Linke Utopien, wer soll die Bezahlen?

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Ich frage mich gerade wie man denn so das BGE bezahlen will. Deutschland hat jetzt 83157201 Einwohner. Nehmen wir mal an alle bekommen 1200 Euro BGE (Weniger dürfte kaum reichen bei den Mieten in den Städten)

Ja das kostet so 99.788.641.200 Euro im Monat. Sind dann ganze 1.197.463.694.400 Eurönchen pro Jahr. Schon eine ganz gute Summe.

Steuereinnahmen Deutschlands insgesamt: 799 Milliarden. Für Soziales sind derzeit 170,7 Milliarden vorgesehen. Wenn wir das derzeitige Sozialbudget von 170.7 Milliarden auf das BGE anrechnen dann bleiben noch 1.027 übrig die finanziert werden müssen + die verbleibenden 628,3 Milliarden die derzeit im Staatshaushalt für andere Dinge als Soziales reserviert sind. Die Gesamtkosten des Staates für alles wären also im Günstigsten Fall bei 1.655,3 Milliarden im Jahr.

Also mehr als doppelt so viel wie derzeit alle Steuereinnahmen sind. Also nehmen wir mal an man würde um das zu finanzieren alle Steuern in Deutschland verdoppeln. Der Spitzensteuersatz würde von 42% auf 82% steigen (Welcher gut verdienende Informatiker würde da nicht sofort fluchtartig das Land verlassen ?)

Die Mehrwertsteuer steigt natürlich ebenfalls, auf das doppelte. Auf 38 %. Alles würde somit deutlich teurer werden, von Milch und Eiern bis zur Versicherungen (Versicherungssteuer) und Benzin. Schmuggel würde sich dann so richtig lohnen.

Aber damit nicht genug, Linke wollen ja noch CO2 Steuern um super teure Klimaprojekte zu finanzieren, das Rentenniveau soll auch noch hoch (kost ja ebenfalls) dann noch kostenlosen öffentlichen Nahverkehr für alle (Braucht man auch zusätzliche Steuern). Lieferkettengesetze gegen Lohndumping in Niedriglohnländern (Macht Produkte teurer) mehr Staatlicher Wohnungsbau (gibts auch nicht gratis) und nicht zuletzt großzügige Aufnahme von Flüchtlingen, muss natürlich auch refinanziert werden.

Also mich würde dann nicht wundern wenn dann mal so der Spitzensteuersatz für den Mittelstand so bei 90% oder so steht. Also Einkommens, Mehrwertsteuer usw also alles zusammen.

Der Mittelstand würde verarmen und könnte dann keine Steuern mehr zahlen so das das System zusammen bricht oder nur noch durch Verschuldung oder Geld Drucken finanzierbar ist. Das Bedeutet dann Hyper Inflation und Deutschland wäre dann da wo z.B: Venezuela oder andere Sozialistische Paradise sind, nämlich ganz am Boden und allen würde es gemeinsam schlecht gehen.

Wer mir nicht glaubt, da bin ich mal gespannt ob ihr die Zahlen die ich da ausgerechnet habe widerlegen könnt. Vielleich habe ich mich ja geirrt, kann ja sein.

Ansonsten, sollte ich recht haben wäre es doch mal ein Ansatz das Parteiprogramm zu überarbeiten und den ganzen unfinanzierbaren Utopismus zu Gunsten von realistischeren Forderungen zu ersetzen. Forderungen die tatsächlich das Leben aller verbessern da Sie finanzierbar und machbar sind.

Deine Mathematik ist ein bisschen schlecht, da z.B das Rentenproblem mit dem BGE von 1.2k im Monat gelöst ist. Höhere Kosten von Produkten da kein Lohndumping betrieben wird, sind auch nicht kosten die der Staat trägt solange deswegen nicht das BGE angepasst werden muss.

Flüchtlinge sind übrigens ein Wirtschaftliches Plus, und werden somit auch in Zukunft keine Kosten verursachen, welche nicht durch die höheren Steuereinahmen ausgeglichen werden.

Du hast übrigens vergessen, das auch noch andere Steuern existieren, welche nicht den Mittelstand oder die unteren Einkommen belasten, des weiteren ignorierst du das Wirtschaftswachstum welches wir in Deutschland alleine dadurch haben werden, das die Konsum stärksten Schichten auf einmal garantiert 1.2 € haben werden welche sie jeden Monat ausgeben können.

