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Mindmap Digitalisierung


#1

Hey zusammen.
Die Mindmap hat noch den Stand V5 und soll jetzt langsam auf Stand V6 angepasst werden.
Wenn etwas fehlt dann gern her damit. :slight_smile:


#2

Z.B. alle Begriffe mit “Cyber” sollten gestrichen werden.


#3

Ne Minibegründung warum wär hilfreich :slight_smile:
Oder sind zu ersetzen durch ?


#4

Ich wĂĽrde das vom Abstrakten auf den einzelnen Menschen und seine Lebensbereiche herunterbrechen, z.B. von oben nach unten gliedern.

Links kommen untereinander die Bereiche

  • Persönlicher Bereich
  • Arbeitswelt
  • Freizeit
  • Ă–ffentlicher Bereich

und dann die einzelnen Punkte entsprechen zuordnen.
Im Augenblick erschlägt aus meiner persönlichen Sicht die Grafik den Betrachter und der merkt dabei gar nicht, dass es sein Umfeld ist, das sich verändert.


#5

Frage an die Admin:

  • Können Netzwerke, Kausalkette, Mindmaps nicht als Tools in Discurs eingebaut werden?
    grafik
    - Mindmap erstellen
    - Kausalkette erstellen
    - Netzwerk erstellen

Beiträge: Ausbau der Optionen
#6

Gute Idee. :+1:
Machen wir dann als 2. Blick drauf, wenn alle Feedbacks eingearbeitet sind.

Absolut richtig, das ist auch eine der zentralen Aussagen dahinter. Die Digitalisierung zieht sich durch jeden Bereich der Gesellschaft. Für uns ist sie zusätzlich ein “Arbeitsmittel” um etwas Struktur in das Ganze hineinzubekommen-


#7

Ich werfe dir jetzt nur Stichpunkte an den Kopf, wenn etwas unklar ist gerne nachfragen:

  • Bereich IoT: Smart Citys (Städte steuern, auswerten, etc.)

  • Bereich Energie: (Woher kommt die Energie fĂĽr die digitale Welt? Wie kann die Digitalisierung den Verbrauch und die Erzeugung von Energie steuern?) In Verbindung damit vielleicht auch der ganze Bereich Umwelt (Wie wirkt sich die steigende Geräteanzahl auf die Umwelt aus? Stichwort Rohstoffe und eben Energieverbrauch)

  • Sind Themen wie “Was ist Identität im digitalen Zeitalter?” und “Wem gehören die Daten?” fĂĽr euch Teil von Datenschutz und Privatsphäre?


#8

Danke. Nehmen wir mit auf.

Ja, Sind unter “Bürgerrechte/Datenschutz/Privatsphäre” verortet. Da wir hier eine aktive AG haben haben wir bewusst darauf verzichtet, das weiter zu detaillieren.

Den 2. Anstrich müssen wir uns dann erst mal anschauen. Bin nicht sicher, dass alles davon mit reingehört.

Dennoch schon mal Danke
:+1:


#9

Es schon etwas Komplex.


#10

Begründung warum “Cyber” als Begriff nciht genutzt werden sollte.

Cyber ist ein Kunstbegriff welcher die Digitalisierung ins abseits stellt oder Angst vor ihr macht oder diese Bagatelisiert. Man könnte “Cyber” als das PAL Feld der Digitalisierung bezeichnen. Cyber wird immer dann verwendet wenn man klarstellen möchte das es den “Normalbürger” nichts angeht. Alternativ wenn man ihm Angst vor dem unbekannten machen möchte oder ein Szenario verharmlosen.

Die Digitalisierung, das Internet ist heute eigentlich selbstverständlicher Bestandteil einer jeglichen Lebensrealität. Selbst Menschen die keine Smartphones, Computer etc. nutzen wissen darüber Bescheid und das dies ihr Leben beeinflusst. Sei es beim Bezahlen, sei es bei Behördengängen oder schlicht und ergreifend weil jemand etwas für sie “im Internet” heraussucht.

Dennoch wird die digitale Realität oft als etwas dargestellt das man ein und ausschalten kann. “Wir gehen online / offline”, “Wir sind (nicht) im Internet”. Die Vorstellung der digitalen Realität als eigenständiger Raum impliziert das ich diesen einfach verlassen kann und dann habe ich damit nichts mehr zu tun. Und es gibt dort sicherer Plätze (örtlich) und weniger sicherer und ganz gefährliche.

