Regierungskoalition und die Piratenpartei

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Dieses Jahr ist die Bundestagswahl. Wir sollten uns so langsam damit beschäftigen, mit welchen Parteien wir gerne eine Regierungskoalition bilden wollen. Mir gefällt die Kombination Grüne, SPD, Piraten gut. Die Grünen können die konservativen Interessen gut vertreten. Die SPD, als Volkspartei und mit viel Erfahrung aus den letzten Regierungen, kann die notwendige Stabilität schaffen und die Piraten, als bürgernahe Partei, kann wichtige Themen, die sonst in der Politik leicht untergehen, in den Vordergrund bringen und gut vertreten.

Die Grünen sind mir aktuell viel zu lasch und die Alt-SPD ist weiterhin unerträglich. Neben der SPD würden die Piraten genauso platt gemacht, wie die SPD vorher von der UNION …

Viel lieber eine gute Opposition als eine schlechte Koalition (die Grünen hatten dort sogar der Hartzagenda zugestimmt)! Ganz schlecht ist natürlich, ständig an der elenden 5%-Hürde zu scheitern.

AfD (ähnliche Netzpolitik), FDP (Liberalismus), DKP (Trolleffekt).
Das ist nur teilironisch gemeint.

sorry, sich jetzt vor dieser BTW Gedanken über mögliche Koalitionen zu stellen halte ich für geradezu lachhaft …

wir sollten uns Gedanken machen

  • wie wir überhaupt in den Bundestag einziehen können
  • wie wir überhaupt wieder in die PartFin kommen
  • wie wir (unter diesen Um-/Zuständen) die notwendige Anzahl an UUs schaffen …

Aber, okay, ich las ja auch schon davon, das sich PIRAT darüber Gedanken macht, ob er Bundeskanzler kann ^^

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Wenn jemand bei einer Sportmannschaft mitmachen möchte und dem wird gesagt, dass die Mannschaft nicht die Absicht hat zu spielen, sondern lieber am Tribunen Rand sitzt und zuschaut. Dann klingt das nicht sehr attraktiv und niemand würde auf diese Mannschaft wetten wollen.

Wenn wir die entsprechenden Ambitionen nicht zeigen, dann wird der Wähler auch nicht entsprechend Stimmen geben. Darüber müssen wir uns im Klarem sein. Wir sollten uns überlegen, welche Rolle wir in der Politik einnehmen wollen. Ob wir immer zu netzpolitischen Themen hinzugezogen werden und unsere Meinung sagen, oder ob wir Teil der Opposition sein wollen oder ob wir auch Regierungsverantwortung übernehmen wollen. Und das müssen wir dann auch mitteilen. Und diese Entscheidung sollten wir schnellstmöglich fällen. Kurz vor der Wahl nützt diese Entscheidung dann auch nichts mehr. So etwas benötigt dann doch etwas an Vorbereitung. Wie gesagt. Ich bin für Grüne, SPD und Piraten.

Koalitionen sind undemokratisch und statisch. Ich würde lieber eine Mindeheitsregierung stützen, wenn sie es verdient, und mit wechselnden Mehrheiten Sacharbeit durchziehen statt mich auf den Mist einzulassen. Habe ich auch 2017 beim Kandidatencheck so gesagt.

Wir wollten doch ein Systemupdate. Das gibts nicht dafür, dass man überlegt, welche Kröte man sich am Schönsten reden kann. Da geht es darum, Sachen mal anders zu machen.

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(Kommentar, in dem die Ernsthaftigkeit dieses Themas angezweifelt wird.)

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Emotional kann ich das verstehen, aber bitte einen Schritt nach dem anderen, sonst stolpert man nur!

Was meinst Du, wo die vielen Zuschauer herkommen?
Das sind alles Profis, die nicht mitspielen dürfen, da sie schlechter sind als die, die auf dem Platz stehen und dies, obwohl sie, aus ihrer Sicht, alles besser wissen, wie man in in Funk und Presse hört und liest.

Wenn Sie ein wenig trainieren und Leistung bringen, klappt das auch.

Wahlen sind die Möglichkeit, in der Öffentlichkeit mal mitzuspielen und zu zeigen, was man so kann und was man in der Zwischenzeit so gelernt und geübt hat.

Auf der Couch zu sitzen und andere zu kritisieren verändert das Spiel nicht.

Leider erkennen die meisten nicht, dass Wahlen die sich wiederholende Möglichkeit sind, seine Ideen und Vorstellungen unter die Bevölkerung zu streuen.

Wenn man ein bestimmtes Mindestniveau an Zustimmung erreicht, nachgewiesen durch Unterstützerunterschriften bekommt man sogar kostenlos Freiflächen zugewiesen, auf denen man kostenlos Plakatieren darf.

Wenn es einem sogar noch gelingt 3 Mitglieder in einem Wahlkreis zu haben, mit denen man ein Kandidaten aufstellen kann, kann es sein, dass man in der Presse erscheint und eventuell zu Diskussionen eingeladen wird.

Erreicht man mehr als 0,5% der Wähler, bekommt man sogar bis zu 4 EUR je Wählerstimme mit denen man die Organisation der Partei aufrechterhalten, Plakate und Flyer bezahlen kann, die man sonst aus der eigenen Tasche bezahlen müsste.

