Quo vadis Piratenpartei?

Das ist letztlich auch die Quintessenz aus einem anderen Thema, in dem wir an sich bereits dieselbe Diskussion geführt haben, wie hier.

Ich habe das auch gestern bei einigen Gesprächen im Wahllokal/ums Wahllokal herum wieder festgestellt. Den Menschen ist überhaupt nicht klar, wer wir sind, was wir wollen und wofür wir stehen. “Die mit dem Internet, oder?” war dabei noch die zutreffendste aller Antworten…

seufz

Keiner weiß wer wir sind und was wir machen. Naja, ich ändere die Reihenfolge und mache, dann wird man wissen wer wir sind. Das ist auch ganz einfach.

Oder hier:

“Deutsche Staatsanwaltschaften bieten keine hinreichende Gewähr für Unabhängigkeit gegenüber Exekutive, um zur Ausstellung eines EU-Haftbefehls befugt zu sein”

Jetzt müssten wir es nur ein klein wenig Intelligenter wie “Die Partei” machen. Etwas mehr Polemik und etwas weniger “Staatsmännisch” ausrücken. Dann klappts auch mit dem Wähler, wenn man seine Sprache spricht.

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“Digitalpartei” ist glaube ich das am wenigsten schädliche Etikett, was uns anhaftet…

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Blöde Verständnisfrage, einfach um sicher zu gehen: gehe ich Recht in der Annahme, dass das “wie” Absicht war?

Richtig dass bringt aber nur ca. 1%. Vielleicht 1,5% wenn alle Wähler annehmen, dass die 5% Hürde überwunden wird.
Relevant für diese Wahl waren hauptsächlich:

Obwohl wir “Grüner sind als die Grünen” konnten wir davon nicht profitieren.

Eigentlich lag unser Stärke mal hier:

Aber das haben wir mangels innerparteilicher politischer Arbeit verloren.

Wirtschaft gilt nicht als unser Kompetenz, wäre aber wichtig

Hier wäre die Piratenpartei vermutlich so bei 90+% und das ist nicht gut

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Auf die falschen Fragen gibt es keine richtigen Antworten… Die Piratenpartei will die Politik anders gestalten. Offener, Transparenter und innovativer. Das möchte keine andere Partei so audrücklich. Zumindest in der Vergangenheit war das mit dem Konzept der “Liquid Democracy” so gewesen. Mit diesem Konzept ist die Piratenpartei bekannt geworden. Wenn jemand fragt:“Was ist die Piratenpartei?” Dann würde ich sagen: “Die Piratenpartei ist “Demokratie 2.0”, die Piratenpartei ist “Next Level Demokratie”, nähmlich digitale Demokratie.”

Richtig aber dafür gibt es vom Wähler 0,0X%.

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Stimmt nicht. Tatsächlich ist das (neben dem Digitalen) sogar der Grund warum ich viel Zeit in die Partei stecke.

Willkommen! Ich finde es toll, dass dich das interessiert.
Aber es ist ein “Elitenthema”, das die Allermeisten nicht interessiert .

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Ja und nein. Patrick und die Kommunalmandatsträger können sich jetzt der Politik widmen, wir als Partei können und müssen jetzt wichtige Themen anpacken und die Partei sanieren. Nicht immer verschleppen von Wahl zu Wahl. Stichwort dezentrale Parteitage, BEO, Kommunikation, Pressekonzept. Dafür haben wir jetzt den perfekten Zeitpunkt nach der “gewonnenen” Wahl.

Doch, damit können wir unser Kernklientel ansprechen: Datenschützer, Bürgerrechtler und Digital Natives. Nur die nehmen uns nicht mehr ernst, seit wir mit allem möglichen Unsinn werben. Das Vertrauen müsste man wieder aufbauen.

Ich glaube eher, deutlich mehr als 0,37%. Wenn wir nicht alles mögliche halbherzig bespielen, sondern uns auf unsere Kernkompetenz besinnen. Man könnte zumindest hoffen, auf die 2% von damals zurückzukehren.

Das u.a. sind Gründungsthemen der Partei und dafür sollten wir auch bekannt sein.

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Ich kann nur sagen, dass als das Konzept mit der “Liquid Democracy” aufkam, ich mich begann für Politik zu interessieren und auch viele Leute aus meinem Umfeld fanden das sehr interessant. Ich hatte mir damals schon überlegt in die Partei einzutreten, wollte aber erstmal schauen wie das funktioniert und fand es sehr schade, als es dann irwie nicht mehr weiterging bzw. als man in der Öffentlichkeit nichts mehr von den Piraten mitbekommen hat, außer Datenschutz etc.

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Das glaube ich jetzt nicht.

