Messenger sollen Breitband Ausbau mitbezahlen

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Netzpolitisch ist das natürlich irgendwie völliger Unsinn, da Messenger bei denen wohl höchstens etwas Text und ein paar kleine Bild Dateien verschickt werden wohl kaum nennenswert Bandbreite verursachen. Aber die Regierung scheint das wohl anders zu sehen:

Streamingdienste wie Netflix oder Youtube welche tatsächlich nennenswerten Traffic verursachen sollen übrigens nicht zur Kasse gebeten werden. …

Wie man das Geld von Ausländischen Messenger Anbietern eintreiben will ist mir zudem völlig unklar. Warum sollte ein US Dienst oder ein Chinesischer Anbieter auch den bisher versäumten Breitbandausbau in Deutschland bezahlen wollen ?

Das dürfte dann am Ende vor allem heimische Firmen und Startups treffen die dann durch solche Abgaben im globalen Markt benachteiligt werden. Die Bundesregierung (CDU/SPD) machen also mal wieder alles mögliche damit der Digitalstandort Deutschland möglichst unattraktiv für Internet Unternehmensgründungen bleibt.

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Kann man sich nicht ausdenken.

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Am Ende wird das wieder auf mehr Steuern hinauslaufen. Vor allem unter den gierigen Grünen.

Stichwort: Greenwashing. Ich frag mich wie die Grünen es in einer Wirtschaftskrise schaffen wollen, vier Jahre lang alles unter dem Label “Klimaschutz” zu framen. Das wird spannend.

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Wenn dann wird auf mehr indirekte Steuern hinauslaufen. Abgaben für Unternehmen werden steigen und diese werden das dann über den Produktpreis an die Konsumenten weiter leiten. Der normalo Bürger wird so nur merken das vieles teurer wird, aber wohl nicht auf die Idee kommen das der Staat da seine Finger mit im Spiel hat…

Das Problem ist doch momentan gar nicht dass nicht genug Geld da ist, soviel ich wurde doch gar nicht alle Förderung für Glasfaser abgegriffen. Mehr Geld ist also nicht die Lösung, sondern einfachere Verfahren und Gemeinden die ihr eigenes Netz ausbauen, dass ist ja auch bei mir der einzige Grund warum ich schnelleres Internet bekommen habe.

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Yep, und in Kombination mit Freifunk Initiativen könnte man sogar relativ günstig ein für die Allgemeinheit freies Netz aufbauen ohne das die Glasfaser bis an jede Wohnung ran muss.

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Wobei fremde WLANs - und dazu zählt Freifunk - mit Vorsicht zu genießen sind.

Sie sind auch nicht gefährlicher als dass was der ISP anbietet. Du solltest alles so oder so verschlüsseln und überprüfen dass keine Programme lauschen die angegriffen werden können.

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Beim ISP können theoretisch Geheimdienste, Hacker und Spionageprogramme mitlesen.
Bei öffentlichen WLANs können theoretisch Geheimdienste, Hacker, Spionageprogramme und jeder im selben WLAN mitlesen.

Doch, ist gefährlicher.

Dann solltest du deinen Traffic ein bisschen mehr absichern, denn eigentlich sollte keiner dieser Gruppen mitlesen können wenn du alles richtig machst.

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Ich lasse mir wirklich gern von Menschen, die öffentliche WLANs für nicht unsicherer halten als private Kupferkabel, was über die Sicherung meines Traffics erzählen, ehrlich. Gern mehr davon.

Die anderen sehen dass ich den Router kontaktiere, wie mein Rechner heißt und ob ich gerade was mache, oh nein, dass ist jetzt soviel Informationen die ich leake :roll_eyes:. Dafür bin ich dann nichtmal wirklich identifiziert mit Ausweis und so. Ich würde also sagen dass ich im Endeffekt sogar anonymer unterwegs sein kann.

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Das nennt sich Metadaten und wenn die CSU die haben will, gehen Piraten dagegen auf die Straße. Anscheinend zu Unrecht?

Dann hoffe ich dass du wirklich nur über Kabel surfst, die Daten können ja auch ohne Entschlüsselung abgegriffen werden.

Über meine Art der Internetnutzung werde ich hier aus hoffentlich offensichtlichen Gründen keine Details verraten, es kommt jedoch neben Verschlüsselung mindestens ein VPN darin vor.

VPNs sind in diesem zusammenhang egal, die Informationen sind auf Protokoll Ebene, und VPNs sind höher, ob du jetzt ein VPN aufbaust oder nur allen Trafic verschlüsselst ist für den Beobachteten erst mal egal, und dass Ziel kannst du ja z.B durch Proxys genauso gut verschleiern.

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Gut, die Funktionsweise eines VPNs ist dir also auch unklar (die Verbindung zum VPN findet ja ebenfalls auf Protokollebene statt). Aber du schweifst vom Thema ab: Meine private Internetnutzung ist hier völlig unerheblich. Das Thema war - zuvor - die Gefahren öffentlicher WLANs im Vergleich mit privaten Kupferkabeln und - zunächst - dass der Staat gern Messenger zur Kasse bäte.

Öffentliches Wlan + TOR oder VPN sollte eigentlich sicherer sein, da in dem Fall dann Verschlüsselt und keiner Einzelperson zuzuordnen. Auch für TOR/VPN gilt, das man nix unverschlüsselt machen sollte da sonst der VPN Provider oder TOR Exit Node Betreiber Daten abgreifen kann.

In sofern ist das auch kein so großer Unterschied zum Wlan. Webseiten die heutzutage noch ohne TLS/SSL Arbeiten sind sowieso unseriös und sollten für Datenaustausch gemieden werden.

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Allerdings von Dritten mitlesbar, was für deine heimische Leitung nicht gilt.

Nicht jede Website braucht Datenaustausch und Transportverschlüsselung hat mit Inhaltsverschlüsselung exakt überhaupt keine Gemeinsamkeit.