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Präzisierung und Vertiefung unserer Aussagen zum BGE

bge

#226

Kein BGE haben zu wollen ist wie Hitler? Ist das dein letzter Ausweg?

Die NSDAP hatte übrigens die Forderung nach einem BGE im Programm.


#228

Aus Punkt 7 des nie völlig revidierten NSDAP-Programms von 1920 (“25-Punkte-Programm”): “Wir fordern, daß sich der Staat verpflichtet, in erster Linie für die Erwerbs- und Lebensmöglichkeit der Bürger zu sorgen.”

Über dieses Links, wo eine sehr laute Minderheit in der Partei diese Partei gern sehen würde, muss noch zu reden sein.


#229

Wenn Du jetzt mal mein Lager benennen könntest und wo ich unterschiedliche Ansprüche gestellt haben soll?

Parkverbot gilt auch für Parkraumüberwacher, selbst wenn einige tatsächlich falsch parken.
Nach Deiner Definition sollten Regeln nicht angewendet werden, wenn nachgewiesen ist, dass einige sich nicht daran halten.


#230

Dumm ist es, gegen einen mit großer Mehrheit angenommenen Beschluss immer weiter anzustänkern, ohne ein einiziges neues Argument zu liefern. PLONK


#231

Es gilt auch für dich der Hinweis, dass “die Mehrheit will das so” nicht automatisch “es ist richtig” bedeutet. Die Mehrheit will ja auch eine große Koalition, jedenfalls wählt sie so. Wenn für dich das Ablehnen eines aus meiner Sicht fatalen Beschlusses bereits “anstänkern” ist, bist du in einer basisdemokratischen Partei ohne Fraktionszwang vielleicht einfach falsch aufgehoben.


#232

JA, völlig richtig.
Wenn ich aber keine Erdbeeren mag, würde ich mich aber immer gegen den Erdbeerkuchen entscheiden, auch wenn der Erdbeerkuchen der bessere Kuchen sein mag.

Die Erfolgswahrscheinlichkeit bei einer Auswahl von 2 Möglichkeiten ist 50%, wenn ich die Münze werfe, aber größer 50%, wenn ich Sachargumente abwäge und kleiner 50% wenn ich alle Empfehlungen anderer völlig ignoriere und eine nicht nachvollziehbare Entscheidung auf der Grundlage einer vorgefassten Position bis aufs Messer verteidige.


#233

Merkt ihr eigentlich, dass ihr hier nur über Ideologien streitet, statt über die Sache? Und dann Leute rauswerfen wollt, die das BGE nicht unbedingt befürworten. Schon mal drüber nachgedacht, dass es diese Leute dafür vielleicht andere Themen unterstützen, denen ihr nicht ganz zustimmt? Eine Partei ist eine Mischung aus vielen Meinungen und da muss man einen Konsens finden. Man muss nicht alles gutfinden, sollte aber mit dem überwiegenden Teil des Programms konform gehen. Bei mir ist es genauso. Ich bin mittlerweile kein Freund des BGE mehr, weil ich es wie schon mehrfach erwähnt für nicht durchführbar halte. Aber ich akzeptiere es, wenn ander Mitglieder das anders sehen. Agree to disagree. Allerdings sollten diese Mitglieder dann auch so tolerant sein, die anderen Meinungen und Positionen zu akzeptieren. Wer sonst ausschließlich sein BGE haben will, der soll bitte in die dafür gegründete Partei und gut ist.

Jetzt kommt Zaphod wieder und sagt, man soll nicht anstänkern, wenn man keine Argumente hat. Argumente habe zumindest ich schon einige gebracht, die nicht wirklich faktenfundiert wiederlegt wurden. Und Hinweise auf Sklaverei und Beamte, die schon BGE bekommen, oder Berufsunfähigkeit im Beamtenstatus, halte ich für Populismusgewäsch gegen die ach so faulen Beamten im Land. Das lass ich als Argument nicht gelten.

Ihr wollt dieses Forum nutzen, um die Aussagen zum BGE zu präzisieren. Finde ich toll. Aber wenn dann die Aussage kommt, “ich will das BGE schon 2020 und wie das funktionieren soll, sollen andere klären” ist da sicher nicht der richtige Weg. Leute, kommt endlich in der Realität an. Wenn ich solche Aussagen lese, dann bekomm ich ganz schnell ein Bild in den Kopf von eben diesen abgehalfterten, ungepflegten Typen, die sich jetzt schon auf Hartz IV ausruhen, die aber noch mehr abkassieren wollen. Und genau das ist das Bild, dass beim Begriff BGE in den Köpfen der meisten Menschen aus dem wohlgenährten Mittelstand vorherrscht. Da ist es egal, ob es stimmt oder nicht. Und nein, ich will damit nicht sagen, dass ALG II Empfänger per se Sozialschmarotzer sind. Oder das alle BGE-Befürworter nur die Kohle haben wollen und dann nichts mehr tun. Das nur fürs Protokoll, ihr braucht also jetzt nicht auf dieser Aussage rumreiten.