Die Bezeichnung als “Cyberraum” oder “Cyberspace” potenziert das dann. Kennen wir dieser Darstellung doch aus Hollywood oder der SciFi / Fantasy Literatur, also nichts was man ernst nehmen muss.

Machen wir mit ein paar “Cyber” Begriffen weiter.

  • Cyberwährung, wird nicht wirklich fĂĽr voll genommen. Klar die Technik ist interessant, aber das war es dann zum Grossteil. Man stelle sich mal vor der Bitcoin wĂĽrde als echte Währung wahrgenommen. Nicht als Spiel bzw, Spekulationsobjekt.

  • Cyberangriff, auf z.B. unsere Stromversorgung. So eine Nachricht lockt niemanden hinter dem Tisch hervor. Das wird abgehakt und irgendwer wird sich schon drum kĂĽmmern. Anders sähe es aus wĂĽrde es heissen Angriff auf unsere Stromversorgung. Ein anderes Land hat grossflächig versucht unsere Umspannwerke und Kraftwerke lahmzulegen.

  • Cyberkrieg, schön surreal. Wie Computerspiele oder so. Das hier Menschen daran arbeiten anderen Menschen schaden zuzufĂĽgen oder dieser gar zu töten wird schön ausgeblendet.

Alles in allem tun wir uns keinen Gefallen wenn wir alles mit “Cyber” betiteln. Stärken wir doch damit indirekt die Positionen der Überwacher. Denn die sind ja diejenigen die sich um die Probleme im Cyberspace kümmern. Die passen schon auf das im Cyberspace alles gut läuft. so das der Normalbürger sich damit nicht beschäftigen muss, da es ihn ja nicht betrifft. Findet es doch in diesem fernen “Cyberspace” statt und nicht in seiner Lebensrealität.


#11

Und wenn wir schon dabei sind, dann schmeissen wir doch den Begriff der Digitalisierung auch gleich auf den MĂĽll. Geht es doch um nichts weiter als um die Weiterentwicklung bestehender Vorgehensweisen mit Hilfe neuer, ja digitaler, Werkzeuge. Aber eben nicht nur.

Digitalisierung ist irgendwie die kleine Schwester von Cyber.

Klingt aber natĂĽrlich voll gut.


#12

Hast du Alternativen fĂĽr die Begriffe?

GruĂź
Andi


#13

Benennen, was man wirklich damit meint. “Cyberverteidigung” meint doch meistens nur, dass niemand in Infrastruktur bzw. Unternehmen eindringen kann. Also vlt. Sicherheitslücken stopfen, sichere Passwörter verwenden und ggfs. auch Aufklärung über social engineering usw. Ggfs. auch DDOS vorbeugen. Aber wir kennen die Details und haben es nicht nötig, mit verschleiernden Bullshitbingo-Begriffen um uns zu werfen.


#14

Cyber ganz streichen, wie ich schon beschrieb.

Digitalisierung entweder schärfer formulieren oder einfach nicht verwenden. Schärfer formulieren wird schwierig, also ist umgehen bzw. nicht verwenden die bessere Alternative. Ist halt wie mit vielen Buzzwords so. Gerade im Bereich der IT. Jeder nennt alles so wie es ihm gerade in den Kram passt.

Ich hab die Diskussion in unserem Betrieb schon durch. Von aussen “gehyped” stürmt alles mit Ditigalisierung, Industrie 4.0 etc auf uns ein. Große Panik das man da doch mal was tun müsste um den Anschluss nicht zu verpassen. Wir haben dann mal eine Bestandsaufnahme gemacht wo wir Digitalisierung und Industrie 4.0 vielelicht schon haben.

Das Ergebnis war sehr lustig. Festgestellt wurde das wir z.b. schon ziemlich gut darin sind unsere Maschinen per zu vernetzen und per Predictive Maintanance überall auf der Welt zu “Supporten”.
Läuft bei uns halt klassisch unter “Fernwartung und Service”. Klingt langweilig, und so gar nicht trendy. Passt aber total zu uns, einem mittelständischem Maschinenbauer. Das wir in unserer kleinen Sparte Weltmarktführer sind heisst halt nicht das wir abgehoben jeden Trend hinterherhecheln.

