Neben der AG-Struktur braucht es eine Projekt-Struktur

Ich finde eine Projekt-Struktur zielführender, als AG-Strukturen, da sie nicht so schnell versanden und meist in einem Projekt selbst das Ziel definiert ist.

Die “AG Antragsportal” ist für mich eher ein Projekt, da es ja um das Antragsportal geht, deswegen müsste es eigentlich “Projekt Antragsportal” heißen.

Die “AG Grundeinkommen” ist für mich tendenziell auch eher ein “Projekt Grundeinkommen”.

Allgemeiner definierte Themen, wie “AG Öffentlichkeitsarbeit” sind hingegen klare AGs.

Eine AG kann dann in mehrere Projekte involviert sein. Die AG IT z.B. in das Projekt Wiki. Auch können mehrere AGs in ein Projekt innvolviert sein und jeder kann zudem auch ohne in einer AG drin zu sein, an Projekten mitarbeiten.

Der klare Vorteil ist für mich, dass man bei Projekte besser mit einem Zeitstrahl arbeiten kann bzw. es für Außenstehende leichter nachvollziehbar ist, wie weit ein Projekt fortgeschritten ist, als bei den AGs, bei denen es ja nicht wirklich ein Ende gibt, außer sie versanden.

Ich persönlich arbeite wesentlich lieber an Projekten, als in AGs, eben weil sie zielorientierter sind. Wenn man sich zuerst AGs gründen oder in solche integrieren muss, damit man überhaupt an etwas mitarbeiten kann, ist das eine Hürde.

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Die Mitglieder einer AG bestimmen, was sie tun möchten.
Wenn das ein “Projekt” sein soll, dann arbeitet die AG eben an einem Projekt.
Das würde ich alles nicht so formalisitisch sehen, Hauptsache man einigt sich oder bildet zwei oder mehr Gruppen und los geht die Arbeit.

um die Verwirrung zu steigern, die ÖA ist bei uns eher eine SG :wink:
eine ServiceGruppe

Projekte sollen die Mitglieder eine AG nicht in ihren Aufgaben einschränken. Projekte sollen lediglich dazuführen, dass größere Aufgaben schneller vorangehen, da mehr Leute daran arbeiten und das keine Dopplungen enstehen oder bestimmte Themen in AGs überhaupt keine Berücksichtigung in AGs finden, die sich aber sehr stark auf sie auswirken.

Hier sind mMn nochmal die Nachteile einer zu bürokatischen Struktur:

Wenn z.B. in der AG Wirtschaft das “Projekt Grundeinkommen” zu wenig berücksichtigung findet, dann werden eventuell von der AG Wirtschaft Steuermodelle erarbeitet, die mit einem Grundeinkommen nicht vereinbar sind.

Die Formalisierung eines Projektes ist mMn wichtiger, als die Formalisierung einer AG. Wenn ein Projekt formalisiert wird, dann steht ein Ziel da. Wenn eine AG formalisiert, steht nur eine Zusammenarbeit von Leuten in einer Gruppe (meist ohne konkretes Ziel) formalisiert da. Die Formalisierung eines Projektes generiert für mich somit einen größeren Mehrwert, als die Formalisierung einer AG.

Zusammengefasst: Projekte sollen als Knotenpunkte AGs clustern und somit einer besser vernetzte und weniger hierarchische Organisationsstruktur ermöglichen.
Hier nochmal in der Makroperspektive:

Genau, das sehe ich ja als Problem. Dadurch werden leichtfertig enorm viel AGs gegründet, die frei schwebend nebeneinander existieren und oft versanden. Ich würde die Hürden eine AG zu gründen erhöhen und die Hürden ein Projekt zu starten so gering wie möglich halten. So kann ein einzelner an Projekten mitarbeiten, ohne sich gleich in AGs einklinken zu müssen und für Außenstehende ist leicht ersichtlich, welche AGs in welche Projekte involviert sind.

In der jetztigen Situation passiert es oft, dass einzelne ihre individuellen Projekte starten, ohne dass sie genau wissen, ob eventuell AGs schon Sachen dazu erarbeitet haben. So versanden dann auch Projekte aus Mangel an Anknüpfungspunkten außerhalb von AGs in der Isolation. Das ist mMn enorm ineffektiv.


Nochmal zum vorherigen Post von mir: Es hört sich zwar sehr konservativ an, aber für mich ist Formalisierung sehr wichtig.

Informale Strukturen funktionieren in der dirketen Kommunikation zwar besser, aber auch nur da. Im Internet läuft nun mal sehr viel nicht über die unmittelbar direkte Kommunikation. Die Informatik formalisiert vormals informale Strukturen um die Kommunikation sowohl sicherer, als auch leichter modifizierbar zu machen. Informale Strukturen verkalken oft in Routinen, da sie mit sehr viel Unsichereit behaftet sind.

Zusammengefasst: Ich bin für möglichst viel Formalisierung mit gleichzeitig möglichst viel Modifizierung. Ich bin für möglichst wenig Informaliserung, da durch Informalisierung größere Unsicherheit erzeugt wird, die wiederrum zu schwerer modifizierbaren Verhaltensmustern und Routinen führt um mit dieser Unsicherheit umzugehen.

Formalisierung ohne ständige Modifizierung ist für mich somit konservativ, Formalisierung mit ständiger Modifizierung ist für mich progressiv. Informalisierug mag eine anarchische Komponente haben, aber eben eine die eher destruktiv ist, da sie tendenziell mehr Unsicherheit erzeugt.