Kann eine Wahl genau so sicher online durchgeführt werden wie offline?

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Eine Online Wahl muß so manipulationsicher sein, wie eine Wahl mit Stift und Zettel.
Darum habe ich hier mal verscucht ein Verfahren zu entwickeln, was dieses umsetzen könnte.
Da ja immer gesagt wird, das wäre nicht möglich, habe ich da sicher einen Denkfehler.
Ich bitte mir diesen aufzuzeigen.

Zustellung der Wahlunterlagen:

Briefe mit der Berechtigung zu Wahl werden verschickt. Als Legitimation wird bei der Wahl selber der Personalausweis benutzt und auf einer Liste der Name abgehakt.

Online Verfahren: Es werden so viele Kennungen erzeugt, wie Berechtigte da sind. Jedem Berechtigten wird eine Kennung zugeschickt. Danach werden die Kennungen von den Namen getrennt.

Im Wahlbüro:

Der Wahlberechtigte geht in das Wahlbüro holt sich mit seiner Briefberechtigung seiner Wahlunterlagen.

Online Verfahren: Jeder Berechtigte holt sich durch Login mit seiner Kennung einen öffentlichen Schlüssel. Das abhaken erfolgt schon hier indem seine Kennung ungültig wird. Der geheime Schlüssel wird weggespeichert.

Die Wahl:

Der Wahlberechtigte bekommt die Wahlunterlagen füllt sie aus, dann geht er zu der Wahlurne. Anhand des Briefes und des Personalausweises wird die Berechtigung zu Wahl geprüft und er darf seinen Wahlzettel in einem verschlossenen Umschlag in die Wahlurne werfen.

Online Verfahren. Der Berechtigte füllt seine Wahlunterlagen aus, verschlüsselt sie mit seinem öffentlichen Schlüssel und sendet sie online an die elektronische Wahlurne.

Die Auszählung:

Die Wahlurne wird geöffnet und die Stimmen werden gezählt.

Online Verfahren: Der verschlüsselte Stimmzettel wird mit den geheimen Schlüsseln verglichen, entschlüsselt und gezählt. Der geheime Schlüssel kommt auf eine öffentlich einsehbare Liste, und jeder kann mit seinem öffentlichen Schlüssel nachsehen, ob seine Stimme gezählt wurde.

Gruß
Andi

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Hallo Andi,

sehr schön, was aber fehlt ist die Berechtigung zur Abgabe seines Stimmzettels der lt. unserer Satzung vom bezahlten Mitgliedsbeitrag abhängt.

wie intern im BuVo bereits von mir angemerkt:

Lt. Satzung / Abschnitt A: Grundlagen §4 Abs.4 sind nur Mitglieder Stimmberechtigt
die ihren Beitrag zu Beginn einer Wahl bezahlt haben. Da es bei uns möglich ist
seinen Beitrag bei einer Gliederung, Bundesverband und/oder Bar beim BPT zu entrichten sehe ich hier tatsächlich ein Problem. Zu Beginn eines Jahres, und das wissen wir alle, werden schon längst nicht mehr die Beiträge im ersten Monat bezahlt sondern viele nehmen ihr Recht in Anspruch das bei einem Parteitag, KPT, BZPT, LPT, BPT in Bar zu entrichten. Dies ist hier nicht möglich. Es sollten also Voraussetzungen geschaffen werden den Mitgliedern ein Stich-Datum zu nennen damit eine Abgrenzung der Wahlberechtigten stattfinden kann. Und selbst dann nehmen wir dem Mitglied die Möglichkeit an einer Abstimmung teilzunehmen.

Ich bitte darum diesen Punkt in Deinen Ausführungen zu berücksichtigen.

Gruß
Detlef

Die CDU macht es richtig: Vorwahl online und in der rechtssicheren Briefwahl steht nur der Sieger noch zur „Abstimmung“.

So müsste es dann bei uns laufen, ja. Aber was meinst du mit

Wenn das mit dem Stichtag geklärt ist, wo nehmen wir dann einem Mitglied die Möglichkeit zur Wahl weg?

Gruß
Andi

Kurze Erklärung:

Mir geht es hier nicht um Einzelschicksale, wie die Wahl bei uns, oder die aktuellen Wahlprobleme. Mir geht es um das Grundsätzliche.

"Kann eine Wahl genau so sicher online durchgeführt werden wie offline?"

Ich glaube ich ändere den Themen Titel noch mal.

Gruß
Andi

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alles beginnt mit einer SÄA / bereits hier sind diese Punkte in der Satzung zweifelsfrei zu definieren. Um jedoch den SÄA durchführen zu können bedarf es eben eines sicheren Abstimmungsverfahren.

Das Problem ist / Ei - Henne, oder so :slight_smile:

Für Ältere immer ohnehin Briefwahl erlauben und zusätzlich einen repräsentativen Briefwahlanteil als Check für die Onlinewahl!?

Wenn ich linked Ring Signatures richtig verstanden habe, würde ich vorschlagen, das jede Person einen Private key pro Abstimmung bekommt. Das würde dann unseren Stimmzettelblock entsprechen.

Für jede Abstimmung würde es dann die verschiedenen Abstimmungsmöglichkeiten als Text geben, und jeder Abstimmende Person darf eine Möglichkeit signen. Falls mehrfach stimmen Möglich waren müssen alle Kombinationen einzeln aufgeführt werden, was Problematisch sein könnte. Das entspricht dann das Kreuz machen auf dem Wahlzettel und die Abgabe.

