Klimawandel -- aber nichts passiert?

Kann es sein, dass wir den Kampf gegen den Klimawandel
vollkommen ignorieren? Dass eigentlich nichts passiert?

Die Ampel-Koalition hatte noch bei ihrem Amtsantritt angekündigt,
dass jetzt “ernst” gemacht wird - und dass der Klimawandel
mit höchster Priorität in höchster Geschwindigkeit ganz oben auf
der Liste steht.

Viele Worte, sicherlich auch viele gute Intentionen seitens der
Ampelkoalition, aber die Realität sieht momentan ganz anders aus:
Hier – auf 53:26 min. klicken – und mal kurz hören!

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Also, was passiert hier? Die Maßnahmen zur CO2-Freiheit
kommen nicht einmal ansatzweise in die Gänge?

Das heißt: Wir müssen uns eher auf eine heißere Erde einstellen,
also auf ein Wechsel der Klimazone bei uns (mit allen Konsequenzen
bezüglich Landwirtschaft, Schädlingen, Krankheiten, Kosten usw) und auf
immerwährende häufige Katastrophen (wie Dürren, Überschwemmungen
und Tornados) sowie einen stetigen Anstieg des Meeresspiegels und
Flüchtlingsandrang in bisher unbekannter Dimension.

Denn das Stoppen des Klimawandels, also das Erreichen einer Begrenzung
auf 1.5 Grad oder auch nur 2.0 Grad, wird höchstwahrscheinlich (siehe obigen
Link - Mojib Latif) nicht gelingen.

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Das ist in der Tat ein Problem, weil #WirhabenPlatz eine glatte Lüge ist.

Dann können wir’s ja lassen.

Man muss Demokratie auch akzeptieren.
Bei der letzten Bundestagswahl war den Wählern Klimaschutz nicht wichtig, es hat sie nicht interessiert und sie nehmen den Klimawandel nicht ernst.

Die Bürger zahlen jetzt auch 30 Mrd EUR jährlich weniger für den Klimaschutz durch den Wegfall der EEG-Umlage ab 1. Juli, da sie möglichst wenig gegen den Klimawandel finanziell beitragen wollen.

Dennoch setzen die Grünen im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Gesetzgebungsverfahren Klimaschutz um.

All dies bedeutet nicht, dass wir das unter 2 Grad-Ziel nicht einhalten.
Es sind Länder wie China oder Indien und jetzt auch Australien, die die zukünftige Wirtschaftsmächte werden, da sie den Klimawandel verstehen, da betroffen.

Weltweit werden wir eine deutliche Abschwächung des Bevölkerungswachstums sehen und auch eine deutliche Abschwächung des Wirtschaftswachstums, da der Wohlstand aufgrund der steigenden Umweltkosten zurückgehen wird.

Desto stärker die tatsächlichen Einschränkungen und Bedrohungen sein werden, umso wichtiger wird man Klimaschutz nehmen und aktiv werden.

Die Vernunftlösung funktioniert derzeit nur eingeschränkt, die Anteil der Vernünftigen ist aber aufgrund der Schäden und Einschränkungen im Wachsen.
Bei 1,8° haben wir wahrscheinlich 4600 neue Viren, da sich alle Lebewesen an die neuen Bedingungen anpassen müssen und sich auf die Suche nach neuen Lebensräumen begeben.
All dies wird nicht spurlos an der Welt vorüber gehen, wenn schon Corona die Welt aus der Spur wirft.
Entweder man sorgt vor und schützt die Natur und/oder die Natur reagiert auf die Veränderungen.

Leerer Spruch, denn wenn es den Menschen an den Kragen geht verändern sie stets ihre Meinung, hatten mit ihren eigenen Verfehlungen nichts zu tun und fordern am radikalsten Veränderungen.

Ignoriert wird es natürlich nicht, es wird immerhin so “getan als ob” etwas “passieren” würde. So wie das in der Politik eben üblich ist.

