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Positionierung zu straffälligen Flüchtlingen


#22

Um zu verstehen, welchen taktischen Fehler Seehofer begangen hat, muß man wissen, dass Bayern 1,9 Mio Vertriebene aufgenommen hat.
Jetzt haben wir es, siehe oben, mit 970.000 Flüchtlinge in ganz Deutschland zu tun.
Für die CSU und Franz-Josef Strauß stellten die Vertriebenen einen wichtigen Machtfaktor dar. Entsprechend viele sind in die CSU eingetreten.
Wenn ihnen Ablehnung vor Ort entgegenschlug, so waren sie doch gerne in der CSU gesehen.
Dass diese die jetzige Flüchtlings-Politik von Seehofer nicht mittragen wollen, überrascht daher keineswegs, sie sind längst angekommen, es ist ihre Partei.

Wenn unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen gibt es immer Probleme, da manche Kultur, aus welchen Gründen auch immer, weiterentwickelt wurde als die andere.
Mit der Abschiebung von Straffälligen vermitteln wir unsere Werte nicht.
Auf dem Boden der Bundesrepublik ist unser Rechtssystem anzuwenden, unabhängig von der Staatsangehörigkeit einer Person.


#23

Wenn Du es so ausgedrückt haben möchtest? So ist es, denn es wird eben nicht 100% erreichen.

In vielen Fällen wirst Du eben genau nichts erreichen. Denn dazu müssten die Familien, in denen die Kinder leben, ein anderes Leben führen. Sprich, deren Bezugspersonen müssten dann im Grunde “ausgetauscht” werden. Alles andere ist dann der sprichwörtliche Januskopf. Denn wehe man dreht denen den Rücken zu.

Ausnahmen bestätigen die Regel, sie sind aber nicht die Regel. Natürlich hat aber jedes Kind die Möglichkeit sich zu verändern. Aber herjee, diese Rahmenbedingungen zu schaffen bedeutet ein Heer an Sozialarbeitern, Psychologen, Lehrern usw. Also pro Person die diese Unterstützung benötigt mindestens 1,5 Personen die sich um diese kümmert.

Der Ansatz ist sicher lieb und nett, hilft aus meiner Sicht aber immer noch nicht.


#24

So du hältst das Vorlesungsangebot der Uni Paderborn für Werbung?

Ich hab so einen Kurs gemacht:

6 Wochen hier in Deutschland + 4 Wochen im Ausland

In 6 Wochen haben wir jeden Tag ca. 30 Vokabeln gelernt also 6 Wochen * 7 Tage * 30 Wort = Wortschatz von 1260 Worten. Dazu jeden Tag 2 Stunden Sprachübungen, 2 Stunden Grammatik und 2 Stunden Konversation über Themen von Geschichte und Kultur.

Wer in einer fremden Sprache etwa 1000 Wörter der Alltagssprache beherrscht, das heißt grammatikalisch und semantisch richtig anwenden kann, kommt im jeweiligen Land schon gut zurecht.
aus https://de.wikipedia.org/wiki/Wortschatz

Danach 4 Wochen im Land um mit täglich 4 Stunden Unterricht und die Erfahrung sich alleine zurechtzufinden.


#25

Ach Wutze seit wann bist du Experte für Traumtherapie und Kriminalprävention?

Jeder mit ein wenig gesundem Menschenverstand dürfte doch klar sein, dass man junge Männer auf der Höhe ihrer Tatkraft nicht in eine Flüchtlingsunterkunft pferchen kann ohne das es zu Problemen kommt.

Wenn diese Menschen dann auch noch aus Kriegsgebieten kommen und auch auf der Flucht Gewalt erlebt haben Hilfe brauchen, ist doch wohl klar.
Das Therapeuten die keine gemeinsame Sprache mit potentiellen Patienten haben, nicht helfen können, ist doch auch klar.

Das Ausländer, die die Landessprache nicht sprechen und praktisch nur Kontakte zu Menschen haben die ihre eigene Muttersprache sprechen, nichts oder nur sehr wenig von der Kultur ihres Gastlandes mitkriegen ist doch logisch.

Das zwischenmenschliche hat sich doch die letzten 10.000 Jahre kaum verändert.


#26

Du hast in 10 Wochen Arabisch gelernt?