Das Auszählen würde dann einfach das Zählen der Signaturen sein, falls eine Person mehrfach abstimmt wäre auch bestimmbar welcher Schlüssel das wäre, aber da jede Abstimmung einen eigenen Schlüssel hat, gefährdet diese Information nicht die Anonymität. Diese Mehrfachstimmen können dann ungültig erklärt werden, so wie sie es jetzt schon auch sind.

Das ganze System hätte auch den enormen Vorteil das das auszählen automatisiert ist, und es komplett nachvollziehbar ist.

Ein ganz wichtiger Punkt ist allerdings die Verifizierung einer Person.

Auf einem Parteitag ist dieser Pirat anwesend.

Rein online kann man natürlich ganze Geister-Kreisverbände führen, in denen der Vorsitzende immer Stimmenmehrheit hat.

Estland wählt seit Jahren Online. Dort kann jeder nachschauen was er gewählt hat und solange die Wahl läuft seine Wahl auch nochmal ändern.

Das Problem ist nicht technisch.

Bei einer Wahl wie bei uns üblich, müssen wir den Wahlhelfern in Wahllokal vertrauen, dass sie nicht übrige Wahlzettel nehmen ankreuzen und so die Wahl manipulieren. Man versucht das Problem mit Wahlbeobachtern zu vermeiden.

Analog muss man bei Online-Wahlen, den Administratoren und Programmierern vertrauen und man kann Codereviews für die Software und “Server- und Adminbeobachter” einsetzen.

Durch Verteilung der Aufgabe auf mehrere Teams kriegt man eine Pseudonyme Wahl hin, wo keines der Teams Zugriff auf Identität und Abstimmungsverhalten hat.

Ich hatte hier schon mal was dazu geschrieben.

Entscheidend ist der Wille es zu tun.

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Wie machen sie das?

Nach den Ereignissen ist den USA ist es aber notwendig Wahlen glaubhaft zu gestalten, um jeglichen Zweifel am Ergebnis zu zerstreuen.

Werden Ergebnisse bestitten, dann ist das fatal.

Das hat aber nichts mit online oder offline zu tun. Das Ergebnis einer Wahl die offline durchgeführt kann genauso in Zweifel gezogen werden, wie eine Wahl, die online durchgeführt wird. Der Unterschied ist, dass eine online Wahl günstiger und schneller durchgeführt werden kann. Das scheint mir das eigentliche “Problem” von den Verantwortlichen mit einer online durchgeführten Wahl zu sein. Z.B. könnten die Mitglieder dann auf die Idee kommen mehr mitbestimmen zu wollen, wenn online vieles doch so viel einfacher und günsitger möglich ist, was vormals mit wesentlich mehr Aufwand und finanziellen Mitteln möglich war.

By the wy die CDU hat heute einen digitalen Parteitag durchgeführt und das ziemlich gut und reibungslos.

Da steht es in etwa drin.

Das würde ich jetzt nicht so sehen, zumal wir Tools haben, die Mitbestimmung ermöglichen würden.
Sie werden nur nicht eingesetzt, da man es nicht möchte. Das ist aber das Ergebnis der Vorstände, die man wählt. Ist für manchen scheinbar kein Kriterium.

Der entscheidende Punkt sind geheime Wahlen, deren Problem darin besteht, dass sie geheim sein sollten.

Irgendwie müsste man diese Ergebnisse verifizieren können, z.B. über so ein Art interner Meinungsbefragungsinstitute. Deren Ergebnis wäre zwar nicht relevant, sie könnten aber die Tendenz überprüfen und damit die Glaubwürdigkeit erhöhen.
Andere Vorschläge gerne willkommen,

Es ist auch zu diskutieren, ob eine Zuordnung von Stimmen zu Regionen die Regel einer geheimen Wahl schon mißachtet, genauso wie Zeitstempel und welche Kriterien man auch immer einsetzen möge.
Eigentlich unterläuft jegliche Zuordnungsmöglichkeit mit der die Transparenz erhöht werden könnte das Kriterium geheim

Ich hatte eigentlich gefragt, ob mein Vorgehen möglich ist, nicht ob es andere gibt, nicht ob irgendwo schon online gewählt wird nicht wie sinnvoll Onlinewahlen sind.

Wäre echt schön, wenn mal auf meine eigentliche Frage eingegangen werden würde, anstelle sich in Nebenschauplätzen zu ergehen.

Klar, der Titel hört sich recht allgemein an. Aber wer hier mitdiskutiert, von dem erwarte ich auch, dass er den Startbeitrag gelesen hat und damit schon mal weiß, um was es hier eigentlich geht.

Gruß
Andi

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Sollen die Wahlen am Ende so geheim sein, dass das Ergebnis auch geheim bleibt? Das ist dann aber nicht mehr demokratisch. Wenn ich mich zwischen einer geheimen und einer transparenten Wahl entscheiden müsste, dann doch lieber die transparente und nachvollziehbare Wahl, statt der geheimen und undurchschaubaren.

Deine Methode verknüpft deine Wahlentscheidung mit deinem privaten Schlüssel.
Das ist dann nicht mehr so richtig geheim oder Pseudonym.

Kannst du mal näher erleutern, was du meinst?

Gruß
Andi

Man müsste in Foren Offtopic-Beiträge (oft auch wichtig) als solche markieren können, damit der streng themenzentrierte Leser sie ausblenden kann!