Die Handlungsfähigkeit der Politik kann man ja exemplarisch schon an den Gesundheitsämtern während Corona erkennen. Da hätten auch vor 30 Jahren schon Computer anstatt Faxgeräten stehen können. Aber nein.

Wenn es bei sowas simplen schon nicht funktioniert weil es komplett am Willen der Bürrokraten fehlt. Wie kommst du dann darauf das es bei einem wesentlich größeren Projekt wie der Energiewende besser funktionieren würde ?

Wenn was funktioniert dann wenn es darum geht die Macht für Konzerne und Bürrokratien zu erhalten. Durch mehr Überwachung und Polizeiaufgabengesetze usw… Das funktioniert dann plötzlich.

Ja müssen wir !

Geh mal besser vom Worst Case Szenario aus also das in den nächsten 100 Jahren alle Kohle, Gas und ÖL die irgendwie erreichbar sind auch tatsächlich abgebaut und verbrannt werden !

Nun, mit der Flüchtlingsaufnahme ist es ja genau wie mit dem Klimawandel. Man tut gerne so als ob man etwas tun wollen würde gemacht wird dann aber genau das Gegenteil. Mehr Frontex, Stacheldraht und mehr Geld für Diktatoren wie Erdogan oder Lybische Terrormilizen damit die die Flüchtlinge irgendwohin stecken von wo aus Sie nicht nach Europa kommen.

Derweil feiern sich die Parteien natürlich für ihr gelungenes Multi Kulti und Integration ab.

Wobei ja, es ist nicht nur eine Frage des Willens sondern auch des Könnens. Man gucke sich mal auf Destatis die exponentielle Bevölkerungsentwicklung in den Arabisch/Islamischen und Nordafrikanischen Staaten an. Also denen die ohnehin auf externe Nahrungsimporte angewiesen sind (u.a aus Ukraine/Russland) da das eigene Land die Überbevölkerung nicht trägt. Wenn der Klimawandel einschlägt dann wird das nahezu garantiert früher oder später schief gehen… Geht ja jetzt schon Schief siehe, Libanon, Syrien, Lybien, Tunesien usw. wo zunehmend politisches Chaos herrscht.

Die Realität sieht leider anders aus:

UND:

Da kann Deutschland viel CO2 sparen, China und Indien machen jede Einsparung innerhalb aller kürzester Zeit durch neue Großprojekte zunichte. Australien will auch weiterhin billige Kohle überall hin liefern und die Russischen Gas und ÖL Oligarchen wird der Klimawandel auch nicht groß kümmern…

Spätestens wenn teile der Welt nicht mehr richtig ernährt werden können wird es eine Abnahme der Bevölkerungszahlen geben. Die Natur ist da gnadenlos.

In weniger demokratischen Staaten oder dort wo noch Religiöse Weltbilder dominieren (Umwelt und Klimaschutz steht halt nicht im Koran) wird sich herzlich wenig ändern. Rechtspopulisten, Nationalisten, Religiotischen Regimes und sonstigen Autoritären weltweit ist das egal, da denkt man lieber an kurzfristige Macht und Profit.

In den Demokratien wird man halt etwas mehr von dem schon zuvor genannten “So tun als ob” zum Einsatz bringen.

Bis dahin sind alle Kipp-Punkte erreicht, z.B. Permafrost Abtauung und die Sache dann entsprechend irreversibel. Immerhin gibts dann ja vielleicht das dann sehr lukrative Geschäft saubere Atemluft zu verkaufen.

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Es läuft doch prima,
aber zunächst müssten Russland, China und wie sich abzeichnet auch Indien erstmal wieder zurück in die Pandorabüchse. Denn diese Regierungen wollen tatsächlich ihren Bürgerinnen einen ähnlichen Lebensstandard ermöglichen, wie Sie ihn hier im geliebten Deutschland (=Europa) genießen.

Um die Klimaproblematik in ihrer vollen Breitseite zu begreifen, bräuchten Sie sich nur die unterschiedlichen Mindestlöhne in Europa anzusehen.