Bitte nicht falsch verstehen, hab nix gegen Flüchtligne. Wer sich hier intergriert und Arbeitet ist mir willkommen. Verursacht aber dennoch Kosten, Ausbildung, Sprachkurs usw, dauert ja ein paar Jahre.

Ok, ich gebe dir recht das mit noch viel mehr Wachstum der Wirtschaft es ab irgendeinem Punkt finanzierbar werden würde. Aber ist das noch aus ökologischer Sicht wünschenswert oder gar möglich ?

Was müsste getan werden damit die Wirtschaft so wächst das ein BGE finanzierbar wird ?

Du vertauscht gerade Ursache und Wirkung, das BGE ist die Ursache des Wirtschaftswachstum, da wir wie Corona sehr gut bewiesen hat, in einer Nachfrage Wirtschaft leben und die Angebotswirtschaft vermutlich irgendwann mal nach dem Wirtschaftswunder hinter uns gelassen haben. Und wie gesagt die Flüchtente aufnehmen lohnen sich deswegen allein schon dadurch dass sie konsumieren, jeder Sprachkurs der Angeboten wird ist Wirtschaftswachstum, welches sogar nachhaltig ist, da sie damit den Flüchteten erlaubt produktiv in der Wirtschaft teilzunehmen und damit später auch zu konsumieren.

Eine Negative Einkommenssteuer wäre relativ einfach zu finanzieren. Quasi als negativ ausbezahlte Steuern für jene welche kein oder nur sehr geringes Einkommen haben. Je nach Ausgestaltung müsste das gar nicht mal so viel teurer als unser jetziges H4 sein. Zudem könnte sehr viel Bürrokratie eingespart werden. Im Grunde bräuchte man dann zumindest für die Auszahlung keine Arbeitsämter mehr.

In der Angebotswirtschaft bzw. die Idee das alle Güter sehr knapp sind und im Prinzip ohnehin nicht für alle reichen. In dieser Ideologie leben große Teile der Bevölkerung noch immer. Insbesondere Rechte/Konservative. Hat ja auch historische Gründe, bis vor Historisch nicht all zu langer Zeit war Knappheit und Mangelwirtschaft ja quasi der Normalzustand. Die ganzen alten Wirtschaftstheorien (Nationalökonomie, (Neo)Liberalismus und auch Marxismus sind im grunde gar nicht darauf ausgerichtet eine Wirtschaft zu erklären die eher von permanenter Überproduktion geplagt wird als von Knappheit.

D.h auch die Fokusierung /Deutsche vs Flüchtlinge) usw da zu Teuer und so fort. Oder wegen den Flüchtlingen muss Oma Flaschen Sammeln usw. Gleichzeitig gibt es in der EU Millionen Arbeitskräfte die keine Arbeit mehr haben weil sich die Leute den Konsum der Güter die im Überfluss da sind nicht leisten können. D.h ja mehr Konsum wäre durchaus sinnvoll. Aber eben nicht erwünscht weil die Leute noch in dem Denken feststecken, das wenn jemand anderes etwas mehr hat, das Sie selbst dann was weg genommen bekommen oder weniger haben.

Eben das alte Denken. Endweder kann ich den Keks Essen oder der Flüchtling aber keinesfalls beide. Das die Industrie so produktiv ist das sie mühelos genug Kekse für alle produzieren kann, daran denken die Leute nicht. Das alte Weltbild sitzt noch viel zu tief.

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Hallo @anon41866406!

Sinn einer Utopie oder einer Vision ist ein Richtung vorzugeben, in die man gehen will.

Als Kennedy angekündigt hat, dass er nach im laufenden Jahrzehnt einen Menschen auf den Mond bringen will und sicher wieder zurück, da hatten nur eine handvoll Menschen eine echte Vorstellung was es bedeutet. Auf dem Weg dorthin sind für das tägliche Leben zahlreiche Produkte entstanden ohne die wir heute nicht mehr Leben wollen und es hat so viele technologische Entwicklungen angestossen, die vorher niemand erwartet hat.

