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Neuausrichtung der Piratenpartei


#26

Also der Gedanke überall Herzchen drauf zu kleben um auf den Schultern der Massen ins Kanzleramt getragen zu werden ist so was, oder im Bereich der Gesundheitpolitik das derzeitige Gesundheitssystem als “Gewaltsmedizin” zu denunzieren und dafür eine esoterische Wohlfühlbehandlerei ohne Evidenz zu propagieren…


Benutzer ausblenden? Trollfilter. Killfile
#34

Aktuell gibt es ein gutes Beispiel für “emotionale Voreingenommenheit” im Thread.


#35

Braucht es nicht zuerst eine Diskussion über das Motiv und dessen Ziele? Sonst könnte bei den Kernthemen im Extremfall so etwas herauskommen wie:

  1. Arbeitnehmer schützen
  2. Umwelt schützen

Welches Thema “gewinnt”, wenn es zu Konflikten kommt? Beispielsweise müssen Branchen aufgegeben werden, um die Umwelt zu schützen. Dabei verlieren aber Arbeitnehmer kurz- und mittelfristig ihren Job. Was tun?


#36

Bisher wurden Kürzungen von Arbeitsplätzen mit dem Argument schön geredet, dass dafür ja auch neue Arbeitsplätze entstehen.
Also “erwerbsarbeiten” weniger Menschen in der Produktion und mehr im Dienstleistungssektor “Umweltschutz”

Wobei - die automatische Produktion sollte auch umweltverträgllich sein - der Angst Trigger “Arbeitsplatzverlust” wird nicht als Argument angewendet, wenn der Finanzsektor im großen Stil Mitarbeiter entlässt. Wohl aber, wenn es zu Konflikten “kommen könnte” und wenn sich zwei Interessen “mal kurzfristig scheinbar ausschließen”?

Das Motiv sollte sein, dass alle von etwas profitieren und das es in der Zukunft allen Menschen und der Natur besser geht.


#37

Eine Partei, die jedem gefallen will, gefällt am Ende nur noch sich selbst.

Die SPD zum Beispiel.


#38

Alle sind wer? Deutsche, Europäer oder wirklich alle Menschen der Welt? Wieiviel ist etwas und wo fängt Profit an und wo hört er auf. Mit diesem Motiv kommst du aus meiner Sicht nicht weit.


#39

Ich hatte das Sarkasmussmily vergessen, sorry.


#40

Ich bitte die Off Topic Beiträge zu unterlassen

Gruß
Andi
Moderator


#41

Neuausrichtung gerne. Darauf warte ich schon seit der verlorenen BTW.


#42

Ihr diskutiert also wieder die “Strecke des Marathons” den ihr gewinnen wollt, bevor ihr mit dem Training anfangt.

Wollt ihr eine Partei sein, also gemeinsam um Macht in Parlamenten ringen natürlich am Besten in einer Regierung. Ihr müsst die Arroganz ablegen bessere Menschen zu sein als die Mitglieder anderer Parteien und den Glauben, dass ihr per se alles besser wisst. Ein Minimum an Respekt für die Mitglieder der eigenen Partei ist auch nötig. das Ringen um die beste Lösung wird vom Wähler akzeptiert, persönliche Angriffe etc. straft der Wähler ab.
Dann braucht es viel Geld, eine funktionierende Infrastruktur, Manpower, charismatische Politiktalente, gute Experten und die Selbstdisziplin nach außen geschlossen zu erscheinen.
Seit ihr bereit eure Ziele in elendig langsamen Mikroschritten und über hunderte verwässernder Kompromisse zu erreichen. Denn so ist das Wesen der parlamentarischen Demokratie.

Danach braucht ihr eine Vision für die ihr gemeinsam steht z.B.: Der selbstbestimmte Mensch der in Würde im Zeitalter der Digitalisierung in einer Welt ohne Wirtschaftswachstum lebt.
Die sollten alle teilen.

Wenn man daran mit Freude gemeinsam arbeitet, dann passiert das Merkwürdige, immer mehr Menschen wollen mitmachen.


#43

Im Zeitalter der Globalisierung kann man mMn nur noch politische und wirtschaftliche Entscheidungen treffen, die für alle Menschen der Welt verträglich sind. Es gibt nur die Ausnahme, dass man regionale Entscheidungen trifft, die keinerlei internationale Auswirkungen haben. Wenn es alle Menschen betrifft (die meisten Wirtschaftsthemen z.B. betreffen alle Menschen - dann sollten alle Menschen davon profitieren.


#44

Ich verstehe nicht ganz was du mit “ohne Wirtschaftswachstum” sagen willst? Wirtschaftswachstum ist nichts anderes als Fortschritt. Willst du Stillstand?

