Piratenpartei Großbritannien löst sich auf

Die Partei hat sich in einem Mehrheitsbeschluss dazu entschlossen sich aufzulösen:

Siehe:

Begründung gibt es u.a hier zu lesen.

Schade, gerade im Five Eyes Staat GB wäre eine Überwachungskritische Oppositionspartei sicherlich nicht schlecht gewesen.

Im Moment sieht es so aus, das GB in die schwerste Krise und Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten vielleicht sogar seit Jahrhunderten hinein läuft.

Angesichts des Wahlrechts haben es kleine Parteien dort ohnehin schwer.

Ich denke, dass dort für viele Jahre die Themen der Piraten nachrangig sind.

In einem zwei Parteien-System muss man entweder von null auf fünfzig durchstarten und eine der beiden großen Parteien ablösen oder man geht mit der Zeit einfach ein, weil man absorbiert wird.

Gab es jemals andere zwei große Parteien als die Tories und Labour?

PS: Wenn der Marx auf die Idee mit dem politischen Klassenkampf gekommen wäre, als er das englische Parlament gesehen hat, dann würde mich das nicht wundern.

Marx hat ja im 19. Jahrhundert gedacht, die Revolution würde in GB stattfinden, weil da sich dort die Klassen so klar gegenüberstünden und die am weitesten mit der Industrialsierung waren.

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Bzw, sich einer Partei anschließen und dort als “Flügel” agieren. Ist dann aber extrem schwierig da sich in einem solchen System die Konservativen bzw. die Mitte immer durchsetzt. Progressive Politik dann somit kaum eine Rolle spielt.

Die SNP in Schottland würde mir da einfallen, auch wenn da der Einfluss eher regional ist.

Es gibt noch die Liberalen, die Schotten und die Nordiren mit jeweils einer Partei aktuellen im Parlament

Corona Wirtschaftskrise, Brexit und darauf folgend wahrscheinlich die Sezession von Schottland. Da wird am Ende nicht viel von "groß"britannien übrig bleiben.

Du hast Bürgerkrieg in Nordirland vergessen.

In der Krise wird gerne zuerst bei der Kultur gespart.

Halte ich tendenziell eher für unwahrscheinlich, daran dürfte wohl kaum eine der Konfliktparteien echtes Interesse haben da es zu große Wirtschaftliche Nachteile bringen würde.

Keine Ahnung welches Problem ihr habt.

Sie flaggen um bzgl. der Klimakrise.

Ich hoffe du hast recht.
Aber die nordirische Freiheitsbewegung, hat an Fahrt verloren als die Grenze zwischen Irland und Nordirland geöffnet wurde weil innerhalb der EU.
Boris Johnson hat aber bereits ein Gesetz verabschiedet, dass beim Handel zwischen GB und Nordirland den Austrittsvertrag verletzt, der eine offene Grenze garantieren soll.
Die EU wird ev. gezwungen sein die Grenze zu schließen um Schmuggel einzudämmen.
Die USA werden Sanktionen gegen GB verhängen weil sie für das Friedensabkommen in Nordirland garantiert haben.
Das kann dazu führen, dass die finanzielle Lage der Nordiren sich dramatisch verschlechtert.

Für das progressive sind in angelsächsischen Ländern die Unternehmen zuständig von den Parteien wird das kaum erwartet. Vorallem nicht in GB. Wann war da schon jemals jemand Progressives am Start?Thatcher, Blair, Cameron kamen mir auf jedenfall nicht so vor. Und auch der Johnson kommt mir bis jetzt noch nicht so vor…

Maggie war progressiv, aber halt nicht so, wie Du Dir das vorstellst.

UK hat stets eine durch und durch progressive demokratische Politik betrieben. Und Brexit ist am Ende auch sehr progressiv.

Ja, die Maggie, hat doch genau das vertreten, was ich vorher geschildert habe. Progressivität wird der Wirtschaft und dem Markt überlassen. Progressive Sozialpolitik gibt es eher weniger. Das meine ich damit, dass die Politik eher konservativ ist und die Wirtschaft steuert.

PS: ich sage nicht, dass es in der BRD so viel besser läuft. In der BRD ist sowohl der Großteil der Unternehmen konservativ, als auch die Politik. Die Poltik tut nur immer so, als ob sie progressiv wäre, damit es nicht so auffällt. In GB gibt es wenigstens ein paar erfolgsversprechende Start Ups und die stellen sich weniger gegen Neues wie Uber etc. In Deutschland fühlen sich da dann gleich wieder irgendwelche Taxi-Unternehmen bedroht, die sich jahrelang auf ihrem Privilegen ausgeruht haben.

Und die Popkultur entstand wo? :innocent:

Kleine Parteien haben es weit leichter z.B. in den Niederlanden! Die Macht nennt es dann “Zersplitterung”, wobei sich bei uns oder in UK große Teile der Bevölkerung überhaupt nicht vertreten fühlen. Mit Recht!!

Naja, in den System mit Verhältniswahlrecht enstehen dann eben so Echokammer-Parteien wie die Grünen, die FDP, die Linken und auch in gewisser Weise die Piraten. Die Parteien vertreten zwar etwas, aber ziehen selbst meist ein bestimmtes Klientel an. Die Grünen ziehen die Ökos an, die FDP, die Selbstständigen etc. Die großen Parteien haben dann in GB wenigstens den Anspruch als Organisationen möglichst offen zu sein und nicht nur für besonders viele wählbar zu sein. In der BRD sind viele Parteien nicht wirklich offen, möchten aber zugleich für besonders viele Bürger wählbar sein. Da beißt sich dann wieder die Katze in den Schwanz.

Sie haben sich ja schon so progressive verhalten, das die UK jetzt auch Lebensmittelhilfe aus der UN bekommt :confused:

Das Problem bei den Piraten war schlussendlich einfach, dass die alte Führung nicht mehr wollte und es nicht genug aktiven Nachwuchs gab. Hab das ja mehr oder weniger live mitbekommen.

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Eben auch ein Nachteil kleiner Parteien, wenn man sich keine fest angestellten Kader leisten kann und die Leute eben auch nicht ewig alles in ihrer Freizeit stemmen können…

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Es sind auch nur sehr wenige in der Partei gewesen. Ich habe schon mehr aktive Piraten aus BW in diesem Jahr getroffen als die hatten :D.