Ich kann nur die Zahlen


#27

Ja, das ist natürlich logisch. Andererseits sollte es doch überall auch Angebote geben, Kultur und Sprache unserer Heimat zu lernen. Leider fruchtet sowas auch nur dann, wenn die Leute bereit sind, darauf einzugehen. Wie oben schon erwähnt versuche ich eigentlich immer, die Flüchtlinge zu verteidigen. Aber dann bekomme ich es im Gegenzug von Mitarbeitern von Rathäusern, Banken und Krankenkassen aufs Brot geschmiert, wie die Situation wirklich aussieht. Und keiner kann mir mit Kriegstrauma kommen, wenn die Flüchtlinge meinen, in den Unterkünften mit offenem Feuer kochen zu können oder in Zimmer und den Flur zu kacken. Sowas ist wohl eher die Regel als die Ausnahme. Und das nicht nur in den Massenunterkünften, sondern auch in den kleinen Einheiten auf den Dörfern und in den Kleinstädten. Auch wenn man viel Leid im Krieg erlebt hat, sollte man nach einer einmaligen Funktionserklärung das Prinzip einer Toilette und eines Herdes verstehen können.

Ähnlich verhält es sich wohl auch mit den Ehrenmorden und Vergewaltigungen. Wenn man soviel Leid und Tod gesehen hat, sollte man eigentlich die Schnauze voll davon haben. Aber nein, das “Kriegstrauma” führt dazu, dass aus falsch verstandener Ehre Menschen umgebracht und aus reiner Geilheit eine Frau vergewaltigt wird.

Da muss ich Wutze leider beipflichten. Du kannst durch Kriminalprävention vielleicht das Risiko reduzieren, aber auf unter 60% wird es sich kaum drücken lassen. Nimm wieder als Beispiel die Freiburg-Geschichte. Die Täter waren bereits vorbestraft. Wo war da die Prävention? Gerade bei Flüchtlingen ist es schon mehrfach vorgekommen, dass wer einmal auf der Schiene ist, auch dabei bleibt. Aber du kannst manche Menschen (nicht nur Flüchtlinge, auch alle anderen) nicht immer “resozialisieren”. Es gibt einfach notorische Straftäter, die auf Recht und Gesetz pfeifen und tun, was sie wollen. Einfach, weil sie das als ihr gutes Recht ansehen.
Gerade das ist ja der Grund für die Eingangsfrage, ob man straffällige Schutzsuchende spätestens nach Verurteilung und Verbüßen der Strafe (bzw. bei Bewährung sofort) ausweisen sollte, um sich gar nicht erst die möglichen Probleme aufhalsen zu müssen. Wer nicht mehr im Land ist, kann nichts mehr anstellen. Warum die Staatskasse durch Prävention und Resozialisierung belasten, wenn das Problem einfach vor die Tür gesetzt werden kann?

Zum Vergleich ein überspitzes Beispiel: Ein AirBnB-Gast in deiner Wohnung kackt in dein Wohnzimmer, zerdeppert dein Geschirr und schläft (einvernehmlich) mit deiner Partnerin/deinem Partner. Würdest du der Person gut zu reden und hoffen, dass es besser wird oder wirfst du die Person raus?


Asyl und Abschiebungen
#28

Bist Du denn plötzlich einer?!

Ja.

Welche Sprache? Wars schon eine mit Lateinischen Buchstaben oder doch eher Kyrillisch, Arabisch oder gar Japanisch/Chinesisch? Meine eigenen Erfahrungen stützen sich auf Kyrillisch. Ich weiß also von was ich rede.


#29

“Positionierung zu straffälligen Flüchtlingen”?

Habt ihr auch ne “Positionierung zu straffälligen Eingeborenen”?
Oder ne “Positionierung zu straffälligen Katholiken”?
“Positionierung zu straffälligen Rauchern?”
“Positionierung zu straffälligen Autofahrern?”

Aber da Flüchtlinge so speziell sind, es fehlen noch:
“Positionierung zu biertrinkunwilligen Flüchtlingen”
“Positionierung zu Aluhut-tragenden Flüchtlingen”
“Positionierung zu schlecht singenden Flüchtlingen”


#30

na klar … ich distanziere mich …

Das Thema kann man meines Erachtens nach nicht beantworten. Wir dürfen uns da auch nicht an den “wenigen” herausragenden Beispielen orientieren. Schon gar nicht darf man diese derzeit vorherrschende Betroffenheitspolitik verfallen. Zumal Strafverfolgung ja immer nach Subjektiven Gesichtspunkten geführt wird, (also sieht der Täter seine Tat ein, entschuldigt sich usw.) weswegen es auch immer wieder zu unterschiedlichen Strafen kommt.

