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Piraten gegen Parität ?


#61

Da kann ich dir nur wenig Hoffnung schenken.
Meiner Meinung nach wird das Gesetz vom Bundesverfassungsgericht durchgewunken mit Auflagen zum nachbessern.

Grund :

Jede Quotenregelung widerspricht in gewisser Weise dem GG, unterstützt es aber auch.

Quotenregelung widerspricht der Freiheit von Firmen, Behörden, Institutionen und Gesellschaften des öffentlichen Rechts ihre Personalpolitik frei zu entscheiden.

Trotzdem schützt das GG diese Quotenregelung durch den Passus der “Gleichstellung”.

Es sind 2 Gesetze die gegeneinander abgewogen werden müssen.

Was folgt daraus ? Die PP kann pro aktiv versuchen nicht das ganze Gesetz zu kippen ( was scheitern wird) sondern versuchen ihre Bedürfnisse klar zu stellen. Das wäre Ausnahmen für Parteien die aus personellen Gründen keine Parität erreichen können.

Ansonsten hat Moritz Kemp alles weitere geschrieben.

Edit

Was mir im Nachhinein aufgefallen ist, dieser Moritz Kemp, der Mitglied der PP ist, hat in dieser Diskussion eigentlich nichts anderes geschrieben wie ich, was die Benachteiligung der Frau in unserer Gesellschaft betrifft. Ich finde das sehr gut, dass er den Mut hat dies offen auszusprechen.
Dafür bekam er ( bis jetzt ) 4 Likes.

Ich, der quasi das gleiche anprangerte bekam nur Gegenwind.
Nö, hab ich kein Problem damit, aber es hinterlässt einen merkwürdigen Beigeschmack.

Wenn Zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht Dasselbe ?

Ich habe das Gefühl, entgegen früheren Bekundungen ist die PP nicht mehr an einem “wohlwollendem” Gedankenaustausch interessiert.

Wenn Antares sagt 2+5*3 = 17 dann ist das sowas von falsch.

Sagt das ein Parteimitglied, dann ist es Fakt.


#62

Jetzt übertreibst Du aber.
MoritzKemp hatte einen Beitrag geschrieben.
Danach hat ich noch gar nichts geschrieben.

Du hattest das Thema eröffnet mit

Was so mancher hier konstruiert ist schon gigantisch.
Da muß außerhalb der Partei nervöse Unruhe herrschen, wenn Piraten so angegriffen werden.
Keine Sorge, wir haben nur 0,5%.


#63

Angegriffen ? Das sehe ich nun als Hyperventilation von dir. Alles was nach meinem “Edit” folgte galt nicht dir persönlich, sondern der Gesamtsituation.

Ich sehe es ja in anderen Threads , wie leute die offensichtlich Ahnung haben nieder gemacht werden, weil sie wohl nicht dem Weltbild der PP entsprechen


#64

Haha, was ich schon alles in dieser Partei erlebt habe.
Also wirklich nicht.


#65

Das wiederum wundert mich ( aus Erfahrung ) keineswegs. :slight_smile:


#66

Dein Link widerspricht der Aussage nicht. Guck mal hier: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/192247/umfrage/frauenanteil-in-den-politischen-parteien/

Die CSU hat einen Frauenanteil von 20,5%, die CDU von 26,2%.
Wenn 29% der “Minister, Staatssekretäre und Abteilungsleiter” weiblich sind, heißt das, in Relation(das ist das mit dem ‘ins Verhältnis setzen’) zu ihrem Anteil in Parteien, sind Frauen häufiger in Spitzenpositionen. Um so höher wir in der Macht-Linie gehen, umso höher wird der Anteil dann weiterhin, während sich in Stadt und Gemeinderäten der Frauenanteil dem der eigenen Partei nahezu angleicht, vergrößert sich dieser auf 30,9% im Bundestag, 43,8% im Bundeskabinett(die Minister) und 100% beim Bundeskanzler(Frau Merkel).

Summa summarum könnte man sagen, für dich als Person sind deine Chancen deutlich höher, in der Politik in hohe Positionen zu kommen, wenn du unten ein weibliches Geschlechtsorgan hast. Hier von Benachteiligung zu reden, ist nicht angebracht.


