Mit der Piratenpartei in den Sozialismus?

Und genau DA liegt der allgemeine und auch DEIN Denkfehler!

Deutschland zum Beispiel hat immer mehr Vermögen! Dass dies Vermögen nur bei ein paar Prozent der Bevölkerung “parkt” und nicht vom Staat als Gemeinwohl genutzt werden kann, dies wird zu einem immer größeren Problem.

Deshalb oben meine These:

Damit sind dann auch deine nachfolgenden Sätze zu beantworten.

Denn das Problem ist nicht wie @Fulleren schreibt, das nachhaltige Wirtschaften, dies ist recht schnell zu schaffen.
Das Problem ist durch nachhaltiges Wirtschaften nicht noch mehr Ungleichheit zu schaffen wir zur Zeit.

Zum Beispiel Grüne heute: "Kosten für den CO2-Preis beim Heizen sollen vom Hauseigentümer getragen werden. ".

Wie willst du verhindern, dass der Hauseigentümer die Grundmiete erhöht, um seine Kosten wieder herein zu bekommen? Und wer zahlt sie dann?

Warum immer weniger Einnahmen?
Ist ja gar nicht so!!!
So zeigen die Berechnungen der Financial Times, dass die Zahl der Milliardärinnen und Milliardäre hierzulande SOGAR WÄHREND DER PANDEMIE 2020 um 29 auf 136 Personen gestiegen ist. Deren Vermögen sind im Jahr 2020 um mehr als 100 Milliarden Euro oder drei Prozent der Wirtschaftsleistung Deutschlands angewachsen – während diese im gleichen Zeitraum um circa 170 Milliarden Euro oder 4,9 Prozent schrumpfte.

FINDE DEN FEHLER!

Neben Kapitalismus und Sozialismus steht in Zukunft gleichberechtigt das Gesellschaftssystem Nachhaltigkeit.

Mit Einnahmen der Realwirtschaft dürfte das wohl weniger zu tun haben als viel mehr der immer weiteren Aufblähung der Finanzmärkte.

Natürlich!
Aber ist ja im Endeffekt völlig egal.

Wenn du, wie du schreibst sagst, dass die Industrie nicht mehr zum Wohlstand des Staates beitragen kann ( zum größten Teil über die Besteuerung der Arbeitnehmer), dann müssen wir die Besteuerung und die sozialen Absicherungen ändern.

Und der Klimawandel würde hier eine Chance bieten.

Deshalb müsste es nicht heißen: Mit der Piratenpartei in den Sozialismus, sondern:
Mit der Piratenpartei in die sozial-ökologische Gerechtigkeit!

Und ja, da können durchaus Werte des Sozialismus förderlich sein. Damit meine ich aber nicht die Staatsform der DDR, die fälschlicherweise als Sozialismus bezeichnet wurde, aber nichts anderes als eine “diktatorische Kommandowirtschaft” war! (Danke Willy Brandt)

Mit der Piratenpartei in die Nachhaltigkeit!
Darunter kann man sich wenigstens etwas vorstellen.

https://unric.org/de/17ziele/

Wie will eine Partei, die das Geschlechtersystem ablehnt, “Geschlechtergleichheit” herstellen?

Nachhaltigkeit?

Du meinst das was JEDE Partei im Programm hat?
OK, reihen wir uns ein!

Ok, ab hier driftet es MAL WIEDER völlig ab, schade. Eigentlich ging es um Werften / Subventionen / Sozialismus / Wirtschaft. Jetzt kommen wieder die üblichen blabla Parolen. Bezieht euch doch bitte sachlich, positiv, kritisch mit dem Thema. Wer mehr Interesse an Wirtschaft und dem drum herum hat kommt am besten mal in die AG Wirtschaft im Mumble (03.08. 21:30 und 13.08. 20:00). Alle beteiligten dort würden sich sicherlich freuen, ich auf jeden fall.

Ich denke gerade der Hinwies auf eine soziale ökologische Piratenpartei hat mit allen deinen Punkten zu tun!

Ja, den Beitrag meinte ich auch weniger. Aber Die Pictogramme von GG79 und das Geschlechtersystem vom Typmitdemschnaps finde ich hier unpassend.

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Darf ich jetzt mal aus dem Wahlprogramm Wirtschaft der Piratenpartei zitieren?

