Piraten und die Wähler

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Am wichtigsten neben der ÖA wären meiner Meinung nach sorgfältig geplante Aktionen (keine klassischen Demos) wie der Nacktscannerflashmob damals oder auch die Werbung der Piratenpartei Österreich auf YouPorn. Das sind Dinge, die die Medien interessieren und über die dann auch mehr bereichtet wird. Meiner Meinung nach sollten wir - wenn es ums Aufmerksamkeit erzeugen geht - mehr wie Aktivisten und weniger wie eine normale Partei denken.
Ich persönlich denke, dass eine AG aus zwei, drei Leuten, die nach Ideen für solche Aktionen zu aktuellen Themen sucht und dann auch welche plant sehr nützlich sein könnte. Und falls welche von euch Lust hätten, ich wäre dabei.

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Sprich bitte nur von dir. Gemäß Kodex und Grundsätzen ist die Piratenpartei liberal.

Echt? Findet eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den politischen Wettbewerbern - AfD eingeschlossen - statt, die über “NAZIS RAUS!!11!” hinausgeht?

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Genau wie die Piraten in meinem Dorf. Nur verkauft wird hier nix… :wink:
Manchmal sind wir sogar da, wo die SPD nicht ist. Außerhalb von Wahlen zum Beispiel.

Solange sich unsere ÖA auf unrelevante Tweets und das zeigen von ein paar Fähnchen auf diversen Demos, die keine mediale und öffentlichkeitswirksame Relevanz haben (sowohl Fähnchen als auch Großteil der Demos) beschränkt, wird sich an der fehlenden Aufmerksamkeit auch nicht viel ändern.

Vielleicht sollten wir auch aufhören, einfach aktuellen Hypes hinterherzulaufen, bei denen uns keine Kompetenz zugeschrieben wird, und uns mal mit Problemen beschäftigen, welche andere Parteien nicht auf dem Schirm haben.

Schaut euch zum Beispiel mal die beiden Threads zum Thema Katastrophen- und Bevölkerungsschutz an. Da hat der Staat in den 90ern quasi alle Strukturen zusammengestrichen und baut erst langsam wieder was auf. Aber keine andere Partei kümmert sich ernsthaft um das Thema. Dabei ist auch das absolut relevant im Klimawandel. Statt also FFF und den Grünen sinnfrei hinterherzuhecheln, können wir uns mit echten Lösungen zu Problemen beschäftigen, die andere noch nicht einmal im Blick haben. Und wenn wir uns hier stark machen, haben wir gute Chancen, dass sich zumindest mal die Leute über uns informieren, die in solche Strukturen eingebunden sind. Und jetzt zählt mal alle Mitglieder von Freiwilligen und Berufsfeuerwehren, Rot-Kreuz-Verbänden, THW und sonstigen Rettungsgruppierungen zusammen, dann habt ihr eure Aufmerksamkeit.

Solche Themen können was bewirken. Und da haben wir einiges im Angebot, siehe auch unsere Ideen zur Gesundheitspolitik. Da sind andere nicht aktiv, da können wir vielleicht noch was erreichen, wenn wir coole Einfälle dazu haben. Und dann hört auch mal jemand zu.

Alternativ können wir natürlich auch weiterhin das mit den Fähnchen machen. Oder uns in der Filterblase drehen, wen wir heute wieder als Nazi/Masku/(hier SJW-Thema einfügen) betiteln wollen und uns über unsere Forderung nach BGE, freien Drogen und/oder Kernthemen freuen.

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Freie Drogen sind ja sogar Kernthema (Mündigkeit der Konsumenten usw.usf.). Leider auch in der Piratenpartei ausgerechnet mit Fokus auf Stinke-Cannabis.

Also eigentlich wollten wir uns mal vom veralteten links/rechts-Schema lösen und “vorne” sein. Links gegen Rechts sind Kämpfe der Vergangenheit. Insofern habe ich mit “linksliberal” ein gewisses Problem. Wir sind liberal. Punkt. Eine starke Ausrichtung auf Sozialpolitik macht uns nicht automatisch links, sondern basiert auf unserem humanistischen Weltbild.