Das erklärt auch ein wenig die Probleme beim geschlossenen Vorgehen “Europas” gegen Russland.
In Bulgarien muss ein Mensch mit Mindestlohn z.B. 1 Stunde für 1l Sprit zum Preis von 2 Euro arbeiten, in Luxemburg lediglich 10 Minuten. Eine Tankfüllung bedeutet für den Bulgaren 1 Woche Arbeit zum Mindestlohn, für die Luxemburgerin 1 Tag.

Soll heißen, solange Menschen, die die nationale Souveränität über alles andere stellen, den weltpolitischen Ton angeben, wird kein globales Problem gelöst werden können. Im Gegenteil, Nationalismus verschärft die Situation.

Europa vom asiatischen Raum ökonomisch unabhängig machen zu wollen, ist die größte (nicht nur) klimapolitische Dummheit der letzten Jahrzehnte.

Durch die Industrialisierung von Ost und Südeuropa würden sicherlich auch die Löhne dort steigen… Und dank EU vermutlich zu besseren Umwelt Bedingungen als in China.

Toller Plan, besonders in einer Epoche, die sich durch das Primat von Kommunikation und Informationsaustausch sowie der Bereitstellung von Dienstleistungen auszeichnet.

Die Bedeutung der industriellen Produktion sinkt in der modernen Volkswirtschaft kontinuierlich.

Darum warten die Deutschen auch seit rund 30 Jahren vergeblich darauf, dass sich durch spontane Selbstindustrialisierung die Lage in anderen europäischen Ländern von alleine verbessert.

Das wird auch in den nächsten 30 Jahren nicht passieren, glauben Sie es mir oder nicht.

Da unterschätzen Sie so ein bisschen die Innovationskräfte in China.

Die Anzahl dieser Busse nimmt deutlich zu – allerdings nur in China, wie ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg ergibt. Demnach fahren – Stand 2018 – auf der ganzen Welt schon 425.000 Elektro-Busse umher, davon aber 421.000 in China, also 99 Prozent.
Schon 425.000 Autobusse mit Elektromotor auf der Straße

http://german.people.com.cn/n3/2022/0530/c209053-10103197.html

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Nonsense, die Produktion wurde nur ausgelagert und der ganze Dreck dann in China, Indien und Bangladesch zu erbärmlichen Bedingungen produziert. Nur so konnte sich Europa dafür rühmen ja so Öko und co zu sein…

Solange die Leute immer noch billig Wegwerf Klamotten en masse kaufen und es alle paar Monate ein neues Smartphone sein darf. Solange sinkt die Produktion global ganz sicherlich nicht sondern steigt. Die ganzen tollen Dienstleistungs und Bereitstellungsökonomie lebt ja davon eine immer größere Masse an Zeugs zu verkaufen. Sei es online oder in den Massen an billig Klamotten Läden in den Innenstädten…

Mal ganz abgesehen das Dienstleistungen die auf Pump finanziert werden (Siehe Staatsverschuldung in USA/DE usw) keinen Wohlstand schaffen. Oder anders ausgedrückt die Güter die wir brauchen produzieren sich nicht selbst indem wir uns gegenseitig die Haare schneiden. Überproduktion und Miese Qualität (Aka geplannte Obsoleszenz sind dann nochmal andere Probleme).

In USA und Europa sinkt der Wohlstand in der breite der Bevölkerung, in China steigt er rapide. China setzt aber auch auf Schwere Industrie und Massenproduktion und nicht nur auf die Dienstleistungs und Spass Gesellschaft. Das ist der große Unterschied.

Wenn die Chinesischen Elektrobusse mit Kohlestrom fahren ist nicht so sehr viel gewonnen…

Bei China muss man auch noch aufpassen, was ist Propaganda und was ist Realität. Diktaturen haben es etwas leichter sich selbst glänzender darzustellen als Sie es dann tatsächlich sind.

