Kommunikation von Arbeitsergebnissen und Stellungnahmen von AGs nach außen

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Hallo,
ich habe durch meine Fragen schon mehrmals bewiesen, dass ich von den parteiinternen Prozessen nicht viel Ahnung habe.
Hier also die nächste Runde:

  1. Gibt es bzgl. der Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen qualitative Kriterien die erfüllt werden müssen bevor diese veröffentlicht werden?

  2. Wenn ja, was sind das für Kriterien und wo sind diese festgehalten?

  3. Wenn ja(2), erfolgt hier eine Hinzuziehung dritter?

  4. Wenn nein, gibt es hierfür einen bestimmten Grund?

  5. Wenn nein (2), wie kann der Prozess gestaltet werden ohne einen Monster-Prozess zu schaffen der es unmöglich machen würde auf aktuelle Themen schnell zu reagieren?

Bleibt bei euren antworten gerne auf der Prozessebene, denn nur diese meine ich bei meinen Fragen.

Viele Grüße!

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Lohnt sich nicht, weil zu wenige Leute und das allermeiste eh irgendwo versandet.

Du sagst also, dass bei einer geringen Anzahl von Gruppenmitgliedern keine Qualitätsstandards eingehalten werden können und die Ergebnisse nur pro for­ma veröffentlicht werden und die verschiedenen AGs nur zum Selbstzweck existieren?

Wenn ich dich so richtig verstanden habe, ist das eine sehr pessimistische Sicht auf die Arbeit der AGs.
Danke für deine Einschätzung!

Wir haben normalerweise noch ein Lektorat vom Presseteam gehabt bevor wir Queeraten einen Text veröffentlicht haben. Ich weiß aber nicht wie die anderen AGs das handhaben.

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Nein, du hast doch nach einem bürokratischen Prozess gefragt, um die Ergebnisse auf bestimmte Qualitätsstandards zu überprüfen bzw. Bürokraten, die die Ergebnisse gemäß den Standards kontrollieren. Sowas gibt es nicht und lohnt sich auch mMn nicht. An sich kann die Arbeit der AGs qualitativ hochwertig sein, so ist das ja nicht.

Ja, das scheint meistens der Fall zu sein. Mehr noch, eingeschlafene AGs werden gelegentlich mit ihren gescheiterten Konzepten genau so wiederbelebt, wie sie auch eingeschlafen sind. (cui bono?)

AGs befähigen Leute in der Piratenpartei, eine Art Meinungsmonopol auf bestimmte Themen zu haben und die Öffentlichkeitsarbeit komplett zu kontrollieren. Es gibt also nicht wirklich ein Interesse an der stetigen Weiterentwicklung, denn die Leiter haben bereits genügend Macht, um sich als Vorstand eines Kleintierzüchtervereins fühlen zu können.

Ursprünglich waren die AGs dazu gedacht, Lösungen für Probleme zu entwickeln und durch Anträge auf dem Parteitag die Lösungen der Allgemeinheit der Partei zuzuführen. Leider gibt es auch auf dem Parteitag keine Qualitätskontrolle usf., deswegen wird mehr als die Hälfte der Zeit über irgendwelche Nichtigkeiten diskutiert und die tatsächlichen Lösungen für die wichtigen Probleme fallen meistens unter den Tisch.

Ist meine Erfahrung, kann man nichts machen.

  1. Ja
  2. Die Position muß belegt oder begründet sein.
  3. Ja, Parteitage und Diskussion mit der Öffentlichkeit

arcsaber war gefühlt wenige Tage in der Bundes-PR (oder wollte zumindest rein)
da hat sich einiges an Frust aufgebaut scheinbar …

Zu den Veröfentlichungen auf der Bundes-Webseite:
Ja, da gibt es nicht nur piraten, die da inhaltlich etc drüber schauen, sondern es findet auch ein Lektorat (Schwerpunkt Schreibtechnick, Verlinkung etc) durch mindestens 2 PIRATEN statt,
Vor der Veröffentlichung eines Artikels benötigt dieser dann noch 2 Freigaben
1 Freigabe von aus dem Bundes-PR - Team gewählten PIRATEN
1 Freigabe von einem der zuständigen BuVo-Mitglieder
sollte es zu dem Thema noch einen Themenbeauftragten geben, der ins Schreiben des Artikles nicht involviert war, wird dieser (so aktiv & greifbar) ebenfalls mit einbezogen.

Kriterien dafür, die jetzt irgendwo festgehaltenwären gibt es nicht, der Prozess hat so schon monsterähnliche Größe
Ein Beitrag kommt in den Lattenrostkanal
1.1 Redaktion/Texteingang
dort wird inhaltlich geschaut, ob die für Pressemitteilungen notwendigen Kriterien erfüllt sind, ob die Wuellen angegeben sind, ausreichende eigene Schöpfungstiefe etc.

ist das soweit erledigt geht es inden Kanal
1.2. Lektorat
dort wird nochmal rechtschreibteschnisch drüber geschaut, versucht “die Schreibe lesbar zu finischen”
das muss durch mindestens 2 Perosnnen pasieren, die sich auch in das pad eintragen
dann kommt es in den Kanal
1.3 Freigabe
dort gibt es dann wie erwähnt Freigaben vom Team & vom BuVo
sind diese erteilt geht der Text in den Kanal
1.4 website
2 Socil Media
bzw 2.1 Facebook &
2.2 Twitter

dort wird zB zu ner PM der blogbeitrag, zu beidem ein Tweet (mit gemeinsamer Suche nach nem passenden Bild)
und n FB-eintrag vorbereitet, die dann meist getimed gemeinsam online gehen …

Ja, es werden manchmal andere AG’s (die meinen involviert zu sein) nicht einbezogen, häufig meldet sich da aber auch keiner bei ner Nachfrage oder so
bzw. diese sind bei Sitzungen der BundesRK und des TeamPolGF nicht anwesend …

Etwas anders liegt das inzwischen übrigens bei der Veröffentlichung über die Ressort-Webseiten, hier (wie auch bei Beiträgen anderer Gliederungen) KANN die Bundes-PR zwar einbezogen werden, muss ber nicht ^^

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Bist ja herrlich informiert, alter Mann.