Ebenso wenig ist links automatisch “progressiv” im Sinne des Wortes. Vielmehr kann man bei der heutigen “linken” Politik auch gesellschaftliche Rückschritte, etwa hin zu mehr staatlicher Bevormundung oder Einschränkungen der Meinungsfreiheit erkennen.

Damit wären wir beim dritten Punkt: das Annehmen anderer Meinungen muss auch unsere Partei noch üben. Zwar haben wir uns in vielen Belangen für die Meinungsfreiheit stark gemacht (etwa beim NetzDG oder beim Thema Artikel 13). Trotzdem gibt es genug Mitglieder in Parteiämtern, die trotzdem bereitwillig unjuristische Vokabeln wie “Hetze” (nicht im Sinne des § 130 StGB) gebrauchen oder Aktionen befürworten, die im Kern nichts anderes als die Beschränkung der Meinungsfreiheit bezwecken sollen.

Die Hochphase der Piraten war Ende 2011 vorbei - danach kam ein langer Sinkflug, der heute auf niedrigem Niveau gestoppt wurde. Manche dieser “revolutionären Ansätze” haben uns gut getan (z. B. der Fahrscheinlose ÖPNV), viele andere jedoch nicht (Weltraumaufzug, Zeitreisen). Man sollte da also schon unterscheiden. Was mich immer mehr als die “revolutionären Ansätze” (i. S. v. Konzepten) überzeugt hat, war eine revolutionäre Ehrlichkeit, nämlich die, auch mal zuzugeben, dass man keine Ahnung und auch noch keine Konzepte hat. Das geht nämlich anderen Parteien nicht anders, nur haben die das nicht offen zugegeben. Vielleicht sollten wir uns wieder mehr trauen ehrlich zu sein, und auch mal zuzugeben, dass wir von manchen Dingen einfach nicht genug Ahnung haben.

Aus dieser Frage klingt ein wenig Ratlosigkeit hindurch. Was ich oft als Erklärung gehört habe, war: “Die Medien sind doof und schweigen uns tot.” Das halte ich für Quatsch. Sicher sind wir nicht der Liebling der Medien, aber man kann sie dennoch zwingen, über uns zu berichten. Dort, wo wir gute Aktionen machen, gelingt uns das ja auch. Ein großer Teil des Problems ist in meinen Augen aber auch selbstverschuldet. Wir machen uns selbst klein, indem wir wie die anderen sein wollen. Im Zweifel immer noch ein bisschen lieber, keinem weh tun. Das verschafft aber keinen Newswert. Wir sind einfach weniger rebellisch. Und damit meine ich keine Oben-Ohne-Aktionen wie in Dresden, sondern Renitenz in der Sache. Wir müssen gezielt dort higehen, wo es weh tut. Diesen Konflikt scheuen wir oft. Ansonsten müssen wir auch versuchen, uns eine Öffentlichkeit an klassischen Medien vorbei zu organisieren. Was damals zum Beispiel gut geklappt hat, war, dass wir uns in Sachen Datenschutz auch als Anwalt der Bürger verstanden und Dinge getan haben, die diesen genutzt haben (Opt-Out-Days, Cryptopartys,…). Heute verteilen wir mit langweiligen Schildern paar kindische Sticker auf Latsch-Demos.

Auch hier sollten wir uns ehrlich machen: Die Kompetenz ist größtenteils weg. Einige wenige halten mit viel Leidenschaft und persönlichem Einsatz das Notdürftigste aufrecht, aber wirkliche Impulse setzen wir selten. Aus näherer Vergangenheit fällt mir da eigentlich nur die Aktion der BaWü-ler zu den Prangerportalen der AfD ein).

Absolute Zustimmung!

Richtig. Wenn wir anderen hinterher laufen, pushen wir nur deren Agenda. Selbst wenn unsere Forderungen da im Detail sogar besser sein sollten: Damit stechen wir nicht durch und der Wähler entscheidet sich am Ende für das Original. Wir waren auch mal ein Original - haben das aber selbst verwässert.

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Merke die ÖA kann nur bewerben was von der Partei kommt.

Die #ag-umwelt hat das auf dem Schirm, hat aber erst vor wenigen Wochen ihre Arbeit begonnen.
In der Tat sind im Moment die AG Drogenpolitik und Gesundheit am produktivsten. Die können alle aber noch Unterstützung gebrauchen.

