Prostitution verstaatlichen!

Hab in einem Geschichtsbuch gelesen das im Mittelalter die Prostitution in der Regel in der Hand der Kirche oder der jeweiligen Stadtverwaltung war. Sozusagen als Einrichtung der öffentlichen Infrastruktur.

Ja da hab ich mich gefragt ob das nicht auch für Deutschland ein interessantes Modell wäre. Wenn alle Puffs in kommunaler Hand wären dann könnte man das doch viel besser regulieren und somit Ausbeutung und Menschenhandel verhindern. Wenn das so gesetzlich geregelt wäre konnte man auch die Mafia aus dem Geschäft verdrängen und so bessere soziale Bedingungen für die Frauen schaffen, gerade was Sozialversicherung und so weiter angeht.

Was denkt ihr dazu ?

Das ist das gleiche wie mit der Cannabislegalisierung, es wäre ein Win-Win für fast alle. Nur Dealern, Pseudomoralaposteln, Angstmachern und Überwachungsfanatikern gefällt die aktuelle Situation besser.

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Ich denke nicht das es eine gute Idee ist, es wäre zwar besser als die Situation, aber ich bin mir nicht sicher ob der Staat in diesem Fall nicht die Rolle der Mafia übernimmt.
Es ist besser wenn die Personen sich zusammenschließen und nach dem Genossenschaftsprinzip etwas anbieten, denn dann bestimmen nicht Leute darüber die nicht direkt die Interessen der Arbeiteten widerspiegeln.

Da ist was dran, deshalb besser auf kommunaler ebene als Staatlicher. Also mehr unter direkt demokratischer Kontrolle.

Die Idee gefällt mir noch viel besser. Prostitution nur noch in Form von gleichberechtigten Genossenschaften erlauben. Wäre ja noch viel demokratischer so. Ich finde die Idee ist gut, würde mich sehr freuen wenn die mit ins Parteiprogramm kommt.

Gibt es schon eine AG die sich mit solchen Themen befasst wo man das mal vorschlagen könnte ?

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Ich fühle mich von Cannabis deutlich mehr gestört als von Prostitution (weil Freier normalerweise weniger stinken).

Der Staat ist nicht die Lösung. Der Staat ist das Problem.

Der Staat mag hier nicht die geeignete Lösung sein, das Problem bei dem Thema ist jedoch organisierte Ausbeutung bzw. Kriminalität und die kann weder durch staatliche Verbote noch vom “freien Markt” eingeschränkt werden sondern durch eine Staatliche Regulierung. Im Grunde ähnlich wie beim Drogenhandel.

Das wäre eine interessante Lösung, würde auch weitgehend ohne Staatliche Kontrolle funktionieren.

Also wenn der Staat nicht in der Lage ist, das StGB bei schweren Menschenrechtsverletzungen wie Zwangsprostitution durchzusetzen, dann wird er auch den Schwarzmakrt nicht vernünftig durch Regulierung loswerden.

Die ganze Diskussion hat für mich ein Geschmäckle von Obrigkeitshörigkeit, Bürokratismus und potenziellem Puritanismus. Gibt ja genügend Leute, die unter dem Deckmantel der Bekämpfung sexualisierter Gewalt so viel Sexualverhalten wie möglich verbieten wollen, weil sie ein anderes Moralverständnis haben.

liest sich etwas befremdlich für mich.

Da würde ich Zeit benötigen um einen solchen Prozess vollständig akzeptieren zu können.

Es gibt nicht nur die Seiten der prostituierenden es gibt auch die Seiten, derer die hingehen. Und da hängt auch viel Leid mit dran.

Ich verstehe nicht, wieso das für Deutschland ein interessantes Modell wäre und wie du dir das vorstellst.
Ein Puff in kommunaler Hand und eine gut organisierte Mafia lädt doch dazu ein, zb ein Zwischenlager für Menschenhandel zu errichten, denn wer weiß, was für kranke Geschöpfe da draußen herumlaufen. Zudem hat ja die Kirche mit deren Mißbrauchsgeschichten, die es in die Öffentlichkeit schafften, bewiesen, wie pervers selbst die heiligsten Kirchenväter sein können.

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Ist doch genau wie bei Drogen… Wo das der Schwarzmarkt macht da macht das die Mafia.

Ja da sollte man mal drüber nachdenken !

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