Analog ist es mit dem BGE, die Umstellung vom Generationenvertrag zum BGE wind Jahrzehnte dauern. Der Weg zum BGE wird sicherlich über ein Grundeinkommen laufen das an Bedingungen geknüpft ist. Der Weg muss sicherlich mit Erziehung und Bildung begleitet werden. Wir werden auf dem Weg lernen was möglich ist und die Gesellschaft wird lernen mit der neuen Freiheit die sie gewinnt umzugehen.

Merkwürdigerweise zahlen wir der Kohleindustrie so viel Geld um die Arbeitsplätze zu erhalten, dass jeder dieser Arbeiter Millionen kriegen könnte als Entschädigung das er seinen Arbeitsplatz verliert. An Gehalt wird er in der Restlaufzeit nur einen Bruchteil davon verdienen.

Die Wirtschaft wird sich ohnehin auf eine nachhaltige weise verändern müssen. Wenn Produkte aber länger halten, werden weniger hergestellt und es wird weniger Arbeit zu verteilen geben. Das Problem muss gelöst werden.

Ein erster Schritt ist wohl ein menschlicherer Umgang mit den Harz-IVlern, vor allem mit den Aufstockern.

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Ja nein. Aber wenn die Wirtschaft jetzt so sagen wir mal so 10x mehr produzieren kann wie als früher, aber dann muss das doch trotzdem noch finanziert werden. Ja woher soll jdenn jetzt das Geld für den Konsum kommen, es muss ja doch immer noch jemand dafür bezahlen bevor es produziert werden kann.

Was du beschreibst ist normalerweiße dann der Grund warum wir deflation haben, da die EU verständlicherweiße so was nicht haben will, wird Geld gedruckt, so dass wir weiterhin eine Inflation haben.

Aber ja doch, die liebe Arbeiterpartei SPD die will sich ja ihre Arbeiter Klientel finanzieren, die Kohlekumpel wählen die ja. Gleichzeitig Lobbyistisch den Bonzen die Scheine in die Taschen stecken. SPD Politik eben wie man Sie kennt und liebt.

Ja aber da würde doch schon Hartz4 Sanktionen Abschaffen ja ausreichen. Das würde ja doch nocht Geld sparen da weniger Bürrokratie.

Corona könnte Deflation bringen, richtige Deflation. Die Industrie produziert genau so viel wie vorher. Aber bei Millionen brechen Einkommen und Löhne weg, die Leute sind sparsamer, Konsumieren nicht im Urlaub. Also gleiche Produktion trifft auf sinkende Nachfrage, da müssten dann eigentlich die Preise bald runter gehen. Egal wie viel Kohle die EZB druckt und den Banken gibt, davon kommt ja kaum was bei den Leuten an. Gleichzeitig Inflation bei Aktienpreisen, Immobilien und Bitcoin da steigen die Preise massiv. Höhere Mieten = Weniger Geld für den realen Konsum wodurch sich die ganze Dynamik wiederum verstärkt. Wenn zum Beispiel Merz Kanzler wird und den Sozialstaat kaputt spart wird das ganze nochmals sehr viel heftiger durchschlagen und zu massiven Verwerfungen führen. Jeder Versuch das Problem mit den alten Wirtschaftsideologien welche auf Knappheit von Gütern basieren lösen zu wollen wird das Problem massiv verstärken da es die Überproduktion weiter erhöht.

Donald Trump mag zwar ein dummes Arschloch sein, aber seine Politik direkt Geld an die US Bürger auszuzahlen. Zuletzt wollte er ja 2000$ für jeden… Ist für so einen Fall genau die richtige Medizin.

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Ja, wobei es wie ich vielleicht schonmal gesagt habe sozial gerechter wäre, das Geld wirklich allen Personen in Deutschland zu zahlen und nicht nur denen welche Steuern zahlen. Damit kann dann nämlich auch das Kindergeld wegfallen.

Stimmt schon.

Ich denke aber das es erst eine richtige Krise geben wird bis die Ideologen der alten Schule abtreten müssen oder erkennen das ihre Theorien nicht mehr korrekt sind und dann die Bereitschaft da ist wirklich neue Konzepte zu erproben. Ich vermute das wird auf “Interessante Zeiten” hinaus laufen.

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Linke Utopien, wer soll die Bezahlen?

