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Klimawandel - Panik ist angebracht


#1
Aktuell schwebt die Menschheit mit ihren Emissionen in eine Vier-Grad-Welt. Hört sich harmlos an, aber nach einer Weltbank-Studie überleben das 80 bis 90 Prozent der Weltbevölkerung nicht.

#2

Allseits bekannt.

Ein Ergebnis streicht Pew besonders heraus: In der Hälfte der Länder wird von den Menschen als größte Bedrohung die Klimaerwärmung genannt,

Von Panik zu sprechen ist verfrüht.
Es wird ja stets auf das Jahr 2050 oder 2100 verwiesen.
Panik tritt ein, wenn Florida oder Shanghai durch regelmäßige Überflutungen wegrosten, da der Meeresspiegel schneller als optimistisch gedacht, ansteigt.

Ansonsten wird täglich veröffentlicht, in welchem Tempo wir unsere Luft mit CO2 anreichern, bis die Badewanne überläuft.

https://www.esrl.noaa.gov/gmd/ccgg/trends/


#3

Schon Wolfram von Eschenbach sagte einst: “Politik bedeutet, den Menschen so viel Angst einzujagen, dass ihnen jegliche Lösung recht ist.”

Ich halte nichts von Angst, Panik oder Hysterie, da diese die Sinne trübt.

Ich fände einen Ansatz mit Geo-Engineering sehr sinnvoll. Dem steigenden Meerspiegel, aufgrund der schmelzenden Pol-Kappen kann man beispielsweise durch künstliches Einfrieren von Wasser an den Polen entgegenwirken. Desweiteren sind etliche Ansätze denkbar das CO2 in der Luft zu binden.


#4

Dann darf ich fragen woher die Terrawatt an Energie um das Wasser an den Polen zu binden ?

Und welche Substanz soll CO2 binden ?
Im chemischen Sinn muss man eine neue Substanz entstehen lassen, die weder toxisch noch sonstwie nachteilig ist.
Spontan fällt mir nur ein, durch Ca(OH) 2
( Ätzend) in Verbindung mit Wasser das CO2 zu CaC03 ( Kalk) auszufällen. Gibt ne ziemliche Sauerei. Woher nehmen wir die mliarden Tonnen an Ca(OH)2 ?
Und wohin kippen wir die Milliarden Tonnen an Kalk die daraus entstehen ?

Lagert man den Kalk im Freien, wäscht sich durch Regen das C02 wieder raus.


#6

Es hat einen Grund, dass die Menschheit bisher die Finger von Geo-Engineering gelassen hat. Es ist viel zu gefährlich in die Atmosphäre und den natürlichen Kreislauf einzugreifen. Die Natur ist so komplex, wenn wir eine Sache mit Geo-Engineering “reparieren”, machen wir dafür 10 andere kaputt. @mauriceconrad kann da sicher etwas qualifiziertes zu sagen.


#7

Das glaube ich nicht. Ich bin optimistisch und glaube, das die meisten Menschen nicht mitverantwortlich für den Tod von 6 Milliarden Menschen sein wollen und ihr Verhalten ändern würden, wenn man ihnen zeigt wie das ohnehin große Einbuße der Lebensqualität geht.


#9

Auf der einen Seite möchte man die Bevölkerung nicht in Panik versetzen, was ja verständlich ist, auf der anderen Seite ist das Tempo der Veränderung zu langsam, siehe Kohlekompromiss oder deutsche Automobilindustrie.

Die Gefahr schwillt langsam an, aber irgendwann geht es ganz schnell und dann wird es ganz teuer, siehe Fukushima.
Zum Glück drücken Länder wie China oder Indien mehr auf das Tempo.
Sie werden davon auch am Stärksten profitieren.


#10

Keine Ahnung. Warum siehst du das so ?

Erbsünde = Religion

Klimawandel = Wissenschaft


#11

Mit gut 250GW mehr an Kohlestrom beispielsweise?

Das würde mich doch sehr interessieren, wie das gehen soll, wenn du das kurzfristig bewerkstelligen willst, von welcher Zeitskala reden wir hier?

Ich bin zwar auch sehr technologieoptimistisch und gehe davon aus, dass wir den CO2-Ausstoss innerhalb der nächsten Jahrzehnte in den Griff bekommen, und zwar auch ohne massive Gängelei, Energiepreiserhöhungen und Verschlechterung der Lebensqualität. Von daher bin ich da eher gelassen. Von heute auf morgen wird das aber natürlich nichts, da haben wir weder die Technologie in der nötigen Reife noch die Infrastruktur für.


