Politische Arbeit hier im Forum funktioniert nicht

Bald bin ich seit 1,5 hier im Forum und die Bilanz ist ernüchternd.
Dabei rede ich gar nicht von der Technik.

Konstruktive politische Arbeit findet nicht statt (mehrfach versucht)

Nachdem es eine zeitlang besser war, sinkt das Niveau im Forum wieder, zur Zeit finde ich es parteischädigend.

Ich bin lang genug dabei um von den aktiveren Foristen zu wissen ob und wo sie in der Piratenpartei Mitglied sind und erwarte daher keine Verbesserung wenn die Teilnahme auf Mitglieder der Piratenpartei beschränkt wird.

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Fulleren das liegt doch daran, dass wir keine konkreten Ziele haben, die wir hier abarbeiten oder denen wir zuarbeiten würden. Was ist denn der nächste große Coup der Piraten, auf den wir hinarbeiten? Was ist überhaupt ‘politische Arbeit’ bei der Piratenpartei?

Das Droppen von relevanten Zeitungsartikeln scheint nicht viel Interesse zu erzeugen, das habe ich ja auch versucht. Der wertvolle Teil des Inhalts von anderen Diskussionen wird ja auch nicht irgendwo notiert. Vielleicht bringt es ja trotzdem “soft power”, quasi innerparteiliche Bildung.

Dann meldet sich mal wieder der Neuling :wink:

Ich glaube auch nicht das ein Forum zur aktiven politischen Arbeit geeignet ist. Ich sehe es eher so das die politische Arbeit in den (kaum vorhandenen) AGs gemacht wird. Das Forum sehe ich eher um einen Zwischenstand der AGs abzuliefern bzw Ideen von anderen Mitgliedern einzufangen.

Jeder hat eine Meinung aber viele nicht das (Fach)wissen die was dazu schreiben. Aufgrund dessen kann politische Arbeit im Forum nicht stattfinden. Trotzdem ist es gut auch mal die Meinungen zu einem Thema von anderen zu hören denn manchmal bringt ein Laie auch einen Experten mal auf die richtige Spur.

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Das Problem ist nicht technisch. Ich habe sowohl in Mailinglisten als auch in Foren schon Dinge erarbeitet.

Das einhalten elementarer Höflichkeitsregeln sollte selbstverständlich sein.
Entscheident ist der Wille der Gruppe konstruktiv zu arbeiten und beim Thema zu bleiben. Das gilt aber auch bei RL-Treffen.

Auch das Problem mit dem Fachwissen ist lösbar, dazu gibt es ja Quellenangaben und Übersichtsartikel. Allerdings muss das Interesse der Beteiligten groß genug sein und die Selbsteinschätzung realistisch.

Das Problem sind “toxische Beiträge”, die die Stimmung verderben oder Versuche vom Thema abzulenken.

Man muss auch nicht immer einer Meinung sein, aber wenn man merkt, dass man nicht zusammenkommt, dann muss man die Diskussion auch beenden und nicht alle Argumente noch zig mal wiederholen. Da ist dann Selbstdisziplin nötig.

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Früher hat das funktioniert. Im 1. Forum ist das Grundsatzprogramm entstanden. Die tschechischen Piraten arbeiten sehr intensiv im Forum, was deren Erfolg anscheinend nicht geschadet hat :wink: Die Frage ist, wie wir (wieder) dorthin kommen. Oder geht das etwa nicht mehr?

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Die Lösung wäre doch dann ein dezidierter “serious discussions” (meme) Bereich, in dem für unsere Partei Informationen und Wissen gesammelt werden. Längere Mindestbeitraglänge und schnellere Sanktionierung/Entfernung, quasi Regeln, die eine zünftige, akademische Diskussion abbilden. Wie bekommen wir sowas hin?

Seinen Frust und seine Langeweile kann man immer noch im Rest des Forums abshitposten. Aufmerksamkeitbedürfnis ist als psychologischer Faktor auch nicht zu verachten. Man sollte doch mal überlegen, ob man bestimmte Dinge auch lediglich per PM schreiben würde.

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Da gebe ich euch vollkommen Recht.