Zur Definition von “Wirtschaftswachstum”: Wirtschaftswachstum heißt nicht, dass ein Gebilde wächst und wächst, wie man sich das bei einem Lebewesen vorstellt, sondern das Leistungspotenzial (z.B. Kreativität) einer Gesellschaft steigert und entfaltet sich, damit verbunden der Lebenstandard und Wohlstand.


#45

9 x “Ihr”
0 x “wir”
0 x “ich”

#FindetDenFehler
#kwT
#KopfTisch


#46

Wenn wir uns in Zukunft besser ausrichten wollen. Müssen Mitglieder aus Vorständen mehr soziale Kompetenz haben. Wenn zum Beispiel ein Mitglied eine Aufgabe übernimmt. Aber Reize nicht filtern kann. Muss der Vorstand das Mitglied darauf aufmerksam machen. Das man mal eine Pause macht. Oder Vorschläge wie man es anders machen kann. Bevor der Kreislauf zusammen bricht. So wie es mir als Direkt-Kandidat bei der letzten Landtags-Wahl in Schleswig-Holstein passiert ist. Wo ich durch die Überanstrengung laufene krank war.


#47

Wie wäre es mit dem Parlament für die Tasche? Wieso noch ein festes Gebäude bzw. einen festen Standort als Parlament deklarieren und die Abgeordneten dort hinschicken? Wieso die Abgeordneten oder Delegierten nicht in ihrem Wahlbezirk belassen und das Parlament als virtuelle Plattform entstehen lassen? Dann hätte man auch nicht mehr mit der Umzug- oder Sitzproblematik des EU-Parlaments zu hadern und die EU-Abgeordneten wären definitiv bürgernäher. Ein weiterer Vorteil wäre auch, dass es transparenter würde und die Lobbygruppen es schwerer hätten, alles in ihrem Sinne durchzuboxen.


Delegationen? Idee/Gedankenspiel
#48

Der Planet Erde wird nicht größer, die Ressourcen sind praktisch alle begrenzt.
Wachstum ist keine Zukunftslösung mehr. Das wissen sogar die Altparteien und reden daher gerne von Nachhaltigkeit was aber noch nicht reichen wird.

Nein Fortschritt hat nur indirekt was mit Wirtschaftswachstum zu tun.
Und solltest du recht haben, dann wäre “Stillstand” die einzige Lösung der Menschheit etwas mehr Zeit auf dem Planeten zu verschaffen.
Stichworte:
Leer gefischte Meere voller Plastik, Klimawandel, Flächenverbrauch, Bevölkerungsexplosion, ausgelaugte Äcker …


#49

Danke für die eindrucksvolle Demonstration zu dem Teilpunkt.

Und “ihr” ist genau richtig, denn ihr werdet es ohne mich schaffen müssen.


#50

Ich bin übrigens kein aktives Parteimitglied und versuche in dem Forum lediglich kreative Ansätze miteinzubringen, welche vielleicht utopisch sind, aber Impulse liefern können.


#51

Es ist ein völliger Unsinn, die Partei inhaltlich NEU ausrichten zu wollen.

Versagt hat einzig unsere interne Struktur, die dafür sorgt, dass unabhängig von der notwendigen Kompetenz jeder in Top-Positionen gewählt werden kann, die er fachlich nicht ausfüllen kann.

Das Problem dieser Partei ist, dass in Serie Bundesvorstände gewählt wurden, die den Aufgaben eines Bundesvorstandsmitglieds auch nicht ansatzweise erfüllen konnten.

Wichtig ist eigentlich nur twittervernetzte Kumpanei.

Wer in den Bundesvorstand möchte, der betätigt sich sinnvollerweise mit Politik gar nicht, sondern nutzt Twitter um sich einzuschleimen und möglichst viele Follower zu haben.

Der Wille niemanden in Entscheidungen einzubeziehen, der Aufbau persönlicher Machtstruktur, populistisches Ranten gegen die Bundesregieung, persönliches Herabwürdigen des politischen Gegners, oder das Twittern über Fußball oder Tee, waren bisher die Voraussetzungen, um ganz alleine für die Piratenpartei sprechen und alles Organisieren zu können.
Stark im Kommen ist derzeit die Fähigkeit zur Untätigkeit, hingegen zählt das intransparente Ausschalten von Vorstandskollegen izur notwendigen Grundkompetenz.


#52

Witzige Vorstellung. Es wäre dann nicht das "Home-Office, es wäre das “Parlament@Home”. Ja warum nicht auch mal so ein Szenario in Betracht ziehen? ;o)

Im Gegensatz zu Dir kommen von anderen “Nicht-Mitgliedern” aber noch kreative Ideen. Und ich meinte kreativ, nicht “das haben wir/ich schon immer so gemacht”.