Eine Wahl ist damit die ganz große Chance, das eigene Menschenbild und die eigenen Leistung in der Öffentlichkeit zu präsentieren, wie man sich Politik vorstellt.

Niemand in einer großen Partei kann einen so starken Einfluß auf die Meinung der Bevölkerung nehmen, wie Mitglieder einer kleinen Partei.

Aus diesem Grunde ist auch der Zusammenschluß mit anderen Parteien Nonsense.
Jeder möchte seine Ideen und Vorstellungen präsentieren.

Zusammenarbeit und Zusammenschluß ergibt dann Sinn, wenn in Summe das eigene Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit erhöht wird oder Mandate errungen werden können, mit denen dann das eigene Erscheinen in der Öffentlichkeit erhöht werden kann.

Ist das Ergebnis negativ und die eigene Sichtbarkeit nicht erhöht, dann ist auch die Zusammenarbeit zu Ende.

So zieht sich das durch bis zur Regierungskoalition.

Bevor wir die Regierung übernehmen wollen, müssen wir erst mal die Bevölkerung von Unseren Vorstellungen überzeugen. Die Chance haben wir zur Bundestagswahl und die sollte man auch wahr nehmen.
Jeder Flyer im Briefkasten und jedes Plakat bietet die Möglichkeit die Bevölkerung darauf hinzuweisen, was man verändern könnte.
Manche meinen, sie hätten einen sympathischeren Kopf als Angela und deshalb würden sie gewählt.

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Die grüne Poltik befriedet aber nicht die soziale Spaltung in der Gesellschaft. Wäre Grün wählt, der macht sich nichts daraus, dass dann viele aus trotz rechts wählen, weil ihnen die grüne Klientelpolitik auf den Sack geht.

Erschwerend kommt die Unterstützung für Überwachungsstaat (z.B. hessischer Staatstrojaner) und Militarismus hinzu. Die Grünen sind das politische Gegenteil der Piraten.

Ne, eher nicht. Die übrwiegende Mehrheit hier im Forum ist schon eher grün und ich gehe auch davon aus, dass es auch im Rest der Piratenpartei so aussieht. Wahrscheinlich bin ich eher bei den Linken richtig, aber die haben eben nicht das Grundeinkommen im Programm, sodass ich dann doch wieder bei den Piraten bin. Es ist also kompliziert.

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Rechtsversifft ist weit schlimmer als linksversifft. Ich wähle nur eine leistungsfreundliche, soziale, lebensfreundliche und multikompetente Linke mit Aussicht über 5%!! BGE finde ich gut, aber nicht bedingend.

Ehe ich aber nicht wähle (leider gut 30% der Wähler), wähle ich eine gute Minipartei.

Ich kann die Intention sehr gut nachvollziehen, aber es birgt auch das Problem, dass man sich für die Öffentlichkeit als unrealistisch bzw. wirklichkeitsfremd darstellen könnte. Wir sind sehr weit entfernt von dem Erreichen der 5 % Klausel.

Abgesehen von dem Umstand, dass die Piratenparteien klassischerweise Koalitionen ablehnen und das Prinzip der wechselnden Mehrheiten bevorzugen, kann man durchaus theoretische Gedankenspiele üben, mit welchen Parteien man sich eine Fraktion vorstellen könnte, wenn es die 5 % Klausel nicht gäbe.

Es gibt andere Kleinparteien, die klar mit dem Ziel und der öffentlichen Äußerung in den Wahlkampf gehen, dass sie die 5 % knacken werden. Rein aus der Perspektive der Motivation und Mobilisierung der eigenen Leute und von Wählern. Aber dazu müssen dann auch die Mitglieder mitziehen und so funktioniert so eine Marketingstrategie dann ein wenig zur Mobilisierung. Aber ich befürchte, dass ist bei Piraten nur schwer möglich, weil sie sich leider noch immer am liebsten öffentlich gegenseitig die Beine stellen. Siehst du ja hier schon in diesem Thread.

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Warum ist „sifffrei“ eigentlich keine Option für dich?

Viel zu langweilig! Die AfD hat sich an die Rechten verloren und ist verloren. Die Piraten haben noch alle Möglichkeiten. :smiling_face_with_three_hearts:

Wenn wir dann irgendwann mal dahin kommen, das Politik gegen Klimawandel, massive Ausbeutung unserer Ressourcen und somit der Natur, als eine ökologische Politik nicht gleich eine GRÜNE Politik ist, dann sind wir an dem Punkt, an dem wir aufhören können mit solchen Etiketten.

Ich bin nicht für eine grüne Politik, sonder versuche, die Probleme, die auch die GRÜNEn bearbeiten mit einem anderen, piratigen Ansatz zu bekämpfen.
Letztlich stelle ich mir lediglich vor,das die Piratenpartei sich auch mit der Problematik des klimawandels beschäftigt und Pläne entwickelt, wie diesem begegnet werden kann, ich habe noch nirgendwo gesagt und stehe auch nicht dafür, unsere piratigen Themen jetzt komplett abzulegen …

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Echt? Einem anderen? Wo unterscheiden sich deine Lösungsvorschläge von denen der Grünen?