Piraten und die Wähler

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Kein Problem!
Aber wo ist die Grenze was “die selbe Richtung” ist?

Wenn Anträge zur BGE Streichung im Programm z.B. in Sömmerda (GP001, GP002) mit sehr hoher Mehrheit abgelehnt wurde, dann ist diese Position was?
Und wen z.B. mein Antrag zum besseren und einfacheren Glasfaserausbau in Düsseldorf nur mit äußerst knapper Mehrheit angenommen wurde, dann ist das was?

Alle Anträge die mit mehr als 80% angenommen werden sind dann Partei-Position, und die darunter nicht?
Oder willst du es an lautstarken Diskussionen hier im Forum (=1% Piraten) oder auf Twitter fest machen?
Oder sind wir eine demokratische Partei und stehen zu dem was auf Parteitagen beschlossen wurde?

Position der Partei ist alles, was angenommen wurde. Die entsprechenden Quoren regelt die Satzung. Darum geht es nicht.

Sondern es geht zum einen darum, mit welchen Themen man Wahlkämpfe und Öffentlichkeitsarbeit allgemein bestreiten will (und mit welchen vielleicht lieber nicht).

Worüber man grundsätzlich reden könnte, wäre ob eine “Selbstbeschränkung” der Partei nicht sinnvoll wäre. Zum Beispiel in Form eines knappen, schneidigen Programms auf der einen, und einer Sammlung von Positionspapieren auf der anderen Seite. Ich weiß, dass es dafür voraussichtlich keine Mehrheit gäbe. Für stategisch klüger - zumindest bis wir wieder genug Kompetenz und Manpower haben, alles zu bespielen - wäre es allemal.

Das ist so ein typisches Beispiel: Das BGE ist sakrosanktl, trotzdem arbeitet niemand mehr ernsthaft dran.

Der Deal in einer Partei ist doch der:
1 unterstützt die Position von 2
2 unterstützt die Position von 1
dann haben beide Positionen 2 Unterstützer.
Falls 1 die Position von 2-9 nicht unterstützt, dann hält er die Klappe.
Schwierig wird es wenn wie beim #Brexit
1-5 dafür und 6-10 dagegen und ein Kompromiss nicht gut möglich ist.
Deshalb haben Piratenpositionen ja auch ein 2/3 Quorum, damit so eine Spaltung nicht passiert.
Deshalb ist auch der Trend zu Positionspapieren und Sonstigen Anträgen eine ganz schlechte Idee.

Möglicherweise hast du recht. Aber es zeigt auch auf, wo die Defizite im Verständnis sind.
Das BGE ist ein langfristiges Ziel, das ohne Regierungsbeteiligung und Mehrheiten in beiden Parlamenten nicht zu erreichen ist. Daher ist Teil des Grundsatzprogrammes. aktuelle Politik macht man aber indem man z.B. die Abschaffung der Sanktionen als ersten Schritt fordert.

Was die Arbeit am BGE betrifft, so hilft es wenn man den Experten nicht aus der Partei mobbt.

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Mein Zuspruch! Aber wie gesagt, wer entscheidet was “Wichtig” ist?

Mein Widerspruch!
Sie ist nicht unantastbar, sie hat deutliche Mehrheiten in der Partei. Immer noch! Trotz schwerem Beschuss!

Eines der wenigen Alleinstellungsmerkmale die wir (noch) haben. (Abgesehen von BGE Partei die
eigentlich auch nur eine Piraten Partei ist)

Wenn wir alles außen vor ließen an dem keiner mehr arbeitet…) :wink:

8 Beiträge wurden in ein existierendes Thema veschoben: Programmgestaltung

Bin mir nicht sicher wen du meinst, die letzten Jahre hat aber Gernot viel für Piraten und BGE getan.
Er ist übrigens noch Pirat, hat aber keine Lust mehr auf die vielen (gleichen!) Diskussionen gehabt.
Für das BGE arbeitet er immer noch.

In anderen Parteien bestimmt der Vorstand das. Bei uns schwer umzusetzen, das weiß ich. Deshalb ginge ein solcher Weg wohl nur über einen entsprechenden Grundsatzbeschluss der gesamten Basis. Für ein solches Vorhaben müsste man im Vorfeld werben und versuchen eine Mehrheit zu gewinnen. Das Problem ist, dass das natürlich schnell sehr kleinfaserig wird, weil jeder natürlich sein Thema für das wichtigste hält. Deshalb ginge das wohl bloß über eine Abstimmung überggroße Themenbereiche und nicht über einzelne Positionen. Aber es scheitert glaube ich schon an der Einsicht in die Notwendigkeit bzw. an der Bereitschaft, grundlegende strategische Entscheidungen zu treffen.

