Klimarettung?: Prof. Lesch fordert Damm in der Antarktis

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Moin, ich hab mir gerade Videos von Prof. Dr. Harald Lesch angesehen. Er hat in einem seiner Videos, produziert zusammen mit dem ZDF, eine in meinen Augen erstaunlich risikofreie Lösung präsentiert, mit welcher mit menschengemachter Technologie dem Klimawandel etwas entgegensetzen kann.
Mit einem speziellen Damm in der Antarktis könnte man das Jahr über den Gletscherfluss zumindest solange aufhalten, dass der arktische Winter eintritt und das Gletschereis in dem Maße wieder gefriert, wie es aufgetaut ist. (Video: Prof. Dr. Harald Lesch | Klimarettung)

Das schmelzende Gletschereis ist einer der irreversiblen Faktoren, die für einen Anstieg des Meeresspiegels sorgen und durch fehlende Lichtreflektion (weniger weiße Fläche, durch welche Photonen wieder in den Orbit gelangen, stattdessen freiwerdendes Wasser und dunkle Landmasse, die Wärmeenergie aufnimmt) ebenso ansteigende Erderwärmung verursacht. Irreversibler Faktor bezeichnet dabei einen Faktor, welcher nicht durch Einsparung von CO2- und Methan-Emissionen von menschlicher Technologie, aufgehalten werden kann.

Mag man folgendem Artikel glauben schenken (Heise | Weltklima auf der Kippe) ist das Weltklima bereits über der Kippe.
Nahm die Wissenschaft vor einigen Jahren noch an, dass wir durch drastische Reduktion der CO2 und Methan Emissionen den Klimawandel aufhalten können – sehen wir uns heute damit konfrontiert, dass selbst wenn wir Afrika und China dazu bringen sollten, ihre komplette Produktion abzuschalten und jeder Mensch der Welt auf Strom, Computer und Internet verzichtet, die aufgetauten Permafrostböden in den nördlichen Regionen davon nicht wieder einfrieren und die explodierten Methanblasen, beispielweise in Sibirien, ebenfalls nicht wieder im Boden verschwinden, ihr Methan befindet sich schließlich bereits Kilometer über dem Boden. Ähnlich verhält es sich mit Wasser von Gletschern, dass bereits in allen Ozeanen der Welt verteilt ist und auf natürlichem Wege nie wieder in seine ursprüngliche Position kommt, um wieder einzutauen.

Zitat aus dem Artikel:

Der ökologisch verheerende Auftauprozess der seit Jahrmillionen gefrorenen Böden schreitet demnach viel schneller voran, als selbst die pessimistischsten wissenschaftlichen Studien annahmen. Demnach soll das Auftauen des Permafrosts inzwischen so weit vorangeschritten sein, wie es in den aktuellen Szenarien des Weltklimarates (IPCC) für das Jahr 2090 prognostiziert wurde. Die Klimawissenschaft hat sich somit um rund 70 Jahre in dieser entscheidensten aller wissenschaftlichen Fragen verkalkuliert.

Der menschengemachte Klimawandel ist wie es scheint nicht mehr durch simples Einsparen von Emissionen aufzuhalten, haben wir den Zenit schon überschritten, was es jetzt braucht ist ein menschengemachter Klimarückwandel. (Was selbstverständlich nicht heißt, dass wir unsere Bemühungen, die Emission etwaigier Treibhausgaße durch menschliche Technologie einzudämmen, aufgeben sollten)

Ich war bisher immer ein großer Gegner von enormen menschlichen Eingriffen in das Ökosystem und habe mich immer stark auf die Risiken fokussiert. (kleine Anmerkung, weil es mir eben beim tippen aufgefallen ist: ironischer Weise sind auch die unzähligen Fabriken mit ihren hohen Emisionswerten eine Art solcher Eingriffe, wenn auch unbeabsichtigt) Wenn aber die Alternative ist, dass sich die Erde unaufhaltsam aufheizt, bis dahin, dass es uns nicht mehr möglich ist, auf der Erde zu leben, ist es es vielleicht wert auf die Auswege einen zweiten Blick zu werfen. Gerade wenn der vorgeschlagene Eingriff so ein geringes Risiko mit sich bringt, wie der Vorschlag von Herrn Lesch.

Auch Herr Prof. Lesch schreibt in die Beschreibung seines Videos:

Der steigende Meeresspiegel könnte noch in diesem Jahrhundert jährliche Kosten von mehreren Billionen Euro erzeugen, wenn ganze Städte umgesiedelt werden müssen. Im Vergleich dazu erscheint auf einmal Geoengineering, das Milliarden Euro verschlingt, als gar nicht mehr so verrückt.