Der einfachste weg sowas hinzubekommen wäre halt ein internes Forum auch wenn das halt wieder gegen andere Prinzipien der Piraten verstößt bin ich halt für so einen Bereich.

  • internes Forum
  • gekoppelt an die Mitglieder Datenbank (damit man die Zugriffsberechtigten nicht immer manuell auswählen muss)

Natürlich verstößt das wieder gegen einige Richtlinien von uns bzw wird halt einigen nicht gefallen aber wie gesagt das wäre der einfachste weg.

Ansonsten haben wir ja einen öffentlichen Politik Bereich und man könnte die Regeln darauf anwenden.

Das wurde ja bereits von Fulleren erwähnt, dass es kein Kriterium der Qualität zu sein scheint. Wir brauchen einfach einen zusätzlichen Bereich, der nach strikten Regeln moderiert wird. Statt sich etwas frei von der Leber runterzuschreiben wäre der Anspruch jenes Bereiches, gemeinsam möglichst hochwertige Gespräche über wichtige Themen zu führen. Fundiert, mit links zu Quellen/Artikeln, vielleicht sogar redaktionell bearbeitet, weil wie gesagt, Piraten müssen sich ja auch irgendwo informieren und vor allem Politiker mit Mandat brauchen manchmal schnell und konzentriert hochwertige Informationen.

Es darf natürlich prinzipiell jeder mitmachen, aber man wird halt ziemlich schnell aus dem Bereich rausgeschmissen, wenn man dem Anspruch nicht gerecht wird. :^)

Nee, es sollte ja auch einen Ort geben, wo jeder und insbesondere n00bs “ganz normal” posten können.

Ich stimme dem zu. Die “toxischen Beiträge” sind z.B. der Grund, warum ich hier fast nichts poste. Dazu kommt, das ich bestimmte Dinge einfach nicht öffentlich diskutieren will, sondern nur mit Mitgliedern. Und das Abschweifen vom Thema ist eine der Lieblingsbeschäftigungen der Piraten. Mich interessiert nicht die “Hölle von Halle”, weil, da war ich noch garnicht da. Und ich will auch nicht dezidiert wissen, wer was wann zu wem gesagt hat, und deswegen jetzt untragbar ist. Ich will ein Thema haben, das ich diskutieren kann bis letztendlich ein Konsens hoffentlich entsteht. Und die Mods helfen dabei, das auch wirklich jeder beim Thema bleibt. Und wenn das gegeben ist, komme ich gerne wieder.

Politik ist öffentlich sehr schwer zu lenken…
Ich war über Jahre Admin eines Adria-Forums mit bis zu 20.000 Mitgliedern. Es gab schöne Diskussion, manchmal unschöne, aber nie war es für Admins und Mods schwierig die User wieder einzufangen.
Dann stand der Eintritt Kroatiens in die EU an. Und es wurde verlangt eine politische “Diskussionsecke” auf zu machen. Menschen die sich sonst positiv über Boote, Campingplätze und Ferienwohnungen ausgetauscht hatten wurden plötzlich zu erbitterten Gegnern.
Damit fing der Ärger an, heute existiert das Forum nicht mehr, es hat sich in 4 bis 5 unbedeutende kleine Foren zersplittert.
Dies nur mal als Anregung, wie schwer wohl “öffentliche Politik” zu handeln ist… :frowning:

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vs.

Was für Dich toxisch sein mag, ist für andere Anregung für die Hirnzellen. Das ist dann immer Definitionssache. Das Problem kannst nur Du selbst lösen, kein Moderator.

Du startest (nicht allein) hier den wievielten Versuch das Forum madig zu machen? Vielleicht liegt es auch nur an solchen Posts, die das Forum zu nichts werden lassen? Schon mal etwas von der Thematik “Hörensagen” gehört? Da genügt dann schon eine Aussage in einer Gruppe in der Art: “Och da schrieb letztens erst wieder jemand, dass das Forum nichts taugt, Du brauchst da nicht hin gehen.” und schwupps, keiner geht hin, weil das Forum taugt ja nichts. Politische Arbeit ist nicht möglich. Du attestierst das ja hier.

