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Piraten gegen Parität ?


#260

Ich weiß nicht, ob das Argument bereits kam - habe zwar einen Großteil aber nicht alle Beiträge gelesen.
Mir scheint es wichtig, auf den Unterschied zwischen Chancengleichheit und Ergebnisgleichheit hinzuweisen.
Jeder muss unabhängig von Geschlecht, Herkunft und anderen unabänderlichen Faktoren die gleiche Chance haben, in eine Partei einzutreten. Es darf auch niemand auf Grund von solch unabänderlichen Faktoren daran gehindert werden, sich bis an die Spitze bzw. auf irgendwelche Kandidatenlisten vorzuarbeiten.
Ich denke, bis hierhin sollten wir uns alle einig sein.
Aber:
Ob jemand Kandidat wird oder nicht, ob jemand gewählt wird oder nicht hängt von vielen weiteren Faktoren ab, z.B.:

  • Möglicher Zeitaufwand, den man für Sitzungen, Veranstaltungen, Auftritte bei Volksfesten, Stammtischen, öffentlichen Anlässen verwenden kann
  • persönliches Durchsetzungsvermögen
  • Fähigkeit und Wille zum Netzwerken
  • (vermutete) Attraktivität beim Wähler
  • vertretene inhaltliche Positionen (deswegen gab es bei den Grünen nicht nur das Geschlecht sondern auch Fundi-/Realo-Flügel)
    Wenn ich noch länger überlege, fällt mir sicher noch Einiges mehr ein.
    Am Ende kann rauskommen, dass trotz gleicher Chancen nachher die Abbildung irgendwelcher Gruppen in den zahlenmäßigen Verhältnissen anders ist als in der Gesellschaft.
    z.B. sind nicht nur Frauen sondern auch Schwule, “Menschen mit Migrationshintergrund”, Arbeiter, Sozialhilfeempfänger, Menschen unter 30, “Ossies” und viele weitere unterrepräsentiert.
    Man könnte versuchen zu schauen, woran das liegt - möglicherweise an ganz unspektakulären Dingen (Jüngere finden die Parteiarbeit nicht so cool wie anderes, Schwule gehen lieber in Clubs als in Parteigremien, Arbeiter spielen lieber Fußball oder Skat statt trockene Politveranstaltungen zu besuchen und vieles andere möglicherweise mehr.
    Wichtig ist aber: Für jedes Mitglied einer dieser Gruppen muss es die gleiche Chance am Anfang geben - der Rest ist freie Entscheidung bzw. liegt an den persönlichen Möglichkeiten.
    Die freie Entscheidung will ich niemandem nehmen - die persönlichen Möglichkeiten kann ich für niemanden ändern.

#261

Na gut, dann erlaube ich mir dem Landesvorsitzenden darauf hinzuweisen was “Feminismus” bedeutet.

Auch das Frauen wählen dürfen, ist ein Erfolg des Feminismus.

Aber wir kommen vom 100. zum 1000.

Als Resümee kann man sagen, dass die Piraten bevorzugen auf einen gesellschaftlichen Wandel zu warten der alle Benachteiligungen aufhebt.
Andere wollen nicht darauf warten.


#262

Genau, deshalb legen wir ja die Hände in den Schoß, schauen mit Popcorn zu, was die anderen so machen und machen selbst nix …

Oh, wait, manchmal kommt mir das tatsächlich fast so vor /*Humor off

Auf einen Wandel kann man auch hinarbeiten und ich glaube, das tuen wir durchaus, wenn auch nicht vielleicht massiv in dem Bereich, um den es hier geht *zugegeben Ist ja aber auch nicht unbedingt unser Kernthema

und dann wikipedia, okay kann man machen …
Ja, mag sein, das das die algemeine Definition dessen ist, ich hatte ja auch nirgendwo den Anspruch den Feminismus umdefinieren zu wollen, ich habe mir lediglich erlaubt ihn aus meiner persönlichen Sicht zu kommentieren …


#263

Ja, so kommt es mir vor. Hände in den Schoß und abwarten. So ähnlich hast du dich ausgedrückt. Warten bis der gesellschaftliche Wandel sich durchsetzt.

