Klimanotstand?

“an die AG” kann erst seid kurzem via Mail geschrieben werden …
es gab auf der ML, die von ehemaligen AG’lern beschrieben wurde einige Diskussionen, dennen ich versucht habe zu folgen,versucht habe zu antworten, versucht habe die aufs Forum hier umzuleiten …

Erstmal, ein sonstiger Antrag ist ein Meinungsbild des BPT an die Partei zu einem wichtigen Thema. Vielleicht mit der Aufforderung über Konsequenzen nachzudenken, die Satzungsrang haben sollten und politische Forderungen für Wahlprogramme zu formulieren.
Man kann ihn auch verstehen als eine Aufforderung das eigene Verhalten zu überdenken.

Piraten haben diesen Anspruch auf Perfektion, der ist extrem kontraproduktiv.
Der Antrag ist nicht perfekt, so what?
Junge Parteimitglieder haben ihren ersten Beschluss an einen BPT durchgebracht, dass macht ihnen Mut. Es gibt ihnen das Gefühl dazuzugehören

Das unsere Parteistrukturen nicht gut funktionieren können wir kaum den Neumitgliedern anlasten.

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ich lese hier immer nur “junge Piraten, neue Piraten”
Die Antragsstellerin war bereits vor 3,5 Jahren Mitglied des LaVo Berlin ^^

also nicht wirklich NEU in der Partei

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Ich kann dir nur sagen was mir gezeigt wurde, werde ad aber noch mal zu vermitteln versuchen.

Es geht nicht allein darum wer auf einem BPT vorstellt, sondern wie die Stimmung im Saal genutzt wird, Und wie vorher, auch von der Antragsstellerin bei jungen Piraten “genetzwerkt” wurde.
Ich habe ja geschrieben, eventuell kann man davon sogar lernen.
Oft werden Emotionen eher gewählt als Fakten, sollte ja auch für Piraten bei anderen Wahlen nicht so neu sein, oder…?

Dein Beitrag ist jetzt draußen.

Entschuldigung, nix FFF,
es ist ein Antrag auf Grundlage der Welzheimer Piraten, wovon 1 von 2 der Partei diB angehört.

Deren Grundlage ist die Emergency Declaration, welche man durchaus als Notmaßnahmen, oder Notfallmaßnahmen, übersetzen kann, mit Notstand hat dies allerdings wenig zu tun.

Wenn man abkupfert, dann bitte ordentlich zitieren und auf die Quelle hinweisen:

WHEREAS, such necessary measures to restore a safe climate include:

1. A rapid, just, managed phase-out of fossil fuels;
2. Ending greenhouse gas emissions as quickly as possible to establish a zero-emissions economy;
3. A widespread effort to safely drawdown excess carbon from the atmosphere;
4. A full transition to a regenerative agriculture system; and
5. An end to the Sixth Mass Extinction through widespread conservation and restoration of ecosystems;

Von der Umsetzung her sind es konkrete Forderungen, die mit “Notstand” absolut nichts zu tun haben.
Es ist eine Emergency-Deklaration und nichts anderes.
Sie enthält klare Handlungsanweisungen, welche Notfallmaßnahmen gemeint und umzusetzen sind.

Greta Thunberg fordert die Politik auf, Maßnahmen vorzuschlagen und umzusetzen, mit denen wir den Temperaturanstieg begrenzen können.
Das ist die Aufgabe von Politk.
Und wenn das nur die Bundesregierung kann und andere nicht, da die lieber in den Panikmodus umschalten wollen, dann ist es halt so.
20. September war Abgabetermin, vom Themenbeauftragen und den Jupis kam nichts.

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Es waren überwiegend junge Neumitglieder die den Antrag am Pro Mikrofon unterstützt, andere davon überzeugt und wohl letztendlich auch für ihn gestimmt haben.

Das ist aber niemals hilfreich.

Er ist nicht “nicht perfekt”, sondern kontraproduktiv. Das Ausrufen eines “Notstands” bringt uns mMn keinen Schritt weiter. Teile der Bevölkerung mögen das vielleicht gut finden, andere fühlen sich vielleicht verunsichert und der Rest lacht über uns. Ich kann den drei Gruppen keine Prozente zuordnen - bleibe aber dabei. Diese Brandfackel hätten wir uns sparen können.

Und wo waren diese jungen Menschen, als der Plan entstanden ist? Gelegenheit war doch da, an den Sitzungen teilzunehmen. Das wäre freilich in Arbeit ausgeartet.

Wie lautet doch der Threadtitel? AG Umwelt - aktueller Stand.
Zu diesem Stand gehört, dass die AG Umwelt in dieser Frage einfach mal nonchalant übergangen wurde, obwohl es dort tatsächlich kompetente Leute gibt, die sich mit den Fakten auskennen; ebenso die AG-Energie, deren PP aufgrund “wichtigerer Dinge” aus Zeitgründen beim BPT hinten 'runterfiel.