#67

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#68

@anon82729341 Ich finde das ganze Paritätsgedöns geht völlig an etwas grundlegendem vorbei. Wollen prozentual mehr Männer in die Politik oder mehr Frauen? Und wenn ja, warum ist das so?
Meine Vermutung (ohne jedwede Evidenz):

  1. Politik ist im repräsentativen System sehr kräftezehrend und mit sehr viel Ellbogen verbunden (sog. Hahnenkämpfe).
  2. Frauen machen tendenziell mehr Politk vor Ort, denn sie wollen bei ihrer Familie sein.
  3. Frauen definieren Politik (Konsensual und Vorsichtig) anders. Das fällt mir immer wieder an dem gesteigerten Harmoniebedürfnis auf.

Gerade eine repräsentative Demokratie lebt davon, dass so wenig Hinterzimmerpolitik wie möglich stattfindet und beide Positionen, die konservative und die progressive, in der Öffentlichkeit vertreten werden. Dem widerspricht zum Teil dieses konsensuale Harmoniebedürfnis.

Demnach muss das politische System frauenfreundlicher gestaltet werden um die Politik der Frauen sichtbarer zu machen. Denn das Frauen nicht proportional zur ihrem Bevölkerungsanteil im Parlament sitzen heißt nicht, dass sie weniger Politik machen.

Vielleicht muss man noch dazu sagen, dass mein Verständnis von Politik ein grundlegendes ist. Politik spielt bei jeder Beziehung zwischen mind. zwei Akteuren eine Rolle. Politk ist die Macht der Wahl. Wahl wiederum die grundlegende Entscheidung zwischen mind. zwei Optionen.


#69

Oh je, lasst einfach die Finger von Statistiken…

Nun sind im Bundestag komischerweise noch andere Parteien vertreten, als CDU/CSU…

“Wenn 29% der “Minister, Staatssekretäre und Abteilungsleiter” weiblich sind, heißt das, in Relation” …es entspricht ziemlich genau dem Frauenanteil im Bundestag.

Übrigens, du hast ne wichtige Zahl vergessen: Der Frauenanteil der bundesdeutschen Bevölkerung beträgt. etwas mehr als 50%. Vielleicht solltest du deine Zahlen mal damit “in Relation” setzen.

Moritz_Kemp hat die besseren Argumente als ne fehlinterpretierte Statistik.

(da scheint einer ein großes Problem zu haben von einer Frau regiert zu werden, sooft wie die Merkel hier als Argument herhalten muss :smiley: )

Edit: Mal sehen ob Jona seine Ausblendcrew hier auch herschickt :smiley:


#70

:smiley:

#immerDieAnderen


#71

Ja das ist richtig und ich finde es mehr als schade, dass so wenige Frauen sich in der Politik engagieren. Die Gründe sind sicher einerseits im Schulsystem, weil dieses zu wenig für Politik begeistert und aus irgendeinem Grund Frauen noch weniger als andere. Dann auch noch ein zeitliches Problem, wie Chefengelin vorhin angemerkt hat.

Hier ist die Frage, wo staatlich geholfen werden kann, dass der Zeitfaktor vergrößert werden kann. Da lässt sich sicher noch eine Menge tun.

Und unter den konservativen Frauen gibt es auch noch eine gesellschaftliche Ursache, weil diese in einem starren mittelalterlichen Rollenverständnis leben, welches sie aus persönlicher Überzeugung davon abhält, sich politisch zu engagieren. Wie man da helfen soll, weiß ich nicht: im Endeffekt hängt das dann oft mit fundamentaler Religionsausübung zusammen und du müsstest dann deren Weltbild und Religion wegdiskutieren, damit diese sich politisch engagieren, viel Spaß dabei.

Bis dahin sind wir uns hoffentlich einig. Jetzt kommen wir zum Status Quo: Wir haben einen geringen Frauenanteil in Parteien und in der Politik.

