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Piraten gegen Parität ?


#81

Nö, das ist keine “Gereiztheit”, sondern die Erkenntnis, sich von Außen kommenden Personen, die persönlich angreifen und herabwürdigen, nicht mehr zu beschäftigen.
Sucht Euch doch andere, mit denen ihr das machen könnt.
Wir haben andere Umgangsformen.


#82

Hihi… ich habe es gelesen… :smile:

Was meinst du mit “persönlich angreifen” ?

Die “Honks” von denen Jona_bab geschrieben hat ?

Oder meine Kritik an ihm, weil er behauptet wer “untenrum” weiblich ist, hat es in der Politik leichter ?

Diese Aussage hätte er nur 1 mal in irgendeiner anderen Partei treffen müssen, und ein PAV wegen Sexismus wäre ihm sicher.

Aber natürlich verstehe ich ja alles falsch :slight_smile:


#83

Ist doch gut, jetzt haben sie gleich ne ganze “Gruppe”, “von Außen kommende Personen”, für ihren schwarzen Peter. Nazis nennen das dann “Ausländer” :smiley:

Jeder, egal ob von “aussen” oder “innen” kann ja leicht nachvollziehen, wer hier wen herabwürdigt.


#84

Um mal zum Thema zurückzukehren: Eine andere Perspektive. https://mobil.berliner-zeitung.de/berlin/brandenburg/parité-gesetz-piraten-kritisieren-diskriminierung-des-dritten-geschlechts-31984670


#85

In der Tat habe ich auch in diesem Thread auf den Missstand hingewiesen, allerdings ging hier niemand darauf ein.
Auch das Gutachten hat dies angesprochen.

Wie gesagt, das Gesetz wird noch Anpassungen erleben müssen, aber ich glaube nicht, dass es kippen wird, andere Länderparlamente planen schon ebenfalls das Paritatsgesetz.


#86

Das wird wohl der Grund sein, weil die PP kein Forum nur für Mitglieder besitzt.

Schlagartig wären die Sündenböcke für chaotische Diskussionen und mangelnden Politischen Erfolg weg.

Wem gibt man dann die Schuld ?

Ich meine niemand zwingt die PP ein offenes Forum zu haben.


#87

Wir haben kein Problem damit, die Welt außerhalb unserer Sphäre wahrzunehmen.
Wir müssen aber nicht in den gleichen Abgründen wandeln.
Nur weil irgendwer irgendetwas in unserem Forum schreibt, müssen wir uns das nicht zu eigen machen, gilt für Stil und Inhalt.


#88

Haha, jetzt tut er so als bräuchten sie “Aussenstehende” für ihren schlechten Stil, ich lach mich tot :smiley:


#89

“Wir haben kein Problem damit, die Welt außerhalb unserer Sphäre wahrzunehmen”

Danke, das spricht sowas von für sich, dass sich alle weiteren Fragen erübrigen.

Ihr seid wirklich in eurer eigenen Sphäre… :slight_smile:

Aber nun genug des Off Topic gegeifere… bitte.


#90

Um das nochmal zu erklären:

Und das nochmal etwas eindeutiger zu widerlegen:

Zitiere ich einfach mal aus der Morgenpost.

Berlin. Juristische Zweifel an einer Frauenquote in den Parlamenten gibt es seit Langem. Jetzt stellt der Rechtswissenschaftler Martin Morlok auch die politische Begründung solcher Initiativen infrage. Sein verblüffender Befund: Frauen seien im Bundestag nicht unter-, sondern „ überrepräsentiert “, wie er unserer Redaktion sagte.

Für ihn greift es zu kurz, nach Parität zu rufen, weil der Anteil des weiblichen Geschlechts in der Bevölkerung höher als im Bundestag sei. Die Kandidaten würden von den Parteien aufgestellt.

Man müsse nur dafür sorgen, dass es keine rechtlichen Hindernisse für die Frauen gebe. „Die Gleichberechtigung heißt nicht Ergebnisgleichheit, sondern Chancengleichheit“, meint er. Die sei in den Parteien „im Übermaß“ gegeben. „Eine Frau, die antritt, hat bessere Möglichkeiten als ein Mann, tatsächlich Kandidat zu werden.“

Das weisen er und der Wissenschaftler Alexander Hobusch an vier der sechs Fraktionen im Bundestag nach. 39,8 Prozent der Grünen-Mitglieder sind weiblich – und 58,2 Prozent ihrer Bundestagsabgeordneten. Eine Differenz von 18,4 Prozent. Ähnlich hoch ist sie bei den Linken.
In der SPD beträgt der Unterschied 9,3 Prozent, in der FDP 1,9 Prozent.