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Wenn der Themenbeauftragte sich aber inhaltlich nicht einbringt, dann hilft Dir das alles nichts.
Die Unterstützung des Klimastreiks mußte die AG Umwelt beim Bundesvorstand beantragen, der keineswegs von sich aus dieses Thema freudenstrahlend aufgegriffen hat, da es logischerweise nicht zu den “Kernthemen” gehört.
“Streik” oder gar der diskutierte “Generalstreik” ist ja nicht jedemanns Sache.
Lob gab es dann trotzdem, da zum Termin 20.09. unter großen Mühen das Programm der AG Umwelt fertig war.
So wie es allerdings der Themenbeauftragte aufzieht, fährt das Thema Umwelt in der Piratenpartei völlig gegen die Wand. Das sollten alle junge engagierte Piraten wissen.

Die gesamte Polemik von FFF wird auch dazu benutzt, ihre legitimen Ziele zu diskreditieren. Das Spiel haben sie noch nicht verstanden und meinen durch Vernetzen irgendetwas ausrichten zu können.
Sieht man sich Twitter an dann fragt man sich, wie man sich eigentlich zu ungeschickt verhalten kann, wenn man fachlich recht hat und ein Großteil der Bevölkerung der Thematik positiv gegenüber steht.
Sie verprellen durch ihr Verhalten systematisch ihre Unterstützer.

Sie waren aber da. Sie sind engagiert, vielleicht nicht unbedingt für lange Mumble Sitzungen und AG Arbeit, Sie gehen lieber auf die Strasse, fühlen sich bei FFF und Altersgenossen wohler und nehmen ihr Stimmrecht wahr, weil sie politisch was ändern wollen.

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…unabhängig vom Thema,
sehr interessant und Nachdenkenswert, - diese Aussage in der Piratenpartei… Halleluja…
(sry für Off Topic und Sarkasmus)

Keine Angst - ich bin nicht auf Twitter. Und mein Kommentar auf der Website war ja auch “nicht so schlimm”. Ich habe halt nur was gegen den Begriff “Notstand”. Da ich alles, was ich zu dem Thema zu sagen hatte, mittlerweile gesagt habe, schweige ich nun still.

Ich denke dies Forum ist dazu da, konstruktiv, oder auch weniger, (passiert mir öfter) zu kritisieren.
Und ja, dieser Antrag hätte bestimmt besser verfasst werden können, und für das Wort Klimanotstand hätte man ein anderes finden können.
Nur hat sich dieses Wort überall schon so festgesetzt, dass wir mit keiner anderen Wortfindung, z.B. bei Google auffallen würden.

Ähnlich wie fahrscheinfrei statt kostenlos.
Wenn ich am Infostand gefragt werde, warum die Grünen kostenlosen ÖPNV wollen, und wir nur fahrscheinfreien?
Nach meiner Erklärung von Umlagenfinanziert und so, kam dann ihre Reaktion: Ach, ihr wollt auch ohne Geld, warum nennt ihr das dann nicht so?
Öhmmm, ja…

Doch. Unnötiger Aktionismus in Reinkultur und es ist peinlich, dass sowas durchkam.

Wenn sich die öffentliche Begfriffsdeutung derartig wandelt, zieht man wohl besser mit, also “kostenlos” auch für umlagefinanziert verwenden. Letztlich wird ja auch der “kostenfreie” ÖPNV durch Steuerumlagen finanziert.

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Ich finds ja durchaus interessant, dass hier die Behauptung aufgestellt wird, dass “die” nicht in die Partei gehören. Ich frage mich da was ist das für ein demokratisches Verständnis? Der Antrag wurde von einer MEHRHEIT angenommen. “Die” gehören zur Partei und in die Partei und dieses Recht kann “ihnen” auch niemand absprechen. Wem das nicht passt, der möge doch einfach einen Gegenantrag stellen und bei Nicht-Erfolg einsehen, dass er sich hier in der Minderheit befindet.

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Ich finde es relativ albern, was hier wieder alles in einen Antrag rein und rausgedichtet wird. Ich bin 57 Jahre alt und habe für diesen Antrag gestimmt. Und die Diskussion über “die jungen Leute” finde ich unangemessen paternalistisch und im Ton völlig daneben. Das hat nichts damit zu tun ob die inhaltliche oder formalte Kritik richtig oder falsch ist. Als hätten “alte” Piraten noch nie Schwachsinn z.B. als sonstige Anträge beschlossen.

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Dem kann ich voll und ganz zustimmen.

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