Geschichten wie: Schwefel in die Luft pusten, damit Licht ins All reflektiert wird – und ähnlichem, bin ich aber weiterhin sehr sehr skeptisch gegenüber, auch wenn das wohl einige anders sehen, wie ich in den letzten Tagen festgestellt habe. Zu groß sind meiner Meinung nach die Risiken, dass das beispielsweise nach hinten los geht und wir unsere Luft nicht mehr atmen können. Aber vielleicht hab ich in die Richtung auch einfach nicht ausreichend Wissen und schätze das Risiko falsch ein. Würde mich freuen, wenn mir ein Befürworter dessen seine Ansicht erklären könnte.

Es gibt allerdings unzählige einfachere Ansätze, von denen einige bereits in kleinem Maßstab umgesetzt sind. Neulich hab ich in einem Artikel von riesigen reflektierenden Decken gelesen, mit welchen in Alaska der Eisschmelze entgegengewirkt wird. (Den Artikel hab ich leider durch kurzes googeln nicht wieder gefunden, Gefahr besteht also, dass ich mich falsch erinner.)
Weiterhin gibt es da die schweizer Firma Climeworks, welche mit Anlagen CO2 aus der Luft absaugt und in Island in den Boden pumpt. (DW Deutsch | Hightech gegen Klimawandel) Um ihr Modell zu skalieren, fehlen die finanziellen Mittel.

Selbstverständlich ist es nicht die beste Lösung CO2 in den Boden zu pumpen und zu hoffen, dass es da bleibt, glücklicherweise ist die Wissenschaft auch hier nicht untätig geblieben:
Erst dieses Jahr wurde eine Lösung gefunden, wie CO2 wieder in Kohle umgewandelt werden kann. Es ist also möglich mit Energie aus nicht-emittierenden Quellen CO2 aus der Luft wieder in Kohle umzuwandeln und diese dann entweder in Festform einzulagern, ohne Risiko der Klimaerwärmung, oder beispielsweise aus diesen Kohlenstoffnanoröhren herzustellen, wie sie unter anderem im Autobau verwendet werden. Nebeneffekt: es muss keine Kohle aus der Erde gefördert werden. Quasi Klimaverbesserndes Kohle-Recycling: Wir machen die Fehler der Vergangenheit Rückgängig und machen mit der Kohle was besseres, als diese in CO2 umzuwandeln.
(Spiegel | Forscher wandeln Kohlendioxid wieder in Kohle um)

Der Text ist etwas länger geworden als geplant. Jetzt bin ich auf eure Meinungen gespannt: Könnten/Sollten wir u.a. Herrn Prof. Lesch’s Vorschlag zu unserer Forderung machen? Wie sieht es mit Climeworks aus, ist deren Ansatz unterstützenswert?, könnte eine weitere Forderung von uns sein, dass denen aus dem deutschen Bundeshaushalt Mittel zur Verfügung gestellt werden, um die CO2-Rückführung auch in DE voranzutreiben? Sollte Deutschland in die weitere Forschung im Zusammenhang mit derartigen Ansätzen deutlich stärker investieren (was natürlich heißt, dass woanders eingespart werden muss), wenn ja wie viel? Seid ihr durch Recherche/Zufall auf weitere risikoarme Ansätze gestoßen, die ich nicht aufgeführt habe, bzw. habt eine brillante Idee?

Prof. Leschs Vorschlag ist noch sehr Unfertig und nicht zu ende gedacht.
Du hast sicher gelernt, wie der Golfstrom durch das Einfrieren von Meerwasser angetrieben wird.
Das gleiche passiert auch in der Antarktis. Ein Schutzwall der warmes Wasser daran hindert in die Antarktis zu kommen hindert auch kalte Tiefseeströmungen die Antarktis zu verlassen, das verändert die ökologischen und klimatischen Rahmenbedingungen auf der Südhalbkugel.

Der Big Rock in der kanadischen Provinz Alberta nahe der Stadt Okotoks gilt mit 15.000 Tonnen Gewicht, 41 Meter Länge, 18 Meter Breite und neun Meter Höhe als einer der größten bekannten Findlinge der Welt .

So etwas schiebt ein Gletscher locker durch die Gegend und bevor er es rund geschliffen hat, war der Stein bestimmt noch größer.
Das Eis unter Druck schmilzt und damit so ein Gletscher um ein Hindernis fließen kann, sei als Problem auch noch erwähnt.

