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Präzisierung und Vertiefung unserer Aussagen zum BGE

bge

#41

Eigentlich kann jeder Euro unendlich oft ausgegeben werden, denn irgendjemand nimmt den ja wieder ein… Oder ist der eine Euro nach dem Ausgeben verschwunden? Genau das ist der Unterschied zwischen BWL und VLW…

Das der Mittelstand “geschröpft” wird ist verfehlte Steuerpolitik und hat mit einem BGE an sich erstmal nichts zu tun.


#42

Eigentlich beruht das Bruttoinlandsprodukt darauf, dass jeder Euro mehrmals ausgegeben wird.


#43

Das bedingungslose hat schon seinen Sinn, es sollen ja keine Bedingung (Zwänge) daran gebunden sein.
Und das der Mensch in Deutschland leben(gemeldet) sein soll/te ist doch ganz klar wenn es das BGE nur hir gibt. Oder??!!


#44

Nur mal so zwischenrein :slight_smile:

https://www.n-tv.de/politik/Steinmeier-lehnt-Grundeinkommen-ab-article20431613.html


#45

Unser Politik haben kein Interesse an freien oder mündigen Bürger.


#46

Das wäre eine Bedingung, oder?


#47

Das man das Geld annimmt, wäre auch ne Bedingung.


#48

Ich sag mal so, du kannst… es steht ja nirgends das du es nehmen musst ( meines Wissens)


#49

Diese Umfrage aus dem Herbst 2017 hat die Bürger zum Thema befragt:
https://www.splendid-research.com/de/studie-bedingungsloses-grundeinkommen.html


#50

Darf ich daran erinnern, dass die Piraten eine internationale Bewegung sind.
Deswegen bedingungslos als Fernziel.
Alle andere Bedingungen sind Zwischenschritte zum eigentlichen Ziel.

Ohne nationale Brille vermeidet man folgende Diskussion:

die davon ausgeht, dass die Lebensverhältnisse nicht angeglichen werden und es deswegen zu Wanderungsbewegungen kommt.

Die Unterschiede in Lebensbedingungen haben sich aber in Europa aufgrund eines gemeinsamen Marktes in den letzten 20 Jahren verkleinert und auch einige hundert Millionen Chinesen und Inder sind weitergekommen.

Die Piratenbewegung hat eine internationale Aufgabe und die unterscheidet sich deutlich von CSU, AFD und FDP.
Eine WWW-Partei hat längst gemerkt, dass Grenzzäune und Mauern in einer vernetzten Welt keinen Schutz bieten und eine völlig falsche Sicherheit vorgaukeln,


#51

Hier kann mensch sich gedanklich ein wenig differenziertern mit den verschiedenen Wechselwirkungen einer BGE Einführung. So werden Effekte z.B. nach verschiedenen Einkommensgruppen getrennt bewertet/prognostiziert.


#52

Und woher weisst Du das, wenn wir doch angeblich gar kein Konzept haben, wem etwas “weggenommen” werden soll?


#53

Moin,

Eines ist an der BGE Diskussion immer wieder echt schade: es kommen immer dieselben Anfangsfragen, aber zum eigentlich Interessanten kommt man nicht mehr (Zu den Anfangsfragen siehe bitte meinen post in den thread zu GP001 und GP002). Das grundsätzliche Finanzmodell (jeder bezahlt Steuern, jeder bekommt BGE => Negativsteuer: BGE ist rein finanz-technisch betrachtet einfach eine “Vorabsteuererstattung” ) ist bei allen konkreten Modellen identisch und die grundsätzlich Finanzierbarkeit für Deutschland ergibt sich aus den statistischen Grunddaten (Volkseinkommen, Durchschnitt/Median des Nettoäquivalenzeinkommen).

Das Interessante ist tatsächlich die Frage: Wie sind die Auswirkungen auf z.B. Mindestlohn, Lohnniveau allgemein, BIP, Bildungsniveau, Flexibilität im Arbeitsmarkt, Vereinbarkeit Familie&Beruf, Datenschutz, strukturschwache Gebiete, Sozialversicherungen, gesellschaftliche Stabilität usw.
Hierfür ist natürlich wichtig: welche Umverteilung bewirkt das BGE? Wo wären im Vergleich zu heute die Gewinner? Wo die Verlierer?
Solche Vorhersagen sind immer schwierig vor allem da sie die Zukunft betreffen (frei nach Twain). Trotzdem sind ein paar Trends klar: Die Umverteilung beim BGE geht von einkommensstark zu einkommensschwach und von Alleinstehenden in Richtung Familien und wäre stärker als heute (nicht zuletzt bedingt durch den schnellen Anstieg der EkSt im Anfangsbereich).