Noch ein Beispiel? Onlinemeetings mit Geschäftspartnern rund um den Globus mit Screensharing und allem drum und dran sind auch bei uns mittlerweile Standard. Sind bei uns aber immer noch “Telefonkonferenzen”.

Wir machen nichts anders als davor auch. Nur die Kommunikationswege bzw Werkzeuge haben sich gewandelt.


#15

Ich bin bei dir, dass die Buzzwords nerven und eigentlich banale Dinge anders benennen. Aber, und hier kommt mein Widerspruch, es sind nun mal Marketinginstrumente.
Und wenn wir die Öffentlichkeit erreichen wollen, müssen wir mit den selben Wörtern/Begriffen arbeiten, welche der Öffentlichkeit permanent um die Ohren gehauen werden. Tun wir das nicht, glaubt jeder, wir reden von etwas ganz anderem, denn wirklich verstehen tun die Begriffe die wenigsten.

Was wir aber tun könnten, wir können die Begriffe entzaubern, indem wir sie erklären. Wie meine ich das? Nehmen wir den Begriff Cyber-Abwehr: diesen könnten wir z.B. mit dem Begriff “digitaler Einbruchschutz” ergänzen. Nicht in der MindMap wie oben, da ist kein Platz, aber vielleicht in Fußnoten oder in Erklärungstexten.

Damit würden wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Einerseits verwenden wir Begriffe, welche die Öffentlichkeit permanent hört, andererseits erklären wir sie aber auch so, dass sie Laien auch verstehen.
Das hätte doch Charme, oder?

GruĂź
Andi


#16

Oder aber wir sind die Partei, die erzählt, dass die anderen Parteien Unsinn reden und raten vom Benutzen falscher Termini ab.


#17

Kausalkette bzw. Gleichung

Kann der Prozess Digitalisierung so kausalisiert werden?
Digitalisierung = Informatisierung (Umrechnung in Binären Code) -> Formalisierung/Logarithmierung (Programmierung) -> Automatisierung (Vergegenständlichung)+ Vernetzung (Ausbau des Internets) + Kommunikation Objekt <-> Mensch, Objekt <-> Objekt Mensch <-> Mensch, Mensch <-> Objekt <-> Mensch


#18

Cyber ist mit Sicherheit kein guter Begriff.

Digitalisierung dagegen ist bei aller Schwäche des Begriffs ein gutes Werbe-Buzzword.

Und sag mir jetzt nicht das Werbesprüche wie “wäscht weisser als weiss” oder “entfernt den Grauschleier”
wissenschaftlich präzise sind.

Pirat tut aber gut daran auf Rückfrage, Digitalisierung für den aktuellen Kontext konkretisieren zu können.


#19

Zunächst einmal ist der Begriff Digitalisierung der richtige Oberbegriff.
Es ist in der Technik der Begriff “in Ziffern dargestellt”
Es hat auch zunächst nichts mit Computern zu tun, dies ist nur die logische Folge.
Die Digitalanzeige von Uhren war zuerst auch nur die Umsetzung von Zahnrädern genau so wie die ersten Rechenmaschinen mit Zahnrädern funktionierten.
Irgendwann revolutioniert die Vorgangsweise in einem kleine Bereich auch andere Bereiche und dann franst so ein Begriff aus, da er all diese Lebensbereiche betrifft.

So ist auch mit Unterbegriffen wie Industrie 4.0 oder Smart-Home oder Smart-XY.

Unsinn ist das alles nicht, durch Marketing setzt sich halt der PC gegenĂĽber dem Mikrocomputer, die Eingabetaste gegen Return und die Bildlaufleiste gegen die Scrollbar durch. Vom Hamburger-MenĂĽ ganz zu schweigen.
DarĂĽber zu befinden, was nun richtig und was falsch sei, ist Haarspalterei.
Entweder man kann einen Begriff etablieren oder man kann es nicht.
Uns geht es aber darum verstanden zu werden und nicht darum, uns eine eigene Begriffswelt zu schaffen. Dass wir manche Begriffe wie Cyber nicht verwenden sollten, aus den oben genannten GrĂĽnden, ist aber sinnvoll.


#20

Du meinst aufgrund euphemistischer GrĂĽnde?