Ja nun, bisherige Wahlpolitik war immer: “Der/Die hatte die Haare schön”. Und es waren die Mitglieder die so gewählt haben. Deswegen verstehe ich ich diese Diskrepanz ja auch nicht, dass es nach außen die Forderung “Themen statt Köpfe” immer noch gibt … Sei es drum, es gibt Dinge die brauchen auch “intern” etwas Zeit um sich zu entwickeln. Denn es sind und es werden immer sein, Köpfe, die Themen transportieren. Aber im Grunde hast Du recht, so viel Sozialkompetenz ist oft nicht vorhanden, meist ist es mehr Egoismus.

Ich bin inzwischen so ziemlich sicher, dass @ukw mit seinem Eingangsbeitrag in die richtige Richtung geschlagen hat, die Kerbe die es zu treffen galt aber verfehlt hat. Denn das da:

finde ich ist der springende Punkt.

Wir müssen gar nicht darüber nachdenken, was oder wer wir sein wollen. Wir sollten uns zuallererst Gedanken darüber machen WIE wir sein wollen. Die Themen wird es immer geben, denn die kommen von ganz allein.

Um das zu ermitteln braucht es zuerst mal viel Logistische Arbeit. So ist mMn auch die Diskussion über Politische oder Verwaltende Vorstände noch nicht zu Ende. Wenn ich mir überlege, dass Vorstände derzeit viel lieber verwalten statt zu delegieren, ist das für mich eines der eindrucksvollsten Beispiele dafür, dass die Basis nichts mehr zu sagen haben soll. Und falls sie es doch tut, wird ablehnend reagiert. Vorstände müssen eben auch politisch sein, entsprechende Aussagen tätigen dürfen und müssen! Wenn diese Partei noch mal solche Intelligenzbestien in den BuVo wählt wird es wirklich duster werden. Nicht weil ich das so will, es ist die Objektivität, die man da mal zurate ziehen sollte. Denn Menschen/Wähler/Presse wollen immer “die von ganz oben”. Um das zu verändern braucht es Zeit, die wir nicht mehr haben. Das ist im Prinzip genau das selbe wie “krankes System”. Ja natürlich ist das System krank, das wissen alle. Solche Worte aber gehören einfach nicht in ein Parlament, zumal man sich ja selbst unglaubwürdig machte und für die Diätenerhöhung stimmte.

"Köpfe die Themen transportieren", merkt ihrs? :o)

Wenn ich ehrlich bin, das einzige was mir im Moment einfällt wäre eine große Umfrage unter den verbliebenen Mitgliedern. Aus der Hüfte geschossen:

  1. Was war Dein persönlicher Grund in diese Partei einzutreten?
  2. Was bist Du in der Lage selbst mit einzubringen?
  3. Welche 3 bis 5 Themen sind Dir am wichtigsten?
  4. Welches der Themen kannst Du für die Gruppe so bearbeiten, dass es auch für andere interessant wird?
  5. Ist es vorstellbar für Dich, dich so in ein Thema einzuarbeiten, dass Du Fragen zum Thema beantworten kannst?
  6. Kannst Du Dir vorstellen Verantwortung für das von Dir genannte Thema zu übernehmen?

So in der Art halt und es fehlt sicher noch die ein oder andere Frage. Wichtig aus meiner Sicht ist, diese “Umfrage” offen zu gestalten. Nicht stur per Limesurvey sondern aus einer Kombination von Anonym, Persönlich, Diskussion, Vorstellung. Es benötigt Impulse, also das “mitnehmen” von $Leuten im Grunde. Wer eine Generalabrechnung haben will, nun auch dem könnte man nachkommen. Ein reinigendes Gewitter tät uns allen sicher gut, denn keiner wird in irgend einer Art den ersten Stein werfen können. ;o)

Solche Dinge aber sind durchaus Sache unserer Vorstände. Hier sehe ich insbesondere den BuVo in der Pflicht. Aber der beschäftigt sich halt lieber mit Statistik, Vollzugsmeldungen usw. (Ich muss da nur die schrecklichen PolGef Sitzungen mir anhören - “Das haben wir immer so gemacht”)

Es braucht mehr Verantwortung in den AGs, aber demgegenüber auch mehr zuhören aus dem Vorstand heraus. Immer wieder hör(t)e ich in der Vergangenheit, dass sich beide Seiten eher bekriegen, statt auf Augenhöhe miteinander zu kommunizieren. AG-X meint ein Thema gehöre heute auf die Bundeswebseite? Ja dann los. Ein Vorstand meint es komme nix zum Thema-X aus der AG? Ja nun, die $Leute wissen was in der Vergangenheit war und es ist nun mal typisch Mensch, keinen personellen Unterschied zu sehen sondern “der BuVo wars”. Wer das nicht erkennt sollte künftig die Finger von so einem Amt lassen.

Ja, es gibt viel zu tun. Aus meiner Sicht zwar viel Arbeit, aber nicht unlösbar.