Luca-App: Codeklau für Millionen Steuergeld auf Kosten des Datenschutzes

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Mich überrascht, dass aus Piratenkreisen da nur so leiser Protest zu lesen und zu hören ist.
Die Piratenpartei Braunschweig hat vorbildlich getextet:

Wiederholt haben die für diese App Verantwortlichen unter Beweis gestellt, dass sie Software- und Lizenzrecht nicht verstanden haben. Es ist erschreckend, dass eine deutsche GmbH für lizenzwidrig zusammenkopierten Code mehrere Millionen Euro Steuergeld bekommt, ohne die Urheber des ursprünglichen Quellcodes zu nennen.

Quelle: https://piratenpartei-braunschweig.de/2021/04/01/luca-app-noch-mehr-aushoehlung-des-datenschutzes/

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Dabei sagen sie immer, bei der LucaApp gäbe es keinen Datenklau??

Hervorragender Artikel.

Es gab ja auch von den Piraten Mainz -Rheinhessen-Nahe einen Beitrag, der aber vor dem Lizenzdebakel erschien.
Das Update fehlt da noch. Aber Eurer Artikel ist da eine tolle Ergänzung. Danke für den Hinweis.

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Der Beitrag war bekannt, es wurde sich aber dagegen entschieden, ihn im Artikel zu verlinken; insbesondere, weil er den entscheidenden (und einzigen) Vorteil der Luca-App, nämlich das Ersetzen der “Zettelwirtschaft” auch ohne Smartphone, völlig ignoriert.

(Dass ich persönlich es in den Verlautbarungen von Piratenverbänden für äußerst schlechten Stil halte, wenn der optisch größte Teil nicht von tatsächlichen Inhalten, sondern von irgendwelchen “O-Tönen” von Leuten, die ihren Namen unbedingt überall reinschreiben müssen, beherrscht wird, ist davon unabhängig zu betrachten; aber wenn ein Verantwortlicher hier mitliest: macht doch wenigstens die Schriftart für die Zitate kleiner, Mensch!)

Ja , der Schlüsselanhänger wurde bewusst erst mal außen vor gelassen. Weil er ist eigentlich Augenwischerei. Daher hat man sich erst mal nur auf die App konzentiert.

Das ist leider WordPress-Theme geschuldet. Das wäre insgesamt schön, wenn man das ändern könnte. Ich finde allgemein in allen Artikeln die Zitat-Absätze in der Formatierung zu groß.

Inwiefern?

Komisch. Ich dachte immer, WordPress sei das Mittel der Qual Wahl, weil man da einfach was ändern kann…

Vorteil is zwar, dass du einen analogen Schlüsselanhänger hast, aber das Prinzip der APP ist dennoch das gleiche. Du musst ja deinen Schlüsselanhänger auf dich registrieren lassen. Dazu gibt es ja dann noch die Webversion. Also die Eingaben vor Ort in das System.

Das Problem ist dabei aber, dass Kommunen, die Modellkommune werden wollen, zumindest hier in RLP verpflichtet werden Luca und Sormas zu verwenden.

Außerdem müssen die teilnehmenden Kommunen in ihrem Konzept sicherstellen, dass lückenlose negative Testergebnisse als Zugangskriterium sowie IT-gestützte Prozesse zur Kontaktverfolgung und gegebenenfalls auch zum Testnachweis eingesetzt werden. Hierbei ist die Nutzung von SORMAS und der Luca-App verpflichtend.

Einrichtungen der teilnehmenden Kommune verpflichten sich eine einheitliche, mit
SORMAS kompatible App zu nutzen und die Daten dem Gesundheitsamt bei konkretem Anlass der Nachverfolgung zur Verfügung zu stellen. Die Kontaktdatenerfassung erfolgt in der Modellkommune rein digital.
Darüber hinaus ist Kontaktdatenerfassung auch in den teilnehmenden Einrichtungen zur gewährleisten (einheitliche, mit SORMAS kompatible APP, Bar-Code-Anhänger zur Kontaktnachverfolgung)
https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2021/03/20210324a-Web_Informationen-fuer-Bewerber-Kommunen-als-Modell-Kommune-RLP.pdf?x62878

Sprich ist der Schlüsselanhänger, als auch die Webversion schaffen erst die Möglichkeit jeden zu verpflichten, die Luca App auch nutzen zu müssen. Es ist reine Augenwischerei,
Die Weiterentwicklung der CWA ist da zielführender.

Die CWA plant aber nach wie vor nicht, auch für diejenigen zu funktionieren, die sich kein Smartphone leisten können oder wollen, stimmt’s? Es geht ja gerade darum, selbst entscheiden zu können, ob man immer eine Wanze mit sich rumträgt oder nicht. Eine Verpflichtung zur Corona-Warn-App zum Beispiel würde aktuell vor allem Nachteile mit sich bringen: Keine Armen mehr zugelassen?

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Ich kann nur hoffen, dass da noch was kommt. Es geht da ja nicht nur ums Smartphone, sondern leider auch die Version des Android.

Ja, daher lehne ich persönlich ab, dass man rein auf die digitale Erfassung setzt.

Das Scannen mit dem QR Code ist für die Gastronomie erst mal schick, ob es wirklich Arbeit erleichtert, sei dahingestellt, aber letztlich muss die Gastronomie ja auch die Webversion anbieten. Also nichts mehr mit Biergarten, ohne Notebook und ohne Internet des Betreibers.

Das Einzige, was wirklich für die Gesundheitsämter erleichtert wird durch die App, ist die Eingabe des Datenblattes im Sormas. Soweit das Gesundheitsamt es überhaupt schon hat und bedienen kann. Dazu sag ich mal lieber nichts. RLP stellt gerade erst um zum Ende des zweiten Quartals.

Ich sehe den Nutzen effektiven Vorteil der APP nicht, außer dass vielleicht weniger betrogen werden kann bei der Namensangabe. Denn die Kontaktnachverfolgung erfolgt weiterhin durch das Gesundheitsamt mit Anrufen, anrufen anrufen.

Und ja ich mag nach wie vor die Möglichkeit für meinen Zettel haben.

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Und ob es ohne Googledienste funktioniert?

Da gab es ja schon eine Weiterentwicklung

Die aber erst mal vorhanden sein muss.