Ja, das BGE ist ein sehr umfangreiches Thema und strahlt in viele Bereiche aus. Daher ist eigentlich klar, dass eine BGE Revolution keinen Sinn macht sondern nur durch Evolution also schrittweise geht. Denn so kann man bei ggfs. eintretenden negativen Seiteneffekten gegensteuern (und ist sogar Programm seit BTW 2012).

Mittlerweile haben wir - unter Einschluss der Wahlprogramme - eine recht umfangreiche Beschlusslage zum BGE sowohl bzgl. Eckpunkten als auch konkrete Umsetzungsschritte. Bei Fragen zum Programm bitte melden.

Jürgen

Koordinator AG BGE,Sozialpiraten


#54

1.) Das Konzept “Sozialstaat 3.0” ist explizit nicht als “großer Wurf” gedacht, sondern soll mit den Brutto-Netto-Verläufen nahe am status quo bleiben, weil alles andere ohnehin nicht seriös prognostizierbar ist.

Es ist die Systemumstellung, danach kann man in kleinen, überschaubaren Schritten weiterentwickeln.

2.) Die Summe von 540,- ist tatsächlich geringer als Regelsatz und Kosten der Unterkunft. Dennoch werden ALG2-Empfänger nicht schlechtergestellt, da für Personen ohne oder mit nur geringem Einkommen das Grundeinkommen mit einem Wohngeld kombiniert werden soll.

Weil es dafür eben keine begründete Annahmen gibt und auch nicht geben kann, werden auch keine konkreten Erhöhungen versprochen. Sondern nur “wenn - dann”.


#55

Und ich habe Dir da schon immer widersprochen!

Wenn relevante Gruppen wie die “armen Kinder” und “die armen Alten” erst einmal mit einem BGE versorgt worden sind, wird es keine weiteren Schritte geben!

Warum auch?
Die größten Ärgernisse wären ja dann repariert :grin:
Und diejenigen, die danach außen vorbleiben, haben dann nicht nur wie bislang keine Lobby, sondern nicht einmal mehr das emotionale Moment auf ihrer Seite.

Ganz abgesehen davon halte ich ein BGE für absurd, von dem gerade diejenigen, die vorwiegend zur Finanzierung herangezogen werden, nämlich die Arbeitnehmer, in überhaupt keiner Weise profitieren sollen. Wie Du so etwas politisch durchsetzen willst, bleibt vermutlich Dein Geheimnis :grin:

Und was Du offenbar immer noch nicht glauben möchtest:

Das BGE ist GESELLSCHAFTSPOLITIK und KEINE SOZIALPOLITIK


#56

Solange wir von einem additiven und nicht von einem substitutiven Grundeinkommen sprechen, profitiert die Mehrheit der Arbeitnehmer.


#57

Und damit eben nicht die Armen.


#58

Doch.

Einfach mal die Ergebnisse aus dem Kalkulator (https://computerdemokratie.de/michael/calc7/Project1.html) gegen die eines ALG2-Rechners halten.


#59

Das hat man politisch so durchgezogen, bei der

  • Altersversorgung
  • Krankheit,
  • Pflege
  • Arbeitslosigkeit
    und niemand möchte es missen und es kommt allen zugute.

Es ist ein volkswirtschaftlicher Gewinn, wenn die Gesellschaft dafür sorgt, dass niemand aus dem System fällt, da er z.B. keinen Antrag stellt.

Es ist ein volkswirtschaftlicher Gewinn sich einige Monate um seine Familie kümmern zu können, ohne dass es eine existenzielle Frage wird.

Es ist ein volkswirtschaftlicher Gewinn sich einige Monate weiterqualifiziern oder neu orientieren zu können, ohne dass sich die Existenzfrage stellt.

Es ist ein volkswirtschaftlicher Gewinn wenn in persönliche Krisen nicht exitentielle Krisen hinzukommen.

Ganz gleich in welcher Höhe so eine BGE wäre, es würde für viele die Zeit strecken schwierige Situationen zu meistern ohne von Entscheidungen anderer abhängig zu sein.
Die Kosten, die eine Gesellschaft aufzuwenden hat, sind deutlich niedriger wenn die Hürden der Wiedereingliederungen niedriger sind, als wenn man Menschen völlig aus dem Gesellschaftssystem kegelt.

Aus diesem Grunde muß die bürokratiefreie Existenzabsicherung, selbst auf sehr niedrigem Niveau, vorangebracht werden.

Es werden alle davon profitieren.

Über die Ausgestaltung von Sozialversicherungssystem kann man gerne diskutieren, aber dass sie sinnvoll sind, ist wohl unumstritten.


#60

Inwiefern profitiert die Mittelschicht davon, wenn von ihrem Gehalt noch mehr Abzüge abgehen als bisher? Oder zählen diese elenden Besserverdiener nicht zur Volkswirtschaft?