Das einzige was man dazu ganz konkret sagen kann ist unkonkret zu bleiben. Ich ziehe da mal das Islandprogramm zurate und verweise auf die Punkte 2 bis 2.4 sowie auf die Punkte 3.2, 4.5.


#31

Komischerweise wird diese Vokabel immer ausgerechnet von jenen verwendet, die sich den mit Abstand abstrusesten Mist zusammendenken. Nur um auf Gegenargumente mit dem Spruch “Denkverbot” zu reagieren.

Es gab keine und wird auch niemals welche geben. Wenn euch eure Gedanken peinlich sind, ist das euer eigenes Problem (niemand soll persönlich angesprochen sein und sich nun hierüber aufregen, bitte).

Es geht nicht um “Denkverbote”, sondern dumme Gedanken.
Ein Dummer Gedanke wäre beispielsweise die Behauptung, “Flüchtlinge sind krimineller als Deutsche” unter Vernachlässigung sämtlicher weiterer Faktoren.

Ein nicht so dummer Gedanke wäre die Behauptung, “Menschen ohne Arbeits- und Wohnrecht die in lagerartigen Strukturen “konzentriert” werden, neigen eher zu Kriminalität als der gut situierte, angestellte Mensch”.
Oder auch “die Praxis Flüchtlinge und andere Einwanderer in bestimmten Vierteln in “Sozialwohlungen” zu konzentrieren, fördert die Entstehungen von Parallelgesellschaften und kriminellen Millieus”.

Nur mal so als Beispiele…


#32

Ob Du es glaubst oder nicht, die meisten Ideen, die sich am Ende auch umsetzen ließen, sind aus echt dummen Gedanken entstanden. Ich meine, Du musst Dich ja nicht daran beteiligen, wenn es Dir nicht liegt, weswegen ich mich tatsächlich frage, warum schreibst Du hier?!


#33

War klar, dass du dich trotzdem angesprochen fühlst.
Und keine Ahnung was du mir sagen willst. Lass mich in Ruhe dumm sein? Oder so?


#34

Beispiele?


#35

Dann schicke die Mitarbeiter von Rathäusern, Banken und Krankenkassen mal 14 Tage in ein arabisches Dorf, damit sie mal die Grundlagen ihrer Arbeit verstehen.
Da steht keine bulthaup-Küche und keine Villeroy & Boch - Toilettenschüssel.

Hätten die Mitarbeiter von Rathäusern, Banken und Krankenkassen mal irgendwann in ihrem Leben gesehen, wie die Welt außerhalb ihres kleinkarierten Umfeldes aussieht, dann würden sie verstehen, dass da in der Küche keine Glasfenster sind und die Familientoilette aus einem ausgehobenen Loch im Lehm-Boden besteht.
Wenn Du Dir mal 14 Tage diese Kulturtechnik aneignest, findest Du auch Wege diesem Personenkreis auch andere Kulturtechniken beizubringen.
Diese Welt ist halt außerhalb der westlichen 5-Sterne-Hotels in denen man sonst Deals mit korrupten Politikern abschließt.

Alle Erfahrungen mit Kriegen zeigen, dass die moralischen Grenzen verschoben werden, schon alleine um Erlebte ertragen zu können.

Da könnte ich jetzt seitenweise aus meinen Erlebnissen mit meinen Freigängern berichten.
Kurz zusammengefasst. In Deutschland wird auf das Prinzip Strafe gesetzt.
Über die Strafe, also das Wegsperren, soll die Erkenntnis des verübten Unrechts erkannt werden.
Resozialisation, die im Regelfall viel zu spät einsetzt, hat dann die größte Wirkung, wenn während der Strafe das soziale Umfeld, sofern überhaupt vorhanden, nicht zerstört wird.
Aus diesem Gründe würde das größte Potential der Resozialisierung bei Straftaten bis zu 4 Jahren liegen. Das fängt aber schon beim Urteil und dem Verfahren an.
Dann würdest Du ganz andere Quoten erhalten und den gesellschaftlichen Schaden reduizieren, der durch Wegsperren entsteht.

