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Piraten gegen Parität ?


#217

Sofern Du meinst in einem Forum der Piratenpartei diesen vorwerfen zu müssen, sie würden sich als “männlich” definieren und andere Parteien, namentlich die Grünen und die Linken, könnten paritätisch sein, dann muß Du Dir das Widerlegen Deiner falschen Behauptungen schon gefallen lassen.
Kommt davon wenn man meint, am Ende jeder Diskussion die Piraten angreifen zu müssen.
Dann müssen auch Deine Grünen mit lauter Kritik von der anderen Seite rechnen, in dem man deren Listenwahlen als das bezeichnet was es ist, eine nichtparitätische Besetzung.


#218

Nochmal, die Grünen sind offen feministisch, und denen ist es völlig Wurst ob sich ein GG daran stört oder nicht.

Wenn du darüber nicht hinwegkommst, brauchst du dich auch nicht zu wundern, dass andere dann anfangen mit der AfD oder dergleichen zu argumentieren, welche offen antifeministisch ist.


#219

Dann widerlegen die Behauptung. Eine IT priorisierende “Netzparteii” ist nunmal kein Frauenmagnet.

Schon garnicht bei den Wahlergebnissen.

Aber es geht um das Paritätsgesetz


#220

sind zwar 30,9%, aber du hast recht, in den Parteien (die im Bundestag sitzen)
sind es sogar nur 28,6 % Frauenanteil ^^


#221

Warum sollte ich auf jeden Deiner Angriffe auf die Piratenpartei eingehen?
Das mache ich nur nach Lust und Zeit, wenn dann aber mit viel Freude.


#222

Was soll daran nun wieder ein “Angriff” gewesen sein??


#223

Was war da ein Angriff ?? Alles was dir widerspricht ist ein Angriff ?


#224

@Honk @anon82729341
Plötzlich wollt ihr ganz lieb gewesen sein?


#225

Genug mit deinen Nebelkerzen. Ich antworte nur noch zum Paritätsgesetz


#226

Und mit dem Paritätsgesetz hast du Angst, der Anteil könne auf 40% steigen ( optimistisch geschätzt)
Es kann ja nur zur Folge haben, das nicht mehr die Qualifiziertesten Personen ein Mandat erlangen, sondern auch weniger Qualifizierte Personen, aufgrund der Parität.
Das ist doch die Angst der PP ?

Tyg, ich antworte ehrlich. Ich brauche nur in den Bundestag schauen, und sehe bei allen Parteien auch fails und Hampelmänner/ Frauen.

Da kann es mit einem Paritätsgesetz nur besser werden, zumindest nicht schlechter weil gerechter.

Auch die PP hatte sich in Landtagen nicht immer mit Ruhm bekleckert.

( Aufstieg der PP mit dem Aufstieg der NSDAP zu vergleichen )
Ich wäre am liebsten durch den TV gesprungen und hätte ihn geschüttelt.


#227

26 Min später:

Bla, bla, bla.
Jede vermeintliche Diskussion um Themen mit Dir hat nur ein einziges Ziel, das man sich sparen kann.
Nein, die Piratenpartei macht nicht so eine schwachsinnige Politik wie die Grünen, die Du ununterbrochen einforderst.
Bei den Gesetzen im Bundestag oder im Landtag geht es keineswegs ständig um Gesetze, die nur mit dem entsprechenden Geschlecht fachlich korrekt entschieden werden können.
Das ist eine völlig falsche ud fehlerhafte Anforderung an das Profil einer Volksvertretung.
Diese Doppelbesetzung von Führungspositionen aus geschlechtspezifischer Sicht, da man dem anderen nicht zutraut fair zu ein, ist doch einfach lachhaft.
Dieses Menschenbild, dem anderen Geschlecht zu mißtrauen und einen Aufpasser zu installieren, ist doch Mottenkiste.


#228

Die PP wird an dem Paritätsgesetz nichts ändern können.

