Niedersachsen will zurück zu Windows

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Und die Begründung dafür ist natürlich an den Haaren herbei gezogen!
Warum überrascht das eigentlich niemanden?

Welche Argumente sind denn an den Haaren herbeigezogen - und warum sollte es keine Überraschung sein?

Ich habe fünf jahre in der IT der öffentlichen Verwaltung gearbeitet, und für Windows spricht sehr viel.
Auch wir mussten damals die Anforderungen niederschrieben, welches eine Software erfüllen muss. Dabei gehört “Quelloffen” oder “Kostenlos” nicht dazu.

Eine Umstellung auf einen Linux Desktop kostet nicht weniger und häufig sogar mehr, als der Betrieb von Windows.
Denn es geht nicht nur um das Betriebssystem sondern auch um die software welche darauf installiert wird. Und wenn es das Softwarepaket, welches man benötigt, nicht gibt, dann müsste eine Portierung oder neu programmierung angestrebt werden, was erhebliche Kosten nach sich zieht.

Wir hatten damals den Fall, dass eine Abteilung unbedingt Apple Hardware haben wollte, und das auch politisch so durchgegangen ist. Also wurden 12 iMacs angeschaft.
Apple hat aber nur eine geringe intigration in ein Active Directory oder Gruppenrichtlinien - also wurde auf den Macs Windows installiert, weil hiermit dann alles zentral gesteuert werden konnte.

Denn die Zentrale einbindung der Komponenten ist unglaublich wichtig mit einer sehr großen Zahl an Geräten.
Lange Zeit mussten wir den Internetexplorer verwenden, weil der Firefox oder Chrome nicht Zentral konfigurierbar waren - mittlerweile ist das möglich.

Die förderung von OpenSource ist gut - aber leider häufig nicht machbar :confused:
Zwar sind 13k clients eine sehr große anzahl und drittanbieter software sollte portiert werden können, aber wenn es dann um die Ausschreibung geht, und die Anbieter ihre Angebote einreichen, werden diese häufig mehr als doppelt so teuer.
Einerseits, weil sie sagen “oh, wir müssen auf Linux portieren und das weicht von unserem üblichen Workflow ab - kost also das doppelte.”
Und wenn es dann OS sein soll “Oh, dann könntet ihr den Code sehen und nutzen - kostet also nochmal mehr und außerdem benötigen wir mehr supportaufwand, weil ihr ja etwas verändern könntet”.

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Eine Verwaltung, deren Software aus ethischen statt aus technischen Gründen gewählt wurde, macht was gehörig falsch.

Frage zur Orientierung: Ist das jetzt Kernthema?

Ich verstehe deinen kompletten Beitrag nicht? Die Umstellung auf Linux ist doch bereits vor langer Zeit erfolgt (damals wohl von Solaris zu Linux).

Teile deiner Argumentation könnte auch jetzt angewendet werden gegen die Erneute “Umstellung” auf Windows.

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Für Windows spricht inzwischen eigentlich gar nichts mehr, zumindest als einfacher Desktop-Arbeitsplatz nicht. Ich kenne die Öffentliche Hand ebenfalls und komme immer wieder zu dem Schluss, dass viel Software Ende der 90iger, Anfang der 2000er programmiert worden ist. Alles zu einer Zeit, wo jeder Coder seine eigene Anwendung gebaut und verkauft hat. Inzwischen sieht die IT-Landschaft jedoch so aus:

Software, die man zentral einsetzt, muss unter Windows im Kompatibilitätsmodus installiert werden, damit sie überhaupt noch läuft. Updates gibt es in vielen Fällen nicht mehr, da man oft schlicht das updaten “vergessen” hat (es lief ja noch) und die heutige Version die alte gar nicht mehr kennt. Oder der Hersteller existiert schon gar nicht mehr.

Im weiteren wurde (oft durch die Mitarbeiter selbst) z.B. Excel so “missbraucht”, dass eine riesige Datenbank daraus produziert wurde, die oft über eine Unzahl weiterer Exceltabellen existieren. (Ich habe hier schon unglaubliches gesehen) Den ganzen “Mist” auflösen erweist sich oft als nicht durchführbar. Weil die Tabellen oft $jemand angelegt hat und man das System dahinter nicht mehr versteht, nur noch nutzen kann.

Und immer noch gibt es haufenweise Software und Applikationen, die einfach nur mit einem M$-Explorer funktionieren. Das einzige Windows-Produkt das ich kenne und schätze, ist der M$-Exchange-Server. Nur leider wird der nur in ganz, ganz seltenen Fällen wirklich mit all seinen Funktionalitäten ausgenutzt.