Einfache Lösung, die an der Umsetzung scheitert.
Was kostet denn der Zaun in Mexiko, die Grenzkontrollen?
Und was wird dadurch gespart?
Einfache Kosten-Nutzen-Analyse

Frage doch die Bevölkerung, um wieviel die MwSt erhöht werden sollte, um das Land abzudichten? Dass es allemal teurer wird, dürfte klar sein.


#36

Genau, so wird argumentiert. “Der hat das gesagt”, und schon ist allen Flüchtlingen eine Eigenschaft immanent: kacken überall hin, kennen keine Klos.
Merkst du nicht wie billig und “kacke” das ist?

Machen auch generell nur Flüchtlinge. Deutsche sind von Natur aus nicht geil, bei uns ist auch das Bettgeschehen eher klassischer Verwaltungsakt als irgend ein anderer Akt. Verstehe schon.

Du propagierst hier also, mehr als 60% aller Flüchtlinge sind kriminell, verstehe ich das richtig?

Oh! Deutsche Kriminelle resozialisieren sich quasi von alleine! Durch gutes zureden!

Weil es absoluter Schwachsin ist!
Deine gesamte “Argumentation” beruht einzig und allein auf der Kreation der “Menschnegruppe” “Flüchtlinge”. An sich schon untragbar, “Flüchtlinge” sind keine Gruppe homogener Unmenschen mit den gleichen Defiziten. Darüber hinaus, beruht jedes einzelne deiner “Argumente” auf gruppenbezogener Andichtung von Eigenschaften, was an sich schon falsch ist, erst recht jedoch, wenn die Definition der Gruppe schon falsch ist.

Zur Behandlung von Kriminellen gibt es das Strafrecht und nicht das Asylrecht…


#37

Ich denke man kann nicht pauschalisierend behaupten, dass Flüchtlinge (welche Definition wenden wir an?) kriminieller seien als Einheimische. Es gibt etliche Faktoren die hier reinspielen etwa Altersstruktur, Unterbringung, Zukunftsperspektiven, … Wird ein Flüchtling straffällig in Deutschland so sehe ich die Aufgabe in der Justiz entsprechende Konsequenzen anzuordnen. Eine Abschiebung, o.ä. entpricht nicht meinen Werten und ich denke auch nicht dem Sinne einer piratigen, offenen Welt. Wir haben Gesetze die Konsequenzen für Straftaten festlegen, warum sollen wir an Flüchtlingen ein anderes/strengeres Maß anlegen?


#38

Zeit Online versucht sich die Zahlen zu erklären: https://www.zeit.de/2017/17/kriminalitaet-fluechtlinge-zunahme-gewalttaten-statistik


#39

Dennoch triffst du permanent gruppenbezogene Behauptungen, ganz im AfD Stil.

Deine Behauptung ist also, 33,5% der männlichen “Schutzsuchenden” seien in irgend einer Weise tatverdächtig. Ohne den Verdacht zu konkretisieren, ohne zu berücksichtigen, das ein “Verdacht” immernoch ein “Verdacht” ist.
Und diese spezielle Gruppe, isoliert hergekommene, junge Männer" vergleichst du dann mit dem deutschen Durchschnitt, um den Schluss zu ziehen, “raus mit denen”.
Vergleiche deine Gruppe mal mit einer äquivalenten “deutschen” Gruppe: Junge, arbeitslose Männer, die am besten noch ihre familiäre Bindung auf irgend eine Weise verloren haben und in Sozialwohnungen leben.
Die müssten dann vermutlich auch einfach “alle raus”.

Ich könnt jetzt noch ewig weitermachen, dir deine Unlogik und deine (vermutlich versehentlichen, aber das interessiert mich absolut nicht) Hetzereien aufs Brot zuschmieren, hab ich aber keine Lust zu.
Wenn die Diskussion schon in einer derartig unsachlichen, ja polemisch-dummen Art und Weise begonnen wird (“Flüchtlinge kacken überall hin”), kann daraus nix sachliches werden, sorry.


#40

Wie ist das bei Euch geregelt?
Wer wirft da wen raus?


#41

3er sind doch heutzutage in Mode?!