Klimanotstand?

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Doch. Wenn die Wissenschaft jahrzehntelang ignoriert wird, bleibt halt nichts anderes.

tragen genausoviel zum Klimawandel bei, wie Menschen ohne deine Lieblingseigenschaften.

Ein gesunder Planet ist die wichtigste Grundlage für deine heile Welt. Je weiter der Klimawandel fortschreitet, desto größer werden die Probleme, die er verursachen wird, inklusive gesellschaftlicher Probleme. Wenn du den Klimawandel jetzt, aus vorgeschobenem Humanismus ignorieren willst, werden die Folgen nur noch wesentlich gravierender und damit auch inhumaner werden.

ist es zu spät. Dann wirst du andere Probleme als ein paar Cookies und Überwachungskameras haben.

Dem Planeten ist das Klima übrigens egal. Der Planet kommt auch gut mit einem Klima aus, das für Menschen nicht erträglich ist.

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Geil, jetzt fangen die Mods wieder an zu trollen, vermutlich um mich hinterher wieder sperren zu können :smiley:

Ich schreibe selbstverständlich aus Menschensicht und meine explizit (und selbstverständlich) den Erhalt dieses für den Menschen idealen Biotops…

Lies unsere Programme zu Nachhaltigkeit,
Danach mussten wir dem Antrag schon länger Folge leisten, oder kennen unser Programm nicht!

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Das ist richtig, es werden vermutlich auch ein paar priviligierte Menschen überleben :wink:
Ich glaube nur nicht, dass viele mit den Idealen der Piraten darunter sind. Klimawandel ist eben nicht nur ein ökologisches Problem, die Folgen werden massive soziale Verwerfungen verursachen.

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Anträge auch noch inhaltlich zu prüfen gehört nicht zu den aktuellen Aufgaben der AKO, aber wir machen uns Gedanken, wie man AG besser einbinden könnte. Das ist ein Thema der AG Antragsprozess, die wieder am Freitag eine Sitzung hat:

Genau da liegt aber das Problem. Die Mehrheit der Menschen kümmern Menschen. Nicht Planeten. Vielleicht sollte man dann auch mal aufhören, mit “der Planet dies und der Planet jenes” zu argumentieren, sondern klipp und klar davon sprechen, dass es wir Menschen sind, die mit dem Klima mit Pech nicht klarkommen. Denn dem Planeten ist es wie gesagt völlig egal. Der Planet macht, seit es ihn gibt, alle paar x-tausend Jahre einen Klimawandel durch und das eher unbeeindruckt.

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Vllt sollte man auch mal aufhören, Argumente bewusst zu derailen.
Substanzloser Widerspruch aus Selbstzweck, “genau da liegt das Problem”.

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Diese Aussage ist, wissenschaftlich gesehen, falsch.
An der Grafik oben kannst Du sehen, wie der CO2-Ausstoß reduziert wurde, aus den Bevölkerungsstatistiken kannst Du ablesen, wie das Bevölkerungswachstum gebremst wurde, um nur mal zwei wichtige Faktoren zu benennen, weitere sind die internationale Zusammenarbeit, das Internet als weltweites Informations- und Kommunikationsnetz etc.

Über das richtige Maß kann und sollte man natürlich diskutieren.
Es ist aber auch zur Kenntnis zu nehmen, dass Vieles angestoßen und umgesetzt wurde und als wirksam einzustufen ist.
Mit den Erneuerbaren Energie verfügen wir heute über ganz wichtige Tools, mit denen wir mit geringfügig höheren, teilweise sogar niedrigeren Kosten massiv auf die Konzentration von CO2 auf dem Planeten Einfluß nehmen und Einfluß nehmen können.
Gleiches gilt auch für die internationale Zusammenarbeit, die man nicht unterschätzen sollte, z.B. wenn es um Armut, Ernährung, Geburtenrate und alle damit verbundenen Themen geht.

Wer somit etwas ändern möchte, der möge sich in die Diskussion einbringen, damit wir etwas im demokratischen Dialog gestalten können.
Wer lieber die Mauer hochzieht und dem Gegenüber nur Vorwürfe macht, der wird nunmal nicht mitgestalten können.
Insgesamt ergibt sich aber ein wichtiges Aufgabengebiet, bei der die Piratenpartei, insbesondere auf der Grundlage ihrer Kernkompetenz und ihres Menschenbildes eine wichtige Aufgabe übernehmen kann und sollte.
Die Frage ist doch mitgestalten, den Dialog suchen, Ja oder Nein oder Mitgestaltung verweigern?

Ich finde den Antrag eigentlich nicht schlecht. Gut, Klimanotstandserklärungen besagen gar nix und sind absolut leere Worthülsen, die viel zu inflationär missbraucht werden, ohne dass was konkretes daraus wird (was bedeutet: Kann man sich sparen) und auch in der Piratenpartei hat die Erklärung keinerlei wirkliche Auswirkung, wenn sie nicht jemand anwendet. Aber: Genau das werde ich jetzt tun. Wenn so ein Antrag beschlossen wird, dann tragt auch die Folgen. Unser Wahlprogramm muss jetzt eh durchgearbeitet werden. Geht davon aus, dass einige Sachen im Hinblick auf den Klimanotstand rausfliegen.