Diese Aussage kenne ich und kann sie bestätigen. Jedoch nur wenn ich die Kosten der Anschaffung (System, Backup, Antiviren, Sicherheit) und Umrüstung betrachte. Ist man von CALs abhängig, wird es komplizierter. Nehme ich den Aspekt der Datensicherheit dazu und all seine Komponenten (unter anderem den (Un-)Sicherheitsfaktor Mensch), verliert Windows auf ganzer Linie.

Neue Software MUSS in einem offenen Datenformat inzwischen vorliegen. Die meisten Programme kommen damit klar. Nur leider kommt Linux oft “nur” mit den RFCs klar, nicht jedoch mit dem ganzen selbstgestrickten Mist von M$ z.B. Ich erwähne hier nur die Thematik der winmail.dat. Oft spielt auch Apple seinen eigenen Kram. DAS sind die Probleme, vor denen die Linux-Entwickler stehen, weil die “großen” Hersteller mal eben ihren eigenen Standard entwickeln. Aber Linux ist dann natürlich “schuld”. Aber so ist das nun mal in heterogenen Netzwerken. Jedoch sind die meisten IT-Leiter an der Stelle nämlich auch zu doof, genau das auch mal zu postulieren. Es liegt eben nicht alles an Linux, denn das hält sich in den meisten Fällen an offene Standards, woraus die Firmen dann oft ihr eigenes Süppchen kochen.

Was AD betrifft, inzwischen ist das an sich nicht mehr nötig. ADs kann man super mit LDAP verwalten und Open Source. Telefonanlagen, Webserver und, und, und. Es braucht keinen IIS z.B.

Es ist ja nicht so, als dass man nur Open Source nehmen muss. Will der Anbieter seinen Code nicht veröffentlichen, ja nun, kein Problem. In Zeiten von “Webfrontend-Anwendungen” spielt der Unterbau ja keine Rolle. ;o)

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Die Linuxer haben sich ihren eigenen Standard LSB ausgedacht, weil ihnen POSIX nicht mehr gepasst hat.
Exakt 0 Distributionen halten sich vollständig an POSIX und die allerwenigsten wenigstens in Teilen an die LSB.

Erzähl uns doch mehr über die bösen Standardignoranten von “M$” (bist du 12?).

Ach verflixt, ganz was vergessen. So ne Art “Argumentationshilfe”.

Wir können mit mehreren Faktoren argumentieren:

  1. Auf der rein Menschlichen Ebene - Also Mensch macht Fehler etc.
  2. Auf der Organisatorischen Ebene - Fehlentscheidungen der vergangenen Jahrzehnte in der Verwaltung
  3. Auf der Zukunftsebene - Also alles das was $Dinge einfacher machen kann

Zu 1.:
Mensch macht Fehler

  • Das einfachste Beispiel, das jedem einleuchten wird, ist die Problematik der E-Mails und die Möglichkeit auf “schadhafte Links” zu klicken. Ich denke das ist allen von uns schon mal passiert.
  • Das könnte man zwar auch unter MS abstellen, jedoch ist es nicht gewollt, weil viele Firmen massiven Wert darauf legen “schöne Mails” mit ganz viel Kinkerlitzchen versenden zu wollen. Allein die Größe der Unterschriften ist bisweilen bemerkenswert. Zudem hält sich meines Wissens nur Open-Source an “Strich, Strich, Leerzeichen”, um den Footer erkennen zu können und automatisch zu entfernen.

Zu 2.:

  • Fehlentscheidungen aus der Vergangenheit, sich Software von der Stange zu kaufen, am besten noch jedes Amt sein eigenes, was irgendwann dazu führte, dass weitere Programme nötig wurden, um den Datenaustausch zu bewältigen.
  • Linux funktioniert nicht - klar, weil auch in den Bildungseinrichtungen keine Alternativen gelehrt werden. Nur wenige Bildungseinrichtungen die ich kenne, haben mehr als ein Betriebssystem zur Auswahl.
  • Linux funktioniert nicht - auch klar, weil zu Hause hat man in den meisten Fällen Windows. (Seien wir ehrlich, nicht jeder mag sich mit Computern beschäftigen)
    • Beides führt in der Summe zu Misstimmungen, da nur sehr wenige IT-Leiter auch das Geschäft der IT beherrschen. Soll heißen, die kennen oft auch kein Linux, haben es evtl. in den späten Neunzigern mal gesehen und da wars ein Graus das zu nutzen als Anwender.

