Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Antragsarbeit


#1

In diesem Thread hier:


werden bereits Ansätze zur Antragsarbeit diskutiert.

Bitte nutzt diesen neuen Thread ausschließlich dafür, eure Ideen einzustellen. Haltet euch kurz und knapp und kommt auf den Punkt. Bitte keine Endlos-Texte.

Wenn ihr Kommentare zu den Ideen abgeben wollt, dann bitte ebenfalls kurz und knapp halten und die Diskussion im anderen Thread führen, sonst wird es hier schnell unübersichtlich.


Welche Probleme seht ihr in unserer Antragsarbeit?
#2

Beschränkung der Länge von Anträgen:
Grundsatzprogrammanträge auf ca. 100 Wörter in maximal zwei Absätzen, Wahlprogrammanträge auf ca. 300 Wörter in maximal vier Absätzen beschränken.
-> Wir haben ellenlange Texte im Programm, die beim BPT keiner vor der Abstimmung liest und auch unsere Wähler nicht verstehen. Keep-it-small-and-simple muss das Zauberwort sein. Wer nicht in wenigen Sätzen das wesentliche sagen kann, der schafft es auch nicht in vielen Sätzen.

Während die Länge des eigentlichen Textes im Programm auf die wesentlichen Kerninhalte beschränkt werden soll, kann parallel dazu gern ein Positionspapier mit der Ausformulierung und den Details beschlossen werden. Wer sich für das Thema interessiert, wird sich auch damit beschäftigen. In GP und WP hat das in der Detailstufe aber nichts verloren. Macht man ein zum Antrag gehörendes PP sogar zur Vorgabe, kann das die Qualität nochmal deutlich erhöhen. Dann müssen Antragsteller nämlich intensiver darüber nachdenken, anstatt Donnerstag Abends schnell was zu schreiben.

Bevorzugte Behandlung von AG-Anträgen
Anträge von AGs sollen bevorzugt in der Tagesordnung behandelt werden. Da gibt es Hoffnung, dass diese besser ausformuliert und durchdacht sind.

Klare Vorgaben
Grundsätzlich sollen klare Vorgaben gemacht werden, wie ein Antrag für die jeweilige Form auszusehen hat, was mit dem Antrag bewirkt wird und wie das zu formulieren ist. Dabei haben SÄA, GP und WP völlig unterschiedliche Regeln, da sie zu unterschiedlichen Zwecken gedacht sind. Gerade im GP müssen wir aber unser Programm wesentlich eindampfen und auf die Kernaussagen reduzieren. Vor allem unsere Gedundheitspolitiker leben sich gerne in den Programmen aus. Das geht viel zu sehr in die Tiefe. Sowas wie oben erwähnt in ein PP. Dazu muss den Leuten aber klar gemacht werden, wofür welches Programm genutzt werden soll. Ich hatte das mal in meinem zurückgezogenen Antrag zur Antragsordnung im Anhang ausformuliert: https://wiki.piratenpartei.de/Antrag:Bundesparteitag_2017.2/Antragsportal/SO011

Antragslektorat
Damit wir uns nicht immer wieder an irgendwelchen kleinen Formulierungen aufhalten, die beim Antragschreiben schlecht getroffen wurden, sollte eine Lösung gefunden werden, damit Anträge von Dritten zwingend mal quergelesen werden. Das funktioniert natürlich nicht, wenn es sich um Spontananträge vor Torschluss handelt. Idee zur Lösung hab ich aber grad nicht.

Wiedereinführung von Liquid Feedback
Das Forum hier ist aus einigen Gründen ungeeignet für Antragsdiskussionen. Liquid Feedback hat viele Fehler, aber für Anträge konnte man es brauchen. Daher das Ding wieder aufsetzen. Nicht als Abstimmtool, sondern zur Entwicklung von Antragstexten. Ohne Delegationen, Quorum und sonst irgendwas. Einfach Antrag einstellen, Leute gucken drüber, geben Empfehlungen ab, Antrag wird überarbeitet und dann wird wieder drüber geredet. Und am Ende kopiert man den fertigen Text ins Antragsportal. Anträge, die nicht dieses Portal durchlaufen haben, werden auf der TO eben ganz nach hinten gesetzt.


#3

Finde ich gut - auch ich hab mit dem Forum eher schlechte Erfahrungen gemacht und schaue nur noch selten rein.
Ich finde es wichtig, dass gerade bei grundsätzlicheren und wichtigeren Themen (z.B. bei allem, was ins Grundsatzprogramm soll oder für ausformulierte Positionspapiere) genügend Zeit für Diskussionen bleibt.
Vielleicht sollte man bei kontroversen oder sehr grundsätzlichen Themen auch eine kurze Übersicht über die laufende Themensammlung / Diskussion in einem Antragsnewsletter an alle Mitglieder schicken. Wäre für manche vielleicht ein Anstoß, sich in eine laufende Diskussion einzuschalten oder vor einem BPT zu informieren. Im Schnellschuss mal eben komplexe Themen aus dem Bauch heraus zu entscheiden, halte ich für falsch.