  • Das liegt zum einen an Zeitgründen, hier kann geholfen werden.
  • Zum anderen an persönlicher Überzeugung sich nicht in der Politik zu engagieren, hier kann keine Hilfestellung geleistet werden, da es sich um eine intrinsisch motivierte Entscheidung handelt.

Die Frauen, welche sich politisch engagieren, werden diese gegenüber Männern und Diversen benachteiligt?

Besser kann ich es nicht zusammenfassen: Nein.

Ein Paritätsgesetz, als Grundgesetz einschränkende Maßnahme, wäre höchstens dann erwägbar, wenn in den Parteien der Frauenanteil 50% wäre, diese aber nicht aufgestellt würden. Das würde dann darauf hinweisen, des Menschen weiblichen Geschlechtes systematisch benachteiligt würden, was derzeit in der Politik nicht der Fall ist. Und ich bin mir sicher, würden sich exakt gleich viele Frauen wie Männer in der Politik engagieren, dann wäre mit Sicherheit der Frauenanteil in den Parlamenten und bei Ministern, Staatssekretären und Abteilungsleitern genauso bei ±50%.

Dem kann ich nur zustimmen. Jeder Mensch ist erstmal Mensch, gleich an Freiheit, Würde und Rechten geboren, frei in seinen Entscheidungen. Wenn Menschen aufgrund ihres Geschlechtes unterschiedlich behandelt werden, widerspricht das jedem Grundsatz, auf dem diese Partei fußt.
Aber wir haben hier ja viele im Forum, die nicht mehr Mitglied sind und inzwischen bei anderen Parteien mit ganz anderen Grundsätzen ihr Dasein verfristen, also wem sag ich das.

Und dazu:

Es ist richtig, ich habe erst nach nachträglichem Informieren festgestellt, dass juristisch gesehen, eine Partei keine “Organisation oder Vereinigung” ist und deswegen von der Piratenpartei aus Mitglieder auch in Parteien sein können, die ihrer Zielsetzung widersprechen. Nichtsdestotrotz stimmt die Aussage dennoch, denn:

Guck mal hier: https://www.gruene.de/ueber-uns/2018/faq-fragen-und-antworten-zur-mitgliedschaft.html#accordionSection4306

8. Ist es möglich, gleichzeitig bei den GRÜNEN und bei einer anderen Partei Mitglied zu sein?
Nein. Wer sich bei einer Partei engagieren will, muss sich entscheiden. Doppelmitgliedschaften sind bei uns nicht erlaubt.

Wie wir sehen, ist im Fall der Grünen die Satzung der Piraten im Fall einer gewünschten Doppelmitgliedschaft vollkommen schnuppe.

Mir ist es vollkommen egal, welches Geschlecht der Bundeskanzler hat. Das Frau Merkel die höchste Machtposition in der BRD innehat, ist einfach eines von vielen Argumenten gegen den Opfermythos, die Frauen, welche in der Politik aktiv sind, würden in dieser aufgrund ihres Geschlechtes benachteiligt und nicht in hohe Positionen kommen. Das ist nämlich einfach falsch.
Ich lasse mich genauso gerne von Frauen regieren, wie von Männern, oder Diversen, was für mich zählt, ist die Politik welche raus kommt, nicht welches Geschlecht sie fabriziert.


#72

Schulsystem würde ich ausschließen wollen, das sollte schließlich auf Männer und Frauen den gleichen Einfluss haben. Das Zeitproblem ließe sich lösen: Männer müssten den Frauen etwas Arbeit abnehmen (was ja auch passiert, immer mehr Männer gehen in Elternzeit). Papa kann genauso gut die Gutenachtgeschichte erzählen. Die eine oder andere Frau wird sich nur ungern diese arbeit abnehmen lassen, das liegt dann m.M.n. an Rollenbildern.

Ich finde der Staat sollte vllt versuchen den “Karriereknick” der bei Frauen oft mit der Geburt einhergeht, mit dem von Männern zu Harmonisieren. Oder sogar ganz zu beseitigen. Zu einem Kind gehören beide Elternteile.
Dass viele Frauen das garnicht als Nachteil empfinden, ist völlig in Ordnung, aber ich stimme dir zu, dass dies eine Folge der Rollenbilder ist.