Aber Hey, das ist kein Vorwurf, die Außenwirkung erzeugt die PP selbst.
Ich bin auch sicher, egal welche Quelle ich nehmen würde, sie wäre per se falsch.

Weltbild usw…

Ich weiß nicht wie lange du bei der PP bist, aber hast du nie gefragt warum aus den Umfragewerten von 13% weniger als 1 % wurde ?

Ein Hype der naturgemäß abflacht war es definitiv nicht, die AfD macht es leider vor, dass nicht nur ein Hype schuld sein kann für Umfragewerte.


#264

Ja, jetzt wieder.
Die SPD ist mit Feminismus und Frauenrechte von 43% auf unter 10% abgerutscht.
Woran lag das wohl?
An Ursula Engelen-Kefer, an Monika Wulf-Mathies oder wem?


#265

Bist du der Meinung Feminismus ist die Ursache für das schlechte Abschneiden der SPD, bzw . dem 0.x % der PP ?

Falls ja, ich habe nichts davon behauptet.

Ich fragte einfach, warum aus 13% 0.x % würden.


#266

Ich bin der Meinung, dass Umfrageergebnisse ganz viele Ursachen haben.
Eine davon ist nach mM die Unzufriedenheit mit dem bisherigen politischen System und dem Wunsch nach Veränderungen.
Politik von Populisten kann man nicht mit PP-Politik vergleichen.
Wir wollen wirklich was verändern und dies kollidiert durchaus mit den Ansprüchen der Unzufriedenen.
Populisten kommen systembedingt in eine Ecke der Hölle.


#267

Also sind alle deutschen Parteien deiner Meinung nach Populisten, mit Ausnahme der PP ?

In aller Regel habe sinkende Umfragewerte etwas mit unzufriedenen Wähler zu tun.
Egal bei welcher Partei.


#268

ich nehm das mal als rethorische Frage, klar habe ich, wäre als Vorstand auch schlicht falsch am Platz, wenn ich noch nicht hätte …

sehe ich definitiv anders …
die Zeiten, als aus 1,9% plötzlich 8,9% in Berlin wurden, das WAR ein Hype … wir wurden für Protestwähler interessant …

und, ja, die hatte mit dem Abflachen auch was zu tun, Protestwähler wollen Protestpolitik, PIRATEN-Politik ist konstruktive Politik, die in dem Fall die Protestwähler nicht wirklich in Stammwähler umwandeln konnte … Und dann kam die AfD, die ja heute noch pure Protestpolitik macht und somit jene Protestwähler binden und zu Stammwählern wandeln konnte …
Das dann in Folge, nach dem Abflachen des Hype noch ziemlich viele selbst gemachte Fehler dazu kamen ist selbstredend …
Unsere eigentliche Stammwählerschaft, das waren jene 1,9%, die wir bei der vorletzten Europawahl schon erreichten und die wir nach dem Hype in Niedersachsen, Bayern etc. dann kurzfristig auch wieder hatten …
Das wir nen Teil davon - wie auch viele Parteimitglieder, die den Glauben an uns verloren haben - im Anschluß auch noch losgeworden sind, dafür gibt es den ein oder anderen Ansatz, eigentlich ist es dann ja doch ruhiger geworden, vermutlich schon wieder zu ruhig, viele Enttäuschte, die gegangen sind haben das nicht leise sondern sehr laut und das sehr lange getan … und wenn die Presse dann nicht mehr berichtet, oder mehr über das, was die lauten EX-Mitglieder von sich geben dann geht es eben ganz schnell nach unten …

dann nochmal kurz zur eigentlichen Diskussion:

Es gibt derzeit eine Entwicklung, die in die richtige Richtung geht, da sind wir uns wohl einig, oder?
Jetzt kann ich von der Seite, von der die Entwicklung kommt weiter daran arbeiten, das diese Entwicklung nicht einschläft und weiter in diesem Tempo oder gerne auch schneller voran geht.
Das mache ich mit Bildungspolitik, mit Gesetzen, die die Benachteiligungen der Frau versuchen zu vermindern, mit Angeboten wie “bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie” etc.

