Nutzung von Tools von Fremdanbietern in der Partei

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In Hessen wird gerade ein Antrag diskutiert, der Vorständen verbieten soll, für Instant-Messaging-Dienste von Fremdanbietern zu werben. Das Thema haben wir natürlich auch in anderen Gliederungen und es wurden auch schon einige Beiträge geschrieben, die sich nicht direkt auf den Antrag beziehen. Die habe ich hierher verschoben.

Dazu passende Themen:

Der Antrag sollte auch für den Bund übernommen werden. Dort schliesst insbesondere die Verwendung von Discord statt Mumble alle jene aus, die Wert auf Datensparsamkeit legen.

Die parteiinterne Kommunikation sollte aber dann auch die bestmögliche Sicherheit bieten, nicht wie Mattermost, dass keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bietet.

Die Kommunikation der Partei intern zu halten, ist keine Sicherheitsfrage.
Wir können nicht einerseits z.B. Twitter als Drittanbieter ablehnen und gleichzeitig wichtige Vorstandsinformationen über Twittergruppen austauschen.

Da geht es auch um Glaubwürdigkeit.
Außerdem gehören viele innerparteiliche Diskussionen oder Auseinandersetzungen nicht an die Öffentlichkeit. Diese falsch verstandene Transparenz muss endlich jedem richtig klar werden.
Die Menschen haben einen Anspruch darauf, dass wir die Gründe für unsere politischen Entscheidungen transparent machen. Ob Pirat A den Pirat B für ein ***** hält geht die Öffentlichkeit nichts an. Es geht auch darum, dass wenn man dann eine Entscheidung hat, die Entscheidung akzeptiert wird. Üblicherweise gibt es ja nach jeder Entscheidung Leute, die auf Twitter über diese Entscheidung meckern. Auch sowas gehört auf eine interne Kommunikation.

Für mich geht es darum, die Mitglieder nicht dazu zu zwingen, einen Teil ihrer Privatsphäre aufzugeben, um am Parteileben teilhaben zu können.

Außerdem sollten wir die Tools, die wir aus politischen Gründen gut finden auch fördern, indem wir sie selbst nutzen.

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2 Beiträge wurden in ein existierendes Thema veschoben: Piraten-Discord

Habe es bis vor ein paar Wochen vermeiden können, mich mit Telegram zu beschäftigen, aber jetzt muss ich es quasi für Parteidinge nutzen.
Es geht schonmal damit los, dass man anscheinend zwangsweise seine Telefonnummer angeben muss. Naja, wenns sein muss… Die Registrierung ist über den Webclient anscheinend auch kaputt, dann halt noch den Desktopclient installiert und damit gings dann.

Dann merke ich, dass die Nummer nicht nur zur Registrierung genutzt, sondern auch, um andere Kontakten aus dem Telefonbuch Bescheid zu sagen. Toll, wenn einen plötzlich Leute über ein Tool anschreiben, das man nie nutzen wollte.
In der App darf man so ziemlich jede Einstellung ändern, die mit Sicherheit und Privatsphäre zu tun hat. Übel.

Sehr fragwürdig ist auch die Selbstdarstellung als “sicherer” Messenger. Habe mich erst gewundert, wie die Gruppenchats sicher bekommen, aber dann finde ich heraus, dass die natürlich nicht sicher sind. Ist ja auch einfacher umzusetzen, bequemer für die Leute und man kann die Daten in lesbarer Form auf dem Server speichern… Wo die Daten überall herumliegen, konnte ich nicht herausfinden. Die Entwickler sitzen wohl in Dubai, viel mehr weiß man wohl nicht.

Edward Snowden dazu:

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ich gehöre ja zu denen, die auch Telegram auch nutzen. Aber ich habe nie dafür plädiert, das zu tun. Ich möchte mit anderen Piraten über Politik diskutieren und manchmal auch rumblödeln, und deshalb mache ich da mit. Hier mache ich das genauso gern. Nur - wenn die anderen Telegram nun mal mögen und einfach dort weiterchatten, was dann? Wenn Du es schaffst, alle umzuziehen, habe ich nichts dagegen. Ich fände es aber schade, wenn einige bei so einem Umzug auf der Strecke bleiben würden. Vertrauliche Kommunikation geht anders, klar!

Können sie ja gerne tun, aber die Leute sollten darüber Bescheid wissen, was sie da nutzen und auch die Alternativen kennen. Kann mir gut vorstellen, dass es Leute gibt, die Gruppenchats für sicher halten oder sich einfach gar keine Gedanken dazu machen.

Mich würde wirklich interessieren, was den Leuten daran gefällt. Für mich ist das einfach einer der vielen Messenger, der sich nicht wirklich vom Rest abhebt. Bei den Dingen, die ich aktuell nutze, stufe ich Telegram in der Benutzbarkeit für Gruppen und Direktnachrichten höchstens als etwas besser als Twitter-DM ein. Mattermost und Discourse finde ich deutlich besser und wir haben die ja sogar als Parteiangebote. Matrix ist das beste Protokoll für Nachrichtenaustausch: modern, sicher, dezentral, einfach in andere Tools zu integrieren. Riot als Matrix-Client mittlerweile auch besser als der Rest, finde ich.

ja, die wissen das. Ist oft genug diskutiert worden.

ich kann dir nur sagen, was mir daran gefällt:

  1. die meisten aktiveren Hessenpiraten sind da, und man kennt sich, es ist also familiär.
  2. eine etwas gewachsene Kultur einer Mischung aus ernsthafter Diskussion und Scherzen
  3. die Einfachheit, Fotos gerade mal aus der Zwischenablage einzufügen, und schon sind sie passend reduziert und skaliert
  4. der Klon Händy und Laptop
  5. die etwas albernen Sticker, viele selbstgemacht
  6. eher wenig Streit, manchmal doch, aber die Kultur bessert sich

Das heißt nicht, dass das auf einer anderen Plattform nicht ebenso gut laufen könnte. Ich bin 2016 dazugekommen, infolge der Orga des Hessen-Sommerfestes, fand es sofort lustig.

Was du über Matrix sagst, unterschreibe ich 100%. Matrix wäre piratiger, wenn alle mitmachen würden, wäre ich bei einenm Umzug sofort dabei.
Und wie gesagt, ich bin ja auch hier im Forum, hier würde ich mir wünschen, dass das mit den Fotos ebenso einfach wäre. so was nutzt man z.B. so: “Wir sind daaaa, Infostand ist aufgebaut!”

Habe gerade mal Telegram (Desktop), Riot und Discourse verglichen und Bilder aus der Zwischenablage gingen bei allen ganz gut. Hier kann man ja mittlerweile auch auswählen, ob die Vorschau 50%, 75% oder 100% sein soll:

Ich habe gerade einen Screenshot davon gemacht, wie ich einen Screenshot in Discourse einfüge :smiley:

bei mir rennst Du offene Türen ein.