Kommunikation von Arbeitsergebnissen und Stellungnahmen von AGs nach außen

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Also ich würde mir meine Prinzipien nicht von Anderen schamlos missbrauchen lassen. Deswegen bin ich auch genötigt, eine eigene Partei zu gründen, um etwas Sinnvolles auf dem Wahlzettel haben zu können.

Im Parteiengesetz steht sowas wie:

Der Vorstand vertritt die Partei nach Außen.

Was ich glaube was dieses Juristendeutsch bedeutet:
Eine Partei ist eine juristischen Person, die Vorstände sind befugt, für diese juristische Person zu Verträge zu schließen und sind Ansprechpartner.

Was die Piratenlegende ist:
Vorstände haften persönlich mit ihrem Vermögen, für alles was irgendjemand aus der Partei im Namen der Partei äußert.

Daraus leiteten Piratenvorstände viele Jahre ab, das Veröffentlichungen nur nach Genehmigung von mindestens 2 Vorstandsmitgliedern erfolgen dürfen und das AGs ohne Zustimmung gar nichts veröffentlichen dürfen.

Da hat sich erst vor wenigen Monaten etwas geändert.

Arbeitunterlagen und Zwischenstände sollten im Wiki veröffentlicht sein, nur Parteitagsbeschlüsse dürfen verbreitet werden.

AGs sind selber für ihre Qualitätsstandards verantwortlich.
Traditionell ist alles unter Perfektion nicht akzeptabel.

Die Kriterien sind glaube ich nirgends definiert oder niedergelegt.

Vorstände ernennen Themenbeauftragte, die sie überzeugen konnten kompetent auf einem Teilgebiet zu sein.

Piraten waren immer Perfektionisten, selbst andere Parteien haben die die herausragende Qualifikation von Piratenexperten geschätzt und diese gerne abgeworben.

Also das Monster haben wir doch schon …

Schau dir mal Parteitage VOR Neumarkt an…
Da gab es das noch (wenigstens in Grundzügen) die “Mitarbeit” aller - danach wurde es auf 5 positiv, 5 negativ eingebremst, und damit war es vorbei mit Themen statt AGs.

Dann kamen die großen Programmparteitage von AG Tellerand und Co.
Die aber von den meisten Piraten als “Fortschritt” gefeiert wurden, wir hatten uns nämlich da von der sehr schwierigen Politik der Basis hin zu den schon vorhandenen Parteien bewegt.
Und damit locker mal 75% unserer Wähler, die in uns eine frische Partei mit neuen Ideen und einer transparenten Vorgehensweise gesehen hatten, vor den Kopf gehauen.
Aber wir hatten 200 Seiten Programm! (was keiner liest)

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Ja, das habe ich in diesem Forum auch schon mindestens 20 bis 30 Mal in ähnlicherweise gehört. Ändern tut sich trotzdem nix.

Dann los,
wir haben noch nicht genug!

(Bestätigt aber meine Meinung, ALLES was für MICH nicht richtig ist kann nur falsch sein)

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Was sind denn die konkreten Ziele der Piratenpartei als Organisation und als Partei für 2021? Ist es ein Ziel einen Online-Parteitag oder eine “ständige Mitgliederversammlung” hinzubekommen? Sind die 5 Prozent bei der Btw ein Ziel oder die 0,5 Prozent die ausreichen um in den Parteienfinanzierugnstopf hineinzukommen?

Denn wenn man wirklich wieder die 5 Prozent anpeilen will, dann muss viel verändert werden, 0,5 Prozent kann mit ein bisschen Glück auch mit den derzeitigen Strukturen erreicht werden.

Doch, so langsam wieder - Aber diese Diskussionen werden ja von vielen Piraten (wie hier acsaber) als völlig nutzlos angesehen, weil sie angeblich nichts als Lagerbildung sind.
Natürlich ist es viel einfacher die Politik der Altparteien zu betreiben, aber wie gesagt, das können die besser und war auch nicht der Grund, warum uns die Wähler die 11 12 gewählt haben.
(Aber wer liest schon die Umfrage Gründe warum wir mal 7,8,9% hatten, wenn ER/SIE doch besser (und genauer) wissen warum?)

Ähmmm… Und dann das?

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Dafür ist der momentane Themenbeauftragte für Datenschutz aber echt ganz schön anfällig für undurchdachte Mitteilungen, während ein zweifelsfrei kompetenter Mitbewerber (ich) schlicht nicht genommen wurde.

Ja, das wäre ein erster Schritt. Die weiteren und konkreteren Schritte wäre eine Umwälzung der Organisation. Denn wenn man wieder 5 Prozent erreichen will, muss viel verändert werden. Wenn man sich das Ziel 0,5 Prozent vornimmt kann hingegen weiterverfahren werden, wie bisher.