Zu 3.:

  • WinXP ist Geschichte, schon lange. Meistens war der Einzug der IT in die Behörden zu jener Zeit. Das ist auch oft Ursache dass bis heute Programme einfach auf das neue System mit hnüber geschleppt worden sind, ohne die “Innovation” neues Betriebssystem überhaupt zu bemerken.
  • Neuentwicklungen müssen Plattformübergreifend gestaltet werden. Firmen die das nicht beherzigen, IT-Leiter die das nicht fordern, gehören ausgesondert. Pflicht muss es in jeder Behörde, jedem Amt, jeder Staatlichen Stelle werden, nur noch Plattformübergreifende Anwendung zu programmieren.
    • Das führt dazu, dass ein Umstieg von dem einen System zum anderen problemlos vonstatten geht. Komplizierte Anmeldevorgänge werden da meist vermieden, weil sie “zentral” bewerkstelligt werden können.
    • Zusatzargument: Spezialanwendungen laufen abgesichert in einem eigenen System, auf das man entfernt zugreifen kann. Das erhöht zum einen die Sicherheit, zum anderen ist es einfacher Backups des gesamten Systems zu machen. Fehler oder Systemausfälle können so innerhalb kürzester Zeit eliminiert werden.
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Fall es in meinem Beitrag falsch rübergekommen sei, es geht mir nicht darum zu sagen, ob etwas generell besser oder schlechter sei.

Denn ist ja gut, dass wir das hoffentlich klären können :slight_smile:

Es wurde von Solaris auf Linux (Suse) umgestellt, weil Solaris wahrscheinlich nicht mehr den Anforderungen gerecht wurde.
Wenn nun ein Wechsel auf Windows ansteht, dann wahrscheinlich, weil Linux (Suse) nicht mehr den Anforderungen gerecht wird.

Vielleicht hatte man damals einen Dienstleister / Zulieferer an der hand, der versprach, all die Funktionen, welche gefordert sind, umzusetzten, damit es der ausschreibung gerecht werden würde.
Man ließ sich darauf ein, der Dienstleister konnte nicht (fristgerecht) liefern, und damit hat das aktuelle System immernoch fehlende Punkte, welche aber eig. gefordert wurden.
Nun, wenn nun Wartungsverträge auslaufen, dann steht eine neue Ausschreibung an - und es gewinnt der, der am günstigstens ist, und glaubhaft versichern kann, die anforderungen zu erfüllen.

Ist aber alles spekulation, auch wie manche im heise Forum spekulieren, dass MS lobbyieren würden oder ähnliches.
Die Fakten sind die, die von der Finanzverwaltung genannt sind :confused:

doch “leider” schon. LDAP ist das Protokoll - AD und GPO sind Produkte…

Wenn es WebApp ausgeschrieben wurde, gewiss kein Problem, wenn eine native gefordert wurde - dann wird diese auch geliefert werden müssen ^^

Als ich seinerzeit in der IT war, forderte ich offene Datenformate, damit auch Menschen diese Verarbeiten können, welche keine Software von MS nutzen. Das ist meiner meinung nach der erste Schritt in eine richtige richtung.

Aktuell arbeite ich als Projektleiter in einem (Linux) Softwareunternehmen. Ich arbeite hier mit windows und Linux. Wir haben aber auch OSX Leute und BSD …
Wenn uns Dienstleister oder auftraggeber Daten schicken, dann häufig mit Software, welche nur unter Windows oder OSX nativ verfügbar ist.
Da beißen wir nun mal in den Stein und öffnen Windows / OSX damit wir die Datei korrekt lesen können.

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Hatte mich an der Stelle nur falsch ausgedrückt. MS hat das an der Stelle zugegebenermaßen aus meiner Sicht perfektioniert. Jedoch ist ein reiner AD-Server eben nicht mehr nötig, inzwischen gibt es recht gute Alternativen auf OS-Basis.

Stimmt. Eines der massiven Fehler der EU-Ausschreibungsvorschriften den Behörden. Viel zu oft habe ich dann erlebt, dass Druckertreiber “vergessen” wurden, da ja nur der Preis zählte. “Windows wirds schon richten”, war dann oft in den Entscheiungsetagen zu hören.

Welche Anforderungen waren das denn? Ich meine, seinerzeit gab es doch sogar aus dem Hause Sun noch ein Gratissolaris (oder war das später?).