Wie wäre es mit der europäischen Union? Es gibt da eine europäische Bürgerinitiative, die sich auf die Fahnen schreibt ein europäisches Grundeinkommen einzuführen. Ich sehe das als Projekt für Europa.

https://eci.ec.europa.eu/014/public/#/screen/home

Ich hoffe diese Bürgerinitiative bekommt genug Unterstützerstimmen zusammen, damit nächstes Jahr auf europäischer Ebene über ein Grundeinkommen diskutiert wird. Allein den Diskurs auf EU-Ebene über ein Grundeinkommen fände ich enorm wertvoll.

Durch die Corona-Krise haben enorm viele junge Menschen ihren Halt und ein stückweit auch Perspektive verloren. Das war in vielen europäischen Ländern bereits vor der Corona-Krise so, aber auch in Deutschland wird jetzt offenkundig, dass sich etwas verändern muss. Das könnte die Chance für ein gesamteuropäisches Projekt, wie ein Grundeinkommen sein.

Derzeit sind nochmal nichtmal 90.000 Stimmen von den 1.000.000 für den Erfolg der Bürgerinitiative notwendigen Stimmen zusammen. Ich finde das sehr schade, wo doch das Pilotprojekt Grundeinkommen in der BRD innerhalb kurzer Zeit mehr als 2.000.000 Unterstützer gewinnen konnte.

Ja, die Piraten sollten realistischer sein und ein europäischer Grundeinkommen in ihr Programm schreiben. Denn bei weitgehender Reisefreiheit innerhalb der EU macht es keinen Sinn seinen Sozialstaat ohne die EU umzubauen, denn die EU sorgt ja schon dafür, dass sich die einzelnen Mitgliedstaaten verändern. Auf zwei Ebenen gleichzeitig einen Staat umzubauen, also sowohl auf sozialstaatlicher Ebene, als auch auf nationalstaatlicher Ebene halte ich für zu überfordernd. Das wird die nächste europäische Krise heraufbeschwören. Deswegen: Grundeinkommen ja, aber auf europäischer Ebene.

Gar nicht, deswegen hat die Piratenpartei sich ja auf kein Modell geeinigt, sondern schwimmt auf Nachfrage immer nur herum.

Das ist beweisbar Quatsch.

(Flüchtlinge sind nur eine Teilgruppe der Zuwanderer, allerdings vermutlich keine, die den Schnitt hebt.)

Sagen wir mal so, der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags ist meiner Meinung:https://www.bundestag.de/resource/blob/636052/cc82d8bf45a494ffe20aac55383c48af/WD-5-011-19-pdf-data.pdf

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In dem Pamphlet steht das gleiche wie in meinem Link: Mehr Flüchtlinge = mehr Arbeitslose = ein noch kleinerer Teil von Menschen muss noch mehr Menschen finanzieren. Ob man das jetzt Hartz IV oder BGE nennt, ändert nix: Die Zuwanderung spült vor allem Nettoempfänger in die Kassen.

Und das ist jetzt förderlich für die Wirtschaft, weil?

Weil es mehr Konsum gibt, ich meine das steht doch in der Arbeit drin?
Sind sie sicher dass sie den kompletten Text gelesen haben?
“Die Nürnberger Forscher gehen davon aus, dass der Flüchtlingszuzug 2018 keinen Effekt auf die Arbeitslosenquote hat, aber die Zahl der Erwerbstätigen um rund 100.000 erhöhen wird.”
“Die zentrale Frage ist nicht, ob die Flüchtlinge langfris-tig einen wirtschaftlichen Nutzen für Deutschland bedeuten, sondern lediglich, wie schnell die Leistungen der Flüchtlinge die zusätzlichen Ausgaben übertreffen. Denn auch wenn die Integration in den Arbeitsmarkt langsamer verlaufen sollte als erhofft, so werden die Flüchtlinge langfristig einen positiven wirtschaftlichen Beitrag für Deutschland leisten. Mehr noch: Auch die bereits in Deutschland lebenden Bürger werden langfristig von der Zuwanderung profitieren und ein höheres Pro-Kopf-Einkommen erzielen.“”

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Mehr Konsum sorgt für mehr Umverteilung von Steuerzahlern zu Unternehmen. An welcher Stelle kommt da jetzt die große Chance für ein BGE ins Spiel?

Ich verstehe nicht wirklich was du hier aussagen willst?
Unternehmen sind ja Steuerzahler in eigentlich allen Fällen?