Wir orientieren uns an den Größen eines “neuen magischen Vierecks”, bestehend aus
1. ökologischer Nachhaltigkeit,
2. materiellem Wohlstand und ökonomischer Stabilität,
3. Nachhaltigkeit der Staatstätigkeit und der Staatsfinanzen sowie
4. sozialer Nachhaltigkeit.

Das blicken wir mal in Wikipedia und finden Folgendes:

Im Jahre 2013 machte das Denkwerk Demokratie, ein von SPD, Grünen und Gewerkschaften getragener Think Tank, den Vorschlag, die vier bisherigen Ziele im magischen Viereck durch die folgenden vier neuen Ziele zu ersetzen:[17]

** materieller Wohlstand und ökonomische Nachhaltigkeit,*
** Nachhaltigkeit der Staatstätigkeit und der Staatsfinanzen,*
** soziale Nachhaltigkeit,*
** ökologische Nachhaltigkeit.*

Dieser neue Ansatz geht dabei auf ein im Herbst 2012 von Sebastian Dullien und Till van Treeck erstellte Studie für das Denkwerk Demokratie zurück.[18] Im Dezember 2015 veröffentlichte das Denkwerk Demokratie eine Studie unter dem Titel Das neue Magische Viereck im Realitätscheck. Die neue Studie definiert gegenüber der Studie aus dem Jahr 2013 leicht modifizierte Indikatoren. Nach diesen Messgrößen verschlechterte sich die soziale und ökologische Nachhaltigkeit in den Jahren 2009 bis 2013 in Deutschland kontinuierlich. Unverändert schlägt das Institut vor, mit dem „neuen magischen Viereck“ Wohlstandsentwicklung und Nachhaltigkeit in Deutschland abzubilden.[19]

Die Vorschläge sind allenfalls geeignet, sie als qualitative Ziele in eine Zielhierarchie unterhalb der weiterhin geltenden quantifizierbaren ökonomischen Ziele unterzuordnen.

Man sollte schon Verstehen, dass die dort diskutierten Ziele Abwandlungen der Nachhaltigkeitsziele der UN sind, an denen Unternehmen heute gemessen werden und die in jedem Unternehmensbericht zu finden sind.

Das ist jetzt erst mal die Vorgabe im Wirtschaftsbereich, genauso wie sich im Wesentlichen die Ziele der Piratenpartei aus der UN-Charta ableiten.

All dies unterscheidet die Piratenpartei von einer nationalen Partei, da sie Teil einer internationalen Bewegung ist, deren Grundpfeiler die Politik der Vereinten Nationen ist.

Nur um das mal richtig einzuordnen, zwischen den Kapitalismus- und Sozialismus-Diskutanten und dem rückständigen Wirtschaftsverständnis.

Naja-a - das ging ja direkt auf meinen Vorredner ein. Aber du hast natürlich Recht.

Wohl gesprochen. Meine Ziele sind auch absolut edel. Wenn ich nur wüsste, wie ich da hin komme. Dauernd stehe ich mir selbst mit meinen weiterhin bestehenden quantifizierbaren niederen Instinkten im Weg.

Die stehen in jedem Unternehmensbericht - klar. Und? :rofl:

Na denn - wenn du dich von diesen Diskutanten sichtbar abheben willst, lass’ mal hören, wie du das o.g. hehre magische Viereck zu betreten gedenkst. Lass’ dich von meinem Sarkasmus nicht abhalten - und nein: Ich habe dich NICHT persönlich angegriffen, sondern nur (zugegebenermaßen unnett) eine Frage gestellt. Eine Frage, die in verschiedenen Nuancen hier schon mehrfach diskutiert wurde.

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Das magische Viereck wurde 1967 im Stabitätsgesetz festgeschrieben.
Man kann ja gerne im Jahre 2021 in der Piratenpartei darüber diskutieren und es abgewandelt in das Wahlprogramm 2021 schreiben.

Das hat aber mit der Gegenwart nichts zu tun und da es eine Reaktion auf die Nachkriegswirtschaft war und im Umfeld der Bürgerrechtsbewegungen und 68er-Jahre-Politik einzuordnen ist.
In den USA waren Coloured People Menschen zweiter Klasse.

