"Offizielle Schriften" der Partei

Servus,

Gibt es außer der Satzung und dem Grundsatzprogramm noch weitere “offizielle Schriften” der Piraten, aus denen man Politik und Prozesse ableiten könnte?

Beispiel: es scheint keine Definition von Transparenz zu geben.

  • Protokolle
  • Positionspapiere
  • Wahlprogramme
  • Geschäftsordnungen
  • Pressemeldungen
  • Einladungen zu Parteitagen
  • Vorstandsportale
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Was unter Transparenz zu verstehen ist, dürfte klar sein.
Für Verwirrung sorgt einzig ein anderer Punkt, der der Transparenz entgegensteht und dies ist der Schutz der Persönlichkeitsrechte.

Dieser zweite Punkt wird völlig unterschiedlich ausgelegt, da viele Personen in dieser Partei massive Eingriffe in ihre eigenen Persönlichkeitsrechte erfahren haben und die Normalität, was darunter zu verstehen ist, oft verkennen.
Da fehlt bei einigen die Einsatz, dass das, was sie erleben mußten, nicht normal war.

Den Kodex. Den immer weniger Menschen als unumstößlich betrachten zu scheinen…

Wirklich, warum gibt es denn dann so viele Missverständnisse? Wieso glauben mache an die Hohlpflicht, wenn Transparenz eine Bringschuld des Staates und der Parteien ist?

… weil es in der Regel Mauschelgeschäfte sind.
Eine Hand wäscht die andere. Das muß nicht krimininell sein, da oft mehrere unterschiedliche Dinge miteinander vermischt und im Kreis gedreht werden. Diese “Bauernschläue” ist zumindest in Bayern reiner Viehhandel, diese Kuh gibt es zu diesem Preis nur wenn DU auch dieses Schwein nimmst …

Mit diesem direkten Arbeiten ohne Gegengeschäft haben viele Probleme.

Dieser Kodex hier? Scheint kein offizielles Dokument zu sein… (oder doch? :thinking:)

Irgendein Vorschlag, wie man ein Mindestmaß an wirklicher Transparenz herstellen könnte, ohne dass es in bürokratischen Orgien enden würde?

Mir schwebt sowas vor, dass auf Anfrage von z.B. mindestens fünf Piraten jede Art von Vorstand seine Entscheidung zu bestimmten Fällen schriftlich begründen muss und man als Basis damit einen Beweis über möglicherweise willkürliche oder abenteuerliche Entscheidungen erhält, statt irgendwann später sich auf Erinnerungen verlassen oder eine Kette von Protokollen und Tonaufnahmen durchforsten zu müssen.

Das größte Problem für mich ist gegenwärtig die “hermeneutische Frage”, ob es legitim ist, das Grundsatzprogramm zu lesen und die Prinzipen der Transparenz, die von unserer Partei gegenüber dem Staat und der Wirtschaft gefordert wird, auf unsere Partei anzuwenden. Es scheint ja bis auf bürokratische Verfahrensregeln und den Kodex keine Information und Prinzipien über die Piraten an sich zu geben, als sei es selbstverständlich, dass man wüsste, was ein Pirat ist und was nicht.

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Man nannte das nicht offizielle Dokument mal den kleinsten gemeinsamen Nenner.

Hat es schon immer ein Schattendasein gefristet?

Nicht bei den Vernünftigen.

Anstatt euch über andere “aufzuregen”, dass sie bestimmte Dinge nicht niedergeschrieben haben, könnt ihr ja einfach mal nen Antrag für einen BPT schreiben :wink: . So funktioniert eine Partei…

Haja bro, aber um einen guten Antrag zu schreiben, muss ich doch als n00b erst mal sämtliche relevanten Quellen sichten, um nicht etwas Doppeltes oder Widersprüchliches zu schreiben, sowie um Argumente für meine Positionen in den vorhandenen Schriften zu finden. Daher dieser Thread!

Dafür hast du mittlerweile alle notwendigen Links/Quellen.

Ich hab natürlich weitergeforscht und dieses Schaubild von Piratenidealen und -politik aus aller Welt gefunden, gemacht vom Gründer der schwedischen Piratenpartei. Ziemlich gut gemacht, auch nach sieben Jahren gut gealtert. :thinking:

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