Und nochmal, damit es auch der letzte gelesen hat:

„Eine Frau, die antritt, hat bessere Möglichkeiten als ein Mann, tatsächlich Kandidat zu werden.“

====

Und um darauf einzugehen, warum eine exakte Repräsentation der Bevölkerung dem Demokratie-Prinzip widerspricht, auch aus dem Artikel:

Die Befürworter der Quote geben zu bedenken, dass Frauen 51,5 Prozent der Wahlberechtigten, aber nur 30,9 der Bundestagsabgeordneten ausmachen.

Der Argumentation liege „ein völlig verkehrtes Repräsentationsverständnis zugrunde“, kritisiert Morlok. Wenn man das ernst meine, „müsste man auch sagen, jeder Fünfte hat Migrationshintergrund, also müsste jeder Fünfte im Bundestag einen Migrationshintergrund haben“.

Und das lässt sich noch weiter führen: Eine Quote für Rentner, eine Quote für Studenten, eine Quote für Blonde, eine Quote für Braunhaarige, eine Quote für Taxifahrer, eine Quote für Reinigungsfachkräfte. Und wenn wir irgendwann alle Quoten so genau definiert haben, dass es jeweils nur eine einzige mögliche Person pro Sitz gibt, damit die optimale Repräsentation der Bevölkerung erreicht werden kann, dann liebe Freunde haben wir ganz erfolgreich Wahlen abgeschafft.


#92

Jut, wenn du noch die Parlamente abschaffen willst, so dass wir eine anarchische Struktur haben, in der jeder die gleiche Macht hat, dann ist deine Aussage korrekt.


#94

Der Opfermythos ist grammatikalisch männlich, die Opfermythos gibt es nicht und ich möchte mich von den Aussagen und dem Bild der Geschlechterverhältnisse von jona_bab entschlossen distanzieren, ohne mich da gross weiter drüber auszulassen. Nur eines: 100 Prozent der Bundeskanzler sind weiblich ist der Ober-Brüller. Glaube keiner Statistik die Du nicht selbst aufmachst. Die Vergleichsgrösse wäre “Wieviele Staatschafs weltweit sind weiblich / männlich / transperson” ?
Das hier vertretene Bild der Gechlechterverhältnisse ist nicht reprässentativ für die Piratenpartei und ich freue mich sehr, dass die Piratenpartei Brandenburg in Ihrer Pressearbeit zur Verfassungklage eine wesentlich bessere Tonalität gefunden hat.


#95

Super Beispiel für ne Behauptung von mir aus nem anderen Thread:

Wobei es ja schon gereicht hätte, auch die anderen Ansichten aus dem MoPo-Artikel zu posten.
Aber gut zu sehen, dass du deine gesamten Ansichten zu dem Thema von einer Einzelperson übernommen hast (googlet man den, findet man jede deiner Äußerungen hier in seinen Worten…)

Eine Begründung, warum du “Dreck” Argumenten vorziehst, kommt sicher auch nicht mehr.


#96

Auch das hast du wohl missverstanden (aber er selbst wohl auch, mach dir nix draus). Er erklärt, warum Quoten nicht zielführend sind.

Natürlich widerspricht Repräsantation einer repräsentativen Demokratie in keinster Weise, “dem Prinzip” erst recht nicht.
Vllt brauchen wir wirklich ne Quote, dass die Juristenquote im Bundestag etwas sinkt :wink:


#98

mal wieder zurück zum eigentlichen Thema:
Die Grünen in Bayern haben jetzt auch einen Wurf in Sachen Parität gewagt und sind gleich noch einen deutlichen Schritt weiter gegangen:


#99

Ich habe in meinem letzten Beitrag lediglich aus der Morgenpost zitiert, in welcher ein Verfassungsrechtler Prozentzahlen verglichen hat. Zahlen nennen, die deinem Weltbild widersprechen, ist also schlechter Ton?

Es ist ein bisschen schwer sich von aktuellen Zahlen zu distanzieren.

Um nochmal mein Weltbild zu erläutern, weil auch du mich in eine Ecke zu stellen scheinst. Eine politische Philosophie welcher ich sehr nahe stehe, ist der Liberalismus. Nach dieser sind alle Menschen frei geboren mit gleicher Würde und gleichen Rechten, also gleichen Chancen. Was Menschen aus diesen Chancen machen obliegt ihren eigenen Entscheidungen und der Staat hat sich nicht einzumischen, was Menschen aus diesen Chancen machen. Sonst hätten wir zwangsweise keine Chancengleichheit mehr.