Na ja, da gibt es schon andere Faktoren die eine Rolle spielen…
Übrigens auch, was den EE Ausbau (der Zukunft) betrifft. Wer Eigentum hat ist da wesentlich besser dran…

Ich mache hier mal den Advocatus Diaboli. :smiling_imp:

In Deutschland ist es produktions- und Ressourcen technisch gar nicht möglich mehrWindkrafträder zu bauen.
Auf Wärmepumpen wartest du ebenfalls immer länger, auf PV Module natürlich auch.
Über horrende Preisanstiege gar nicht zu reden.

Selbst PV-Anlagen, die defekt sind können monatelang still stehen weil ein blöder Wechselricheter fehlt und nicht herbei kommt und keiner Zeit hat ihn einzubaen…

Tja, uns täten ein paar zehntausend Geflüchtete gut, die wir in in EE Bereichen schulen und einsetzen.
Dann wäre schon mal ein Problem gelöst.
Und noch ein paar zehntausende, die dann industiell PV Module, Wärmepumpen und Windgeneratoren fertigen, und in 10 Jahren könnten wir eventuell loslegen…

Natürlich war dies (fast) jedem bewusst, nur eben den Parteien nicht.
Und jetzt fehlt auch noch für die nächsten Jahre die “Brücke Gas” -mhhhh, das hatten sich Harbeck und Co eben anders vorgestellt.
Aber so muss man halt Bücklinge machen um ein “paarMilliarden Tonnen” LNG Gas aus Fracking und politisch undemokratischen Ländern zu bekommen.
Denn sonst geht in den nächsten Jahren das Licht aus!

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Die Realität sieht anders aus, als die deutschen Bürger die Situation einschätzen.

Obwohl wir im Bereich Klimaforschung die besten Wissenschaftler und das größte Know-How in Deutschland haben, lebt die Bevölkerung in völliger Desinformation.

Es gibt fast kein Land auf der Welt, in dem der Klimawandel und die Folgen daraus so abgestritten wird, wie in Deutschland.
An zweiter Stelle folgen die USA.

In China, Indien, den USA und anderen Industrie- und Entwicklungsländern sind die Schäden deutlich sichtbar und deshalb gibt es dort gar keinen Zweifel, endlich massiv gegen den Klimawandel vorzugehen.

Wo soll das Problem sein, wenn China oder Indien neue, saubere Kohlekraftwerke bauen, wenn der Energiebedarf rasant steigt?
Der Ausbau der Erneuerbaren stößt mit 30 oder 40% jährlichem Zuwachs schlichtweg an seine Grenzen.
Das Entscheidende ist doch, dass dieser Weg kontinuierlich fortgesetzt wird.

Tesla kann auch nur ein Werk nach dem anderen errichten und kommt mit der Auslieferung nicht nach. Wichtig ist doch einzig, wenn das neue Werk vernünftig läuft, wird das nächste gebaut.

Aber die Deutschen: braucht man nicht, wird sich eh nicht durchsetzen, geht eh nicht, eh alles zu spät, tun wir nicht.

Die Realität ist, dass der Ausbau der Erneuerbaren in China und Indien viel schneller erfolgt und in China die E-Automobilproduktion und die Batterie-Produktion viel schneller hochgezogen wird und zwar in einem Tempo, das die deutschen Schnarcher beunruhigen sollte.
Die aktuellen monatlichen Zahlen sind eindeutig.

Bleibt die Frage der Klimagerechtigkeit.
Was zahlt Deutschland anderen Ländern dafür, dass Deutschland den Planeten so zugerichtet hat?
Die Chinesen und Inder werden die Verschmutzung die Deutschland erzeugt hat und erzeugt niemals erreichen.
Seit 2020 hätte D noch 4 Gt CO2 bis zum Jahr 2100 ausstoßen können (1,06% der Weltbevölkerung), hat aber nach 2,5 Jahren schon die Hälfte heraus gehauen und wird die andere Hälfte in den nächsten 2 1/2 Jahren verbrauchen.
Die Schuldzuweisung an die Deutschen wird kommen und sie ist berechtigt, gerade, da man in D so hartnäckig die Realität ausblendet.

