Russland vs Ukraine

Was denkt ihr ? Ist das eine Sinnvolle Position ? Bzw. was könnte getan werden um den Konflikt zu entschärfen ?

Das ist natürlich hanebüchener und vor allem gefährlicher Unsinn, wie ich es von JuPis auch nicht anders erwartet hätte. Mich erschreckt an der öffentlichen Diskussion darüber allerdings vor allem, dass der Kalte Krieg ("… sonst kommt der Iwan") auch mehrere Generationen nach seinem Abflauen noch immer von ausgerechnet Deutschland am Leben gehalten wird.

Als 2014 Rechtsradikale in der Ukraine mitregierten, war den Deutschen doch eigentlich mehrheitlich klar, dass das sicherlich nicht dasjenige Land ist, das zu unterstützen ihre moralische Verpflichtung sein würde. Ist das Gedächtnis der Deutschen so kurz geworden?

Zum Glück gibt es Bilder von ukrainischen tapferen Kämpfern gegen den bösen Feind. Sogar aus der Qualitätspresse.

Auch schön:

Du willst den Konflikt entschärfen? Dann trag etwas dazu bei, dass “Ukraine gegen Russland” nicht als “das arme demokratische Volk wird von den verdammten Kommunisten unterdrückt” verfakenewst wird.

Aber die NATO sieht das natürlich anders. Die sieht sich ja als antikommunistischer Schutzwall. :wink:
Der Russe hat die NATO ja inzwischen nahezu komplett umzingelt…

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Das die Ukraine ein Nazi Problem hat steht außer Frage. Nur sollte man aber auch nicht davon ausgehen das dort alles nur Nazis wären denn auch Deutschland hat mit diesem Klientel so seine Probleme.

Aber in der jetzigen Regierung spielen die keine Rolle und auch sonst wohl eher nicht. Wenn man sich da mal die Zusammensetzung des Parlaments näher ansieht:

Wer bezeichnet denn Putin ernsthaft als “Kommunisten” ?

Stimmt, die Bundeswehr hat auch ein paar Gestalten mit interessanten Logos in ihren Reihen. Das macht die Ukraine aber immer noch nicht sympathischer.

Mehr noch: Ungefähr 60 Prozent der Einwohner der Krim sind Russen. Das Problem damit, dass ein Großteil der Einwohner eines Landstrichs sich dafür entscheidet, mitsamt ihrem mehrmals den Besitzer gewechselt habenden Grundes und Bodens zurück in die Heimat zu wollen, besteht deiner Meinung nach worin?

Auch wieder wahr.

Ja, der Hitler hat den Angriff auf Osteuropa auch damit gerechtfertig die da lebenden Doitschen heim ins Reich zu holen… Machen Potentaten ja mal gerne wenn man erobern will.

Wie wärs mit friedlichen Mitteln anstatt mit Invasion ?

Macron will ja mit Putin reden, dem entgegen kommen. Dann dieses Bild von dem Treffen im Kreml:

Also da hat der Putin den Macron aber ganz schön weit weg am Tisch positioniert… Also das ist ja doch auch eine Botschaft. Also das man da in Moskau verhandlungen eher so mit viel Distanz sieht statt voll darauf einzugehen.

Ich sage mal so, Putin setzt auf Konfrontation wie China und der Fette Kim Jong Dum in Nordkorea auch. Wenn es da dauernd die Kriegsgefahr hochbeschworen wird, dann kann man doch so schön im Namen der Nationalen Sicherheit die eigene Opposition klein machen… Da ist meine These.

Warum sollte Putin sonst so provozieren ? Nato / Russland sind Atommacht da wird keiner nen 3 Weltkrieg wollen da wohl doch niemand was davon hätte. Innenpolitik und Gaspreise hochtreiben, mehr Macht für den Zaren mehr Kohle für Gazprom. Internationale Spannungen, Macht und n gutes Geschäft.

Tut er das? Indem der Frechdachs nichts dagegen tut, dass die NATO ihm nicht nur entgegen der Absprache immer weniger Abstand gewährt, sondern auch noch jedes Jahr Angriffstruppen (“Verteidigungstruppen”, mein Fehler) vor die Nase setzt und die dann “Defender” nennt, um ihm zu zeigen, dass sie einen Krieg nicht scheut?