Klar hat das Aspekte über die man Nachdenken kann, aber die Ideen sind Jahre bis Jahrzehnte von einer Realisierung entfernt.

CO2 in Kohle verwandelt ist ein tolles Konzept, aber noch Jahre bis Jahrzehnte von einer Umsetzung entfernt. Die Luft enthält weniger als 500 ppm CO2. PPM steht für Parts per Million oder weniger als 0,5%. Um es aus der Luft raus zu bekommen muß man das CO2 ausfrieren, das ist ein Energie intensiver Prozess. Auch muss so ein Laborexperiment erst mal in einen Industriellen Maßstab umgesetzt werden.

CO2 verflüssigen und in unterirdischen Lagern zwischenlagern. Kann man machen, aber hat auch Tücken. CO2 kann unter Druck und bei geeigneter Temperatur überkritisch werden und löst dann so ziemlich alles auf, das Gas kann durch poröses Gestein diffundieren und Erdbeben und Erdbewegungen z.B: durch abgepumptes Grundwasser können das CO2 wieder freisetzen.

Brennstoffzellen sind eine tolle bereits etablierte Technik, hast du dich mal gefragt, warum es noch keine Brennstoffzellen-Kraftwerke gibt?

In Punkto Klima brauchen wir kurzfristige Erfolge und da stehen CO2 Einsparen und Bäume/Wälder Pflanzen ganz oben auf der Liste der besten Maßnahmen. Danach kommt leider noch sehr lange nichts.

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Momentan führt einfach nichts an Emissionsreduktion vorbei.

Methoden zur CO2-“Speicherung” sind meist noch weit weg vom großindustriellen Maßstab. Wenn irgendwann die komplette Stromversorgung auf Solar, Wind, Geothermie basiert und treibhaus-gas neutral agiert, könnte man überschüssige Energie für diese Prozesse nutzen, um CO2 aus der Atmosphäre zu holen. Aber ansonsten ist das denke ich energetischer Unsinn - wenn man elektrolytisch was spaltet, muss der Strom dafür ja irgendwie vorher gewonnen werden …

Zum Vorschlag vom Lesch kann ich nichts sagen, sehe aber als Laie auch eher praktische Probleme. Vielleicht würde es aber auch funktionieren, nur wer finanziert das am Ende?

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Geoengineering hat den großen Nachteil, dass wir bisher an zu wenigen Planeten praktische Erfahrungen damit gesammelt haben. Wir wissen nicht wirklich, was passiert, wenn wir in solchen Umfang in das System eingreifen.
Was wir sicher wissen ist, dass der CO2-Anteil in der Luft ein sicherer Faktor ist um die Temperatur hoch zu treiben. Also sollten wir diesen Faktor ganz schnell und ganz massiv angehen. Zumal wir dafür bereits alles einsatzbereit haben, es wird nur nicht eingesetzt, weil dann andere Leute das Geld mit der Energie verdienen als heute.

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Ich möchte mal ganz vorsichtig darauf aufmerksam machen, dass ich in meinem Post nichts anderes gesagt habe:

Dass wir alles versuchen sollten um CO2 und Methan Emissionen einzusparen und Energie möglichst emissionsfrei erzeugen sollten, ist denke ich allen bewusst. Was bringt es CO2 aus der Luft zu fällen, wenn die Fabrik nebendran das doppelte in die Luft pustet? Es geht viel mehr darum, dass das bloße Einsparen von Emissionen nicht genug ist.

Sprich, selbst wenn wir von heute auf morgen auf 0 Emissionen kommen sollten, wird der Klimawandel weiterhin unaufhaltsam voran schreiten. Wollen wir den Planeten bewohnbar halten, müssen wir mehr tun, als uns nur über das Einsparen Gedanken zu machen. Drauf wollte ich hinaus. Ich hab nie gegen das Einsparen argumentiert, was ja auch völlig blödsinnig wäre.

Ich empfehle weiterhin, auf diesen Artikel einen Blick zu werfen:

Ich weis, mein Opener ist lang gewesen, deswegen kann ich voll nachvollziehen, dass ihr ihn nur überflogen habt, ich hoffe ich konnte hier mit dem Missverständnis aufräumen.

Ja, das ist klar; war auch nicht direkt auf dich bezogen. Es ist nur oft zu lesen, dass diese und jene Technologie doch was bringen würde, was teilweise impliziert, dass man doch nichts mehr machen müsse. Die Technologie wirds schon richten! Und da sist eben falsch. Wollte das nur noch mal verdeutlichen.