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Fridays For Future kommt nicht von der Partei.

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Nachdem ich jetzt in dem Thread gelesen habe, muss ich diesen Worten zustimmen!

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Wo genau steht das? Das halte ich für eine sehr steile, gewagte und absurde These. No offense, ich sehe mich selbst als sozialliberal und damit wohl quasi linksliberal. Aber die Partei als solches ist, bei aller Liebe, absolut nicht links, absolut nicht rechts und schon gar nicht in der Mitte. Die Partei ist aktuell ein lustiger Schmelztiegel allerlei politischer Couleur, in dem keinerlei Ordnung und Struktur vorherrscht und politisch erstrecken sich ihre Mitglieder aktuell tatsächlich von konservativ/rechts bis links. Ein harter Kern sieht sich gefühlt als eher liberal mit ganz leichten Ausschlägen nach jeweils rechts und links. Eigentlich wäre dieser Mix perfekt für eine “Allianz der Vernunft”, ein Hort der lösungsorientierten Sachpolitik fernab politischer Ideologie. So weit sind wir nur leider noch nicht, weil wir uns lieber erstmal die Köpfe darüber einschlagen wollen, ob wir nun links, rechts, oben, unten oder überhaupt irgendwo im bekannten, politischen Koordinatensystem sind. Darüber, und darüber, ob wir nicht vielleicht doch einfach der kleine, nerdige Bruder der Grünen sein wollen.

Wenn wir dann mal aufhören, uns ausschließlich mit uns selbst zu beschäftigen und anfangen, dem Ganzen Ordnung und Struktur zu verleihen, wirds vielleicht sogar noch was. Bis dahin allerdings stehen wir uns alle sehr effektiv selbst im Weg, mehr aber auch leider nicht.

Ich glaube nicht, dass wir das bereits alle gelernt haben. Träfe dies zu, gäbe es so manchen Post hier nicht :slight_smile:

Wir sollten es allerdings lernen. Ganz dringend sogar.

Es gibt zwei Möglichkeiten, als Partei an der Stelle “erfolgreich” zu werden.

  1. Man erzieht den Wähler um, damit er “begreift”, wie toll speziell, freiheitlich und kreativ man doch ist.
  2. Man passt sich den Gegebenheiten an und erkennt Realitäten an.

Ich wär ja für 2. Der Otto-Normal-Wähler wählt Parteien, nicht Programme. Ist so. Die große Mehrheit der Menschen wählt nach “Die sagen, was ich hören will.”, dazu wird aber kein Programm gelesen oder irgendwelche Veranstaltungen, Stände, etc. besucht, sondern mehrheitlich einfach geschaut, was $kopf in $sendung sagt, $kolumne schreibt, etc. Don’t get me wrong, natürlich gibt es auch politisch interessierte Wähler, aber die Mehrheit stellen die nunmal einfach nicht dar.

Die Mehrheit wählt $partei, weil sie das halt schon immer gewählt haben oder weil alle Verwandten/Freunde das wählen oder weil sie von $kopf in irgendeiner Rede im Fernsehen oder in sonstigen Medien begeistert und überzeugt wurden. Für Letzteres brauchts nunmal Köpfe, Themen ergeben sich dann von selbst. Aber wen keine Sau kennt, wählt halt auch keine Sau. An sich sehr simples Konzept. Und bekannt wird man i.d.R. durch Köpfe.

Dazu fehlt die Manpower. Es müssen halt auch Menschen wollen und dann nicht nur wollen, sondern auch machen. Und da scheiterts dann meist. Geht übrigens auch größeren Parteien so, die kompensieren das nur mit der deutlich größeren Menge an Mitgliedern. Wir bräuchten mehr Macher. Und auch das sind halt blöderweise wieder Köpfe :slight_smile:

Nicht falsch verstehen, das klingt jetzt doof, ist aber einfach pur strategisch gedacht: es braucht ganz sicher auch viele Fußsoldaten, die einzeln nicht besonders in Erscheinung treten und letztlich dafür Sorgen, dass Zeug erledigt wird. Es braucht aber eben auch die Generäle, die das Ganze auf Kurs halten. Haben tun wir aktuell beides nicht in ausreichender Menge :slight_smile:

Naja, Weisband und Reda - um mal nur zwei zu nennen, da gäbs ja mehrere - waren jetzt vielleicht nicht die großen, weltbekannten Politpromis, aber “keiner” ist schon sehr harsch. Ohne Köpfe gehts nicht, sorry. Wir sollten aufhören, uns das einzureden.