Ganz allgemein: Politische Arbeit funktioniert hier sehr gut da alle möglichen Themen besprochen werden. Egal welcher Art die Themen sind, Diskussionen führen am Ende dazu, dass sich Menschen die hier mitlesen, informieren. Sie werden durch Links zu diversen Beweisen geführt, erleben auch Gegenargumente, teils auch heftigen Streit und wissen deswegen, wo große Uneinigkeit herrscht. Sie halten sich dann aus dem Thema raus.

Ganz ehrlich? Ich mag solche Art von Miesmacherei nicht. Das ist das kontraproduktive. Wenn Du dem Forum nichts abgewinnen kannst, dann lasse doch alle anderen zufrieden und zermürbe sie nicht mit solchen Überschriften. Danke.

So weit würde ich jetzt nicht gehen; ich meine “sehr gut”. Aber auf jeden Fall viel besser als noch vor einigen Monaten. Daran haben auch Menschen Anteil, die neu dazugestoßen sind und z.B. mich aushalten :wink:
Was mir persönlich fehlt: Die Verwertung mancher wertvoller Beiträge, die hier gepostet werden, in der Öffentlichkeitsarbeit. Ich hab’ aber noch keine richtige Idee, wie man das realisieren könnte. Vielleicht sollten die Admins einen Bereich “Textvorschläge” aufmachen?

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Freilich gibt es hier sinnvolle Gespräche, aber die größten Probleme sind doch, dass nur ein Bruchteil der Piraten dieses Forum nutzt, sowie die Threads und somit auch die Diskussionen flüchtig sind und z.B. nach einer Woche in Vergessenheit geraten. Diese zwei Faktoren sind die Gründe, warum ich Fullerens Anliegen grundsätzlich unterschreiben würde.

Somit wäre ein wesentlich langsameres, strukturierteres Unterforum (“serious discussions only”) mit qualitativ hohem Anspruch an die Themen und Beiträge die Lösung. Ein Gegenkonzept zum lockeren, traditionellen Forum, wie wir es bisher haben und wie es auch weiterhin existieren darf. Da könnte man auch Texte aus den piratigen Meinungen produzieren, die sich aus den Gesprächen entwickeln.

Verfasser von Einzeilern und “ich bin dann mal raus”-Beiträgen z.B. bekämen da sofort Hausverbot. :smiley:

Ich finde man muss Probleme benennen.
Dann kann man Lösungen erarbeiten.
Im Idealfall sind dann irgendwann die Probleme weg.

Mein Problem mit der Piratenpartei ist, dass fast alle Probleme die bereits 2011 bekannt waren, 2019 immer noch bestehen.
Ich mag ja vielleicht nicht überall recht haben, aber manche Probleme wurden inzwischen zur Piraten-DNA erhoben, oder werden geleugnet.
Ein Großteil des innerparteilichen Streits ist folge mangelhafter Kommunikation und ungeeigneter Kommunikationskanäle.
Der Einsatz unendlich vieler Tools in der Piratenpartei ist doch offensichtlich folge davon, dass es keine geeignete Politikplattform für alles gibt.

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Ja, habe bereits in meiner kurzen Zeit hier zahllose solcher Fälle der abstrusen Leugnung mitbekommen.

Da kann man nur mit der Verbesserung der Kultur entgegenwirken. Das ist natürlich ein monumentaler Prozess und ich zerbreche mir seit Monaten den Kopf darüber, wie man da was reißen kann. Vor allem durch die Zersplitterung der Partei in unendlich viele Gruppen ist es schwierig, alle Leute an einen Tisch zu bringen und quasi innerparteiliche Bildung zu betreiben, von der Motivation der Piraten, sich überhaupt mit sowas zu beschäftigen, ganz zu schweigen (“wir brauchen mehr und bessere Flyer!”).

Ideen, was man da machen könnte (sollte):

  • pirateninfo 2.0 als Ort, wo man sämtliche existierende Gruppierungen erfasst und einfach finden kann (habe einen Informatikerkollegen und wir werden uns demnächst™ zusammensetzen und z.B. eine next level Übersicht und browsing-Möglichkeiten für AGs und sonstige Interessens- und Tätigkeitsgruppen in der Partei überlegen, die weit über schnöde Listen hinaus gehen.)