Ich kann zwar nicht mithalten mit den was hier einige schreiben, aber ich sehe das Grundproblem. Es gibt x Distributionen von Linux, jedes Entwicklerteam kocht seine eigen Suppe. Da liegt der Hase im Pfeffer. Fragt man zu dem Thema in kommunalen Behörden nach, dann sieht man die Probleme völlig anders. EDV wird dort mit "Elektronisches Daten Versteck " übersetzt.

Welches Linux sollen sie denn nutzen? Gibt es überhaupt eine Linux Distribution die eine problemlose Umstellung von Winblöd leisten kann? Muss nicht bereits hier der Ansatz erfolgen. Brauchen wir vielleicht zunächst nicht ein einheitliches “Behördenlinux”?

In jeder Kommune wird das Rad immer wieder neu erfunden, neue Rechner werden gekauft, weil angenommen wird das sich die “beschissene Situation” dann endlich bessert. Unsummen werden für Lizenzen bezahlt, damit es “besser” wird. Dabei werden Milliarden verbrannt. Geld das man schon lange in die Entwicklung eines funktionierendes Systems hätte stecken können.

Vielleicht sind sowohl Linux in den heute den Laien bekannten Versionen als auch MS 10, gar nicht mehr geeignet, um neben dem Schutz individueller Daten auch eine komplexe Datensicherheit zu gewährleisten? Was muss , was darf der User wissen? Muss er Zugriff auf den Datenbestand haben oder reicht eine Zugriffsberechtigung für eine Antwort die nur die Daten enthält die er braucht, um damit arbeiten zu können?

Fragen über Fragen.

So funktioniert EDV im Bauamt Neumünster: Anfrage der Stadtwerke über den aktuellen Verlauf von Leitungen in einer Straße per E-mail. Diese wird ausgedruckt. Die Mitarbeiterin rennt zum Kartenkasten und kopiert die einzelnen Blätter, um dann den gewünschten Ausschnitt daraus zusammenzupuzzeln. Anschreiben am PC, das wird doppelt ausgedruckt, gefaltet, eingetütet, um es dann per Post an die Stadtwerke schicken. Natürlich wird das Ganze als PDF im Jpg Format gespeichert.

Nur das hier gar keine Ausschreibung erfolgte, sondern eine politische Vorgabe (im Koalitionsvertrag festgelegt): Wechsel von Linux zu Windows.

Von Open-Source würden Kommunen sogar weltweit profitieren. Entwicklungsländer müssen auch Verwaltungen aufbauen. Eine Grundlage könnten wir ihnen praktisch schenken. (Jaja, das muss alles immer noch angepasst werden, aber so ist das mit allen großen Software-Projekten)

schmunzel
Coole Umschreibung ;o)

Diese Idee ist gar nicht mal so übel, wäre dann jedoch auch “nur” ein weiteres Linux. Ein eigenes Repository wäre diesbezüglich dann wohl angebracht. Was weiß ich, apt-get install niedersachsen-celle-bauamt oder apt-get install niedersachsen-celle-verwaltung oder apt-get install niedersachsen-neumuenster-verwaltung oder in der Art. Eine Entscheidung die wir zwar nicht in die Wege leiten können, jedoch warum sollte nicht ein Vorschlag von uns in der Art mal die Runde machen? Denke ich mal ganz schräg, könnte das unter Umständen sogar ein Wirtschaftsbetrieb der Piratenpartei sein. Ich meine, wer hat denn die Kompetenzen?

In jedem Fall sollte es meiner Meinung nach ein System sein, welches sich jeder auch privat zu Hause installieren kann. So ist es dann nichts anderes als das heute mit Windows. Die Leuts können es auch zu Hause nutzen und auf Arbeit. Gleiches System, gleiche Probleme usw. Am Ende, warum sollten sie nicht das selbe Know-How nutzen wie auf Arbeit und sich die unter Umständen angepasste Installation der Celle-Verwaltungssoftware auf dem heimischen PC installieren?

Gute Frage, ob das mit dem Betriebssystem überhaupt noch eine Rolle spielt. Eigentlich ja nicht, wenn ich mir so ansehe, was inzwischen alles für PC und Mobilgeräte so gleichermaßen existiert. Also alles was Plattformübergreifend ist, ist in dem Fall unabhängig vom verwendeten Betriebssystem. Bleibt letztlich nur die Frage der Datensicherheit. Ich meine, MS telefoniert schon ganz übel “nach Hause”.

