Realität zur Digitalisierung in Deutschland

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CDU, SPD und FDP wählen Neonazi von der NPD zum Ortvorsteher, weil er E-Mails verschicken kann.

Wäre es nicht vielleicht doch eine gute Idee zu versuchen gemeinsam und geschlossen erfolgreich zu sein?

Was du unterschlagen hast: er verhält sich anscheinend ruhig und kollegial im Ortsbeirat. Können wir das auch? :smirk:

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Ich zitiere mal aus dem Artikel: "Die Entscheidung für den Rechtsextremen sei aus der Not geboren. "Da wir keinen anderen haben… " Wenn du keine andere Wahl hast, was willst du machen?

Bin mir auch nicht sicher, ob man es machen muss wie die vielen anderen, ein Programm fahren in dem es darum geht “die AFD / NPD sind Böse und darum wählt uns”. Natürlich ist es populärer wenn man dies tut, lässt sich nun mal besser vermarkten weil man mit dem Strom schwimmt, aber gehört zum Pirat sein nicht auch das vorhaben anders zu sein als der Rest?

Ich weiß ja das viele fälschlicherweise das Internet mit dem WWW gleichsetzen.
E-Mails konnte man ja schon lange vorher verschicken.

Aber das fast 30 Jahre nach dem das Internet in die Haushalte zog, immer noch Menschen in führenden Positionen sind, die nicht in der Lage sind eine E-Mail zu verschicken, darf doch eigentlich nicht sein.

Das sind die Leute die in Kommunen über Netzausbau, Computerausstattung der Schulen etc. entscheiden. Wie sollen sie denn die Verwaltung digitalisieren und Datenschutz garantieren?
In diesem Thread geht es um die Digitalisierung. Wie willst man diese Leute in eine digitale Demokratie integrieren?

Und ja es ist dann auch doof einen von der NPD zu wählen der das kann.

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Da müssen wir doch erst mal in unserer eigenen Bude aufräumen, Fulleren. Ich habe gestern erst wieder erfahren, dass Thomas Ganskow als Landesvorstand(!) manuell das Internet nach Nachrichten über die Piraten durchforstet und dann im Wiki postet. Warum haben wir da nicht längst einen scraper dafür gescriptet? Zuvor meinte auch ein hochmotivierter Plakatierer aus Bayern, dass er manuell Plakatspots in eine Exceltabelle einträgt. Es hieß daraufhin, dass es von uns eigentlich bereits eine App dafür gibt, die aber seit längerem nicht funktioniert und auch nicht offline funktioniert, so dass man mit Funklöchern umgehen könnte.

Gibt doch bestimmt zahllose weitere Fälle in unserer Partei, wo die mächtigen digitalen Technologien quasi lediglich als digitales Blatt Papier benutzt werden. Sofern das der Standard ist, sieht es recht schlecht aus mit unserer Kompetenzverbreitungskompetenz…

offline funktioniert die Plakatkarte. Wir haben die bei der EU-Wahl benutzt. Aber wir brauchen einfach wieder mehr Leute

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Ah ich meine das offline-Eintragen von Spots. Las sich so, als würde das nicht gehen.

doch geht. Probier es aus! Nur Händy vor Ort geht nicht, aber so gut ist ein Gedächtnis auch, dass man nachträglich von zu Hause aus eintragen kann.

Das meine ich doch. Es sollte möglich sein müssen, direkt nach dem Plakatieren mit minimalen “Klicks” offline den Spot eintragen zu können und die Daten bei der nächsten Internetverbindung zu übertragen. Notwendig, weil das Internet in Deutschland in weiten Teilen für’n Arsch ist.

Manuell kann man natürlich alles machen, ist aber nicht Sinn der Digitalisierung. :smiley: Müssen halt Mühe und Geld in die Hand nehmen, um auf den technologischen Standard Anno 2019 zu kommen. Dann haben wir auch mehr Ressourcen für andere Sachen, die nicht schnöde Bürokratie sind.

Der gewiefte Plakathänger macht ein Foto (mit GPS-Koordinaten) von jedem Plakat braucht man als Beweis bei Vandalismus und eine kleines Script liest zu hause aus den Bildern die GPS Koordinaten und trägt sie in die Karte ein.
Irgendein Pirat hatte diese Lösung und sie müsste auch noch funktionieren.

Und sorry Email und das sind verschiedene Ligen und ganz ehrlich ne Kopie der Karte mit Kreuzen drauf malen tut es auch.

Et tu, Fullere? :smiley:

Zu einem guten IT-Consultant gehört auch zu wissen, wann man ohne IT besser dran ist :slight_smile:

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Zum Glück leben wir ja in einer Marktwirtschaft, so dass man auch in Sachen IT-Consultants Auswahl hat. ;D

Nun, da komme ich zu einem Problem, was auch von Piraten meines Erachtens zu, sagen wir mal, “arrogant” angegangen wird.
Es gibt noch immer 5 % Menschen in Deutschland, die das Internet noch nie genutzt haben.


Die Dunkelziffer der Menschen, die keine E Mails schreiben können oder keine anderen Anwendungen verwenden können, wird sicherlich noch höher sein.
Da werden sicherlich viele ältere Menschen dabei sind, die beruflich vor ihrem Renteneintritt in den letzten 30 Jahren auch keine Notwendigkeit dazu gesehen haben.
Diese Menschen sind selbstredend in diesem Bereich abgehängt und können kaum noch einen Anschluss finden. Ob man den Anspruch haben muss, diese 5 % noch einzubinden mag man trefflich streiten. Ich meine ja.

Aber auch wenn das hier eigentlich off topic ist, kommen wir damit zu dem größeren Problem, warum diese grundlegenden Kenntnisse der Kommunikation im Internet in einem örtlichen Ortsbeirat so stark verbreitet sein kann.
Seit Jahren ist der Trend zu sehen ist, dass sich in vielen Ortsbeiräten, gerade im ländlichen Bereich, kaum noch Menschen engagieren wollen und dort zumeist sehr viele Lebensältere agieren, die diese Tätigkeiten schon seit Jahrzehnten ausüben und ggfls diese Internetkompetenzen nicht inne haben.
Mit der kommunalen Arbeit als Orstbeirat ist halt kein Blumentopf zu gewinnen, man hat im Regelfall nur beratende Funktion. Und es bedeutet dennoch viel Arbeit, da man sich mit den Anliegen der Menschen auseinandersetzen muss. Letztlich braucht es halt auch dort Generationenwechsel bzw. ein besseres Mischverhältnisses der Generationen bis zum untersten kommunalen Organ.

Eigentlich bist du genau on topic.
Es gibt in der Partei viele, die die IT- und Netzkompetenz der Gesellschaft überschätzen.

ich habe oben schon geschrieben, dass diese Variante bei mir nicht funktioniert hat. Aber das ist eine Nebensache, zu Hause nachtragen ist nicht so ein Aufwand.

Hehe, sehr gut!

Ich hoffe nur das sich das jemand mit Hessen bis zum Wahlkampf merkt. Das ist gerade zu prädestiniert dafür auf die Schippe genommen zu werden dann bzw als Störer zu fungieren wenn eine der Parteien wieder von digitalisierung redet.