Die NATO ist das Problem.

Dann soll die NATO aufhören mit der Aggression.

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Die einzig realistische Option für dauerhafte Stabilität ist das man sich darauf einigt das die Ukraine Neutral bleibt also weder in EU noch Nato eintritt. Dafür aber von beiden Seiten Sicherheitsgarantien erhält die die Unabhängigkeit gewährleisten.

Beide Seiten haben das Recht Manöver auf ihrem Territorium durchzuführen. Ob man das nun immer in Grenznähe veranstalten muss um zu provozieren ist dann eine ganz andere Frage. Ich halte das jedenfalls nicht für sinnvoll. Nach dem Angriff auf die Krim ist jedoch klar das man Putin nicht vertrauen kann, da von Anfang an Stärke und Entschlossenheit auszustrahlen ist sicherlich kein Fehler.

Die NATO will die ganze Ukraine. Putin nicht. Hier sehe ich erneut die NATO in der Pflicht.

“Angriff”? Russische Truppen, die russisch bewohntes Gebiet betreten, um es gegen die Angriffe ukrainischer Nazis zu verteidigen? Schwierig. (In Israel heißt das übrigens “Siedeln” und nicht “Angriff”.)

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Ist das schon veröffentlicht worden?? Das wäre aus meiner Sicht fatal, sowohl im Hinblick auf die laufenden Bemühungen um eine Deeskalation als auch für die Piraten!

Es geht hier um eine Angelegenheit, die weltweite Folgen haben könnte. Deren Klärung obliegt daher allein den Großmächten, zusammen mit den von den möglichen Folgen ggfls. unmittelbar Betroffenen.

PP weiß nicht mehr über das, was zwischen den Gesprächspartnern besprochen wird, als Lieschen Müller, nämlich nur das, was an strategisch gefärbten „Informationen“ für die Medien freigegeben wird.

Damit, aus dieser Position heraus Stellung zu beziehen oder gar Vorschläge zu machen, was die Beteiligten besser machen könnten, würde eine Kleinstpartei – wohl alles andere, als „die Stimme des Volkes“ – nur Selbstüberhöhung demonstrieren und sich m. E. lächerlich machen.

Es ist schlimm genug, wie die Bevölkerung von den Medien beeinflusst (um nicht zu sagen, manipuliert) wird. Daran sollten sich Mini-Parteien nicht auch noch beteiligen.

Sinnvoller wäre es, öffentlich zur Aufklärung der Bevölkerung durch sachliche, leicht verständliche Informationen über die Hintergründe des Konflikts beizutragen, statt in den Medienchor einzustimmen. Auch das wäre ein Mittel, mit dem Thema in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, und vielleicht würde das einige Menschen anregen, sich eine Meinung nicht „aus dem Bauch heraus“, sondern „mit Umweg über das Gehirn“ zu bilden, ehe sie an Für-/Gegen- (Ukraine / Russland / Nordstream) Demonstrationen teilnehmen.

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Also westeuropäische, US-amerikanische und russische Medien sind damit als Quellen schon mal raus.

Wie wäre es hiermit: SZ: Wo Putins Truppen stehen

Ganz genau!

Tcha, aber auch hier gilt das, was für viele viele andere Diskussionen auch gilt:
Ohne ein beträchtliches Maß an Bildung - diesmal über die Geschichte der letzten
200 Jahre - sind solche Diskussionen sinnlos. Das sieht man leider schon in diesem
Thread.

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Nein, nein, Putin geht’s nicht um’s Geschäft! Wenn dem so wäre, dann wäre der
Konflikt sogar leicht zu lösen.

Putin geht es darum, die ehemalige Größe und Souveränität der Weltmacht
“Sowjetunion” wieder herzustellen. Dieses Trauma aus den 90iger Jahren hat ihn
noch immer fest im Griff - und er will zumindest eine Art “Großrussland” wieder
herstellen. Ökonomische Überlegungen sind dabei nur Mittel zum Zweck.

Meine bescheidene Befürchtung: In einem halben Jahr steht die Ukraine wieder
voll unter Putin’s Einfluss; es gibt ein Scheinparlament, aber keine Demokratie
mehr - und auch das vorübergehende diplomatische Getöse seitens westlicher
Länder wird sich wieder legen.

