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Neuausrichtung der Piratenpartei


#1

Hallo Menschen,

Ich versuche (wieder einmal) einen Impuls zu geben. Es geht um die Neuausrichtung der Piratenpartei.
Ich möchte - mit allen zusammen - ein paar wenige Themenfelder zusammentragen, mit denen sich die Piraten in der nächsten Zeit intensiv befassen und dann nach außen treten können.
Zum Ende dieses Prozesses verbliebenen Themen werden die neuen Kernthemen einer neu ausgerichteten Piratenpartei.
Die gesammelten Themen werden zuerst besprochen und von allen Parteimitgliedern überprüft.
Nur was der internen Diskussion standhält können wir auch auf der Straße im politischen Alltag vertreten.
Dann werden die Themen nach Wichtigkeit sortiert. Dann werden eine handvoll Kernthemen übrig bleiben, von denen alle mehr oder weniger überzeugt sind, dass sie relevant sein können. Es wäre schön, wenn die gefundenen Themen bisher von keiner anderen großen Partei diskutiert werden. Als Beispiel: “Atomausstieg”

Im Unterschied zu vorangegangenen ähnlichen Ideen halte ich es überhaupt nicht für Wichtig, dass alle Piraten zu dem Thema

  • einer Meinung sein müssen
  • eine Meinung vertreten müssen

Wichtig ist, dass sich die Parteimitglieder eine Grundkompetenz zu diesem Thema erarbeiten, sodass auf der Straße ein gutes Gespräch über das Thema geführt werden kann. Die Botschaft / Wirkung nach außen soll sein: Die Piraten können Zukunft

Jeder darf seine Meinung zu dem Thema haben. Ich will - trotz unterschiedlicher Meinungen zum Thema - Lösungsmöglichkeiten zum Thema anbieten.
Die Menschen können sich also - ohne sich überzeugen lassen zu müssen - für ein Thema engagieren.
Es wäre mein Ziel, dass die Piratenpartei zeigt, dass konstruktiver Meinungspluralismus die neue Form der Politik wird und dass daraus gute Lösungen entstehen können.

Einzige Grundvoraussetzung: Das Thema und die Lösungen dürfen dem Grundgesetz Artikel 1-20 in der ersten Fassung (1949) nicht zuwider laufen.


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#2

Am Versuch, Pluralismus walten zu lassen, sind wir schon mal gescheitert. In mehrfacher Hinsicht sogar … ich wünschte es wäre anders.

Du hast sogar eines der besten Beispiele gebracht die man dazu überhaupt hätte bringen können. (Ich vertiefe das vielleicht später noch mal)

Darf ich mal etwas spitz fragen, ob wir alle nicht vielleicht zuerst mal die Definition “Pluralismus” und was es für jeden einzelnen bedeutet, erörtern sollten? Denn Pluralismus bedeutet ja auch zwei völlig Gegensätzliche Meinungen zu haben. Oder anders ausgedrückt, das was heute noch als Gegeben gilt, kann morgen schon durch etwas Gegenteiliges ersetzt worden sein. (Beispiel aus der Historie: “Alles was schneller als 30km/h ist, ist schädlich für den Menschlichen Organismus”)

Dieser Pluralismus ist letztlich auch ein Problem in unserer Öffentlichkeitsarbeit gewesen. Im Programm stand das eine. Die wesentlich lauteren waren aber jene die anderer bzw. gegenteiliger Meinung zum Thema waren. Deswegen stellt sich mir seit einiger Zeit die Frage: “Sollten wir nicht zuerst diesen Pluralismus (neu) lernen?”

Ansonsten, ja das kann man so machen. Am besten unter dem Motto: “Leben und leben lassen.”


#3

Wutze - ich bin mir sicher, dass - spätestens wenn die interne Diskussion zu dem Themenbereich begonnen wird - kann jeder merken, was sein Anteil an dem Problemen ist, die hinter dem Thema stehen.