  • “repressive” Projekte wie das in diesem Thread von mir beschriebene serious discussions Unterforum.

  • “positive” Projekte wie etwa die Beschaffung von einer Rechtsberatungs-flat und ein Aufruf an alle Piraten, stets die Augen und Ohren für Möglichkeiten offen zu halten, dass wir sinnvolle und medienwirksame Klagen produzieren können. Die Vorschläge der Piraten werden gesammelt und dann von der Rechtsberatung auf die Erfolgsaussichten hin überprüft.

  • Gemeinsam sinnvolle soziale Dinge z.B. auf dem BPT machen, die quasi Gemeinsamkeiten bestärken, statt theologische Diskussionen über die Bedeutung einzelner Wörter in irgendwelchen Anträgen zu führen.
    Und/oder aktiv in offensichtliche und für die Partei unproduktive Bullshitdiskussionen bzgl. theologischer und linguistischer Feinheiten in Anträgen auf dem BPT eingreifen, so dass das Gefühl, gemeinsam ein gutes Programm erstellen zu wollen stärker wird als das Gefühl, seine eigenen bzw. die Flügelansichten gegen den Rest bzw. die “ideologischen Gegner” innerhalb der Partei durchzuboxen.

Ist natürlich aufwändig, aber was haben wir denn für eine Wahl? :smiley:

Ich bin ja selbst IT Administrator und habe aufgrund dessen gestern die Bundes-IT in der Geschäftstelle besucht. Wir haben uns ausführlich über das Thema unterhalten und auch was gerade so in der Entwicklung ist.

Ein Thema war zum Beispiel auch die vielen Tools die, die Piraten einsetzen. Mal von den großen Social Media Tools abgesehen brauchen die Piraten nur 2-3 Tools zum Beispiel bestehen einige LVs auf Mattermost obwohl auch Discourse die Gruppenchatfunktion und alles andere von Mattermost anbietet. Oder warum haben einige LVs noch ein eigenes Discourse obwohl man das auch in der Bundes-IT bündeln könnte. Mal von den Kosten abgesehen könnten wir dann auch die freiwerdenden Ressourcen in die Bundes-IT integrieren.

Nach meinem Kenntnisstand haben wir aktuell 4 oder 5 verschiedene Discourse, warum die nicht im Bund zusammenfügen und die Admins am Bundes Discourse arbeiten lassen? Dann könnten die Programmierer die es aktuell betreuen sich um die Weiter-/Entwicklung der anderen Tools kümmern.

Ich zumindest werde für Berlin beantragen das, das Berliner Discourse abgeschafft wird.

Wir sind eine Partei mit IT Schwerpunkt und schaffen es nicht mal die einfachsten Tools sauber zu betreuen und weiter zu entwickeln weil wir a) keine Software Entwicklungsabteilung haben b) haben wir nicht mal einen festangestellten Systembetreuer.
Auch das lässt uns nach außenhin nicht besonders gut aussehen.
Würden wir es endlich schaffen uns auf einige wenige Tools zu konzentrieren, würden die ehrenamtlichen Entwickler auch mal gut voran kommen. Aktuell müssen Sie sich zuviel mit Kleinkram und veralteten Tools auseinandersetzen, wo es teilweise schon BPT Beschlüsse gibt das die nicht mehr benutzt werden sollen.

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Danke, du verrichtest das Werk Gottes! :smiley:

Die Zerstreuung der Partei und der Infrastruktur hat historische Gründe. Es gab mal reichlich Mitglieder, sodass die aus Spaß an der Freud in ihren Gliederungen alles mögliche selbst gemacht haben. Wir müssen jetzt das ausbaden und alles reformieren.

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Na das mache nicht ich sondern die IT der Piraten. Das alles am laufen zu halten und trotzdem in der Freizeit noch Sachen weiterzuentwickeln verdient unser aller Hochachtung.

Ich bin halt fest der Meinung das wir nur effektiv kommunizieren können wenn wir uns auf 1 oder 2 Plattformen beschränken. Man kann von niemanden verlangen auf x Plattformen zu sein um alle möglichen Diskussionen zu verfolgen.

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