Heute geht es ganz simpel darum, die ganze Welt zu impfen, auf der ganzen Welt Mädchen ein Schulsystem zu ermöglichen und den CO2-Ausstoß weltweit zu senken.
Die Welt ist global geworden und da helfen kleinkarierte nationale Ziele nichts mehr.

Das ökonomische Problem der heutigen Zeit besteht im Kreuzfahrtschiff, in dem oben Sekt getrunken und Kaviar gegessen wird, während unter Deck im Manschaftsraum Covid ausbricht und die deutsche Industrie klagt, dass die Lieferketten unterbrochen sind, da hier mal ein Hafen geschlossen werden muß und dort eine Sportschuhfabrik.

Diese Kapitalismus- und Sozialismusdiskussion muß man doch mal auf eine Gegenwartsebene heben, um Teil der politischen Diskussion zu sein.
Man muß doch erst mal dafür Verständnis wecken, dass die gegenwärtige Vorgangsweise, hier Amazon-Akte, dort Minijobber, Gig-Arbeiter und keine Toilette für Lagerarbeiter etc. für alle ein ökonomisches Problem darstellt und nichts anderes steht in den Nachhaltigkeitszielen der UN.

Man kann sich somit überlegen, ob man historische Diskussionen führen will oder ob man in der Lage ist, die gegenwärtigen Herausforderungen anzunehmen und Teil der Gegenwartsdiskussion sein mag.
Persönlich mag ich keine Lebenszeit mit den politischen Diskussionen der Vergangenheit verschwenden.und finde diese Vergangenheitsdiskussionen auch innerhalb der Piratenpartei nicht sinnvoll.

Wenn die Piratenpartei Berlin ein Volksbegehren unterstützt, das die Nachhaltigkeitsziele unterstützt, dann muß man das nicht als Sozialismus anprangern, sondern es ist ein Vorschlag offensichtliche Fehlentwicklungen zu korrigieren.

Wer bessere Vorschläge hat, möge die einbringen, aber Vorschläge zu brandmarken, um eine unhaltbare Situation aufrechterhalten zu wollen und mit ideologischen Keulen zu verteidigen, ist der falsche Weg.

Tensor, das hast du gut geschrieben. Was jetzt noch fehlt sind kreative Ideen zu einer möglichen Lösung. Ich schlage mal den Begriff Genossenschaft vor oder eine Werft nach genossenschaftlichen Recht. Eine andere Möglichkeit wäre ein Staatsfond der auf der einen Seite die Zahlungen leistet (Subventionen) und auf der anderen Seite Beteiligungen an der Gesellschaft erhält und wenn wieder Gewinne erzielt werden, diese ebenfalls anteilig erhält. Der Staatsfond würde dadurch wachsen und könnte dadurch soziale Projekte finanzieren.

GG79 mach doch einfach dein Thema neu im Forum auf.

Nein, ich habe Geld und Zeit (5 Wirtschaftkonferenzen bundesweit) in das urspünglich Wirtschaftsprogramm gesteckt und das Ergebnis war, dass sekor dem Handelsblatt und der Wirtschaftswoche noch am Tage der Abstimmung Interviews gegeben hat, wonach man das alles nicht braucht, da man eigentlich gar kein Programm braucht nur 1Vs.

Und es war wirklich schwer gewesen die beiden extremen Flügel so zusammenzuführen, dass es zu keinem Kollateralschaden in der Partei führte.

Schlagt Euch erst mal die Köpfe über Linksextremismus, Kapitalismus und neoliberale Politk ein, bevor man ernsthaft über eine moderne Wirtschaftspolitik diskutiert.

Völlig normal! So ist der Mensch!
Deshalb MÜSSEN auch die (niederen) Instinkte in die Lösungen einbezogen werden!
Wer glaubt diese auf Grund - unsere Welt geht aber sonst den Bach herunter - Szenarien umgehen zu können und Vorgaben macht, die den -i ch nenne sie menschliche - Instinkten entgegen läuft, wird auf seinen Vorgaben sitzen bleiben und läuft Gefahr das Gegenteil zu erreichen.

“Moderne Wirtschaftspolitik” - ja, aber den Menschen nicht vergessen, denn ohne ihn ist alles nur grüne Politik mit schönen Worten!