Ich will also nicht, dass hinterher alle eine gleichlautende Lösung für das Problem haben,
sondern dass jeder (der Willens und in der Lage dazu ist) sich selbst für eine Lösung “bereit macht”.
Die Diskussion gibt jedem Menschen Hinweise, wo sein Anteil am Problem liegen könnte.
Das Problem dann anzugehen oder auch zu verdrängen liegt “in der Freiheit des Einzelnen.”.


#4

Das habe ich schon verstanden. Ich sehe aber wieder die üblichen Streitereien ala “Ich habe rechter als Du, deswegen akzeptiere ich das Programm nicht” - Augenmerk: Man akzeptiert das Programm nicht, nicht jedoch nur diesen einen Streitpunkt. Witzigerweise hält dann aber auch keiner von beiden Seiten die Füße still. Es geht nicht um Konsens, es geht schlicht um das akzeptieren von Mehrheitsentscheidungen und wenn sie noch so doof sind. Intern streiten, kein Thema, nach außen aber sollte man zum Streitpunkt eben dann die Klappe halten oder den “verhassten” Punkt so beantworten wir im Programm steht.

Wie gesagt, Neuausrichtug? Bitte gerne! Nur diesmal richtig.


#5

Genau darum ist es diesmal so, dass es bei meinem offenen Ansatz gar nicht darum geht - wer hat “recht” sondern es geht nur darum: Wer hat welche Argumente. Es werden nur die Argumente diskutiert und nicht die Menschen hinter den Argumenten.
Nicht der Mensch ist schlecht sondern seine Argumente in diesem einzelnen Fall - möglicherweise - nicht so gut .

Es geht darum unsere Argumentationen und uns selbst fit für die Zukunft zu machen. Darin sehe ich zur Zeit die einzige Möglichkeit sinnvoll Politik zu machen.
Die gute Argumentation - egal zu welchen Gedanken - hat etwas mit Logik, Wissen und Verknüpfung zu tun.
Die nicht so gute Argumentation, versucht eine emotionale Voreingenommenheit mit Argumenten zu unterstützen. Dieser Versuch muss schief gehen, wenn Du “mit guten Leuten” diskutierst.
Sind die Piraten gut?

Dabei ist mir aufgefallen, dass es den Menschen im Gespräch oft gar nicht bewusst ist, dass sie bei bestimmten Themen “emotional Voreingenommen” sind.
Ein “emotional voreingenommener” Diskussionspartner wird neben der Sach Ebne versuchen in der Diskussion eine persönliche Attacke führen, “ad hominem” diskutieren und/oder Dich hinter deinem Rücken denunzieren.


#7

Niemand braucht eine Piratenpartei, deren erste Sorge nicht der Zukunft des Netzes gilt. Was wir gerade haben, ist eine Piratenpartei, die politisch und gesellschaftlich wie die Grünen ohne Geschlechterquote agiert, wobei auch da trotz allem schon wieder Stimmen laut werden, die fordern, Piraten müssten mehr Frauen wählen.

Wie tief wollen wir noch sinken, bevor ihr merkt, dass wir Kernpiraten keinem schaden wollen?


#8

Zuse ist n schwieriges Thema in der Partei. :joy:


#9

Was denkst Du weswegen ich sofort reingesprungen bin? Ich kenne die Truppe. Erst was tun (Aktionismus), danach denken. Wenn man nicht weiter kommt dann nach Strukturen rufen, sich aber nicht daran halten, weil man ja diese_eine Struktur_ doof findet.


#10

Das Netz existiert seit 40 Jahren (wenn Du das Intranet /Internet meinst. Menschen haben vor dem Internet gelebt und es ist die Frage warum “das Netz” lebenswichtig sein soll.
Warum ist die Zukunft des Netzes so wichtig?
Warum ist die Zukunft des Netzes so wichtig für die Piratenpartei?


#11

Eine Liste von toten Koryphäen, klingt interessant,
vielleicht noch Rhyke Geerd Hamer für den Bereich Gesundheitspolitik, oder Silvio Gsell für die Wirtschaft, Rudolph Steiner für Bildung und Gesundheit, L. Ron Hubbard für Religion…


#12

Das ist - meiner Meinung nach - die Herausforderung bei meinem Ansatz. Bei meinem neuen Ansatz wird wahrscheinlich herauskommen, dass es was mit uns selbst zu tun hat, dass so viel schief läuft.
Wer das nicht will, ist nicht imo vorn.
Wer nicht vorne ist, hat wenig mit der Gestaltung der Zukunft zu tun.


