Mietendeckel gescheitert

Um mehr als die Hälfte sank laut einer Studie die Zahl der Wohnungsangebote durch den Mietendeckel in Berlin. Gewinner seien große Immobilienfirmen gewesen.

Das Angebot an Mietwohnungen war während der Gültigkeit des Gesetzes laut Studie um 51,8 Prozent zurückgegangen.

Siehe: https://www.zeit.de/wirtschaft/2021-08/berlin-mietendeckel-iw-studie-mietangebot-wohnungsmarkt

Mal wieder ein Beispiel das Sozialistische Eingriffe in den Markt um Angebot und Nachfrage zentralistisch zu planen nicht funktioniert !

Ein Grund für mich warum ich keine Rot Rot Grüne Bundesregierung haben will, auf keinen Fall. Die Wirtschaftspolitische Inkompetenz hätte dann verheerende Folgen für Deutschland ! Die Lobby Korrupt CDU ist zwar ebenfalls ein übel, ja aber eben ein kleineres.

Wird mal aller höchste Zeit für eine Liberale Partei der Transparenz und des wissenschaftlich rationalen Sachverstands.

Auch wenn ich den Mietendeckel für falsch hielt, halte ich die Studie für wenig aussagekräftig. Erstens war dafür der Mietendeckel zu kurz in der Gültigkeit und gleichzeitig beim Bundesverfassungsgericht anhänglich. Das dann natürlich bei denen, die es sich leisten können, eine abwartete Haltung eintritt, war zu erwarten. Und das führt dann zu solchen Ergebnissen, was aber im Endeffekt noch nichts über den Mietendeckel selbst aussagt.

Das Hauptproblem dabei ist, daß es zwar einen freien Immobilienmarkt gibt, aber keinen freien, unabhängigen Mietwohnungsmarkt. Bei letzterem müssen sich die zwangsweise Nachfragenden mit künstlich erzeugten Verknappungen abfinden, die rein ökonomisch bedingt sind, wie Leerständen, Luxussanierungen, Rendite-Bauprojekten usw. Wenn das Wohnrecht als Grundrecht angesehen wird, sind solche Zustände untragbar; hier müsste zumindest der Grundbedarf zu angemessenen Preisen für jeden zu decken sein.

2 Likes

Diese Schlußfolgerung ist falsch und unzulässig.
Die Studie zeigt lediglich, dass der Mietendeckel ungeeignet war.

Der korrekte zentralistisch sozialistische Eingriff in den Markt wäre der schnelle Bau von einigen (zehn)tausend Sozialwohnungen gewesen um die Nachfrage nach Wohnraum signifikant zu vermindern. Teure Wohnungen wären dann schwerer zu vermieten und weil Leerstand noch teurer ist, würden die Mieten sinken müssen.

Dabei ist das eigentliche Problem der übersättigte Kapitalmarkt mit Negativzinsen oder hohem Risiko. Geldvermögen wird daher zur Zeit in Gold oder Immobilien angelegt. Letzteres auch um Rendite zu erzielen. Durch die starke Nachfrage nach “Betongold” steigen Preise und Mieten.

Das Problem wird also durch die Verteilungsungerechtigkeit angetrieben, die auch dafür sorgt, dass die meisten Einkommen nicht ausreichen um die hohen Mieten zu bezahlen.

Es war immer klar, da ein Mietendeckel sowohl rechtlich problematisch ist als auch seine Wirkung eher fragwürdig.

3 Likes

Etwas ab Minute 38:00 einklinken, ab Minute 40:00 beginnt dann die Story des Londoner Immobilien"marktes".