Du, mich persönlich holst du damit voll ab: vernunftbasierte Sachpolitik fernab festgefahrener politisch-ideologischer Strukturen. Die Realität sieht halt nur leider anders aus, eine Minderheitenregierung will keine der etablierten Parteien überhaupt nur in Erwägung ziehen und alle anderen sind zu klein und unbedeutend, um die Chance des Versuchs zu bekommen. Mittelfristig wird man das Spiel also, so wie es ist, mitspielen müssen, um überhaupt mal in die Verlegenheit zu kommen, groß genug zu werden, damit man über solche “Revolutionen” und Innovationen nachdenken kann und auch eine nennenswerte Chance hat, das einem nennenswert großen Publikum vorzuschlagen.

Genau das! Das ist simple Psychologie. Der Mensch - die Mehrheit jedenfalls und um Mehrheiten geht es nunmal in der gesamten Politik letztendlich - braucht Köpfe und Gesichter; will sich mit dem, der da was vorschlägt identifizieren können, ihn/sie aber zumindest mal sympathisch finden. Bloße Ideen reißen nix, es braucht halt nunmal, ob einem das passt oder nicht, den “Vertreter”, der einem einredet, man habe die Idee ja schon immer geil gefunden :slight_smile:

Ein bisschen überspitzt formuliert, aber die Message kommt, denke ich, an :slight_smile:

Da widerspreche ich, sorry. In dem Moment, in dem die erste Frage, die dir einfällt, wenn du einen Politiker siehst/hörst, “Wer isn das?” lautet, hast du verloren. Das Ganze ist ein Mix aus mehreren Faktoren und Köpfe gehören da mindestens genauso dazu wie Themen. Das tollste Thema bringt dir nix, wenn es dir von niemandem oder von jemandem, den keine Sau kennt, verkauft werden soll. Nein, erst muss man bekannt werden, im Gespräch sein, ein paar erkennbare und “relatable” Köpfe haben, mit denen der Wähler was anfangen kann. Man kann ein Pferd zwar von hinten aufzäumen, der Mehrwert einer solchen Aktion ist allerdings doch eher zweifelhaft.

Das funktioniert ja auch total gut. Wir haben 3521476 Tools für dies und jenes, 3-4 davon haben sogar halbwegs offiziellen Charakter, aber das bringt ohne Ordnung und Struktur halt gar nix, weil doch lieber jeder was anderes nutzt. Wir haben drölfundfünfzig Dutzend AGs, aber wehe, man kann oder will nicht Mumble nutzen, dann kann man leider nicht mitmachen, denn tatsächliche Arbeit scheint nur via Voice Chat stattzufinden. Die Mailingslisten der AGs, denen ich folge, sind tot. Andere Arbeitsplattformen sehe ich nicht. Blöd. Vor allem halt auch nicht dokumentiert und damit wieder strukturlos.

Ja, unsere Kernkompetenz ist digital. Wir sind allerdings keine Borg. Eine große Portion des normalen menschlichen Lebens läuft neben dem digitalen Raum ab und das sollten wir nicht vergessen. Irgendwer hier hat neulich was wie “Ich leben zum Großteil im Internet, der Rest ist mir egal!” geschrieben. Schön für denjenigen, geht aber an der Realität der Anderen großteilig vorbei und vielleicht sollten wir uns dran erinnern, dass bei aller digitaler Kernkompetenz der Großteil des Wahlvolkes eben nicht im Internet lebt. Just saying.

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Ja, klasse - Alles auf Köpfe aufbauen…
Ähmmm… Welcher Partei hört Marina noch mal an?
Und in welcher Partei ist Julia?

Aber egal, bauen wir neue auf… Wird nur nicht gelingen ohne in Parlamenten relevant zu werden…

Das steht nirgends.

Wer genau und aufmerksam liest, wird feststellen, dass ich von einem Mix sprach.