Das BGE ist bis 2020 weder realistisch zu finanzieren, noch gesellschaftlich durchzubekommen. Punkt. Daher bleibe ich bei meiner Argumentation, dass wer ein BGE fordert, zuerst ein vernünftiges Finanzierungskonzept vorlegen soll, ohne diese Arbeit anderen aufzuhalsen. Ohne Konzept wird sich die breite Mehrheit der Bevölkerung niemals mit einem BGE anfreunden. Denn die vorherrschende Meinung ist und bleibt “mit BGE schafft keiner was (außer der/die Aussagende selbst natürlich) und man kann das eh nicht zahlen”. Solang diese Aussage nicht faktenbasiert entkräftet werden kann, brauchen wir nach außen nicht mit ankommen.

Daher hatte ich vorgeschlagen, dass wir mal anfangen, kleinere Brötchen zu backen und Konzepte vorschlagen, die nach und nach zu einem BGE führen können bzw. werden. Wie zum Beispiel die Sanktionen bei HartzIV abzubauen, den Mindestlohn anzupassen, Kinderleistungen einzuführen usw. Wenn ihr nicht anfangt, für ein vollumfassendes BGE in Deutschland einen längeren Zeithorizont aufzubauen, dann werden wir für alle Zeiten als hirnlose Spinner betrachtet. Denn ein solches Mammutprojekt ist in einem 82 Millionen Land nicht von heute auf morgen zu stemmen. Da bedarf es umfangreicher gesellschaftspolitischer Änderungen und Anpassungen an zahllosen Gesetzestexten, inklusive Grundgesetz. Schon mal darüber nachgedacht, was es allein an Bürokratiearbeit bedeutet, ein BGE rechtskonform einzuführen? Das geht nicht von jetzt auf gleich.

Daher: Mehr Toleranz untereinander, auch mit anderen Meinungen. Und dann realistisch bleiben. Dann wird es vielleicht auch was.


#234

Ich verstehe absolut nicht warum du meinst Dir herausnehmen zu dürfen andere Leute als unrealistisch zu diskriminieren. Lass das einfach.


#235

Der fehlende Realismus wurde auch von @murgpirat mehrmals unwidersprochen belegt. Dass du ihn deswegen der Diskriminierung (diskriminiert die Evolution also auch Schöpfungsgläubige?) bezichtigst, ist sprechend für deine Person, disqualifiziert dich aber für jeden weiteren Einwand.


#236

Klar alles was die eine Seite sagt ist belegt, was die andere Seite sagt ist nicht belegt. Was die eine Seite sagt ist realistisch was die andere Seite sagt ist unrealistisch, was die eine Seite sagt ist begründet was die andere Seite sagt ist unbegründet, was die eine Seite sagt ist unwiderlegt, was die andere Seite sagt ist widerlegt… und so weiter und so fort… schon klar.


#237

Was die andere Seite sagt, ist diskriminierend… :roll_eyes:


#238

In dem Thread hier habe ich bisher wenig Fakten gelesen. Vielleicht könnte man damit ja mal anfangen. Wir verstehen uns ja als wissenschaftlich und faktenbasiert. Daran sollten wir anknüpfen. Sonst drehen wir uns im Kreis.


#239

Wissenschaftlich und faktenbasiert ist die Forderung nach einem BGE unredlich. Dem wurde auf dem BPT Rechnung getragen, indem das “B” inhaltlich aufgeweicht wurde. Selbstverständlich wird das Wort “bedingungslos” aber trotzdem nicht gestrichen, weil “die Leute das so kennen”.

Faktenbasiert wie das Sozialprogramm der SPD.


#240

Ein Bedingungsloses Grundeinkommen ist in Deutschland Europa und der Welt völlig problemlos finanzierbar. Es politisch durchzusetzen ist ein sehr grosses Problem.

Beides sind Fakten. Ich kann nichts dafür wenn Leute ständig etwas anderes behaupten.


#241

Ja, wenn jeder hundert Euro kriegt. Aber unsere weit größere Standardzahl ist, wie mehrmals nachgewiesen, bei offenem Ende der Zuwanderung einfach völliger Humbug.


#242

Die Fakten sprechen für sich. Du möchtest kein BGE für “diese abgehalfterten, ungepflegten Typen, die sich jetzt schon auf Hartz IV ausruhen, die aber noch mehr abkassieren wollen.”

Dann finanziere ich das BGE unter anderen damit, dass ich die steuerliche Absetzbarkeit der “Firmenwagen” - die keine Nutzfahrzeuge sind - abschaffe. Dazu die Zahlen, die die Effektivität dieses Schrittes belegen:

Zulassungsstatistik des KBA: https://www.kba.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Statistik/Fahrzeuge/FZ/2017/fz18_2017_pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=3
Anteil der Firmenwagen: https://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeuge/Neuzulassungen/Halter/2012/2012_n_firmenwagen.html

Privat und gewerblich zugelassene Pkw unterscheiden sich
in einigen Merkmalen sehr deutlich. Vom Kleinwagen bis hin
zur Oberklasse stieg der Anteil der Firmenwagen von 52,4 auf 85,8 Prozent an (siehe Tabelle 1).
Besonders hohe Anteile gewerblicher Halter waren in der Oberklasse beim
Audi A8/S8 (95,3 %),
BMW 7er (90,6 %)
Mercedes S-Klasse (89,0 %)
zu beobachten. In der Oberen Mittelklasse wurde der
Audi A6/ A7 als Firmenwagen bevorzugt (85,3 %).