#12

Mhm - Geoengineering. Kennst du dich damit aus? Klar gibt es da Ansätze aber das Ergebnis dieser Ansätze ist ziemlich schwer kalkulierbar. Außerdem kriegt man Geoengineering nicht umsonst.
Echte Klimapolitik natürlich auch nicht; aber die meisten Wissenschaftler sagen, ein Kohleausstieg und eine Hinwendung zu Erneuerbaren ist deutlich preiswerter als an der Erde herumzupfuschen.
Die AG Energiepolitik beschäftigt sich gerade mit dem Thema. Nach allen von uns zusammengetragenen Informationen schätzen wir Geoengineering als das letzte Mittel der Wahl ein, um das Kind, das schon im Schlamm des Brunnens versunken ist, wieder heraus zu zerren. Nächste Sitzung 19.02.2019 in NRW-Mumble.
Wir beschäftigen uns auch gerne mit Informationen, die nicht aus unserer Filterblase kommen. Also wenn du Lust hat, komm’ einfach vorbei.

Politik auf der Basis von Angst - damit hast du wohl prinzipiell recht. Die Frage ist halt, ob manche Ängste nicht berechtigt sind.


#13

Natürlich geht das nicht von heute auf morgen, dennoch sollte vom schleichenden Wandel in eine höhere Gangart geschaltet werden.
Da es nicht von heute auf morgen geht, werden die Chinesen auch weniger schmutzige Kohlekraftwerke bauen müssen, um stark schmutzige Kohlekraftwerke abzuschalten.

Der entscheidende Punkt ist aber, dass Solar und Wind bei Neubauten inzwischen den günstigsten Strom produzieren.

Hier mal 573 GW weniger Kohlekraftwerke
Since 2010, India has seen coal plant proposals worth 573 gigawatt (GW) cancelled or shelved–1.5 times the current total working capacity-
https://www.indiaspend.com/government-subsidies-for-coal-nearly-400-times-more-than-environment-ministry-budget/

oder

https://www.ft.com/content/b8d24c94-fde7-11e8-aebf-99e208d3e521


#14

Naja, von kurzfristig hat er nichts geschrieben, eher dass es ohne Einbußen der Lebensqualität gehen kann.
Einfach öfter was wiederverwenden, auf Energiesparen achten, Pfandflaschen verwenden , bestenfalls aus Glas. Mal das Rad’l nehmen statt das Auto. Vermeidung von Plastikmüll. ( Plastik verbraucht bei der Herstellung Erdöl und Energie)
Nicht jedes Jahr ein neues Handy, in der Hoffnung man kommt mit dem neuen besser klar :slight_smile:

Mal reparieren lassen statt neu kaufen.

Das alles wird den Klimawandel nicht aufhalten, trägt aber dazu bei, dass er weniger schnell erbarmungslos zuschlägt.


#15

Im Bezug auf Geo-Engineering habe ich genauso viel Wissen, wie in Bezug zur Informatik: Ich habe oberflächlich Dinge gehört und gelesen, tieferes Wissen fehlt mir allerdings. Nur denke ich, dass im Gegenzug zur Informatik, was ja die Kernkompetenz dieser Partei ist, im Bezug auf Geoengineering hier keine Expertise vorhanden ist.
Ich finde es nichtsdestotrotz falsch, wie diese/r werte Herr/Frau:

aufgrund einer aus Unkenntnis resultierenden Angst effektive Lösungen grundsätzlich abzulehnen.
Wie Marie Curie einst zu sagen pflegte: „Was man zu verstehen gelernt hat, fürchtet man nicht mehr.“

Durch ein bisschen Dieselverbote hier und ein paar abgeschaltete Kohlekraftwerke da und ein paar weniger Plastik-Strohhalme dort, wird das Klima nicht gerettet werden können.

Ich fände es richtig als Partei, sich Experten hinzuzuholen und von diesen eine Einschätzung zu erhalten. Es gibt eine Menge ungehörter Professoren und Forscher, die jederzeit willig sind, über diese Themen zu diskutieren und zu referieren. Ich würde vorschlagen, an diese heranzutreten und diese für einen Themenabend einzuladen.