Ohne Köpfe im oben mehr lang als breit erklärten Rahmen wirst du halt nicht in Parlamente kommen. Themen alleine genügen schlicht und ergreifend nicht. Oder willst du Themen statt Abgeordneter ins Parlament schicken?

Hier…

Dr. Rita Bake, stellv. Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg:

Die politische Einteilung in „links“ und „rechts“ entstand Anfang des 19. Jahrhunderts in Frankreich mit der Sitzordnung der Nationalversammlung. In der französischen Deputiertenkammer saßen links die „Bewegungsparteien“, deren Ziel es war, politisch-soziale Verhältnisse zu verändern, rechts die „Ordnungsparteien“, die im Wesentlichen auf die Bewahrung der politisch-sozialen Verhältnisse hinwirkten.

Wenn man politische Beteiligungsverhältnisse verändert, dann verändert man auch die politisch-sozialen Verhältnisse. Das ist nicht zu trennen.

Ich bin mit Mumble und die vielen unterschiedlichen Tools mit vielen unterschiedlichen Nutzern auch nicht ganz zufrieden. Es ging mir aber auch um die PR. Die läuft nicht schlecht, wie z.B. Facebook, Instagram, Twitter und Youtube zeigen. Und auch die Webseite und dieses Forum finde ich gut.

Dies sage ich ja auch…
Wenn sich Köpfe heraus bilden, sehr gut - Wenn nicht, erst mal auch nicht so schlimm.
Aber wenn wir schon mal dabei sind…
Sollten wir nicht vorher klären, warum uns so viele gute Köpfe verlassen haben?
Denn wenn uns vor Wahlen wieder mal aufgebaute Köpfe in den Rücken fallen, dann ist es schlimmer als wenn wir keine Köpfe hätten.
Und da rede ich nicht nur von Julia. Schau mal wo viele der ehemaligen Landtagsabgeordneten sind…
Dann kommen wir vielleicht mal dem grundsätzlichen Problem der Partei näher.

Die Piraten haben schon immer auf Köpfe gesetzt, die dann ausgetreten sind.
Sieht man sich jetzt unsere ehemaligen Abgeordneten an, dann erkennt man, dass die aufgrund ihres Kopfes ins Parlament gewählt wurden.
Jeder Kandidat in NRW hat nur seinen Kopf auf das Plakat gedruckt und schon wurde er gewählt.

In so ziemlich alle politischen Parteien und NGOs verstreut? Es ist ja fast so, als hätte die Piraten damals nur die Kernthemen zusammengehalten.

Jetzt mal nicht nur BlaBla, sondern Butter bei die Fische.

Die Piratenpartei bekam
0,7% bei der Europawahl,
0,9% in Schleswig-Holstein
0,8% in Berlin
0,8% in Würzburg
1,1% in Erlangen

Was meinst Du, wieviele Patrick als ehemaliges Mitglied des Landtages in SH gekannt haben und wieviele in Berlin, Würzburg oder Erlangen?

Seine persönlich gute Arbeit im Landtag, seine Beziehungen zur Presse, sein Heimvorteil, hat so gut wie gar nichts gebracht.

Der Wähler hat die Partei beurteilt und nicht ihn persönlich.

Die Plakate mit ihm haben nicht mehr und nicht weniger gebracht. Wichtig war “Piraten”.

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In einer Sendung exakt vom mdr zur Bundestagswahl 2013 gab es einen Beitrag, wo die Journalisten bei je einem Wahlkampfauftritt von Steinbrück und Merkel anwesende z.T. Parteimitglieder der jeweiligen Partei angesprochen haben und mit ihnen den Wahlomat durchgegangen sind.

Bei vielen der gezeigten Beispiele kamen so etwa 50% für die Partei raus die sie wählen wollten bei etwa der Hälfte standen die Piraten sehr weit oben.

Themen sind fast völlig irrelevant.

Ich hab das noch als 20 MB großes Video (nicht so gute Qualität), mag das aber nicht einfach so veröffentlichen.

Nun der Heimvorteil war 29% kannste fast nix nennen.

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Ja, alle gegangen weil wir die Kernthemen angeblich vernachlässigen.
Und zwar dahin, wo dieses Themen Relevanz haben…

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Grins - interessante Analyse!