Zahlen für 2017: https://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeuge/Neuzulassungen/n_jahresbilanz.html?nn=644522

Weil in den Jahreszusammenfassungen die Firmenwagen nicht extra ausgewiesen werden nehme ich als Beispiel die Zulassungen von März 2018. Der Firmenwagen Anteil in der oberen Mittelklasse beträgt 82,4% in der Oberklasse gar 87,3%
Ein Firmenwagen wird “von der Steuer” abgesetzt. Der “Unterhalt” eines solchen Firmenwagens wird ebenfalls von der Steuer abgesetzt- jede Tankquittung, jede Werkstattrechnung, die KFZ Steuer, die Vollkasko Versicherung usw - das alles wird bezahlt mit nicht gezahlten Steuern. . Das bedeutet im Klartext: Von der Neuanschaffung mit den spritfressenden extra großen Breitreifen auf Alufelge : -19% Mehrwertsteuer durch Vorsteuerabzug und der Rest mit jedem Euro steuerbefreiend => mit mindestens 20% und in maximal 5 Jahren in den Aufwand gebucht.
Werkstattrechnungen werden um -19% Mehrwertsteuer durch Vorsteuerabzug erstattet und der Rest mit jedem Euro steuerbefreiend => direkt in den Aufwand gebucht.
dann von jeder Tankquittung -19% Mehrwertsteuer durch Vorsteuerabzug, der Rest mit jedem Euro steuerbefreiend => direkt in den Aufwand gebucht.

Wer sind die Sozialschmarotzer?


Werden wir in 13 Jahren vorwiegend autonom und elektrisch fahren?
#243

Wer meinen Thread Bankgeheimnis gelesen und verstanden hat wird sich über diesen Bericht nicht wundern:
Banker fahren die teuersten Firmenwagen

Warum das nicht verwunderlich ist? Während eine Firma (oder gar ein Privatmensch) für sein Wagen oder seine Waren einen Kredit aufnehmen muss oder durch “Arbeit” erst einmal an Geld kommen muss, um das Auto (Ware) mit bereits vorhandenem Geld zu bezahlen - eine Geschäftsbank “bezahlt” den Wagen, indem die Bank das nötige Geld zur Bezahlung des Autos (“Vermögenswert”) entstehen lässt und dem Autohändler (Nichtbank) dann auf seinem Konto gutschreibt.
(6)Geschäftsbanken-Buchgeld entsteht, wenn eine Geschäftsbank einer Nichtbank einen Kredit gewährt oder ihr einen Vermögenswert abkauft und der Nichtbank im Gegenzug den entsprechenden Betrag als Sichteinlage gutschreibt.


#244

Hab ich nicht explizit gesagt, dass ich nicht denke, dass Hartz4-Bezieher Schmarotzer sind und ihr wegen der Anmerkung kein Fass aufmachen sollt? Und hab ich nicht gesagt, dass ich das BGE nicht schlecht finde, nur eben nicht glaube, dass es unter realen Bedingungen funktioniert?

Aber dein Einwand mit den Firmenwagen ist nicht schlecht. Zumindest mit den personenbezogenen Autos. LKW kann man ja ausnehmen. Die möglichen Einsparungen kannst du also gern auf den Zettel für die Finanzierung schreiben. Wie sich die Abschaffung der Abschreibmöglichkeit dann auswirken könnte, muss man noch durchdenken. Aber wie gesagt, gute Idee.


#245

Das Zitat ist Dein Text.
Ich bin dann in der Realität angekommen und habe mich umgeschaut.

Die Art wie eine Bank ihren Glitzerpalast in Frankfurt oder anderswo “finanziert”, oder Ihre “Designerbüros” “finanziert” - die Designerbüros findest Du in der Vermögensaufstellung (Bilanz) als “Betriebseinrichtung und Geschäftsausstattung” aufgeführt…
oder eben mal 20 neue Oberklasse wagen fürs Präsidium “finanziert” … da fehlt kein Geld - es entsteht einfach (und verschwindet auch wieder durch “Abschreibung” )

Wo war der “magische Moment” an dem diese Art der Finanzierung ausschließlich den Geschäftsbanken zuerkannt wurde und was haben die Geschäftsbanken dafür als Gegenleistung gebracht?

Warum kann / darf ein Staat auf diese Art nicht BGE finanzieren?


#247

Das kann ich auch (zum Punkt kommen) :laughing:

  1. Schritt: Bevölkerung über das bestehende Geldsystem informieren
  2. Schritt: Geldschöpfung im Grundgesetz verankern
  3. Schritt: Weltweit Verbündete suchen, die mit einer digitalisierten und automatischen Produktion in Frieden und mit BGE Leben wollen und darum Zeit haben sich der eigentlichen Aufgabe zuwenden:
  4. Schritt: Die Entwicklung des Menschen.