Zusammengefasst: Je nachdem was für Ziele man sich setzt, sind die einzelnen konkreten Schritte komplett andere. Da sieht man wesentlich transparenter, wenn Projektstrukturen aufgebaut werden, die auf konkrete Zielerreichung ausgerichtet sind. Durch die AG-Strukturen, die vorallem ein formeller Diskursraum und Kommunikationsraum sind, wird das nicht so wahrgenommen.

Das hat doch Fulleren eindeutig impliziert, dass dann der Vorstand Schuld ist bzw. sich hat blenden lassen.

Es gibt kein richtiges Leben im Falschen.

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Mir schwebt eine Task-Force BTW 2021 5 Prozent vor nach dem Prinzip einer reinen Projektorganisation.

Zitat:
Vorteile

Die uneingeschränkte Verfügung über projektspezifische Ressourcen erhöht die Chance für die Erreichung der Leistungs-, Termin- und Kostenziele. Eindeutige Zuweisungen von Aufgaben, Verantwortung und Kompetenzen tragen durch reduziertes Konfliktpotential ebenfalls zur Zielerreichung bei. Aufgrund der großen Identifikation der Mitarbeiter mit der Aufgabe besteht eine hohe Bereitschaft Schwierigkeiten zu bewältigen. In weiterer Folge können projektspezifische Entscheidungen rascher gefunden werden. Zusätzlich ermöglicht die Zusammenarbeit von Mitarbeitern aus verschiedenen Unternehmensbereichen die Reduzierung von Schnittstellenproblemen. Durch die Wahrung einer ganzheitlichen Sicht kann eine bessere Koordination erreicht und die Dauer des Projekts auf ein notwendiges Minimum reduziert werden. Die Linienautorität des Projektleiters ermöglicht nicht nur ein relativ rasches Reagieren auf Störungen, sondern auch die Vereinigung von Willensbildung und Willensdurchsetzung in einer Hand. Die Qualität der Ergebnisse erreicht somit ein hohes Niveau."

MMn braucht es keine Teamleiter, sondern nur konkret genug definierte Ziele. Also ich finde eine Projektstruktur ist mit basisdemokratischen Elemente sehr gut vereinbar und habe eine andere Definition davon als das Wiki.

Meine ich ja, was brauchen wir Teamplayer, wenn ICH doch weis was richtig ist?
(das ewige Mantra der (hier im Forum, oder auch auf Twitter) wichtigen (!) Personen)

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Ich weiß nicht was richtig ist, aber ich weiß das Ziele wichtig sind, denn ohne Ziele gibt es kein richtig oder falsch. Da ist man dann manövrierunfähig.

Bsp. 1
A: Wir segeln Richtung Westen.
B: Nein, wir segeln Richtung Osten.
C: Nein, wir segeln Richtung Süden.
D: Nein, wir segeln Richtung Norden.

Ergebnis: Es passiert nichts.

Volksparteien können sich das erlauben, weil sie Containerschiffe sind bzw. durch ihren Wenderadius gar nicht so oft wenden können, und sich sowieso schon auf Kurs befinden. Bei kleinen Parteien endet das aber in einem Zickzack oder Kreiselkurs, weil sie eben sehr oft wenden können.

Doch, genau diese Aussagen kann es geben!
Dann kommt es auf “die Mannschaft” an!
Entweder wurde vorher festgelegt, dass der Kapitän das letzte Wort hat und die Entscheidung trifft.
(Nicht so wichtig wenn es um die Richtung geht, eher in Notsituationen wichtig)

Oder, wie bei der Partei, wird darüber diskutiert und letztendlich eine Richtung durch die Mehrheit bestimmt.
Was ist daran so schwer?

Schwer ist es bei den Piraten dadurch, dass bestimmt wurde wir segeln nach Süden, aber hinten sitzen ein paar, die einen Treibanker geworfen haben.
Da fehlen dann die „Regeln guter Seemannschaft“ (ein juristischer Begriff)…

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Normalerweise legt man aber den Kurs fest bevor man ablegt. Ich will auf keinem Schiff segeln, dass den Kurs erst Mittem auf dem Ozean festlegt, vorallem wenn es ein kleines Schiff ist.

Aber wir wurden mal von über 70% gewählt, weil man uns zugetraut hat anders zu sein als andere!

Ja es ist ja auch erstmal Interessant ein neues und modernes Schiff zu sehen mit neuer Technik und so. Wenn es sich dann aber ständig im Kreis dreht und die halbe Mannschaft meutert ist es nicht mehr so interessant.

Natürlich, habe ich was anderes geschrieben? Dies ist ja klar durch Parteitage!

Aber auch… ich bleibe beim Segeln selten bei einem Kurs, weil es meist nicht geht,
Der Wind ändert sich, die Strömung, ein Segel reißt, eine Winsch klemmt, oder Autopilot fällt aus (!) - erst dann zeigt sich eine gute Seemannschaft.

Autopilot einschalten kann jeder! Oder ein Navi! - Nur was wenn es ausfällt…

Das geht NUR wenn sie die Mehrheit hat!