Wenn die Chinesische Diktatur Kohlekraftwerke baut dann sind die für dich “sauber”… Wenn Deutschland CO2 raus bläst dann ist das Realitätsverleugnung der Klimawandels…

Komische Logik irgendwie…

Aber da würde es mich mal interessieren in wie fern Chinesische oder Indische Kohlkraftware deiner Meinung nach “sauberer” sind als Deutsche ? Gelten da neuerdings strengere Vorschriften für Abgase als in der EU ? (Würde mich ja sehr überraschen…)

[

Die komische Logik besteht darin, dass wir nicht wollen aber könnten,
und China und Indien nicht das tun können, was sie gerne tun würden,
aber die Deutschen mit dem Finger auf sie zeigen.

Die Autos in China werden schneller sauberer sein, als die in Deutschland.
Und die PV-Module auf deutschen Dächern kommen auch aus China, im Augenblick liefern sie halt weniger.
Es wird auch eine fixe Idee sein, den deutschen Stahl subventionieren zu wollen, da er sauberer sei.
Und China bekommt sein russisches Gas aus der Pipeline und wir werden flüssiges Frackinggas importieren.

Ansonsten orientiert sich China an europäischen Umweltstandards, etwa unsere Euro-Abgasnormen.
Das Umwelt-Bashing gegen China und Indien sollte man sich wirklich sparen.

Warum drehst Du Saudi-Arabien nicht den Ölhahn zu?
Stelle einfach die Autoproduktion der Deutschen in China ein, wenn das alles so einfach ist.
Es gibt nun mal weltweite Abhängigkeiten und das ist auch gut so.

Klimawende in den westlichen Fake Demokratien ist wenn der Jetsetende Geldadel vom Pöbel verlangt den Gürtel enger zu schnallen um das Klima zu retten !

In China werden immerhin noch echte HighSpeed Bahnnetze für die Bevölkerung hochgezogen. Hierzulande vergammelt die Infrastruktur !

So einfach ist es eben nicht!
Wir hätten gekonnt wenn wir den 2005, 6, 7 ner Weg weiter gegangen wären!
Der Endverbraucher will in Deutschland schon (wieder), aber wie gesagt, dem stehen Realitäten entgegen.

China hätte doch an Stelle der Kohlekraftwerke EE ausbauen können?
Nein, sie wollen genau wie Indien ihre Industrie weiter nach vorne bringen, und den Lebensstandard ihrer Bürger maximal erhöhen!
Sie erleben gerade den gleichen Aufschwung den Deutschland schon hinter sich hat.
Und da es heute EE gibt, werden diese eben mit eingeplant, für mich völlig normal!
Und Deutschland plant nicht neu, sondern muss umrüsten, nicht um den Lebensstandard zu erhöhen, sondern eventuell zu erhalten.
Und da läuft halt einiges schief, da Neuplanung immer einfacher ist!

Wissen Sie so einen richtigen Spaß macht es nicht, sich durch Vorurteile und Bildungslücken zu arbeiten.