Ich hoffe natürlich, dass das nicht so eintritt, aber die Faktenlage heute sagt,
dass es wohl so sein wird.

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Also durchaus so eine art Imperialismus… Nur unter Nationalistischem und nicht mehr Kommunistischem Vorzeichen wie damals in der Sovietunion.

Der Westen wird wegen der Ukraine wohl kaum den 3 Weltkrieg riskieren, wird aber dann dennoch gezwungen sein Macht und Stärke zu zeigen um zu verhindern das Putin noch andere osteuropäische Länder “Heim ins Reich” holt… Das könnte dann leicht zu einem neuen kalten Krieg führen.

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Ja, das ist so veröffentlicht worden. Finde das so auch nicht optimal da es eben keinen Vorschlag zur Lösung der Probleme beinhaltet.

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Jaja, den Großmächten, den mächtigen schönen und den Reichen. Der allgemeine Pöbel soll sich da bitte schön raus halten wenn wichtige Entscheidungen getroffen werden. Wir sind ja schließlich eine freiheitliche Demokratie, wo kämen wir denn dahin wenn da jeder meint mitreden zu können ?

Der Pöbel soll nicht mitreden oder eine Meinung haben, Nein der soll nur wenns Knallt als Kannonenfutter her halten. Für die Nato, für den Zaren von Russland… Immer das gleiche und die Leute mucken noch nichtsmal auf.

Versteht sich von selbst, dass die Medien - wenn damit die Print- und Online-Presse gemeint ist - raus sind, wenn es um Informationen aus anderen Perspektiven gehen soll. Eigene Redateure müssten sich schon, falls sie nicht selbst geschichtlich gut bewandert sind, vorab die Mühe machen, belegbare Fakten, auch durch Cross-Checking, zu sammeln, um glaubwürdig rüberzukommen. Oft sprechen Bilder schon für sich selbst - siehe DZ-Link von @syna.

Ich dachte dabei allerdings nicht an Diskussionen - gestartet durch eigene Meinungsbkundung, wie hier -, sondern eben an Darstellung von erhellenden Fakten. Ich könnte mir vorstellen, dass sich daraus, z. B. in den SoMe, Diskussionen ergeben können, wobei zur Besätigung oder Widerspruch andere weitere Fakten beitragen würden. Blieben Reaktonen aus, könnte der Versuch wieder eingestellt werden, denn öffentliche Wahrnehmung wäre ja der Sinn der Sache.

Dass hoffe wir wohl alle. Dass es dazu nicht kommt, ist die mit diplomatischem Geschick zu lösende Aufgabe derer, die sich derzeitige darum bemühen.

UND dabei eine eindeutige Position zu vertreten. Soweit es Deutchland betrifft, sehe ich da bisher noch erhebliche Defizite.

Scahde, dass es bereits so veröffentllicht worden ist. Dass dabei auf die Unterbreitung von Vorschlägen (seitens unzureichend Informierter) verzichtet wurde, bedeutet vielleicht eher Schadensbegrenzung.

Ganz im Gegenteil; schließlich soll “der Pöbel” in einer Demokratie der Souverän sein. Efffektives Mitwirken setzt jedoch Wissen und eine zielführende Vorgehensweise voraus. Bezüglich Letzterem gilt meine uneingeschränkte Hochachtung nach wie vor den Montagsdemonstrationen in der DDR 1989 (natürlich nicht zu vergleichen mit der wesentlich komplexeren Situation, über die wir hier diskutieren).

Jedenfalls sollten alle diesbezüglichen öffentlichen Aktvitäten der PP (Verlautbarungen, Aktionen) wohlüberlegt sein.

Das ist wohl kaum eine neutrale Quelle, wenn sie der Prämisse “Da! Der Russe!” folgt.

Welche? Und warum sollte er?

Unter den beiden Konfliktparteien NATO und Russland ist es nicht Russland, das eine aggressive Expansionspolitik verfolgt.

Und ich eine angenehme Zurückhaltung, was die Teilnahme an bewaffneten Auseinandersetzungen betrifft.