Desweiteren gehe ich davon aus, dass Männer, Trans- und Interpersonen genauso qualifiziert sind wie Frauen. Genauso wie ich davon ausgehe, dass hellhäutige Menschen genauso qualifiziert sind wie dunkelhäutige, genauso wie braunhaarige gegenüber blondhaarigen usw… Ganz einfach weil ich der Überzeugung bin, dass äußere Merkmale für die Qualifikation in der Politik keine Rolle spielen, Geschlecht werte ich als äußeres Merkmal. Es ist mir also komplett egal, ob ich von einem dunkelhäutigen blonden Mann, einer hellhäutigen schwarzhaarigen Frau, oder einer dunkelhäutigen braunhaarigen Interperson regiert/vertreten werde.

Was für mich zählt ist, dass die jeweilige Person meine politische Philosophie bestmöglich vertritt und vernünftige gute Entscheidungen in meinem Sinne trifft, das verstehe ich unter dem Konzept Repräsentation.

Wenn ich wissen will, ob Menschen mit verschiedenen äußeren Merkmalen die gleichen Chancen haben, schau ich ihren Anteil in Parteien an (Ausgangslage) und ihren Anteil in den Parlamenten und Spitzenpositionen an (Ergebnislage). Wenn die Ergebnislage prozentual besser ist, als die Ausgangslage, sind die Chancen mindestens gleich gut oder besser und eine Person mit bestimmten äußeren Merkmalen wird nicht in ihrer Chancengleichheit eingeschränkt. Wird sie nicht in ihrer Chancengleichheit eingeschränkt, ist jede Manipulation der Chancen eine Verschlechterung der Chancengerechtigkeit.

Wir sind in der deutschen Politik, für diese spielt es keine Rolle, wie die Situation in anderen Ländern aussieht. Mir scheint es, du hast auf biegen und brechen was zum kritisieren gesucht, weil die Zahlen dein Weltbild angegriffen haben.


#100

Lass es jona, elfelealuft denkt ganz einfach wie ein Sexist, da macht es keinen Sinn zu agumentieren.
Für den sind wir Frauen unfähige dumme Püpchen, die nix auf die Reihe kriegen, wenn der starke Mann sie nicht mal ran lässt.
Dem kannst du auch nicht mit den Zahlen, dass wir es häufiger ins Parlament schaffen als Männer kommen. Frauenfeind bleibt Frauenfeind.


#101

Martin Morlok (* 28. März 1949 in Herrenberg[1]) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler. Von 2002 bis zu seinem Ruhestand 2018 war er ordentlicher Professor für „Öffentliches Recht, Rechtstheorie und Rechtssoziologie“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Keine Distanzierung von den Zahlen nötig, nur von deiner Interpretation dieser.

… ist die Plattitüde, die sich alle politischen Naivlinge auf die Fahnen schreiben.

Die Menschenrechte die du ansprichst, sind keine Erfindung des Liberalismus.

Liberalismus ist alles andere als Chancengleichheit. Aber ich spars mir an der Stelle, dir politische Begriffe erklären zu wollen.

Im Geburtsland von “Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit” (dazu nochmal extra für dich: =! Liberalismus) gibt es bereits seit bald 20 Jahren ein paritätisches Wahlrecht.

Nur das dein “Verfassungsrechtler”, CDU/CSU bewusst ausklammert. Warum wohl?
Es gibt schon lange parteiinterne Quoten und paritätische Bestrebungen, jedenfalls bei SPD, GRÜNEn und LINKEn. Den Versuch dieser Parteien, intern an Parität zu arbeiten, als Argument gegen diese benutzen zu wollen, ist genauso spitzfindig, wie deine “100% Bundeskanzlerquote”… Also Null.

Mit Äußerungen wie

oder

stellst du dich selbst in eine Ecke. Achte halt im Vorfeld darauf, dass dir deine Maske nicht derart verrutscht. Dann braucht das getroffene Hündchen auch nicht so herumzubellen.

Dann betrachten wir doch mal die Argumentation von Herrn Morlok:

Mitgliederstruktur ist ein Problem

Das Problem liegt für ihn in der Mitgliederstruktur der Parteien. Männer sind in der Überzahl, geben den Ton, drängen auf allen Positionen mehr als Frauen nach vorne. „Das ist nicht unbedingt eine positive Eigenschaft. Sie drängen sich auch auf Positionen, die sie hinterher nicht ausfüllen können“, so Morlok.

Das Problem sei auch, dass Frauen nicht gern in den Parteien arbeiteten. Die Mitarbeit auf unterer Ebene sei „nicht vergnügungssteuerpflichtig, das ist abends, mühsam, da bewegt man nicht die Welt“. Die Frauen winken ab. „Das ist eine Selbstbeschränkung von Frauen, die kann man positiv oder negativ sehen.“

Selten so viel ausgedachten Blödsinn gelesen.


#102

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#103

Also würde ich es nicht mit eigenen Augen lesen, würde ich nicht glauben wie von Piraten sinnfrei und ohne Logik hier argumentiert wird.

Honk, die sind hier zu hart verpackt für Argumente.