Oder aber, und so sehe ich dieses Gesetz zur Parität, ich gehe hin, formuliere ein Ziel (indem Fall gleich viel Frauen & Männer in der Politik), lege, weil es ja verhandelt werden muss noch n paar utopischere Punkte oben drauf, die ich dann für nen Kompromiss wieder aufgeben kann.
Und da wundere ich mich dann im Anschluß, das diejenigen, die ich bei der Forderung nicht nur nicht mitnehme, sondern auch klar benachteilige (und ich meine jetzt nicht die vielen Männer, die an ihren Parlamentssitzen kleben und jetzt Angst haben die loszuwerden, sondern jene *trans, jene Kleinparteien, die das *ausGründen nicht leisten können etc) sich auf die Hinterbeine stellen und “Sturm” gegen das Gesetz blasen …

Ich hoffe, die beiden unterschiedlichen Vorgehensweisen konnte ich ausreichend klar machen und auch welche ich selbst als die bessere betrachte …

Und nochmal, keiner, der hier aus der PP Kritik an dem Gesetz formuliert widerspricht dem Anspruch das Frauen ein Recht auf diese Teilhabe auch in der Politik haben …
aber, warum sollen innerhalb der Parteien diejenigen, die einer kleineren Gruppe angehören einen Anspruch auf mehr “Posten” innerhalb dieser Gruppe haben?
Wenn sie mehr in die Plitik wollen, dann müssen sie eben (wie wir Männer auch) mehr in Parteien gehen, dort mehr machen und danns schauen, das sie auch mehr in die Parlamente etc kommen …

Das dieses Gesetz von den Parteien kommt, die jetzt bereits diesen geforderten Proporz haben oder darüber hinaus ist ja auch schon wieder bezeichnend. Sie können das selber für sich so entscheiden, klar doch, hält sie keiner von ab, das aber den anderen Parteien aufzwingen zu wollen, das ist dann wieder (*mist, jetzt hätte ich es fast geschafft nen Post ohne Grünen-Bashing zu schreiben) jene grüne Vorschriften-Politik.


#269

Nein, auch nicht ansatzweise mein Stil.

Ja, die Menschen waren mit der Piratenpolitik 2012/2013 sehr zufrieden.


#271

Stimmt. Und heute ?


#272

Soll mir dein Beitrag zeigen, dass die Gründe für das Ablehnen jeder hier anders zu erklären versucht ??

Und Leute, kann hier auch jemand versuchen das Paritätsgesetz unabhängig von den Grünen zu sehen ? Das ist ein Gesetz von rot-rot-grün .
Die Grünen sind im Brandenburger Landtag die kleinste in der Koalition.


#273

Ich verstehe deine Argumentation, aber nicht die Rückschlüsse. Bsp :

Eine Partei hat 100 Mitglieder, davon 5 Frauen.

Paritätisch werden 5 Männer und Frauen auf die Liste gesetzt.

Nach der Wahl sitzen 5 Frauen im Landtag , kein Mann aus dieser Partei.

Ist das undemokratisch ? Das Souverän hat so entschieden.

Und ja, bei Parteien die keine Parität schaffen können, sowie beim 3 Geschlecht muss nachgebessert werden.


#274

Du bist von den Grünen und zusammen mit Honk die einzige Person, die die Fakten nicht versteht was an deiner Indoktrinierung bei den Grünen liegt. Deswegen betrachten wir das im Zusammenhang mit deiner Partei.

Und Leute macht mal einen Punkt. Alle kennen die Fakten. DIe Zahlen und Argumente wurden alle genannt und ausgetauscht und die einzigen denen die Zahlen egal sind sind die von den Grünen.
Die sind nicht hier im Piratenpartei Forum weil sie keine Meinung haben und sie sich bilden wollen und auch nicht hier um ihre Meinung zu überprufen und zu schauen ob die mit den Fakten übereinstimmt. Die wollen provozieren und ihre Sicht entgegen aller Fakten hier durchbringen. Ihr verschwendet eure Zeit.