G.M.würde ich nicht als Experten für das BGE bezeichnen. Gernot hat sich von 2014-2016 sehr aktiv für das BGE eingesetzt. Das ist richtig. Dabei hat Gernot stets seine Ansichten zum BGE vertreten. Ein Experte kann alle Facetten zu einem Thema erläutern (und dennoch eine eigene Meinung haben)

Leseempfehlung

Wie könnten wir Piraten von dem Verlusten der FDP profitieren ? Einige von den Sozialliberalen bzw. Bürgerrechtsliberalen sollten wir doch eigentlich für uns gewinnen können. Hier wäre die Frage wie ?

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Wir müssen wieder relevant werden. Also zunächst in den Medien wieder stattfinden und in Umfragen im Bereich der 5% auftauchen, sonst “verschwendet man doch seinen Stimme”.

Mehr als die Hälfte der Deutschen sieht die Demokratie in Gefahr

Das wäre ein Weg/Thema sich zu profilieren. Also wenn wir vorher die Partei als Mitmachpartei funktionierend implementieren können.

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(Beitrag wurde vom Autor zurückgezogen und wird automatisch in 24 Stunden gelöscht, sofern dieser Beitrag nicht gemeldet wird)

Naja FDP ist nicht gerade die Partei, die viele Wähler haben dürften, welche in das piratische Politikschema passen. Zu jeder anderen Partei gibt es meiner Meinung nach prozentual zur jeweiligen Partei mehr Wähler die zur PPD passen.

Ich denke das Thema “Transparenz” könnte immer noch sehr gut für uns ziehen.

Welcher Bürger beschwert sich denn bitte nicht über intransparente Prozesse in Kommunen, Ländern, Bund und EU. Fängt ja schon in der Kommunalpolitik an, wenn Verträge mit Bauunternehmen aus angeblichen Urheberrechtsgründen unter Verschluss gehalten werden. D.h da jede Menge Raum für unvorteilhafte Bedingungen oder gar Korruption besteht.

Das ist ein Thema das keine andere Partei bedient, das können/machen gerade nur wir. Ein Thema das quasi auf allen Ebenen der Republik hochgradig relevant ist.

Dort könnte man die etablierten Parteien schon jederzeit und überall angreifen und Wähler gewinnen. Ich denke wir müssten uns da endlich einfach mal wieder mehr trauen und in die Offensive gehen.

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Indem wir prinzipiell sowas nicht tun:

Die halbe FDP will auch eine Klarnamenspflicht im Internet. Die scheint sich im Moment zu demontieren.

Warum nicht? Ich bin wegen der Freiheit hier, habe die letzten Jahre auch FDP gewählt (davor CDU :D).

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Das fände ich persönlich echt geil. Ich hasse es an der Haltestelle vollgequalmt zu werden und bei Spielplätzen sind Kinder automatisch die Opfer. Aber ich würde für solch einen Punkt keine Partei wählen/nicht wählen. In Dresden funktioniert das mit dem Nichtrauchen (zumindest im Bushaltestellenhäusschen) soweit ich mich erinnere ganz gut - auch ohne Gesetz.

Weil die meisten Leute bei FDP mehr für Wirtschaft als für Gesellschaft übrig haben dürften (gibt natürlich Ausnahmen).

Also ich sehe eigentlich an jedem Spielplatz Schilder, dass sie nur unter 14 erlaubt sind und dass Rauchen verboten ist. Das eigentliche Problem ist, dass sich der FDP-Gesundheitstyp an Schweden orientiert und das effektiv die Partyszene verkrüppeln würde, inklusive das Kiffen irgendwo in der Öffentlichkeit. Das ist uncool und illiberal.

Diese Ansicht hängt davon ab, nach was man die FDP misst. Ideologisch ist es nicht gegeben. Nach Taten gemessen war es bei der Westerwelle-FDP so, aber deswegen flogen sie ja auch aus dem Bundestag.

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Gut okay, das verstehe ich sogar.

Wieder back to the topic:
@CraWler: Transparenz zieht denk ich nach wie vor und sollte auf keinen Fall im Wahlkampf außen vor gelassen werden. Aber wieso nicht jedes überbegriffliches Thema der Partei ansprechen? Schaue ich zu @Zoey.Matthies und seinen “queer”-Ideen, könnte man das Wahlkampftechnisch überbegrifflich zusammenfassen als “wir setzen uns auch für Randgruppen ein” und mit einer Fliegenklappe gleich mehrere Randgruppen fangen. Hier und da ein Beispiel erwähnt und fertig und was anders gemacht wird als bei “den Anderen” und fertig ist. Natürlich muss das im richtigen Maß gewichtet werden, damit klar erkennbar ist, wo die Schwerpunkte liegen, wie etwa Transparenz, Klima (würde ich zumindest aufgrund der natürlichen Wichtigkeit des Themas empfehlen), Netzpolitik, echte Sozialpolitik usw.