Ja, im Gegensatz zu dir!

Wenn der Threadersteller lediglich auf die Qualitätskontrolle sprachlicher Elemente hinauswollte, dann liege ich natürlich falsch. Davon gehe ich aber nicht aus, denn das ist ja das mit Abstand Einfachste.

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Was du willst ist nicht Qualitätskontrolle, denn die ist vorhanden. (siehe oben)
Du willst eine Qualitätssicherung, und die gibt es für eine politische Partei auf Parteitagen und Wahlen!

Aber wer solche Sätze schreibt sollte sich überlegen, ob er sich nicht weit von der Demokratie entfernt hat!

Dieses “Auf den Parteitagen hat sich KEINER informiert” ist doch nur dadurch zu belegen, dass “Meine Meinung” (die natürlich die richtige ist!) nicht entsprechend gewürdigt wurde.

Was @TygKF sagt!

Allerdings gibt es noch das Wiki, das aber nur wenig genutzt wird und die “Ressortseiten”, die der BuVo unbedingt einführen wollte (ich finde sie nichtmal mehr) auf denen keinerlei Kontrolle oder Prüfung stattfindet.

Das habe ich mir sehr gut überlegt. Ich habe die Erkenntnis gewonnen, dass ein Parteitag, auf dem sich zwei Gruppen permanent ankeifen und stundenlang über Sätze, Halbsätze oder gar Begriffe diskutieren, nichts mit Demokratie zu tun hat. Das sind irgendwelche Twitterdiskussionen im Echtleben, aber kein demokratischer Prozess.

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Die sind auch nach wie vor nirgends verlinkt, existieren aber noch.

tja, das ist nicht DEINE Meinung von Demokratie, ist aber anscheinend Menschen wichtig!
Und damit ein Teil der Demokratie.
Also stell den Mitgliedern was “für sie” interessanteres zur Diskussion, dann hast du gewonnen.
Denn auch das wäre dann Demokratie!

Aber dieses blöde Parteitag-Bashing, weil es gegen die eigene Meinung oder Vorstellung geht, ist genau das Gegenteil von Demokratie.

Warum gerade du, der du mir als sozialer und rechtschaffener Pirat aufgefallen bist, autoritaristische und primitivistische Elemente in der Partei unter dem Deckmantel der Demokratie in Schutz nimmst, erschließt sich mir nicht. Ich sehe im Wesen des Piratenparteitags keinen nennenswerten Unterschied zum scheiternden System der Amerikaner, welches einen unerbittlichen SIeg einer Gruppe herbeizuführen sucht und nicht an Dialogen und Kompromissen - klassischen europäischen und sozialdemokratischen Tugenden - interessiert ist.

Vielleicht, weil ich andere Parteien gut genug kenne um dieses Prinzip der Basisdemokratie zu verteidigen, selbst wenn ich nicht alles was darunter geschieht gut finde.
Autorität unter dem Deckmantel des Konsens (z.B. in anderen Parteien) finde ich wesentlich schlimmer, als transparenten Streit, (nicht unbedingt in der Öffentlichkeit) auch wenn es vielleicht mal um die falschen Dinge geht.

Ich habe meine Meinung ja schon gesagt. Ich finde Projektstrukturen mit klaren Zielen besser als AG-Strukturen. MMn würde sich mit Projektstrukturen mehr bewegen.

AGs mit drei oder vier Personen, die jedes Mal über das Gleiche reden ergeben für mich keinen Sinn. Erstmal löst das keinen kreativen Prozess oder Synergien aus, und zweitens fehlt wie gesagt zu oft, dass Ziel auf das hingearbeitet wird.

Was ja auch im Bundestag Themenkoalitionen vor Partei-Koalitionen setzen würde.
(Könnte man übrigens sehr viele Wähler mit gewinnen)

Meine Herangehensweise ist es auch nicht zwei Schritte vor dem Ersten zu gehen. Ich bin keinen Milimeter weitergekommen, was die Umstrukturierung innerhalb der Piratenpartei angeht. Da hab ich absolut null Anspruch irgendetwas nach Außen zu tragen, dass ich nicht mal selbst hinkriege.

Es könnte ja auch eine Projektstruktur neben der AG-Struktur installiert werden und geguckt werden ob es überhaupt angenommen wird, Aber nichtmal das habe ich hinbekommen.

Das erste Projekt das ich installieren würde, wäre “Projekt 5 Prozent bei der BTW 2021” und dann das “Projekt Online-Parteitag”. Über das Ziel wird dann nicht mehr diskutiert, weil es gesetzt ist. Da kann dann in den AGs drüber diskutiert werden.