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Reduktion auf 1 Thema: Digitalisierung


#283

+1
Beliebigkeit macht vieles einfacher, eine beliebige Partei wird wählbar. Typisch für Protestparteien. Aber sobald die konkrete Umsetzung realer Politik folgt, platzt diese Illusion der Beliebigkeit. In der Realität muss viel härter um Positionen gerungen und geworben werden. An dem Punkt stehen die Piraten: Vertreten sie Positionen, für die Mehrheiten gefunden werden können? Oder sind sie wie die Tierschutzpartei?


#284

Sicher! Wenn sich dann wirklich alle daran halten würden!

Und Allgemeinplätze haben andere Parteien zwischenzeitlich eben auch gefunden, Lippenbekenntnisse gibt es dort auch allerorten, so dass wir mit Beliebigkeit gar nicht mehr punkten können. Unsere “Kompromisse” basierten doch stets auf einem Minimalkonsens, der jede Deutung möglich machte.

Ich kann z.B. nicht erkennen, dass die Grünen in ihrer Gründungszeit Atomkraft- oder Nachrüstungsbeführworter integrieren wollten, auch keine Vorkämpfer für “Männerrechte”! Der sogenannte “Markenkern” wurde da stets geschlossen vertreten, da bröckelt es erst jetzt, fast 40 Jahre später!

Bei den Piraten war irgendwann alles dabei, ich hatte zum BPT in Offenbach z.B. einen Marktradikalen im Auto, der sogar von der Mittelstandsvereinigung der CDU oder der FDP- Radikalen sofort eingebremst worden wäre. Entsprechend gab es Vielstimmigkeit in der Netzpolitik, im Urheberrecht, praktisch überall.

Klar, dass einem dann eher früher als später alles um die Ohren fliegen muss!


#285

Wenn ich so die Statistiken sehe, was wahlentscheidende Themen sind, dann denke ich, dass wir einen taktischen Fehler machen.

Uns sollte nicht interessieren, welche Themen entscheidend sein könnten um 50+X Stimmen zu bekommen, sondern uns darauf konzentrieren die 5% zu knacken.
Sind wir erst einmal in den Parlamenten, werden uns schon die Fragen zu den drängendsten Themen gestellt und wir können uns beweisen.

Um die 50+X Stimmen Themen bewerben sich alle Parteien da können wir nur unter gehen.
Wir müssen uns auf unsere Nische konzentrieren in der wir unschlagbar sind.

Und das ist nun mal Digitales.

Wenn wir es schaffen alle hinter uns zu bekommen, die endlich eine Partei im Parlament sehen wollen, die Ahnung von ihrem digitalen Alltag und seinen Problemen und Zukunftsvisionen haben, dann reicht das locker, um die 5% zu knacken.

Gruß
Andi


#286

Mir kommt die Piratenpartei in der Außenwirkung aber oft so vor, als ob sie an der digitalen Lebensrealität der Menschen vorbeiredet und eben keine Ahnung von dem digitalen Alltag der Menschen hat, sondern nur von ihrem eigenen bzw. wie sie sich den optimalen digitalen Alltag vorstellen.
Wir verteufeln doch mittlerweile alles, was Menschen für ihr privates digitale Leben als positiv oder spannend halten aus Gründen der Datensicherheit. Sei es Facebook, Googledienste, Alexa , Smart Homes usw. Die Liste ist lang, alles ist böse, darf man nicht nutzen wegen des mangelnden Datenschutzes. Ja, stimmt ja im Kern auch alles.
Aber geht an den Bedürfnissen der Menschen vorbei. Die Menschen sind dort und wollen dort sein, sie wollen diese Dinge nutzen. Darauf muss man doch reagieren und nicht immer sagen, wer das nutzt ist doof und hat keine Ahnung. Alle sind dumm, nur wir Piraten sind wissend usw.

Das meinte ich unter anderem damit, das wir sicherlich noch Menschen mit Kernkompetenzen haben, die keine Bereitschaft haben ihre Kompetenz in positiv formulierte politische Forderungen zu gießen.
Im Beitrag zu den digitalen Plattformen kann man das schön sehen. Dort wurde eine Soft- und Harwarelösung für eine datensichere Kommunikation ohne Provider angerissen. Tolle Sache für die Zukunft und verbunden mit der politischen Forderung solche ehrenamtlichen Projekte finanziell zu fördern. Alles ok. Sowas kann man ja aufgreifen.
Aber es wird aber weder auf die Problematik des “Netzwekeffektes”(Menschen gehen auf die Plattformen, die ihre Freunde und Bekannten nutzen) oder die verpflichtende Interoperabilität eingegangen. Denn man geht automatisch davon aus, dass diese neue Lösung von allen Menschen sofort angenommen und genutzt werden würde. Als ob sich bestehenden marktbeherrschenden digitalen Plattformen damit im Nichts auflösen würden und die Menschen alle ihr Nutzerverhalten ad hoc ändern würden.


