Krankenzeit bei festem Job

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Ein Post in einem anderen Thread spricht von Änderungen an der Krankmeldung für den Arbeitgeber. Dafür sollen Krankschreibungen digital übermittelt werden.


Ich selber habe ja schon seit einer längeren Zeit eine eigene Idee dazu (bin wahrscheinlich auch nicht die Erste).

Ich würde Arbeitnehmern ja grundsätzlich 10 Tage Krankenzeit einräumen, die nicht nachgewiesen werden müssen. Gründe dafür sind denkbar einfach und bieten etliche Vorteile:

  • Der Arbeitnehmer muss nicht mehr bei jeder kleinen Grippe zum Arzt. Das entlastet den Bedarf an Hausärzten und die Nerven des Arbeitnehmers, der eigentlich ins Bett und nicht ins Wartezimmer gehört.
  • Ebenfalls muss der Arbeitnehmer sich nicht innerhalb von 3 Tagen um den Krankenzettel kümmern - was Zeit und Kosten spart (da das Geld ja ach so wichtig für die Regierung ist - so spart man auch kosten!).
  • 10 Tage bedeutet man kann 2 Wochen im Jahr krank sein. Das entspricht z.B. 2 Grippewellen oder eine Woche Krankheit und 5 einzelne Tage mit einem Problem wie Verspannungskopfschmerz oder Ähnliches, was am nächsten Tag wieder in Ordnung ist.
  • Wer “krankmachen” will, also einen Krankenschein holen möchte ohne Krank zu sein, wird es so oder so machen. Das mag für jene Leute es vielleicht ebenfalls leichter machen, aber verhintern würde man es ohne ein derartiges Gesetz ebenfalls nicht. Daher fällt dieser Punkt unter “vernachlässigbar”.

Das ganze kann natürlich noch etwas angepasst werden, es ist eher der Gedanke und die Richtung, die mich dabei interessiert. Was sind eure Gedanken und Meinungen dazu?

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Frage, was ist die durchschnittliche Zahl der Kranktage in Deutschland?

Gruß
Andi

Wenn du mal im Internet suchst, findest du alle möglichen Zahlen. Auch sehr unterschiedlich nach Alter, Art des Jobs, Zufriedenheit mit dem Job usw. usw.

Die 14 Mio. AOK-Versicherten waren im vergangenen Jahr ca 19,5 Tage krankgeschrieben.

Zwischen 15 und 19,5 Tage

Kurz bei Suchmaschine eingegeben und gefunden: Durchschnittliche Krankentage 2016 auch aufgeteilt in Berufsfeldern und Geschlecht (wobei letzteres weniger relevant ist).
Je nach Berufsfeld variierte es zwischen durchschnittlich 12 und 23 Tagen. Berufe mit körperlichen Einsatz sind deutlich stärker betroffen, was ja auch nur zu logisch ist. Rangniedere Beamte kommen sogar durchschnittlich auf über 30 Tage pro Jahr (ranghöhere nur 10 Tage).

Ich denke 10 Tage für normale Krankheitsausfälle ist realistisch. Besondere Ausfälle wie durch Unfälle oder Muskel-Skelettprobleme werden sowieso behandelt und dauern oft länger als eine Woche. Dort einen Krankenschein zu fordern ist dann auch keine große Sache mehr.

Find ich gut. Gibt nichts nervigeres, als Erkältung/Grippe zu haben und wegen einem Zettel zu irgendeinem Arzt gehen zu müssen. Zehn Tage scheint auch unter Durchschnitt zu sein, von dem her macht’s nichts aus.

Manchmal ist man ja auch aus irgendwelchen Gründen psychisch richtig am Ende und viele Leute schleppen sich trotzdem zur Arbeit weil sie ihre Probleme kleinreden und/oder sich schämen, wegen sowas zum Arzt zu gehen und es auf einem Zettel zu haben. Dann könnte man auch quasi anonym entspannen.