, das kann ich nicht ernst nehmen.


#39

Wenn ich zwanghaft versuche, ein, zwei Gemeinsammkeiten zu finden um zu verdrängen dass es dutzende dinge gibt die dem Programm der Piraten diametral entgegenlaufen, liegt das Problem eher in dieser Harmoniesucht.

Wo ist denn hier bitte Harmoniesucht? Ich habe doch schon erklärt, warum es aufstehen gibt: Wegen der Streitsucht am linken Flügel, die zum Aufstieg der AfD geführt hat. Warum ist es deiner Meinung nach Harmoniesucht, wenn man keine Lust auf Streitsucht hat?

Und dass man Gemeinsamkeiten zwanghaft suchen müsste, ist ebenfalls komplett an der Realität vorbei. Du kannst mir nicht allen Ernstes erzählen, dass das Meiste unter https://www.aufstehen.de/faq/ dem Programm der Piraten diametral entgegenläuft. Zwanghaft suchen musst du da eher die Unterschiede.


#40

Unvereinbarkeitsschwachsinn = Ausgrenzung demokratischer Mitbewerber (so lange nicht verboten) = keine freie Meinung = keine echte direkte Demokratie.


#41

Nimmt man jetzt mal das
Original-Grundsatzprogramm (“Mehr Demokratie wagen”)
und nicht das
verstümmelte Grundsatzprogramm (“Demokratie wagen”)

dann findet sich da folgender Text, der dem Vorgehen von “Aufstehen” diametral entgegensteht.

“Wir Piraten streben eine möglichst hohe demokratische Gleichberechtigung aller Menschen an. Deswegen ist es Ziel der Piratenpartei, die direkten und indirekten demokratischen Mitbestimmungsmöglichkeiten jedes Einzelnen zu steigern und die Partizipation jedes einzelnen Mitbürgers an der Demokratie zu fördern. Wir Piraten setzen uns dafür ein, dass Kinder und Jugendliche die Möglichkeit bekommen, sich an Entscheidungsprozessen aktiv zu beteiligen. Kinder und Jugendliche sollen vor allem in ihrer eigenen Lebenswelt, wie z. B. in Kita, Schule, Jugendzentrum oder Politik, mitbestimmen können. Ihnen muss die Möglichkeit gegeben werden, sich aktiv einzubringen und an der Gestaltung ihres Alltages beteiligen zu können.”
http://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm#Mehr_Demokratie_wagen

“Aufstehen” ist jetzt wie demokratisch organisiert?