#13

Weil sie unser Gründungsthema ist und sehr lange das einzige war, das uns in der Parteienlandschaft abgehoben hat.

Schade, dass wir es aufgegeben haben. Naja, wer braucht schon ein Profil?


#14

@ Louis:
Erstens bist Du kein Parteimitglied
Zweitens geht es um interessante Themen und nicht um “Deine Gefühle”


#16

Warum sollte sich im Jahr 2018, eine Partei an einem Nikolai Tesla “abarbeiten” sollen.

https://www.psiram.com/de/index.php/Nikola_Tesla


#18

Das es “unser” Gründungsthema ist, liegt in der Vergangenheit. Es geht jetzt um die Zukunft.
Warum hat die Piratenpartei zum Beispiel “Edward Snowden” bei der BTW 2013 nicht nutzen können?


#19

Für beides würde sich z.B. Rudolf Diesel eignen.


#21

Tesla ist halt in der rechtlastigen “Freie Energie”- Szene eine Gallionsfigur, da zieht man sich schnell irgendwelches Reichsbürger- und braunes Esoterikerpack an.


#22

Weil diese Thematik/Person bis heute mehr oder minder verschwiegen wird. Oh nein, nicht von den Piraten, die haben ihre Chance genutzt! Merkel z.B. hats abgewiegelt mit “Ausspähen unter Freunde gehe gar nicht” oder De maziere, der das mal einfach so beendet hat oder die Presse, die sich bis heute einen Dreck drum schert, was die Programme alles tun können, könnten und tun und tun werden … !
Bis heute wird insbesondere hier in Deutschland eher über die Person Snowden seitens der Presse gelächelt. Sorry, aber mir platzt inzwischen der Kragen, wenn ich lesen muss, die Piraten hätten ihre Chance nicht genutzt!

Das einzige was in der Tat passiert ist, dass man das Thema lieber zu den Akten heftet statt sich angreifbar zu machen. Die haben offenbar alle Angst überwacht zu werden, weswegen danach das Kollektive Schweigen ausgebrochen ist. Denn hat sich auch nur einer von Euch mal die Frage gestellt, wass denn in Konsequenz aus den Veröffentlichungen von Snowden passiert ist? Gibt es da irgendwo etwas greifbares? U-Auschüsse zähle ich nicht dazu. Auch die neue Gesetzeslage, zähle ich nicht dazu, die ja am Ende den Diensten mehr statt weniger Zugriffsmöglichkeiten gibt.

Ganz ehrlich, Snowden steht im Moment so ziemlich allein da. Denn das was er wirklich erreichen wollte - Dinge verändern - hat sich bis heute nicht und nirgends gezeigt. Es wird nach wie vor vertuscht.


#23

ich sehe nicht, dass das Überwachungsthema etwas mit “links sein müssen” zu tun hat - oder gar - das die gesamte Piratenpartei de mit “links sein” so beschäftigt war, dass sie das Thema nicht hätte besser umsetzen können.
Ich stimme Dir zu, das einige Vorstände in der Vergangenheit unglückliche Prioritäten gesetzt haben.


#25

Ich brauche keine Theoretiker oder “symbolische Persönlichkeiten” für meine Art politische Arbeit. Es kann interessant sein zu sehen, was der eine oder andere von den Denkern, Wissenschaftlern, Philosophen zu diesem oder jenem Thema gesagt hat. Aber so jemanden als Galionsfigur zu benutzen ist - imo - ein Zeichen von eigener Schwäche

Ein Gedanke ist nützlich oder gut, oder der Gedanke ist schädlich oder schlecht.
Meistens sind Gedanken zu unreif und zu schnell und zu schlecht ausgesprochen oder niedergeschrieben. Mit unreifen Gedanken kann man viel Lebenszeit verschwenden.