Schleswig Holstein ohne Piratenpartei in der Bundestagswahl 2021

Beim Studieren der Wahlzettel bin ich erstaunt, wie viele kleine Parteien zur Bundestagswahl zugelassen sind.
Die Piratenpartei in Schleswig Holstein hatte es bereits 2017 nicht auf den Wahlzettel geschafft
2021 wieder nicht? Bremen ohne Piraten…

Hamburg, Brandenburg & Meck Pomm haben es geschafft.
Niedersachsen wenigstens teilweise.

naja…

Wie viele Bundesländer und wie viele Wahlkreise fehlen?

Das mit der “Mitmachpartei” scheint ja beim Unterstützungsunterschriften sammeln nicht so recht zu funktionieren.

Das nächste mal vielleicht besser ein paar 450 Euro Jobber anheuern die dann UUs sammeln ? Wäre doch gescheiter als immer wieder zu scheitern weil niemand Bock hat das zu machen…

Warum wohl nicht?
2017 war ich aktiv und wenn jeder der damals in der Piratenpartei Aktiven wenigstens 20% der Unterstützerunterschriften für die Piratenpartei gesammelt hätte die ich für die Piratenpartei gesammelt habe… dann wären die Piraten in Schleswig Holstein auf dem Wahlzettel gewesen.

Stellt Euch mal die unangenehme Frage, warum die Piratenpartei die Leute, die etwas bringen raus geschubst hat und welchen “Spirit” die Piratenpartei dadurch inzwischen bekommen hat.

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Ja, das ist wohl klar.

Das mit der “Mitmach-Partei” funktioniert genau dann nicht mehr, wenn allzuviele
“mitmachen”, die die originären Piraten und Knowhow-Träger ständig bekämpfen
und frustrieren.

Eine vollkommen offene “Mitmach-Partei” funktioniert einfach nicht.

aber eine Basis Demokratie würde funktionieren?

muss der Satz (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. (GG Artikel 20) gestrichen werden?

Ist Freiheit überhaupt möglich wenn eine kleine Gruppe mitmachen darf und “die anderen” nicht?

interessante Fragen … es geht hier um Grundsätze

Du verwechselst hier den Staat mit einer Partei. Beide sind vollkommen
unterschiedlich.

Wenn die Parteien (die zur Willensbildung (Parteiengesetz§1)) nicht basisdemokratisch funktionieren…
an welcher Stelle bekommt die Basis (alle Staatsgewalt usw) ins Spiel?

Vielleicht sollte man den Satz

als Deine Einzelmeinung stehen lassen.

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Bis jetzt frustrieren einzig die “originären Piraten”, die die Basis mit Bürokratie, Zentraismus, Umständlichkeit und Professionalität überziehen.

“Die originären Piraten” waren niemals in der Lage in Teams zu arbeiten.
Es ging stets nur um ihre eigene Position.

Insofern ist für mich auch völlig unverständlich, warum Schleswig Holstein erneut nicht an der Bundestagswahl teilnimmt.

Ein Landesverband,
der im Landesparlament vertreten war,
der einen Abgeordneten im Europaparlament hat,
ist politisch unfähig die nötigen Unterschriften zu sammeln.

Da wurde doch sträflich die Basis vernachlässigt und es wurden überhaupt keine demokratischen Strukturen aufgebaut.

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Piratenjargon… :wink:

“Vielleicht” Landesvorstand über Bord werfen ?!?

Nur so eine Idee, lol.

LG
an die Haifische

@ukw

§20 GG streichen ???

Art. 20

(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

(2) 1Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. 2Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.


Der vielleicht wichtigste Paragraph des Rechtsstaates und der sozialen Marktwirtschaft.

Das, was Deutschland zu Deutschland macht, Deutschland so besonders macht, und warum so viele nach Deutschland kommen wollen.

Sorry, Du hast einen Knall, aber so etwas von.

Solange ich lebe, werde ich dafür kämpfen, dass das behalten wird.

Jeder, der meint mit wenigen anderen, ein große Gruppe total regieren zu wollen,
darf gerne, am besten heute noch, in einen totalitären Staat auswandern und sich als zukünftiger Führer/Diktator bewerben. Bitte asap.

In Deutschland hast Du nichts mit dieser Meinung, aber rein gar nichts verloren.

IMO

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War von @ukw einzig eine zynische Antwort auf: :laughing:

Häää? Also, natürlich geht alle Macht vom Volke aus. Das Volk wählt
dazu den Bundestag - diesmal am 26.09!

Eine Partei ist aber etwas ganz anderes als “der Staat”: Sie bildet ja
gerade nur eine Teilmenge der Menschen ab. Nämlich die Teilmenge
derer, die eine gemeinsame eigene Meinung und Richtung haben - in
unserem Fall also die “Piratische Meingung”: Freiheit des Netzes,
Transparenz des Staates, kulturelle Teilhabe aller Einzelnen usw. etc.

Eine Partei - egal welche - zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass
sie NICHT der Mehrheitsmeinung im Staat entspricht (die ja dann im
Bundestag repräsentiert wird), sondern ein bestimmte eigene Richtung
vertritt. Deshalb ist ja die Piratenpartei nicht die CDU, oder die SPD, oder
die Grünen, sondern es sind die Piraten!

Innerhalb der Piraten muss natürlich von den Parteimitglieder demokratisch
abgestimmt werden - ganz klar.