Zum heise-Artikel: Ob man über der Kippe ist, wird man erst sagen können, wenn es wirklich katastrophal zu spät ist. Ich meine, dass einige Klimaforscher sagen, wir hätte noch ca. 10 Jahre Zeit, erst dann wärs wirklich zu spät. Ist schwer zu sagen einfach. Handlungsbedarf besteht auf alle Fälle.

Zunächst ist doch mal so, daß wir eine ansteigende Kurve von CO2/Methan haben, die irgendwann ihren Höhepunkt erreicht und dann wieder abfällt.
Ob die Menschheit den Höhepunkt erlebt hängt primär davon ab, wo das Maximum liegt.

Politische Aufgabe ist es daher das Maximum so gering wie möglich zu halten. Ob wir also weniger in die Luft blasen oder CO2 aus der Luft holen oder beides tun, macht zunächst mal keinen Unterschied.

Als Wirtschaftstudent ist Dir aber das Minimal und Maximal-Prinzip bekannt.
Grundlage der Entscheidung ist z.B. wie man mit 1 Mrd EUR die größte CO2-Ersparnis hinbekommt oder welchen Betrag man aufwenden muß um soviel weniger auszustoßen.

Da würde mir jetzt spontan einfallen mit dem Geld PV-Anlagen in Indien aufzustellen, um Strom für 3 Cent zu erzeugen.

Natürlich kann man auch PV-Anlagen auf deutsche Dächer bauen, damit die Strom für 11 Cent produzieren.
Für das gleiche Geld kann man dann halt nur 1/4 des Stroms erzeugen und damit auch einsparen.
Gleiches gilt CO2 aus der Luft zu entziehen, um es in Kohle umzuwandeln.
Es gibt daher eine logische Reihenfolge wie man am kostengünstigsten vorgehen könnte, Stand der Technik heute, in einem Jahr kann sich diese Reihenfolge verändert haben.

Politisch lässt sich diese Vorgangsweise nicht umsetzen, es ist aber eine politische Aufgabe sich möglichst nah daran zu orientieren, um die Kosten in den Griff zu bekommen, bzw. die größten Erfolge damit zu erzielen.

Wir müssen uns damit beschäftigten ein globales Problem auch global zu lösen und sollten uns nicht in Kleinstaaterei verlieren.
Da das nicht von heute auf morgen möglich ist, müssen wir trotzdem in nationaler Kleinstaaterei denken ohne zu vergessen, dass eine PV-Anlage im Süden Europas besser ist als eine im Norden und das Abschalten von Braunkohlekarftwerken billiger ist als E-Tankstellen zu finanzieren.

GEO-Engineering ist ganz spannend, es ist aber besser die Ursachen statt Symptome zu bekämpfen.
Es kann sein, dass die Technik in der Antarktis funktioniert, es tauen aber an anderer Stelle trotzdem die Permafrostböden auf, die Gletscher Grönlands, Kanadas und Grönlands schmelzen trotzdem, wenn es zu warm wird oder ist.
Es kann aber auch sein, dass die Technik nicht funktioniert und dann hätte man für das Geld besser erprobte Technik in Indien aufgestellt.

Nicht unbeachtet bleiben sollte auch die internationale Vernetzung der deutschen Unternehmen. Wenn wir in Zukunft verstärkt Produkte von China nach Vietnam verlagern, dann sollten die Konsumenten und die Unternehmen darauf achten, daß diese Produkte mit sauberem Strom hergestellt werden.

Es gibt extrem viele Betätigungsfelder, wie wir für weniger CO2 in der Luft sorgen können. Man sollte nur darauf achten, dass diese keine Showveranstaltungen sind, sondern so schnell wie möglich viel CO2 eingespart wird, ohne daß Geld verchleudert wird.

Der Aufbau einer Batteriezeellenfertigung in Deutschland, der Aufbau einer subventionierten Ladeinfrastruktur, Kaufanreize für E-Autos oder Batteriespeicher, der Kohlekompromiss etc gehören mit Sicherheit zu den Dingen, die sehr viel Geld kosten und relativ wenig bringen.

Es hat auch niemand so etwas angedeutet.

Das finde ich schon ein wenig unnett.

Es sind Leute wie dieser von den Egoismusliberalen, wegen denen man immer dazusagen muss, dass es ohne Reduktion nicht geht.


Weil die immer versuchen es so zu drehen, dass sie nix tun müssen.