Absolut.

Prinzipiell nicht, da stimme ich dir zu.
Aber (vermutlich) nur, weil sie sich den “männlichen” Gegebenheiten der Politik bestens angepasst haben. Wären diese Gegebenheiten anders, wäre evtl. auch der Frauenanteil höher. Aber ob man so eine Änderung mit Quoten erzwingen kann, da bin ich auch skeptisch.

Solche Vokabeln machen mich aber auch sekptisch. Nur weil man Probleme anspricht, von denen man evtl selbst betroffen ist, macht man sicht noch lange nicht zum “Opfer”. Es gibt auch Männer, die sich für Frauenrechte engagieren.


#73

Auch Männer müssen

anpassen. Nämlich irgendwelchen Honks von Antares’en und anderen, die die ganze Zeit nur dabei sind, jede Aussage bewusst falsch zu verstehen, um einen in irgendeine Ecke zu stellen. Beleidigend und persönlich werden, statt sachlich auf Argumente mit eigenen Argumenten einzugehen.
Das ist das sogenannte Beißen-Haare-ziehen-Ellbogen-Verhalten, welches jeden politischen Diskurs anstrengend macht und oft Leute davon abschreckt sich politisch zu engagieren und ihre Meinung zu äußern. Sie fürchten um ihre Reputation. Da, auch wenn sie nur löblich Fakten und Argumente äußern, sie ganz unabhängig dessen persönlich angegangen werden.
Und auch Frauen legen dieses Verhalten an den Tag und zwar nicht zu knapp, schau dir einfach mal Alice Weidel in ihren Debatten an. Und auch Katja Kipping oder Katharina Schulze werden gerne mal persönlich. Das zieht sich durch alle Parteien und alle Geschlechter in der gesamten Politik.

Dieses, den anderen mit Dreck bewerfen statt sachlich zu bleiben, ist meiner Meinung nach kein Ausdruck von

sondern einfach ein Ausdruck fehlender Diskursbereitschaft.


#74

Herrlich :slight_smile:

Der nächste, der meint er muss mit “Dreck werfen”, damit andere dann Dreck zurückwerfen… oder so.
In welche Ecke hab ich dich gestellt? Was hab ich bewusst missverstanden? Wo hab ich welchen Dreck auf dich geworfen?
Ist dir der “Opfermythos” jetzt peinlich, oder warum reagierst du so gereizt?

#immerDieAnderen

Ihr macht mir heute Spass wie selten :smiley:


#75

Hihi… ich Frage mich ob du selbst verstanden hast was du schreibst ? Dein Beitrag war doch genau ein Paradebeispiel dafür, was du Honk und mir vorwirfst !


#76

#77

Ich vermute, diese Gereiztheit kommt daher, weil viele hier super mit Kritik umgehen können.

Ich weiß jedenfalls nicht wo du oder ich jona_bab beleidigt haben soll, auch kein Mod hat mich deswegen kontaktiert.

Naja, passt ja auch irgendwie alles zusammen, diese Aussagen hier, und die % bei Wahlen.

Vor allem witzig, dass ich eine Diskussion in einem Thread störe, wo ich selbst eröffnet habe.

Ja… Ergibt alles Sinn.


#78

Also ich bin zur Piratenpartei, gerade weil sie uns Frauen als genauso stark wie die Männer sehen und uns nicht in so eine Opferrolle packen, wie bei den anderen Parteien, dieses Mimimi ist unerträglich. Und bei all diesen rumheulenden politisch aktiven Frauen kümmern sich die Männer um die Kinder, das macht das ganze noch lächerlicher. Ich schaff es als alleinerziehende Mutter zu politischen Vorträgen und sowas zu gehen, von wegen mir fehlt die Zeit und mein kleiner bekommt da außerdem auch noch gut Bildung ab.


#79

Wie kann man in diesem Forum bestimmte Leute zitieren? Bei mir tut das wenn ich im Text-Editor auf zitieren klicke nur so ein ‘>’ rein setzen.


#80

Text vorher markieren, dann in der linken oberen Ecke auf “Zitat” klicken.