#287

Programm nicht gelesen?


#288

Da hast du völlig recht Miranda, das sehe ich genauso. Siehe mein Beitrag weiter oben:

Gruß
Andi


#289

Wir haben bislang die falschen Aspekte angesprochen.
Aber darum geht es gar nicht.
Beobachte mal die Medien:
Berichte im Kontext Digitales nehmen zu und verunsichern die Leute.

Ich will nur ungern ein “neues” Digitalprogramm entwerfen.

Wir können es machen wie die anderen:
Es passiert etwas und wir kommentieren das Ereignis FACHLICH und nicht nur politisch.
Natürlich darf das nicht “fachidiotisch” werden.

Man muss einen Weg finden Pressemitteilungen halb fach- und halb politisch hinzubekommen.

Nur ein Puzzleteil auf dem Weg zur Sozial-Liberalen-Digital Partei.

Wichtig: Wir halten uns bei ANDEREN Themen zurück um die Sache nicht zu verwischen.


#290

Sozialliberal verwischt bereits.


#291

Und wenn wir uns einfach liberale Bürgerrechtspartei nennen und trotzdem sozial sind? Sozial sind alle irgendwie, das muss man nicht hervorheben, wenn man nicht die Linke ist.


#292

Wie kann denn eine Abgrenzung/Einordnung selbst “verwischen”?
Vor allem, wenn sie so grundlegend ist?

Also für mich wir die Partei durch diese 3 Worte sehr gut beschrieben:

Piraten = Sozial * Liberal * Digital;

Ein Kreuzprodukt sozusagen :slight_smile:


#293

Eben. Und bei der ists gelogen.


#294

ich frage noch mal Grundsätzlich was mit “Digitales” gemeint ist,

Nach Durchlesen des Threads habe ich immer noch nicht die Definition, denn die Digitalisierung passiert ja stetig und kann per se auch keine Forderung sein.

Ich für meinen Teil habe die Piraten immer so verstanden, dass wir für Demokratie, Transparenz und Menschenrechte im digitalen Zeitalter eintreten…Wir sind doch keine IT Firma sondern Politiker, die das Leben der Gesellschaft im Neuland mitgestalten wollen für die Menschen die in einer offenen selbstbestimmten Gesellschaft teilhaben.


#295

Oder, wenn Leute dermaßen auf Labels stehen, schaffen wir doch ein neues. Digitalliberal. Digitalsozial. Sozialdigitalliberal. Und wenn wir schon dabei sind: ökosozialdigitalliberal. Dann können wir auch gleich die ökosoziale Martkwirtschaft der Grünen zu einer ökosozialdigitalen Marktwirtschaft aufstufen.
Entschuldigt den Shitpost.


#296

Ich möchte anregen, stattdessen den Liberalismus wieder positiv zu besetzen. Unter der Voraussetzung, dass jeder Lebensbereich heute “irgendwie digital” ist, ist auch das eine überflüssige Nennung.

Nur liberal ist sonst niemand.


#297

Aber was machst Du wenn genau das die Ausgangslage ist?


#298

Stehe mit Superlativen etwas auf Kriegsfuss…

Nicht irgendwie, die Digitalisierung wird unser Leben grundlegend ändern. In 30 Jahren ist nichts mehr wie wir es heuten
kennen.

“Die Liberalen” nennt sich die FDP.
Und jetzt sag bitte nicht, dass das D im Namen der Partei die sache “verwischt” :wink:


#299

Und deswegen darf die Piratenpartei nicht die liberale Partei sein?


#300

Dir würde es nichts ausmachen ständig den Unterschied erklären zu müssen?

Könnte schwierig werden, denn:

“Nur wo Nutella drauf steht, ist auch Nutella drin!”


#301

Lieber mehr reden als mehr verwässern.

Nein, wir müssen ohnehin viel mit Menschen reden. Digital verstehen sie ja auch nicht von allein, deswegen gibt es uns ja.


#302

Viele Worte verwässern dann weniger als 1?