Kernfusion

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Das Energiegewinnung durch Kernfusion ein enormes Potential bietet, darüber sind wir uns denke ich alle einig.
Wie kann die Politik die Forschung in dem Bereich voran bringen?
Wo fehlen Fusionsenergieforschern finanzielle Mittel und welche Ideen für Forschungsprojekte auf deutschem/europäischen Boden gibt es, für welche wir Piraten uns einsetzen können?

Vielleicht auch nicht. Die anfallenden Energien sind so groß und nicht leicht regelbar, dass sie nur für Großkraftwerke sinnvoll wäre. Das passt nicht so gut zu einer dezentralen regenerativen Erzeugung.

Eine Großvorschungsanlage ist kurz vor der Fertigstellung, das wird noch ein paar Jahrzehnt geforscht, vielleicht ist es ja dann realistischer. Geld ist im Moment wohl eher nicht das größte Problem.

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https://www.youtube.com/watch?v=Ks4QPWfgBbk. Das Problem ist aber auch, das(s) wir keine <> warten können.

Grundlagenforschung ist immer gut. Aber für spezifische Probleme, wie die Energieversorgung, hilft uns das aktuell nicht.
Kernfusion ist offensichtlich komplizierter, als das mal gedacht war. Darum gibt es die Fusionskonstante, dass Kernfusion in 20 Jahren verfügbar sein wird, seit etwa 50 Jahren…

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Ich habe das schon in meinem Physikstudium (1974-1980) gelernt, dass es nur noch 20 Jahre dauern würde. Die Probleme, warum noch keine positive Energiebilanz möglich ist, sind immer noch die gleichen.

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Na ja, näher dran sind wir heute schon als in den 1980ern. Neue Ideen gibt es auch. In Greifswald steht ein vielversprechender Stellerator und in ein paar Jahren werden Halbleiterlaser so weit sein, dass die Impulse so weit verdichtet werden können, dass Fusion mit Bor-Atomen initiiert werden kann, die keine Neutronenstrahlung erzeugt.

Aber das hilft uns alles nicht um uns heute mit Energie zu versorgen. Das sind Versuchsanlagen und Konzepte auf dem Papier.

Es wird wahrscheinlich noch mindestens 10 Jahre dauern bis die Kernfusionsreaktoren funktionieren und es nicht garantiert, dass die dann überhaupt funktionieren. MMn sollte der Zwischenschritt zur Kernfussionsreaktoren, die Schwerwasserreaktoren oder Flüssigsalzreaktoren sein und nicht der komplette Verzicht auf Kernspaltung.

Reaktorentwicklungsprozess

Viel länger!

Was über die verschiedenen GenIV-Vorschläge gesagt wird, sind immer nur Ausschnitte von Einzelaspekten. Man muss aber immer alles anschauen: Reaktorsicherheit, Entsorgung, Wirtschaftlichkeit, Proliferationsresistenz und Umweltauswirkungen. Keiner der Vorschläge ist gut in allen Bereichen, und oft liest mal nur Industriewerbung, die negative Aspekte unter den Tisch fallen lassen.

Ist den Windenergie oder Sonnenenergie in allen Bereichen gut?

Ja natürlich, man kann sogar Wasserstoff daraus gewinnen und E-Fuels herstellen.

Aber hier mal so die aktuelle Einführung, wenn Du neben einem AKW leben möchtest:

das ist kein Argument, und das habe ich nicht behauptet. Ich habe eine Aussage über GenIV und Kernfusion gemacht, nicht über Vergleiche. (Ich hasse Derailing!)

Evaluationen muss man für jedes einzelne Konzept machen. Hier mal eine Anleitung, wie das geht (an der habe ich seinerzeit mitgearbeitet :sunglasses:)

https://www.iaea.org/publications/6877/guidance-for-the-evaluation-of-innovative-nuclear-reactors-and-fuel-cycles-report-of-phase-1a-of-the-international-project-on-innovative-nuclear-reactors-and-fuel-cycles-inpro

Das wird schon seit Jahrzehnten studiert, und es gibt Vor- und Nachteile.

Während die Deutschen Bedenkenträger noch über die Vor und Nachteile, die Finanzierbarkeit und und und diskutieren werden die Chinesen das eines schönen Tages ganz einfach machen und damit Fakten schaffen. Das ist jedenfalls meine große Hoffnung.

so ähnlich haben das Franzosen mit dem Superphenix, die Sowjets mit Tschernobyl und die Japaner mit Fukushima auch gemacht

ich denke, wir Piraten sollten wissenschaftlich daran gehen und die Evaluationsmethoden, die es ja gibt, respektieren und anwenden (lassen), statt aus dem hohlen Bauch Entscheidungen zu treffen, ohne sich um Grundlagen zu scheren

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Welche ernsten Risiken hat denn ein Stellarator? Also ich rede jetzt nicht davon, dass ein Mensch mit Herzschrittmacher nicht zu nahe an die Spulen darf oder sich jemand wärend des Betriebs im Reaktorraum aufhalten kann, sondern von Problemen, die neue Sicherheitskonzepte bedürfen. Das radioaktive Material wird überwiegend nach 100 Jahren erneut nutzbar (ein paar Teile meines Wissens nach auch erst nach 500 Jahren). Aber von schlimmeren Dingen habe ich noch nichts gehört, was natürlich nicht bedeutet, dass es nichts Schlimmeres gibt…

ich spreche von GenIV. Gegen Fusionsforschung habe ich gar nichts. Allerdings glaube ich nicht, dass es nur 10 Jahre dauert, das wird viel länger

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Hängt ja auch davon ab wie viele Mittel man investieren will. Atomstrom war lange auch eine Utopie, bis dann eben im Weltkrieg die Amis pltzlich quasi unlimitierte Resourcen für den Bau von Reaktoren zur Verfügung gestellt haben. Klar, wenn wir an der “schwarzen null” festhalten dann kann das mit Fusionsstrom noch lange dauern.

Im Gegensatz zu einem AKW würde da sehr sehr viel weniger strahlendes Material bei höherer Energieausbeute anfallen. Dürfte also im Vergleich zu Atom oder Kohlestrom die am wenigsten bedenkliche Energiequelle überhaupt sein.

nein, das kann man nicht vergleichen! Das ist ein völlig unwissenschaftlicher Vergleich. Dazu muss man technische Argumente heranziehen, und die Technik, ein Fusionsplasma zu zünden, ist viiiiiiel komplzierter, wenn es nicht gerade eine Wasserstoffbombe ist. Geld allein macht es nicht

Da muss ich Annnnette zustimmen. Die Fusionsanlagen für die Forschung sind voll ausgebucht mit Tests usw. Die Kapazität kann man nicht erhöhen, solange man die örtliche Zeit nicht massiv beschleunigen kann. :wink: Und weitere Kraftwerke gleichzeitig betreiben rechnen sich wahrscheinlich nicht. Die Dinger sind immerhin schon extrem teuer und der Bau dauert viele Jahre. Dann wird das Know How an jedem Standort benötigt so ein Ding zu betreiben. Und der Nutzen ist dann vielleicht 1-3 Jahre schnellere Forschung, wenns wirklich gut läuft!? Das macht nun auch nicht mehr so viel aus.