#16

Will man kurzfristig etwas reißen, dann geht das in Deutschland nur durch abschalten der Kohlekraftwerke.
Auch wenn es mir nicht gefällt, würde ich überlegen den neuesten unsere alten Kernkraftwerke noch ein paar Jahre zuzugestehen, wenn dafür entsprechende Kapazität Kohlekraftwerke “sofort” offline geht. Das könnte praktisch 2022 greifen, wenn die eigentlich abgeschaltet sein sollen.

Jeder einzelne kann versuchen seinen CO2 Ausstoß etwas zu mindern. Ein kleineres leichteres Auto, vielleicht Elektromobilität wenn de Bürger nach einer Art “Elektrosmart” rufen, wird der “Markt” einen anbieten.

Vergünstigte Mietwagen für eine Urlaubsreise, wenn man solange seinen Kleinwagen nicht nutzt.

Es gäbe viele Möglichkeiten, auch z.B. für verkürzte Ausschreibungen um Stromtrassen zu bauen, Lockerungen im Baurecht gekoppelt mit Mehrwertsteuerbefreiung für Stromselbstversorgungslösungen.

Heizen mit Wärmepumpen …
Nochmal neu denken ob nicht “Ökostromspeicheröfen” sinnvoll sein können. Denn wir wollen ja CO2 sparen, dass muss nicht immer bedeuten, dass man auch Energie spart.


#17

Expertise im wissenschaftlichen Sinne sicher nicht - aber so ganz auf der Wurstsuppe kommen wir garantiert auch nicht dahergeschwommen. Da gibt es zwei sehr rührige Menschen in der AG Energie, die sich des Themas etwas intensiver angenommen haben; wie gesagt - 19.02.2019, 21:15, NRW-Mumble.
Die Hoffnung auf etwas zu setzen, das alle Probleme vielleicht löst, ist jedenfalls die beste Rechtfertigung, alle ANDEREN, NOTWENDIGEN Dinge zu unterlassen, von denen wir (ziemlich) sicher wissen, dass sie dem Klimawandel entgegenwirken. Außerdem - was interessierts die 40+ - Jährigen? Die werden sich die Show von 2 m unterhalb des Bodenniveaus anschauen. Die Jugend ist ihnen aber nun auf die Schliche gekommen - #FridayForFuture.


#18

Philippsburg 2 geht spätestens am Jahresende offline.
Aber, wir haben zuviel Strom.

Jetzt sind Batteriespeicher statt Leitungsanbau angedacht.
Wenn die Stromindustrie gleich viel verdient, dann geht es auch anders


#19

Batteriespeicher. Gute Idee. Nur bis jetzt absolute Nullnummer .

Soviel Lithium gibt es garnicht auf unserem Planeten. Ist wohl der Grund warum aktuell der Weg vom E-Auto forschungsmäßig Richtung Wasserstoffverbrennung geht… wieder Mal.


#20

Gigabatterien ja das kann man machen, aber …

Soweit ich weiß gibt es da noch keine erprobten marktfähigen Lösungen und da kommt dann auch immer ein wenig der Verdacht auf, dass man Zeit schindet.

Politisch muss man überhaupt ganz anders ran gehen und Fragen wenn man Netze in Bürgerhand will, muss dann nicht statt mit Gigabatterien Abhängigkeiten zu großen Konzernen aufzubauen, dezentrale Stromspeicher und dezentrale Erzeugung stärker anstreben.

Braucht ein Haushalt in einem Einfamilienhaus sagen wir mal 10 kWh am Tag und verfügt über eine kleine “Windhelix” mit 1 kW Leistung und einem Solarpanel für 1kW Leistung, der sollte seinen Eigenbedarf gekoppelt mit einer Notfallbatterie mit sagen wir 30 kW/h Kapazität sicher decken können und gegebenenfalls noch etwas für die Nachbarschaft abgeben können.


#21

JA, JA
aber die Idee der Grundversorger ist stets sie investieren und bekommen eine gesicherte Rendite und der Stromkunde zahlt es.
Dabei spielt es keine Rolle, ob sie den Zusammenbruch der Stromversorgung mit Leitungen oder anderen Lösungen “retten”.
Hauptsache es wird eine gesetzliche Regelung gefunden, mit der sie auf der sicheren Seite sind.
Ist beim Kohleausstieg oder beim Abbruch der KKWs stets gleich.


#22

Fulleren…du hast sicher Recht… aber sowas von teuer. Echt jetzt.