  1. Der ganze Dreck.
    Dabei handelt es sich und die materiellen Güter, die unser Leben ermöglichen. Je besser der Zugriff auf diesen Güterberg, desto höher der Lebensstandard des Menschen und desto besser seine Entwicklungschancen.
  2. Produktion wurde nur ausgelagert
    Sicherlich wurde ein Teil der Produktion ausgelagert, aber das ändert wohl nichts an der Tatsache, dass auch die Produktivität enorm gewachsen ist. Googeln Sie einfach mal Roboter, Industrieroboter, Sie werden staunen, was Sie finden.
    Ausgelagert wurden Produktionslinien, die mit einfachen, kaum ausgebildeten Arbeitskräften betrieben werden konnten. Also die Produktion, die in den hoch industrialisierten Staaten nicht mehr konkurrenzfähig war.
  3. zu erbärmlichen Bedingungen produziert
    Das klingt jetzt so als sei das Leben in den Ländern vorher rosig gewesen. Erbärmliche Bedingungen haben dort zuvor auch geherrscht. Das erbärmliche Leben der Produzenten in den exotischen Ländern scheint Sie nicht weiter zu tangieren. Es dient Ihnen hier nur als Argument für oder gegen irgendwas.
    Schlimm ist nicht deren verkorkstes Leben, sondern schlimm ist das Europa sich rühmen kann Öko und co zu sein.
    Sie leben in einer Welt, um die ich Sie nicht beneide.
  4. Europa dafür rühmen
    Wo bitte rühmt sich Europa. Meinen Sie die deutschen Grünen? Natürlich sind die modernen Produktionsanlagen erheblich sauberer als die vorzeitlichen. Im Ruhrgebiet wird heute, mit einem Bruchteil an Arbeitskräften, fast so viel Stahl produziert wie in den 60er und 70er Jahren. Die Luft ist hingegen erheblich sauberer.
  1. Die Leute
    Das adressiert an eine Luftnummer. Die Leute können alles und nichts zugleich sein, darum lässt sich mit den Leuten alles beweisen und rechtfertigen, weil sie letztlich nur ein Produkt der Einbildung bzw. auf das Argument zugeschnitten sind.
  2. billig Wegwerf Klamotten en masse kaufen
    Wir wissen, es gibt Leute am Wühltisch. Sogar Leute die sich dort prügeln. Das sind aber erstmal andere, wie die, die unter erbärmlichen Bedingungen produzieren müssen.
    Andererseits fragt es sich, wie viele Leute wie viel Schund kaufen, um ihn wegzuwerfen. Der Schund macht im Übrigen nur einen geringen Teil der Gesamtproduktion aus.
  3. alle paar Monate ein neues Smartphone
    Ja, es gibt technikaffine Menschen, die nur glücklich sind, wenn sie die neusten Geräte in den Händen halten. Aber auch das sind nur einige wenige. Die allermeisten Menschen sind mit älteren Modellen durchaus zufrieden. Darüber hinaus sollte auch nicht ausgeblendet werden, dass gerade im Bereich der Digitalisierung eine rasante technische Entwicklung stattfindet, sodass hier eine schnelle technische Alterung stattfindet.
  4. *Solange sinkt die Produktion global ganz sicherlich nicht *
    Die globale Produktion steigt, weil in Länder wie China, Indonesien, Indien usw. die Leute sich zunehmend am westlichen Lebensstandard orientieren. Nicht jeder ist mit einem erbärmlichen Leben zufrieden.
    Und wenn die hiesige Dekadenz das nicht irgendwann realisiert, dann wird das Leben die Zuspätkommenden durch Nichtachtung bestrafen.

Hier haben Sie einen relevanten Sachverhalt erkannt. Nur regen Sie sich darüber überflüssigerweise auf, anstatt seine Relevanz zu begreifen.
Gerade, weil die Produktion des materiellen Reichtums in einer modernen Volkswirtschaft in den Hintergrund getreten ist, verschiebt sich der ökonomische Schwerpunkt auf die Verteilung des materiellen Wohlstands. Es ist ja genau diese elementare Veränderung der Volkswirtschaft, die ein Konzept wie das BGE aus den Sphären der Utopie in die Realität transferiert.

Im folgenden Absatz

hat man das Gefühl, ihre Gedanken liefen Amok.

Nehmen wir an, Ihre Aussage stimmte, ich kann es jetzt nicht verifizieren.

Es gibt da einen Unterschied zwischen China und USA. Nein werter Herr @syna, ich spiele jetzt nicht auf die westlichen Werte an, sondern:
Das BIP pro Kopf betrug 2020 in den USA 63.543,58 USD und in China 10.500,40 USD. Daran sollte doch erkennbar sein, dass unter Vernachlässigung der “Gerechte-Verteilungsfrage” der Durchschnittsamerikaner rund 6-mal reicher ist als der Durchschnittschinese.
Bemerkenswert ist, nebenbei gesagt, dass die chinesische Volkswirtschaft ca. ¼ der Menschheit auf nur 9 % der Fläche zu versorgen hat.

