Kommunikation von Arbeitsergebnissen und Stellungnahmen von AGs nach außen

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Das Ziel von AGs ist es zu existierenden Problemen in ihrem Themenbereich Lösungen zu entwickeln. Die Lösung zusammen mit einer Argumentation für diese Lösung, wird zu einem Antrag für den Parteitag der entsprechenden Gliederung. Die AGs stellen ihren Antrag im Vorfeld des Parteitags zur Diskussion. Gut vorbereitete Teilnehmer stimmen dann auf dem Parteitag über den Antrag ab und falls er dort mit einer 2/3 Mehrheit angenommen wird, wird er Teil des Programms.

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Das ist aber ein krasser Zirkelschluss. Denn was für ein Wert hat das Programm einer 0,4 Prozentpartei? Mit 0,4 Prozent ist das Programm praktisch entwertet, da man nicht im Parlament sitzt. Wenn man programmatischer Arbeit wirklich Wert beimessen will, dann muss man auf die 5 Prozent kommen.

Das Programm einer Partei definiert einen wesentlichen Teil ihrer Identität.
Es beschreibt das wofür die Partei gemeinsam steht.

Der andere Teil der Identität ist das Bild, dass die Vertreter der Partei in der Öffentlichkeit abgeben.

Derzeit ist das Bild der Piraten in der Öffentlichkeit, dass die Piraten ein zerstrittener Haufen ist der zu einem Großen Teil nicht hinter dem eigenen Programm steht, so dass man gar nicht weiß wofür sie eigentlich stehen.

Die Piratenpartei ist dort kommunal erfolgreich, wo sich einzelne Piraten persönlich bekannt gemacht haben und klar gemacht haben wofür sie stehen.

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Ja, toll. Eine Partei die sich um sich selbst dreht. Als ob das Programm nur für eine Partei selbst geschrieben wird. Das Programm einer Partei wird geschrieben um gewählt zu werden. Wenn man mit dem Programm auf 0,4 Prozent der Stimmen kommt, dann ist das Programm entweder nicht so wichtig für den Wähler oder das Programm spricht den Wähler nicht an.

Eine Partei ist eine Organisation, die Dinge die sie für richtig hält politisch durchsetzen möchte.
Dazu muss sie selbstverständlich wissen welche Dinge das sind.

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Ja, aber es muss auch hinterfragt werden, sonst ist es dogmatisch und ideologisch. Quasi eine 0,4 Prozent Sekte.

Um noch mal auf meinen Punkt zurück zu kommen.
Wenn die 0,4 Prozent Ausdruck davon sind, dass das Programm nicht so wichtig für den Wähler ist, wieso dann ein immer komplexeres und umfangsreicheres Programm aufstellen?

Umgekehrt: Wenn das Programm wichtig ist und der Wähler aufgrund des Programms die Piratenpartei auf 0,4 Prozent abgestraft hat, wieso wird das Programm dann nicht nochmal grundlegend überarbeitet, sondern immer komplexer und umfangreicher?

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Interessante These, die allein dadurch widerlegt wird, dass sich bei jeder Wahl 5 bis 7% der Wähler erdreisten, Parteien zu wählen, die diese 5% nicht erreichen (und das schon vorher klar war). Ich gehöre seit sehr vielen Jahren zu diesen “Sinnlos-Wählern” und sehe für kommende Wahlen keine 5%+ Alternativen.

Warum die so wählen? Warum ich so wähle? Tja - vielleicht, weil denen (mir) Inhalte etwas bedeuten und irgendwann vielleicht auch die 5% erreicht werden können, wenn man diese Inhalte nur lange genug “pflegt”. Die 5% erreicht keine Kleinpartei im Sprint bis zur nächsten BTW - mögen die Inhalte noch so gut sein - und erst recht nicht durch plumpe Verkündung des 5% - Ziels. Es könnte durchaus sein, dass sich die Piraten durch letztere weiter nach unten bewegen, weil sich einige fragen: Was haben die denn geraucht, um so fürwitzig aufzutreten? Ich kann mich da täuschen und nur für mich sprechen - aber in meinem Kopf tanzt z.Zt. der hier - Piraten 5%= :rofl:

Wie nett. “If you don’t share my precious opinion - simply piss off.” Wenn ich mich mit dir gemeinsam auf dieses Niveau hinabbegeben soll, dann doch lieber per DN.

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Für das “Irgendwann” ist mir meine Zeit zu wertvoll. Vorallem diese Dopplung macht mich fertig. “Irgendwann” "vlelleicht. So redet eine Prokrastinator, der alles auf die lange Bank schiebt und nicht scheitern will.

Ich glaube meine erste private Interaktion mit Tensor war, dass ein Text von mir abgelehnt wurde und er mit angeboten hatte, meine Texte Ghostwriter-Verleger-mäßig zu bearbeiten, weil sie ihm gefielen und er sie veröffentlicht sehen wollte. Auch eine Art von Qualitätssicherung. Aber ich lehnte ab, weil sowas zu absurd ist und wenn meine Texte sonst auf kein Interesse stoßen, dann habe ich so einem Verein auch nichts verloren.

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Manchen würde es schon reichen, wenn Funktionsträger der Piratenpartei dem Programm gegenüber ihrer eigenen Agenda mehr Wert zumäßen. :wink:

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Zufällig bist du ja auch Mitglied (oder warst es zumindest mal) einer solchen Partei, was meine These nur bestätigt, dass Mikro-Parteien nur von Mitgliedern oder Protestwählern gewählt werden.

Anders: Wenn es mit steigender Länge des Programms zusehends weniger Wähler gibt, wäre es dann nicht das Richtige, die Länge des Programms wieder zurechtzustutzen und nicht auf alles eine (wie auch immer kluge) Antwort haben zu wollen?

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Also dienen AGs der Programmentwicklung.

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… und der Organisation der Partei wieder mehr Wert beimessen, als dem Programm. Ich schau immer als erstes darauf wie demokratisch und offen etwas organisiert ist.

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Was muss eigentlich passieren, damit du nicht mehr dem Programmfetischismus frönst?

Ich habe zeitlebens keinen Antrag der AG Schnittchen gesehen und auch die AG SingleMalt tut sich nur ausnahmsweise programmatisch hervor.

Ein Programm haben, das nicht mehr nur die Bleiwüstenfetischisten glücklich macht.

Ich glaube zumindest viele. Gibt auch das Presseteam, dass konkretere Sachen macht, als das Programm zu entwickeln. Die AGs schreiben immer neue Anträge für das Programm, dass immer mehr und mehr wächst. Gleichzeitig schrumpft die Mitgliederzahl und die Wählerstimmenzahl.

Die AG Energiepoitik hat das alles genau spezifiziert:


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Das kann man durchaus behaupten, zumindest für die aktiven AGs. Und das funktioniert auch meistens, weil AG-Anträge auf Parteitagen des öfteren positiv abgestimmt werden.
Das Manko liegt im Tagesgeschäft, in dem die AGs zu wenig

  • zusammenarbeiten
  • Wertschätzung von anderen erfahren
  • in die Öffentlichkeitsarbeit eingebunden werden (hat sich aber gebessert).
    @anon75775717 möchte das lösen, indem er AG-Arbeit durch Projektarbeit ergänzt, sofern ich ihn richtig verstanden habe. Dem würde ich auch folgen. Allein - welche organisatorischen Maßnahmen könnten dabei helfen? Diese Frage wurde bislang nicht beantwortet.