Oh wie schön. Ich habe Anfang des Jahres noch ein Disketten-Datentausch-Netzwerk aus dem vergangenen Jahrtausend in das neue Jahrtausend transformiert. Eine SuSE 4.3 Workstation steht mir auch noch bevor.

Ja, es ist eine Katastrophe. Ich habe, wenn dann, auch erst mal nur rabiate Lösungen parat.

Genau. Auch ne gute Idee. Zumindest sind das alles gute “Verkaufsargumente”.

Aber Transparenz und Unabhängigkeit von Herstellern sind doch handfeste und sinnvolle ethische Gründe, oder nicht?

Ja, Windows puffert sehr viele fehler ab - nicht weil es ein besonders gutes system ist, sondern weil sich MS bewusst ist, dass sie von JEDEM genutzt werden. Sehr zum leidwesen der weiterentwicklung

Eine Vermutung von mir wäre, dass es damals eine Terminalserver lösung gab, und die Mitarbeiter der Finanzbehörde sich mittels Zhinklient eingewählt haben- so zumindest war es bei sehr vielen hochschulen. Auch hier “war” - als ich 2012 an der Hochschule Osnabrück technische Informatik studierte, wurden die Solaris Terminalserver durch Windows Fatclients (vollwertige Rechner) ersetzt.

Das genau ist ja eines der großen Vorteile von Linux, dass es quasi einen “Markt an Ideen” gibt :slight_smile:
Die entwicklung von Android hat sehr viel an das Desktop oder Serverlinux zurückgegeben.
Dennoch glaube ich nicht, dass die angebotsvielfallt an Geschmacksrichtungen schuld daran ist, dass nicht auf Linux gesetzt wird. Auch hier gibt es proffessionelle kommerzielle Unternehmen.
Jedoch sind die Supportzeiträume kleiner als die von Windows - XP wurde für den Desktop 14 Jahre supportet. Für Embedded Geräte liegt endet der support erst 2024 (23 Jahre).
Wenn man das Windows 10 Upgrade für Windows 8(.1) und 7 außen vor lässt, so haben auch diese beiden Systeme einen Supportzeitraum von 11 Jahren, auf dem Desktop.

Ja, durchaus - aber wie möchtest du das ausschreiben, wie möchte man das Quantifizieren?
Was sind Ethisch korrekt arbeitende Unternehmen? Google, MS, Apple?
Bei welchem System ist man unabhängiger? Möchte man Unabhängigkeit überhaupt, und was bedeutet das?
Gerne bindet man sich an ein Unternehmen - denn ähnlich wie bei Leasingfahrzeugen geht auch der Trend in der IT zu gemieteten Geräten und Software - sog. “Managed Services”.
Der Kunde (die IT) muss also nur noch bei dem Hersteller anrufen und der hat je nach Servicevertrag innerhalb einer Zeit bei einem Aufzuschlagen und den Fehler zu beseitigen - manchmal bedeutete das auch, dass Geräte dann ausgetauscht werden.

Wir hatten seinerzeit 400 Notebooks von der Firma Wortmann angeschafft - Bechtle war hier der Service anbieder.
Die Servicelaufzeit betrug 15 Jahre (die Geräte sind noch bis 2023 im Einsatz).
Wir mussten nur anrufen, und Bechtle hat die Geräte repariert oder ausgetauscht oder gar das Windows neu installiert.

Es ist auch vollkommen normal, dass Geräte nach dem Ablauf der Servicezeit (Garantie / Gewährleistung) entsorgt werden. Wir haben stets eine Service Erweiterung auf 5 Jahre gewählt.

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Im Prinzip schon, nur Du siehst ja, es hilft nichts. Also musst Du neue Argumente finden, unter Umständen Alternative Lösungen anbieten und so zumindest den “Sinn” erläutern.

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Richtig, den gibt es und der soll auch bleiben. Nur wie ich schon schrieb kocht jede Entwicklergruppe ihre eigenes Süppchen. Nur Ist es nicht so, das man die Ideen von Open Soure Quellen übernehmen kann? Je nach Distribution wird heute anders verfahren mal modern, mal traditionell wobei sich nicht nur die Desktops unterscheiden, sondern auch die Speicherorte. Sollte da nicht nach einem einheitlichen Standard verfahren erden? Um nun Streit zu vermeiden, kann man das nur erreichen in dem man den Daumen auf dem System hat, so könnten auch völlig neue Sicherheitsstrukturen einfließen.
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