Aha - Statistiken. Na machen wir doch auch mal ne Umfrage, die das Ergebnis bringt auf was wir hinaus wollen:

Was spielt für Wahlentscheidungen größte Rolle:

  • Datenschutz
  • Bürgerrechte
  • Meinungsfreiheit
  • Soziale Stärke

Merkste selbst, oder?

Fulleren hat halt Recht, auch, wenn Einige das nicht wahrhaben wollen.
Es ist ja toll, wenn “wir” dies und das und jenes wollen und glauben, es toller zu können. Bringt aber halt absolut gar nichts, wenn den Wähler das nicht genauso interessiert, wie uns. Wer sich in der Rolle der unter 1% Partei gefällt, darf natürlich gern weiterhin das Lied der Einzigartigkeit und des Besonderen singen und alles möglichst verquast und verkopft “neu denken”.

Das Problem daran: der Wähler will nicht “neu denken”. Der Wähler will (ohne Wertung der einzelnen Punkte meinerseits!!!): sichere Renten, sichere Löhne, sichere Arbeitsplätze, mehr innere Sicherheit, weniger einwandernde Straftäter, vernünftige Bildungspolitik, Klimaschutz und soziale Absicherung. Und wir so: hier, wir können Internet, Datenschutz und uns tolle, verkopfte Gesellschaftsformen ausdenken, in denen alles besser wäre. Willste, ne? Willste? Willste!

Nee, will er eben nicht.

Niemand verlangt, unsere Kernthemen zu “verraten”. Aber es schadet nicht, auch die Themen zu bedienen, die Menschen wirklich interessieren, im Gegenteil.

“Den Wähler” gibt es nicht. Aufgabe einer Partei ist die Wahl einfacher zu machen, in dem man für klare Konzepte eintritt. Die Piraten setzen noch einen oben drauf und wollen nicht nur die Wahl vereinfachen, sie wollen die BETEILIGUNG an politischen Prozessen vereinfachen.

Ein guter Wähler entscheidet heute so und morgen anders, denn ansonsten nutzt er ja nicht die Möglichkeiten einer Wahl.

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Und jetzt gehen wir von dieser Wunschvorstellung einen Schritt zurück und schauen uns die Realität an, die halt eben nicht voller “guter Wähler” ist :slight_smile:

Selbstverständlich gibt es “den Wähler”.

Zu AKK geht heute noch 'ne PM 'raus. Morgen ein Blog oder übermorgen.
Wer schreibt den Text zu Seehofer?

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Und das ist Marketing!

Ich habe schon mal in einem anderen Thread gezeigt, dass sich so gut wie alle von Wählern gewünschte Themen auf unsere Kernthemen herunter brechen lassen. Mit ein bisschen Phantasie kann man dann dem Wähler klar machen, dass es ohne Online, Digital, Internet, Datenschutz und der Freigabe von staatlich und öffentlichen Daten nicht mehr geht.

Gruß
Andi

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dann werfe ich auch mal meine Gedanken in die Runde …
wofür sind eurer Meinung nach Parteien da?
meiner Meinung nach, um die Themen, die dem Bürger und Wähler wichtig sind anzupacken.
sind unsere Themen bzw. Lösungen derzeit für den Wähler interessant? Ich glaube, das Wahlergebnis gibt da die Antwort drauf!
Wichtig und Wahl-entscheidend waren Themen wie Umwelt und Klima, zu dennen wir relativ wenig zu sagen hatten.
Nein, ich will jetzt keine Grüne2.0 aus den Piraten machen, aber auch wir müssen uns mit den Themen der Bürger beschäftigen und dafür piratige Lösungen anbieten.
Wir sollten versuchen unsere “Kernthemen” so weiter zu entwickeln, das wir daraus Antworten auf derzeit relevante Themen geben können, nicht Klimapolitik statt Digitalpolitik (etc.), sondern digitale ( & technische) Lösungsansätze für die Themen Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit etc. entwickeln … Mit diesem Ansatz und einem deutlich stärkeren Auge auf die Themen, die die Bürger derzeit bewegen habe wir mE eine Möglichkeit aus der Bedutungslosigkeit herraus zu kommen …

grade frisch “reingekommen”, daher gleich ne Antwort dazu:

Genau andersrum wird da ein Schuh draus … nicht dem Wähler erklären, wie wir von seinem Thema auf unsere “Kernkompetenz” kommen, sondern mit Hilfe dieser Kernkompetenz Lösungsangebote erarbeiten …
Wir als Politiker sind diejenigen die sich bewegen müssen, nicht wir den Bürger.

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Danke für die Korrektur. So war es eigentlich gemeint, habe wohl schlecht formuliert.
Ich stimme deinem Beitrag vollumfänglich zu :wink:

Gruß
Andi