#275

Heute bin ich nicht Amt. Die anderen dürfen auch mal.
Wenn ich jetzt mal so Deiner Logik folge …

Im Ernst: Die Piratenpartei ist heute viel besser aufgestellt als 2012.
Wußte ich was mich erwartet: Nein
Hatte ich eine Ahnung von Politik: Nein

Der Vorteil ist, daß wir inzwischen die ganze Prozeßkette von Politik kennen.
Das findest Du in keiner anderen Partei, da dort der Einzelnen nur einen sehr schmalen Ausschnitt kennenlernt und sich auch nur in diesem kleinen Bereich bewegen kann.

Du brauchst Dir nur hier die Diskussion ansehen.
Es geht um Parität.
Die Umsetzung politischer Ziele darf aber nur im Einklang mit der Verfassung und der damit verbundenen demokratischen Spielregeln erfolgen.

Nur weil etwas vermeintlich gerecht ist darf man nicht die Hand verwenden, um beim Fußball ein Tor zu erzielen.
Du darfst auch bei Mensch-Ärgere-Dich-Nicht Schummeln nicht zulassen, um da vermeintlich irgendwelche Ungerechtigkeiten zuzulassen.
Ansonsten ist das Ergebnis völlig unbefriedigend und es knallt spätestens dann, wenn 2 sich ungerecht behandelt fühlen.

Am Ende ist es genau diese Form der Ungerechtigkeit, über die vermeintliche Gerechtigkeitshersteller stolpern werden.
Auf dem Maßstab soll die Mitte verschoben werden, da das Bild nicht in der Mitte hängt, in der Hoffnung mit dieser neuen Mitte, die tatsächliche Mitte zu finden.


#276

Seltsamerweise verstehen zumindest 3 Parteien die zufälligerweise auch in Landtagen und im Bundestag sitzen eure Logik nicht.

Seltsamerweise werden diese Parteien in Landtage und Bundestage gewählt von den Grünen… ups… nein, nicht von den Grünen, vom Wähler.


#277

Nein, damit soll eine Mitte hergestellt werden. Dein Beispiel hinkt.
Nach deiner Argumentation stünde einer Frau in meinem Beispiel kein Listenplatz zu, weil nur 5 Frauen auf 100 Männer.
Was mich mal zum Mitglied der PP werden ließ, war die “Abkehr von Meinungsmache und Polemik, zu einem fairen Politikstil”
Das war komplett neu in der Politik, versprach es doch nicht aus Prinzip gegen etwas zu sein, nur weil es von den “anderen” kommt.

Nein, ich meine nicht die Diskussion über Paritätsgesetz, nein das fing schon 2012 an, hochrangige Mitglieder per Tweet oder SMS rauszumobben, das Flaggengate, Bombergate, der Boykott der Piraten IT usw.

Ihr habt damit das verraten was vielen Menschen wichtig war, andere Politik zu machen.

Eine Partei sollte Politik für alle Menschen in Deutschland machen, aber nicht hoffen die Menschen ändern sich, damit sie die PP wählbar finden.

Für mich ist nun aufgrund der ständigen Maulsperre für Honk ( der NICHT bei den Grünen ist ) hier auch Schluss.

Ihr seid für Menschen unwählbar, nicht weil ich es behaupte, sondern weil man es bei jeder Wahl sieht.


#278

Leider erfüllen die Wähler nicht die Rationalitätskriterien der Piratenpartei und stimmen aus Gefühlen heraus ab sogar gegen ihre eigenen Interessen.


#279

Ich bedanke mich für euren netten Auftritt.
Euer Versuch, beharrlich den Piraten pauschal Unfähigkeit zu unterstellen, mußte von Anfang an scheitern.
Es war mir ein Vergnügen.
Auf jeden Fall hat Euer Auftritt unser Forum bereichert und die innerparteilichen Differenzen in den Hintergrund treten lassen.
Danke, bis demnächst.


#280