Ökologische Regulierung von Bitcoins

Der Stromverbrauch des Bitcoin Netzes liegt derzeit ungefähr so hoch wie der von Österreich: Und dann gibt es ja noch viele andere Crypto Währungen die extrem Energiehungrig sind. Bei allen Vorteilen die Bitcoin bietet (Unabhängigkeit von Banken) ist das doch so kaum mehr hinzunehmen. In Bezug auf den Klimawandel ist das ein Desaster so das eine Staatliche Regulierung die dazu führt das der Energieverbrauch gesenkt wird unerlässlich wird.

Hier gäbe es meiner Ansicht nach 2 Möglichkeiten die Sinnvoll sind:

1.) Cryptowährungsprojekten vorschreiben auf einen Algorithmus umzustellen welcher Stromsparender funktioniert. z.B. das Staking Verfahren das auch von der Gridcoin Wallet verwendet wird das kaum Rechenleistung / Energie verbraucht.

2.) Die Berechnungen an sinnvolle Wissenschaftliche Arbeiten Koppeln. Zum Beispiel werden bei Gridcoin nicht nur sinnfreie Hashes für viel Energie berechnet sondern wissenschaftliche Simulationen z.B. aus der Chemischen Forschung, Medikamentenentwicklung usw deren Erfüllung dann mit neuen Coins belohnt wird. Es gibt also dabei noch einen direkten Nutzen für die Allgemeinheit.

Das sind jetzt nur mal so ein Paar Ideen die mir gerade durch den Kopf gegangen sind, denn das Thema wird ja bisher so gut wie gar nicht diskutiert. Denke aber das es ein Schönes Thema wäre das sich lohnt aufzugreifen da davon auszugehen ist das es in Zukunft noch deutlich relevanter werden wird.

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Ganz einfache Frage:
Wie sollte / könnte eine staatliche Regulierung da überhaupt greifen?

Der einzige Ansatzpunkt Regulierungen für Cryptowährungen wäre der Umtausch in €s oder $s und beides befindet sich komplett außerhalb der Miningberechnungen

Funktionieren würde es ohnehin nur wenn es da eine Internationale Übereinkunft gibt. z.B. wenn USA / EU sich da einig sind.

Das würde ja schon reichen. Wenn Offizielle Handelsplätze nur noch Coins handeln dürfen die ökologischen Ansprüchen gerecht werden. Dann würde auch das Bitcoin Projekt sicher gerne umsteigen auf eine andere Technik um noch weiter handelbar zu sein. Zumal da ja auch viele Großbanken usw rein investiert haben. Die wollen kaum ihre Kohle verlieren.

Projekte die sich nicht an die Regulierung halten wären nicht mehr (offiziell) handelbar und würden somit an Wert verlieren und eher unattraktiv werden.

Sowas in der Art könnte ich mir da schon vorstellen um das ganze in etwas Ökologischere Bahnen umzulenken.

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Sehe ich nicht wie das funktionieren soll
Es reicht ja wenn eine Börse übrig bleibt, die den einen Coin in einen anderen Coin umwandelt

Zumal das Mining eben eher weniger im EU oder US Raum stattfindet aufgrund der Strompreise

Solche ALT Coins sind dann meist aber recht wenig wert und nur sehr schwer zu handeln. Klar die wird es wohl immer geben solange die Masse Sie nicht nutzt wäre der ökologische Fußabdruck davon dann jedoch eher recht klein.

Der Bitcoin hat eine hohe volkswirtschaftliche Bedeutung, da er die von den Notenbanken verursachte Geldschwemme ausdrückt.

Er reguliert einen weltweiten Exzess.
Es bleibt somit die Frage, ob er überhaupt ökologisch schädlich ist.
Stromverbrauch ist eben nur eine kleine Seite, Geldschöpfung und -vernichtung eine andere.
Solange mehr BitCoins angespart und nicht konsumiert werden ist das eine CO2-Senke.

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Solange enorme Energiemengen für den Betrieb notwendig sind würde ich nicht unbedingt von einer CO2 Senke sprechen. Evtl wäre das der Fall wenn Crypto Coins energie Effizienter betrieben werden würden.

Der BitCoin ist an ein knappes Gut gekoppelt, hier Energie,
Das ist natürlich nicht sinnvoll, beruht aber auf der historischen Erfahrung, wonach Energie immer teurer wird.
Auf der anderen Seite müssen die Rechenchips immer leistungsfähiger werden.
Energieeffizienz bringt in diesem Bereich gar nichts, da das System so angelegt ist, dass der Schwierigkeitsgrad stets so stark steigen muß, bis die Kosten der BitCoin-Erzeugung gleich BitCoin-Schürfungserlöse sind.
Halber Energieaufwand führt zu einer Verdopplung des Schwierigkeitsgrades.

In einer Welt, in der wir mit Kohle Strom produzieren, ist der einseitige Blick auf die Verbraucher ein wenig deplatziert.

Ein höherer Strombedarf führt zum Ausbau von Erneuerbaren und einem schnelleren Stilllegen von Kohlekraftwerken, da Erneuerbare Strom günstiger produzieren.
Daran hat die Kohlelobby kein Interesse.
Sie möchten ihre alten Kohlekraftwerke möglichst lange betreiben und verweisen auf die Unwirtschaftlichkeit von Erneuerbaren und möchten auch keine neuen Mitbewerber, die neue Märkte bedienen.

Nirgends wird auch über den Energiebedarf von Kupfermünzen diskutiert oder die veraltete EDV von Banken oder den CO2-Verbrauch von Bankfilialen.

Den eigentlich großen Unterschied stellt aber das Parken von virtuellem Geld dar, das der Volkswirtschaft entzogen wird.

Mit 500.000 EUR in BitCoin vergibt die Bank keinen Kredit, das gleiche Geld aber in Immobilien oder selbst Aktien angelegt, ist aber kreditfähig.
Dieser weltweite Konsumverzicht und die verhinderte Kreditschöpfung dürfte bei Weitem den Strombedarf Österreichs. übertreffen.

Nuja, es gibt ja auch noch die Seite die Bitcoins verkauft und dadurch dann vielleicht ihren Konsum oder andere Investitionen finanziert. Ich bin mir daher nicht sicher ob es sich dann am Ende nicht vielleicht doch eher um ein Nullsummenspiel handelt bei derm der Nichtkonsum der einen dann eben den Konsum der anderen ermöglicht.

Wobei ja insgesamt die Tendenz da ist Konsum zu virtualisieren, z.B. Netflix Abbo statt Filmsammlung für daheim kaufen etc.