  1. In keinem Landtag vertreten.
  2. Wenig Erfolgsaussichten bei einer Klage.
  3. Kein eigenen Fachleute um das ernsthaft anzugehen.
  4. Kein Geld um ( gut bezahlte ) Juristen darauf anzusetzen.

Also ist es egal welche Politik die PP machen möchte, weil sie andere machen.

Ich wollte nur wissen warum die PP gegen das Paritätsgesetz ist.
Mein Eindruck ist, so genau weiß das hier selbst keiner.


#229

zu 3. Verfassungsklage ist bereits angekündigt und wird kommen

zu deinem Schlusssatz
der bisherige Anspruch war " Parlamentarier sind Vertreter des Volkes" heißt, jeder einzelne soll das gesamte Volk vertreten, nicht einzelne (Lobby-) Gruppen.
Dieses neue Gesetz sagt “um Interessen der Frauen zu vertreten, braucht es mehr Frauen”.
Dadurch wird der Anspruch “Alle sollen Alle vertreten” aufgeweicht.

Ja, mir ist bewusst, das Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander klaffen, mit diesem Gesetz wird das aber mM erstmalig in einem Gesetz zementiert.

Das ist ein bisschen wie “Frauen sind im Beruf benachteiligt”. (1000 Beispiele & Ausführungen spare ich mir)

Der Gesetzgeber macht daraus " Mehr Frauen in Aufsichtsräte "
nicht falsch grundsätzlich, aber an der definitiv falschen Stelle angesetzt. (Ja, die setzen an weiteren Stellen an)

Ziel muss sein, die Politik so umzugestalten, das alle Teile der Bevölkerung (jung/alt, Frau/Mann Reich/Arm) gleiche Möglichkeiten haben mit zu gestalten, die Politik muss sich ändern, nicht die Zusammensetzung der Politiker, denn leider sind in Politik und Wirtschaft die Frauen, die es " nach oben schaffen" genauso “männlich” und benutzen die selben Instrumente auf dem Weg “nach oben”, wie das Gross der erfolgreichen Männer.


#230

Und was sagt dir das?

Prinzipiell hast du natürlich Recht, aber bis dahin ist es noch ein langer Weg. Und darauf zu hoffen, das irgendwelche besonders empathischen oder was weiss ich für Männer, sich gegen Probleme engagieren, von denen sie selbst nicht betroffen sind oder gar davon profitieren, ist in etwa so wie die Hoffnung zu haben, irgendwelche “freiwilligen Selbstverpflichtungen” der Industrie zur Begrenzung von CO2-Emmisionen würden irgendeine Wirkung haben.


#231

Ja, durchaus was wahres drann…
Was du aber als Voraussetzung machst ist ein totaler Umbruch einer patriacharischen Gesellschaft.

Wo würdest du ansetzen diesen Umbruch zu erreichen, in absehbarer Zeit ?
Das würde Selbstbeschränkung der Männer bedeuten.

Edit :slight_smile:

Dass die PP klagt weiß ich, ich gebe ihnen aber nur wenig Chancen. Sie bräuchten ein, besser 2 oder mehr Anwälte die sich mit Verfassungsrecht, Wahlrecht und Gleichstellung auskennen, sowie die Anwendung dieser Gesetze in Vergangenheit.
Rot-rot-grün lässt sich nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen


#232

Ich sag es mal boshaft, die Alten sterben langsam aus, die Jungen sind da schon deutlich weiter in der Entwicklung weg vom Patriarchat.

Parteien muessen sich etwas einfallen lassen zum Thema “Politikverdrossenheit”.
Der Versuch wieder hin zu mehr innerparteilicher Basisdemokratie (ja, auch da sind uns die Grünen inzwischen leider voraus), die “Zuhör-Tour” glaub von der AKK fand ich auch nen guten Ansatz…
Ansonsten bin ich da für gute Ansätze und Ideen scheunentorweit offen, hab ja auch nen LV, der unter nachlassendem Interesse und Aktivität leidet.