Er kann da drehen was er will.
Solange der CO2-Gehalt so weiter steigt, verliert er immer.

Und genau das ist falsch.

Deutschland hat in ganz weiten Teilen der Welt ein verdammt hohes Ansehen. Wenn wir vormachen, dass es geht, dann wird das kopiert. Dazu kommt, dass eine nachhaltige Wirtschaft ein Wettbewerbsvorteil ist. Wir importieren im Jahr für rund 100 Mrd. € Energierohstoffe. Was meinst Du was los ist, wenn wir die auch nur halbieren?

3 ct/kWh ist übrigens mit Freifeld PV in Deutschland möglich. Und Indien brauchst Du nicht zu erklären, dass man PV bauen sollte, die sind dabei das zu tun, einfach weil es billiger ist als alle anderen Methoden Strom zu erzeugen.

@all: Strom wird erzeugt, Energie nicht, die wird auch nicht verbraucht, zumindest nicht in diesem Universum. Energie kann man umwandeln, gebrauchen, oder gewinnen, aber nicht erzeugen oder verbrauchen. Die Piraten haben in der Vergangenheit viel Lob in Fachkreisen dafür bekommen, dass wir präzise und korrekt kommunizieren. Bitte behaltet das bei.

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Bestreite ich ja nicht, es geht nur darum, die politischen Fehler des EEG nicht zu wiederholen, die da wären nach Preissturz der Solarzellen zu spät reagiert, die Einspeisevergütungen zu reduzieren.

Und genauso ist es unsinnig die Automobilindustrie nach dem Abgasskandal mit Milliardenbeträgen zu fördern.

Eine nachhaltige Wirtschaft hat dann keine Vorteile, wenn die Rahmenbedingungen, die die Politik setzt, die Vorteile ins negative wandelt, indem sie Geld für die nicht notwendigen Dinge ausgibt.

Viel sinnvoller wäre es die EEG-Umlage zu senken, damit Strom für den Endkunden billiger wird.

Die Automobilindustrie verlagert doch selbst ihre eigene Produktion ins osteuropäische Ausland.
So wie für Batteriezellen könnte man ja auch die deutsche Automobilindustrie subventionieren, damit sie z.B. Motoren nicht in Ungarn sondern in Deutschland produzieren.
Denkt aber aus gutem Grunde keiner darin, aber bei der Batteriezellenfertigung da sollte man Subventionen zahlen.
Ist völlig unlogisch, teuer und reduziert den CO2-Ausstoß nicht.

Am Ende kostet es aber in Deutschland 14 bis 17 ct/kWh aufgrund politisch gesetzter Rahmenbedingungen.

Die Frage war aber nicht ob Indien das tut, sondern wie man das in Indien beschleunigen kann, um schneller weltweit weniger CO2 in Umlauf zu bringen.

Mit einem E-Auto spart man halt im Jahr nur ca. 1000 Liter, mit einem Transporter, Bus, Zug oder Laster schon deutlich mehr je eingesetztem EUR.

Die Frage ist doch am Ende, soll eine Stadt einen Elektro- oder Wasserstoffbus kaufen oder mit dem gleichen Geld einige E-Tankstellen betreiben?
Dafür braucht es einen Plan, um relativ schnell Erfolge zu erzielen.

Ich denke wir müssen auch etablierte viele Praktiken überdenken.

Es wird viel zu oft Menschen bewegt, wo das nicht sein müsste.

Wohnen und Arbeiten könnten näher wieder zusammengeführt werden.
Wenn der Transport teurer wird, wird eine regionale Produktion attraktiver.
Was geht da mit 3D-Druckern etc.

Warum bauen wir Oberleitungen über die Autobahn statt die Waren direkt per Bahn zu transportieren.
Also ganz piratig vieles mal hinterfragen und nach Alternativen suchen.

EEG Umlage senken, das geht ganz einfach: Zahl der Ausnahmeregelungen reduzieren und die Kohle aus dem Netz schmeißen, dürfe für etwa eine Halbierung gut sein.

Dann EEG auslaufen lassen, statt dessen den EE einen geregelten Zugang zum Netz ermöglichen, ohne Bürokratielawine.

Biogas in die Regelenergie, würde auch helfen.

Automobilindustrie subventionieren ginge nur mit Zustimmung der EU. Bei Automobilen ändern sich aber die Strukturen eh, da ist die Politik zu langsam. In ein paar Jahren ist alles ausser batterieelektrisch weg.

Klimanotstand für Deutschland? Da gibt es ne Petition!