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Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern aufheben?


#21

Schüler, gerade jüngere, leiden darunter. Es verhindert ein kontinuierliches lernen und den Aufbau von Grundlagen. Dadurch wird Schulbildung immer mehr von den Schulen in private Hand getrieben. Wer dann nicht in der Lage ist sich ausserschulisch das nötige Wissen für den Lernerfolg der Kinder zu beschaffen bleibt auf der Strecke. Und Bildung wird immer mehr das was sie jetzt ist, hauptsächlich denen vorenthalten die sich das Leisten können.


#22

Ja, dann müssen digitale Lern- und Lehrkonzepte her, welche auf die individuellen Bedürfnisse der Schüler zugeschnitten sind.

Stichwort: Individuelle Bildung und Gamification
Individuelle Bildung ist schon relativ nahe am Autodidaktischem dran, allerdings motiviert die Software durch spielerische Elemte und Belohnungsanreize.


#23

Es ist ein Trugschluss das “digital” die Wunderwaffe beim lernen ist. Es ist ein wichtiger Punkt. Aber eben nciht alles.


#24

Digitale Bildung ist der Schlüssel, da diese auf die individuellen Bedürfnisse des Akteurs zugeschnitten werden kann. Digitale Bildung kann durchaus als “Wundermittel” beschrieben werden, da es eine Tür in ein unbegrenztes Lernuniversum eröffnet. Ein Universum, dass kein analoges Lehrbuch der Welt abdecken kann.

Wenn es eine perfekte digitale Lerninfrastrukur gibt, sind mMn Lehrer in ihrer Funktion als Autoritätsträger von Klassen überflüssig. Dann braucht es vorallem Pädagogen, Psychologen und Therapeuten um das Miteinander der Schüler auf Toleranz basierend zu gestalten.


#25

Würde es für dich reichen, wenn Bildung Bundessache wird? Oder sollte generell der Föderalismus abgeschafft werden?


#26

Aha.
Genügt Dir der Wettbewerb der Politiker denn nicht? Die tun dies, tun jenes, verändern da und dort und meinen es alle nur gut. Alles unter dem Deckmäntelchen, das System “Bildung” nach ihrem Gusto zu verbessern.

Hat ja bisher viel genutzt. Alles auf dem Rücken der Kinder. Darf ich fragen? Du hast keine, oder?

Es gibt da ja so ne Ewigkeitsklausel, die die Abschaffung des Föderalismus unterbindet. Artikel 20 GG

Die Bildung sollte auf jeden Fall raus aus den Ländern.


#27

Da bin ich strikt dagegen. Bildung ist eine individuelle Sache und gerade keine gleichgeschaltete Ausbildungsmaschinerie. Infrastruktur und Transparenznz: Ja, Methoden, Prüfungen etc.: Nein.


#28

Kannst Du ja, die Homeschooling Fraktion sitzt da hinten links, nicht bei den Piraten.


#29

Kann die Piratenpartei demnach als ein neoliberales Förderprogramm verstanden werden?


#30

Nein aber die Schulpflicht ist eine Kulturelle Erungenschaft, die Piraten gut finden.


#31

Dazu müsste vielleicht auch der geschichtliche Hintergrund, unter dem eine Schulpflicht eingeführt wurde, beleuchtet werden. In meinen grauen Zellen meine ich mich zu erinnern, dass die Schulpflicht im Sinne sozial benachteliigter Kinder eingeführt wurde, die sonst hätten arbeiten oder auf dem Hof helfen müssen. Zudem war die allgemeine Bildung, welche an Schulen gelehrt wurde, auch immer das Antrainieren von Hörigkeit und Indoktrination der beherrschten Klasse.

Indoktrination (lateinisch doctrina ‚Belehrung‘) ist eine besonders vehemente, keinen Widerspruch und keine Diskussion zulassende Belehrung. Dies geschieht durch gezielte Manipulation von Menschen durch gesteuerte Auswahl von Informationen, um ideologische Absichten durchzusetzen oder Kritik auszuschalten


#32

Wenn ich euch richtig verstanden habe, wäre dann der nächste Schritt der Zentralisierrung von Bildung, der Aufbau eines deutschlandweiten Schülernetzwerkes, wie es das mit dem Schüler-VZ schonmal so ähnlich gab. Dieses Netzwerk sollte dann aber einer Art Lern- und Austauschplattform ähneln.

Ich verstehe die Piraten allerdings nicht ganz. Einerseits wird gegen Facebook gewettert, anderseits versucht man die Bildung staatlich zu zentralisieren und monpolisieren. Was deutlich heikler sein kann, da es dem Staat ein Mehr an Kontrolle gewährt. Und da sind wir dann auch wieder bei der informationellen Selbstbestimmung etc.


#33

Wo Du den Bezug zu StudiVZ siehst, erkenne ich nicht?
Die staatliche Kontrolle habe ich heute auch, nur eben auf Länder-Ebene.
Mit Informationeller Selbstbestimmung hat das m.E. auch nicht viel zu tun: Die Lerninhalte kann ich mir weder bei einem Länder-bestimmten noch bei einem durch den Bund bestimmten Lehrplan aussuchen, wenn man voraussetzt, dass ein Bundeslandwechsel aus diesem Grunde eine eher theoretische Option ist.


#34

Das ist jedoch immerhin ein Oligopol aus 16 verschiedenen Ländern und kein Monopol eines Staates.


#35

Das stimmt so nicht, da jedes Bundesland in seinem Gebiet alleine bestimmt.


#36

Da liegt er eben der Hund begraben. Die Prüfungs-, Lehr- und Lernsysteme individuell vom Schüler (bzw. Eltern) festgelegt werden können. So könnte z.B. ein Kind aus B.-W. sagen, dass es lieber nachdem Hamburger System lernen möchte. Dem Individuum solltem mehr Auswahlmöglichkeiten zugestanden werden und nicht weniger


#37

Definiere zuerst einmal das Lernziel - danach kann ich mit Dir über die Vor- und Nachteile der Methoden reden.


#38

Das Lernziel sollte sein die individuellen Fähigkeiten der Akteure voll zur Entfaltung zu bringen. Ähnlich wie ein Pflanze sollte, dass Individuum mit genügend Licht und Wasser versorgt werden und nicht ständig zurecht gestutzt werden, so dass es optimal wachsen, sich entfalten und gedeihen kann.

Nicht der Gärtner bzw. Lehrer ist wichtig, sondern die Bedingungen bzw. die Infrastruktur.


#39

Und welche Fähigkeiten kann eine beschulte Eiweißstruktur denn erreichen?
Was “es” kann braucht “es” nicht zu lernen und bei dem, was “es” (noch) nicht kann, wer legt da die individuellen Fähigkeiten fest?
Was ist lernbar, was ist “ungesunde” Überforderung bzw Schikane?


#40

Das Kind selbst?! Ich kann nur sagen, dass ich eine Schule bevorzugt hätte, welche mir mehr Freiheiten gewährt hätte und mehr spielerische Infrastruktur zur individuellen Nutzung an die Hand gegeben hätte.