Es geht hier aber um etwas anderes: Wenn die Piraten jeden einladen,
mitzumachen, sich einzubringen, also auch die Neoliberalen, Esoteriker und
Europa-Feinde oder Linksextremen, dann können die Piraten keine Partei
sein. Sie sind stattdessen ein Sammelbecken allerlei irrlichternd kämpfender
Egos, die allesamt so heterogen sind, dass keine Meinung oder Richtung wirklich
zustande kommt - geschweige denn nach außen kommuniziert werden kann.

Überdeckt von all den administrativen Problemen ist die Heterogenität das
eigentliche Problem, woran die Piraten scheiterten (und heute konstant unter
der 5%-Hürde verweilen).

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Vollkommene Offenheit und Heterogenität funktioniert nicht. Und genau das
meine ich, wenn ich sage “Eine Mitmach-Partei funktioniert nicht, wenn wirklich
jeder eingeladen ist, mitzumachen”. Eine Mitmach-Partei funktioniert nur dann,
wenn die, die mitmachen, schon mal einen sozial-piratischen Konsens mitbringen.

Bleibt die Frage, wie dieser “sozial-piratische Konsens” definiert ist und in welcher Form gesellschaftliche Veränderungen sich in diesem “sozial-piratischen Konsens” abbilden.

Am Beispiel der CDU/CSU und der SPD sieht man doch deutlich, wie wenig sich gesellschaftliche Veränderungen in deren Parteiprogramm niederschlagen.
Plötzlich scheint Klimawandel ein Thema zu sein, das nunmal wirklich nicht Kern dieser Parteien ist.
Und gerade beim Thema Linksextreme, aber auch beim Klimaschutz wird doch sehr deutlich, wie andere Strömungen arrogant und überheblich diffamiert werden, ohne dass eine tatsächliche Auseinandersetzung stattfindet und die eigene Position hinterfragt wird.
Bei den Piraten geht das so “Grüner als die Grünen” und schon fällt das Thema unter den Tisch.
Die Grenze zwischen Vollkommener Offenheit und völliger Abschottung ist da sehr schmal.

Ja - das sollte eigentlich das “Grundsatzprogramm” sein.

Na, das finde ich nicht gerade.

Die gesellschaftlichen Veränderungen finden sich ja schon in den Programmen wieder, halt nur durch den Partei-Grundkonsens gefärbt. Bei der CDU ist der Grundkonsens ja: Dinge bestmöglich erhalten (=konservativ), insbesondere bezüglich bestehender wirtschaftlicher Verhältnisse. Und genau das tun sie auch.

Naja, das ist z.Zt. aber auch dem Wahlkampf geschuldet: Lange Erklärungen kommen ja beim Wähler gar nicht an. Nur kurze Schlagwortsätze und persönlicher souveräner Eindruck zählen. Damit müssten sich Piraten dann auch arrangieren.

Allerdings! Das ist auch das Problem für jede neue Partei.

Am 26.09. wird dem Volke für weitere 4 Jahre alle Macht genommen, bevor es (das Volk) irgendetwas bewirken kann. Es ist ein klassischer Raubüberfall und somit ein durchaus piratiges Thema.

und in einer Partei, da erwartet den gestaltungswilligen Bürger dann ja das Gleiche.

Nach dem Lesen Deiner Beiträge in diesem Thread kann ich keinem mehr raten in einer Partei mitzumachen oder einzutreten in der Du tätig bist. In Schleswig Holstein scheint es gar keine fähigen Macher mehr zu geben.

Der Beitrag von @Zielgruppe ist nicht mehr vorhanden? Zu viel Transparenz?

Ich weiß zwar nicht, wer ukw ist, aber er ist der Beste. Naja…

Es scheiterte an 6 Unterschriften.

Und wir haben tatsächlich bezahlte Leute in die Gegend geschickt, UUs zu sammeln. War wenig erfolgreich.

Ich selbst habe jedem Mitglied einen Brief geschrieben, 10 UU-Bögen und einen frankierten Rückumschlag dazu gelegt, damit die Mitglieder wenigstens ihre eigene Unterschrift, eventuell auch die einer PartnerInnenunterschrift, vielleicht auch noch ein paar wenige (10 Bögen ist ja nicht viel) Unterschriften zusammen bekommen würden. WAS ZUM TEUFEL GLAUBT IHR EIGENTLICH, WIE VIELE frankierte Umschläge (man macht es ja den Piraten gerne leicht) zurück kamen?!

Abgesehen davon haben wir keine Mitglieder “hinaus geschubst”. Die gehen alle selbst. Denn es ist einfacher, zu kritisieren, als mitzumachen.

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ähnlich wie 2017 - vor 4 Jahren fehlten auch nur wenige gültige UUs - und die verantwortlichen Leute waren fast identisch. Neu war die Entscheidung bezahlte Sammler los zuschicken…

Es ist nicht schwer jemanden dazu zu bringen freiwillig zu gehen.

viel mehr Schwierigkeiten hat die Piratenpartei damit, (gute) Leute zu behalten und deren gute Fähigkeiten zu einem Gesamtkunstwerk zu gestalten, dass die Welt verändert.

Nur ein erstklassiger Chef kann sich erstklassige Mitarbeiter leisten.
Die nachfolgende Sätze markieren zweit- bzw Drittklassigkeit.

PS. Dörpum kann ich innerhalb eines Nachmittags zu Fuß erreichen.