  1. Gesellschaftlicher Reichtum drückt sich in der Realität nicht durch ein dickes Bankkonto aus, sondern durch Infrastruktur, also Straßen-, Bahn-, Strom- und Kommunikationsnetze, Flugplätze, Trinkwasserversorgung und Kanalisation, Wohnungen, Krankenhäuser, Schulen, Universitäten usw.
    Und um eine mit der westlichen Welt vergleichbare Versorgung zu gewährleisten, hat China einen gewaltigen Nachholbedarf. Darum ist der Schwerpunkt der Ökonomie ein wenig anders gelagert als z.B. in den USA.
    Die Verlagerung der ökonomischen Relevanz von Landwirtschaft und Industrie auf den Dienstleistungssektor ist aber auch in China kaum zu übersehen.
    Die führenden Trends im chinesischen Dienstleistungssektor nach der Beeinträchtigung durch COVID-19 - China Briefing News

  2. Die von Ihnen konstatierte Armut in den westlichen Staaten resultiert nun nicht aus einem Mangel an Schwerindustrie, sondern aus einer systemischen Fehlideologie, die auch aus Ihren Beitrag ausdünstet.
    „Unsere“ Erfahrung, die gegenwärtig u.a. in China und Indien gemacht wird, dass nämlich realer gesellschaftlicher Reichtum durch Arbeit entsteht, führt zu der Vorstellung, dass nur der, der arbeitet, ein Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Reichtum hat.
    Leider passt diese Ideologie nicht auf die moderne Volkswirtschaft, in der die Verteilung des Reichtums die eigentliche Herausforderung darstellt. Menschen zu versorgen, ohne dass sie dafür arbeiten müssen, ist mit ihr nicht vereinbar.
    Durch Einführung des #BGE ließe sich das Armutsproblem eher lösen als mit dem Aufbau von überflüssiger Schwerindustrie.

Bezüglich Ihrer “Chinakritik” verweise ich auf die Beiträge von @GG79

Mal zurück zum Thema, der Klimawandel bedeutet ja nicht nur Umstellung der Energieerzeugung und einen Mobilitätswechsel.
Wir haben in Deutschland hunderttausende Häuser, deren Eingangstüren ebenerdig sind, oder deren Lichtschächte sich auf Straßen/Gartenniveau befinden.
Hier müssen auch dringend Vorkehrungen getroffen werden, Schaden von der Gesellschaft und Hausbesitzern abzuwenden.
Ja, dies ist nicht die große global übergreifende Politik, von der hier immer geschrieben wird, es ist einfach NUR Realität!
Und vielleicht interessiert dies “einige” Menschen…

“Wir” - die Industriestaaten?
“Wir”, die wir Hauptverursacher der Klimakatastrophe sind, sollen also nichts zu deren Bekämpfung beitragen sowie dadurch ausgelöste Fluchtbewegungen abweisen?

Das passt zu “dir”, aber hoffentlich nicht zu “uns”.

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„Wir“, die Menschen.

Widersprichst du der weiter oben geäußerten Ansicht, dass die Eindämmung ohnehin scheitern wird? Wenn ja, bitte begründen, wenn nein, ist es nichts als Symbolismus und damit Populismus, wenigstens irgendwas zu tun, wohl wissend, dass es nichts bringt.

Steht da nicht. Bleib bei den Fakten.

Wer sind denn „wir“ und warum gehöre ich nicht dazu?

Keine Ahnung. Sag du es mir.

Das steht da:

Dann solltest du deine Einzeiler vielleicht etwas konkreter ausformulieren. So wie es da steht, ist es nur so zu interpretieren, wie ich es geschrieben habe.

Ja.

Ich könnte begründen, warum man es bewusst scheitern lässt. Die Eindämmmung an sich ist völlig trivial: einfach kein CO2 mehr emittieren. Da gibts nichts zu begründen.

Am wenigsten bringt dein nichts. Wenn einem die Folgen der Klimakrise egal sind, kann man natürlich weiterhin nichts tun. Dann gibts demnächst garnichts mehr zu tun.

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