Es werden viele kleine Schritte notwendig sein, der feministischen Brechstange aka Paritätsgesetz gebe ich wenig Chancen, das sie sinnvoll was ändert.


#233

Du bist hier in dem Thread der erste Pirat dessen Ansicht ich absolut akzeptieren kann und sogar teilen kann, bis zu einem gewissen Punkt.

Das ",die alten langsam aussterben " stimmt, mehr junge Menschen haben keine altbackene Ansichten mehr.
Ich denke halt, das Paritätsgesetz ist ein Vorstoß überwiegend junger Menschen was zu ändern .
Es ist nur anders, als du dir vorgestellt hast.
Viele Wege führen nach Rom


#234

Es ist ne Übergangslösung, der einige Länder ne Chance geben.

Eigentlich ist der ganze Feminismus ne “Übergangslösung”, denn sobald sich Sexismus und Diskriminierung erledigt haben, ist er obsolet. Aber eben erst dann. Heute hat er m.M.n. immernoch jede Daseinsberechtigung.
Und Feminismus wird nunmal vorwiegend und natürlich am glaubhaftesten durch Frauen vertreten.
Diese Frauen haben sich die heutige Situation erkämpft, nicht die Männer haben sie ihnen generös eingeräumt oder sind einfach gestorben.

Mir wäre es auch lieber, könnte man auf sowas verzichten. Ich weiss auch nicht, obs die beste Lösung ist. Aber wie gesagt glaube ich nicht daran, dass es sich einfach so von allein ändert.


#235

:unamused: Es hat sich allein schon durch das Internet alles verändert. Da muss man an nichts glauben. Das ist so. Hier der Artikel von Kevin Kelly, der das schon 2005 festgestellt hat: https://www.wired.com/2005/08/tech/


#236

einfach von alleine ändern wird sich nix, klar …
ich habe aber das Gefühl das der derzeitig propagierte Femminismus, zumindest der politische und somit auch weitestgehend grüne Feminismus in seinem Extremismus spaltet …
Ich unterstelle, in seiner Radikalität schreckt der mehr ab, als er Anhänger findet und das nicht nur bei uns Männern, sondern auch beim weiblichen Geschlecht.

wir dürfen auch nicht übersehen, das die grünen Feministen / feministischen Grünen inzwischen auch schon, zumindest der Teil, der in den Parlamenten sitzt konservativ geworden ist. Wenn ich mir das Abstimmverhalten der deutschen Grünen im EU-Parlament anschaue, gerade beiden dingen, die uns Piraten wichtig sind, da stimmen die gemeinsam mit den Konservativen für mehr Regulierung des Netzes etc.
Also die Feministinnen/Grünen sind es mit, wenn ich sage “die Alten sterben aus”.
Ich selbst zähle mich da übrigens selbst schon zu “den Alten” mit meinen 55 ^^, auch wenn ich nicht ganz so konservativ in der Denke bin *glaub

Wenn Feminismus Parität fordert und dabei andere Gruppen wie *trans ausgrenzt, so wie sie selbst behaupten ausgegrenzt zu werden, was ist daran dann wirklich besser?

Feminismus sehe ich -wie alle ismen- nicht als Übergangslösung sondern eher als Überschlagsreaktion zum leider immer noch bestehenden Partriarchat, das eine Extrem mit dem anderen zu “bekämpfen” führt aber selten zu einer Lösung,die allen gerecht wird, sondern zu Grabenkämpfen, Anfeindungen und Aggression …
Sexsismus und Diskrimierung ist auch kein frauenspezifisches Problem, sondern ein Problem der Schwachen gegenüber der vermeintlich stärkeren, mächtigeren etc.
Da nur den Femminismus als (Übergangs-)lösung zusehen ist mE auch wieder das Problem falsch reduziert …