Musik, Copyright und Geld

Wie verdient man als Musiker Geld, wenn keiner mehr die Musik kaufen will? Diese Frage entstand beiläufig in einem anderen Thread.

Musiker jeglicher Art werden es immer schwerer haben ihre Musik verkauft zu bekommen. Das hat mehrere natürliche Gründe.

  • Es gibt immer mehr Musikstücke, die via Copyleft lizensiert werden (Creative Commons).
  • Heutige Musiker sterben irgendwann und ab einer gewissen Zeit nach dem Tod werden deren Werke gemeinfrei.
  • Der Einstieg um Musik zu machen ist heute deutlich niedriger als noch vor 20 Jahren.

Es gibt also immer mehr Musik in immer besserer Qualität gratis. Irgendwann ist der Pool so groß, dass Musik mit Copyright für Kunden unattraktiv werden könnte (und zum Teil schon ist). Hier in dem Thread soll es jetzt weder um Vor- und Nachteile von Copyright oder dessen Sinn gehen, sondern über Möglichkeiten, wie Musiker trotz solcher Umstände noch Geld verdienen könnten. Dabei ist es egal, ob es gesetzlich geregelt werden müsste oder durch privatwirtschaftliche Ideen realisierbar ist.


Ein Teil der Branche, der meiner Meinung nach weiter Geld verdienen kann ist jener, der für Film oder Videospiel Musik erstellt und von der jeweiligen Firma vertraglich bezahlt wird. Die Musik ist in der Regel speziell auf das Produkt (Spiel, Film, …) angepasst und daher so einzigartig, dass es für produzierende Medienfirmen schwer sein wird auf bereits vorhandene Gratiswerke zurückzugreifen. Für Werbung sieht die Sache allerdings anders aus, dort muss die Musik nicht ganz besonders angepasst sein.

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Die Musikbranche ist in ihrer jetzigen Form erst in den letzten 60 Jahren entstanden.

Zwischen 1968 und 2007 war Rupert der Finanzjongleur und Manager der Stones, er machte die Band zur Marke, er befreite die Stones aus der Hand der damals ziemlich windigen Musikindustrie, in der Schwarzgeld in Plastiktüten als Honorar galt,

Und es ist eine sehr merkwürdige Industrie mit sehr merkwürdigen Verdienstmöglichkeiten für Verleger, Manager, Textschreiber, Komponist und Künstler, die ihren Höhepunkt hatte als es Radio, Plattenspieler, die Bravo und ein wenig Fernsehen gab.
Der Vertriebsweg war immer der entscheidende Hebel.
Heute ist das google und Konzertveranstalter.