BGE zum Beispiel. Begründung: Durch BGE wird es zu einer deutlichen Steigerung der Produktionskosten kommen, was einige Firmen dazu bewegen wird, ihre Standorte ins Ausland zu verlagern, wo ggf. erheblich schlechtere Umweltschutzregeln gelten, als in D. Zudem haben die Menschen durch BGE ggf. mehr Freizeit, was ggf. zu mehr CO2-Ausstoß führen könnte. Klar, die Leute könnten sich auch im Klimaschutz einsetzen, aber auch durch mehr Engagement kann mehr Emission entstehen.

Pflegebereich: Von mehreren Quellen aus Richtung FFF und XR habe ich schon gehört, dass die Überbevölkerung ein Problem ist und es das beste wäre, die Bevölkerung zu reduzieren. Aussage war da mal “Lieber mit 1 Milliarde in akzeptablem Klima leben, als 3 Mrd. in zerstörter Umwelt leben lassen” Gut, die Zahlen passen nicht ganz, aber Kern der Aussage ist: Weniger Menschen sind gut fürs Klima. Warum also Pflege stärken, wenn doch Sterbehilfe klimafreundlicher wäre? Klingt menschenfeindlich, aber genau das ist das, was man aus einem Notstand ableiten muss. Notstände sind Krisen und die müssen mit allen Mitteln behoben werden, auch wenn es weh tut.

Ich bin mir sicher, dass es noch etliche Punkte im Programm geben wird, die dank dem Notstand jetzt voll fürn Arsch sind.

Eigentlich wollte ich mich ja raushalten, aber langsam wirds lächerlich.

seufz Klimanotstand bedeutet nicht, dass wir nichts mehr tun dürfen, was CO2 produziert oder sonstige Folgen fürs Klima hat. Dann wäre die logische Schlussfolgerung nämlich Massensuizid.

Klimanotstand bedeutet, dass wir bei Entscheidungen bewusst auf die Folgen fürs Klima achten und dann abwägen.

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Das würd ich aber nun auch nicht mit Notstand betiteln, das Wort hat an sich ne klare Assoziation und die lautet bei den allermeisten Leuten doch eher “PANIK! ALTER, WE’RE ALL GONNA DIE!!! OMG!” als “Lasst uns bitte vorher drüber nachdenken, ob die Entscheidung so sinnvoll ist. Auch so wegen Umwelt und so.” :slight_smile:

Nein, das sind Deine Interpretationen, mehr nicht.

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Ich weiß. Ich finde die Wortwahl auch nicht ideal, aber es ist nunmal der Begriff, der sich durchgesetzt hat. Jetzt kann man sich entweder für die nächsten Jahre daran aufhängen oder einfach mal nachschauen, wie der Begriff “Klimanotstand” derzeit am meisten verwendet wird und sich daran orientieren. Der Fakt, dass wir schon wieder seit 80 Beiträgen mehr über ein Wort streiten als über die Umsetzung zu diskutieren ist frustrierend.

Der Beschluss ist da, es bringt genau gar nichts über die Wortwahl zu diskutieren. Es kostet Zeit und Nerven, die man besser in Umsetzung stecken kann.

Edit: Wem der Beschluss nicht passt, der kann beim nächsten BPT ja nen Antrag einreichen das ganze rückgängig zu machen. Das hier ist Zeitverschwendung.

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Das würde Klimakrise bedeuten. Ein Notstand geht darüber hinaus. Die Wikipediaeinleitung dazu bringt es ganz gut auf den Punkt:

Notstand ist der Zustand gegenwärtiger Gefahr für rechtlich geschützte Interessen, dessen Abwendung nur auf Kosten fremder Interessen möglich ist.

Theoretisch könnte man bereits jetzt einen echten Klimanotstand ausrufen und Energiekonzerne enteignen etc, aber das hat nichts mit dem von dir gemeinten Beispiel zu tun.

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Dazu kann ich nur auf den Beitrag direkt davor verweisen. Ja der Begriff ist scheiße, aber er ist nunmal etabliert. Wer mitreden will muss die Begriffe verwenden die alle anderen nutzen.

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Das versuche ich doch die ganze Zeit zu sagen, allerdings ist Krise für eine Krise etabliert. :wink: Oder hatten wir vor 10 Jahren einen Wirtschaftsnotstand? Ich denke die meisten Menschen werden mit Krise (in dem Zusammenhang) eher was anfangen können als mit Notstand.

Nur ist in diesem speziellen Fall eben “Notstand” etabliert. Siehe diverse Beschlüsse diverser Parlamente.

Wie dem auch sei, ich bin hier raus. Über Worte streiten bringt uns nicht voran, es frisst nur Energie.

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Tja, aber das ist genau das, was falsche Begriffsverwendung verursacht (siehe meinen ersten Beitrag dazu). Irgendjemand wird immer irgendetwas dazu sagen und der ganze Thread ist nur dadurch entstanden und so groß geworden. Früher waren mir Begrifflichkeiten auch eher egal, bis ich feststellte wie sehr sie vom eigentlichen Thema ablenken können.

Aber ja, ich habe auch alles zum Thema gesagt und werde es nicht mehr weiter vertiefen.

In Berlin gibt es eine Volksinitiative “Klimanotstand” und die “Grünen” verhalten sich wohlwollend distanziert.
Müßte doch ein Leichtes sein, als Regierungspartei den Klimanotstand auszurufen und entsprechend zu handeln.
Es geht doch nur