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Rauchverbot


#21

Ist es dann auch ein Eingriff in die Freiheitsrechte der Unternehmer, wenn sie in Ihren betrieben Schadstoffgrenzwerte einhalten müssen?


#22

“Und sie sind doch gestorben”

Eckkneipen fallen in der von dir geteilten Statistik durch:

Das betrifft “nur” NRW

Der Gaststättenverband Dehoga beklagte indes, dass die Zahl der Schankbetriebe allein 2013 von 10.178 auf 8461 gesunken sei.

4.207 kam mir eh recht wenig vor.


#23

Das Rauchergesetz ist wohl in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich geregelt. Bei uns in Hessen gibt es diverse Raucherkneipen, wo überall geraucht werden darf, allerdings gibt es dort dann auch nichts zu Essen, bzw. keine Küche.


#24

Ich stimme Dir zu, es war ein demokratischer Prozess, der in Bayern zum Rauchverbot geführt hat. Heißt doch aber nicht, dass mir das gefallen muss und ich über die Diskriminierung von Wirten und deren Geschäften sowie deren Schließungen erfreut bin.


#26

Ja, andererseits bin ich nicht verpflichtet, dir in deiner Unfreude zuzustimmen.

Es ist so wie es ist. Nimmt es hin, der Ärger bringt kein Gewinn.

Denke an Murphys Law - Es könnte schlimmer kommen:


#27

Wenn Du mal nach Schankbetrieben guckst (Kneipen) siehst Du das stetige Schrumpfen :wink:


#28

Es ging mir um “Als Demokraten müssen wir das Ergebnis akzeptieren und verteidigen.”
Ich muss Dinge, die ich für Falsch halte nicht verteidigen, ich darf sogar gegen diese Entscheidungen argumentieren und agieren. Ich ärgere mich nicht, aber ich finde auch kein Gefallen an dieser/n Entscheidungen

P.S. Ich liebe Brokkoli


#29

Wichtiger Hinweis:

Sinkender Umsatz, obwohl die Verkaufspreise jedes Jahr um einige Prozent angehoben werden!

Die EK steigen leider jedes Jahr, sowie zusätzliche Kosten für “Ruhe vor der Tür wegen der Nachbarn”.
Vor der Tür stehen die Raucher, denen man das Glas wegnehmen muss, sonst gibs extra Stress mit O-Amt.


#30

Solange nur der Wirt alleine in der Kneipe arbeitet, ja, gerne. Sobald aber Mitarbeiter angestellt werden, nein, das geht gar nicht.

Und Mitarbeiter dürfen nicht selbst entscheiden sich gesundheitlicher Risiken bei der Arbeit auszusetzen.


#31

In einer Demokratie werden immer Ergebnisse vorkommen, die nicht gefallen. Das müssen wir akzeptieren. Richtig, die Ergebnisse selbst müssen wir nicht verteidigen. Aber die Demokratie, die zu solchen Ergebnissen führt, die sollten wir verteidigen.

Denn auch wenn die Demokratie immer weiter verbessert werden kann, wird das nichts daran ändern - und das zeigt das Rauch-Beispiel hier sehr gut - dass die Demokratie nicht immer zu dem von uns gewünschten Ergebnis führt. Denn das ist gut so, auch wenn uns das nicht gefällt.


#32

Hallo! In NRW war genau dieses Problem mit dem 1. Nichtraucherschutzgesetz längst vom Tisch.
Das 2te, also das mit dem Totalen Rauchverbot, das prangere ich an!


#34

Na gut. :sunny:


#35

Ich weiß aus Hessen und NDS das Kneipen mit Raucherraum eine Erlaubnis erhielten weiter beides zu betreiben. Aber der Raucherraum musste eine eigne Absaugung haben.

Bevor über mich herfallt, ich selber bin Nichtraucher.


#36

So war das in NRW bis zum Totalverbot auch.


#37

Ich sehe mich sogar als: absoluten Anti-Raucher :wink: Und möchte beim Essen oder Tanzen davon nicht belästigt werden.

Werde mich aber immer für solche Räume einsetzen, in denen Menschen gepflegt in Gemeinschaft qualmen können!


#38

Nö: Zur Demokratie gehört der Minderheitenschutz.


#39

Ich weiß nicht, aber als ich letztens in Lüneburg auf einem Bildungsfestival war, hätte ich beinah kotzen können weil in den Kneipen plötzlich geraucht wurde während andere gerade gegessen haben. Nachts im Hotel war es dann nur noch schlimm und am Ende stank alles komplett nach Nikotin.
Ich brauche das nicht, auch wenn ich Rauchenden gegenüber tolerant bin - solange es unter freiem Himmel geschieht und ich eine freie Standortwahl habe.


#40

Was aber, so auch Thomas Keitel von der DEHOGA, daran liegt, dass Menschen mittlerweile höherwertiger ausgehen. Statt jeden Freitag n paar Bierchen, wird jetzt Wert auf ein Abendessen in Verbindung mit 1-2 Getränken gelegt. Eckkneipen haben meist keine spannende Speisekarte im Angebot, so dass sich das verlagert. Das hat nicht primär etwas mit dem Rauchverbot, sondern viel mehr mit der Transformation des Arbeitsmarktes zu tun. Feierabendbier bzw. Kneipenabende der Malocher gibt es heute kaum noch. Nachbarn treffen sich jetzt eher mit einem Veltins o.ä. am neuen tollen Weber-Gasgrill von Familie XY welche nun auch so ein 3,50m Trampolin im Garten hat. Gerade die Männer entdecken jetzt vermehrt das Thema Elternschaft für sich und verbringen nach Feierabend mehr und intensiver Zeit mit der Familie als noch zum Kegelabend zu gehen.
In Bielefeld z.B. von 500 auf 50 für die “deutschsprachigen” Besitzer. Dennoch gibt es heute mehr Gastronomie als damals, nur halt mit anderen Konzepten.


#41

Schutz ja, aber dies beinhaltet nicht das Recht andere wissentlich zu schädigen.
Diskriminierung und unsolidarisch wäre es, wenn die gestiegenen Gesundheitskosten von Rauchern ebenfalls inbetracht und deren sozialer Ausgleich in Frage gezogen worden wären. Das ist aber nicht geschehen.


#42

Keine Ahnung, wo Du das alles her hast, aber tolle Geschichten. Veltins, Trampolin und Weber…ich kann mich nicht des Eindrucks verwehren, dass teilnehmende Diskutanten selten in Dörfern unterwegs sind, da muss man nicht mal ne App für haben, einfach mal gucken. Kneipensterben ist real und ich vermisse diese Schankbetriebe…trotz Internetz