Kandidaturliste BPT 20.1

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Jetzt haben wir keine 6 Wochen mehr zum Parteitag und es gibt gerade mal 3 öffentliche Kandidaturen. 2 davon sind für bestehende BuVo-Ämter und ich kandidiere nur, wenn der Vorstand deutlich vergrößert wird. Außer BuVo gibts noch gar keine Kandidaturen.

Was denkt ihr, schaffen wir es überhaupt, Kandidaten für jedes Amt zu finden? Warum werden Kandidaturen so spät veröffenlicht?
Von einer echten Wahl zwischen mehreren Optionen für alle wichtigen Posten mag ich gar nicht träumen…

Wir hatten im BEO-Jitsi ja schon kurz darüber gesprochen: Für mich wäre eine Kandidatur als BEO-(Mit)Verantwortlicher durchaus denkbar. Mit ist allerdings der (vor allem zeitliche) Aufwand sehr unklar. Der Haken für mich: Ich bin 1V im KV Marburg-Biedenkopf, wir sind recht dünn besetzt und haben im kommenden März Kommunalwahlen. D.h. bis dahin geht ein Großteil meiner Piraten-Energie für diese Aufgabe drauf und ich könnte danach erst wirklich signifikant Zeit in ein anderes Amt investieren.

Die Frage ist aber glaube ich allgemeinerer Natur: Es ist glaube ich für Kandidierende generell interessant, wie anspruchsvoll ein Amt zeitlich und mental in etwa ist. Gibt es da irgendwas z.B. in Form von Erfahrungsberichten (nicht formalen Tätigkeitsberichten) früherer und aktueller Amtsträger der verschiedenen Posten?

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Wir wäre es mit einem Mumble-Themenabend: “Was macht man im BuVo.”

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sorry Zoey,
wer ne Antwort auf DIESE Frage braucht, der soll als Vorstand im KV, BzV oder LV anfangen …
schon letzteres ist n haariger Direkteinstieg, aber als Newbie in den BuVo?
Ich guck mir bloss die aktuellen “von NIX auf 100” BuVo’s an …
NoGo

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Ich war im LaVo und im Bezirksvorstand. Das ist auch schon ein ziemlicher Unterschied gewesen. Kann mir vorstellen, dass das im BuVo ähnlich aussieht. Ich weiß zum Beispiel selbst nur wenig dazu, was mich erwarten würde.

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Ich kann nur meine Beweggründe aufzeigen. Ich werde hoffentlich bald in eine Vollzeitstelle wechseln, dann denke ich nicht mehr, dass ich genug Zeit für einen Vorstandsposten hätte. Zudem möchte ich mich nicht für ein Jahr an die Partei binden. Es ist vieles gerade in Bewegung. Eventuell geht es in eine Richtung die ich nicht unterstützen möchte. Außerdem weiß ich nicht wer dann noch außer mir im Vorstand sitzt, ich möchte ungern meine Freizeit dann auch noch mit Menschen verbringen mit denen ich nicht zurecht komme. Daher keine Kandidatur von mir.

Ähnliche Gründe hab ich auch von anderen schon gehört.

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Bei den BEO-Verantwortlichen gibts nicht wirklich Erfahrungswerte. Ich, Pawel und Detlef haben das in Personalunion mit AKO bzw. BuVo gemacht, was schwierig zu trennen ist. Wirklich viel haben wir als Gremium nicht gemacht außer mal über die Zukunft der Entscheidsordnung/Satzungsregelungen nachzudenken. Falls mal niemand im BuVo ist, der sich um das Thema kümmert, sollten die BEO-Verantwortlichen mehr tun. Wenn das Ding läuft, sind die Aufgaben natürlich anders als jetzt, wobei die Verantwortlichen auch an Beauftragte delegieren können. Zeit habe ich jedenfalls eine Menge in den BEO gesteckt; das war zum großen Teil Entwicklung, Administration und Wissensweitergabe an andere Teammitglieder :slight_smile:

Da gibts tatsächlich sehr wenig. Aktive BuVo-Mitglieder reden öffentlich außerhalb von Vorstandssitzungen üblicherweise eher wenig darüber, Ex-BuVos verschwinden oft einfach von der Bildfläche…

Ich war damals dabei, als wir den Antrag zur aktuellen Vorstandszusammensetzung mit 6-9 Leuten ausgeabeitet haben. Das war 2013; damals war uns klar, dass die Arbeit in einem solchen Vorstand eigentlich ein Vollzeitjob ist. Deswegen war auch angedacht, die Leute zu bezahlen. Ist halt nie passiert.
In der Partei ist aktuell viel weniger los als damals, aber es gibt an vielen Stellen Nachholbedarf, um den sich auch mal jemand kümmern muss.

Kann mich dunkel erinnern, dass mal jemand aus einem BuVo gesagt hat, dass man mit mindestens 20 Stunden pro Woche rechnen sollte. Da BuVos auch Dinge tun, die sie als Nicht-BuVo auch tun würden, ist das schwer zu trennen, aber ich würde mal grob sagen, dass man schon bereit sein sollte, 30 Stunden aufwärts in die Partei zu investieren, wenn man für die aktuelle Vorstandszusammensetzung kandidieren will.

Habe es leider nicht konsequent geschafft, meine “Arbeitszeit” aufzuschreiben, aber bei mir kommt das hin. Ist sicher mehr als bei meinem “Brotjob”, wenn ich alles mit reinrechne. Der ist schon ziemlich komplex und anspruchsvoll, aber BuVo ist viel krasser, was die mentale Belastung angeht…

Meiner Meinung nach gibt es für Menschen, die eine Kandidatur in Betracht ziehen sehr viele Anreize, diese erst knapp vor oder sogar auf dem BPT bekannt zu geben:

  • Generelle Prokrastination bis zum letztmöglichen Moment

  • Es ist später mehr über das Umfeld bekannt, von Satzung bis anderen Kandidaten und Gewählten

  • Unangenehmen Fragen beim Grillen und sonstwo kann aus dem Weg gegangen werden

Das Problem kann man m.M.n. nur lösen, wenn es wie bei Programmanträgen eine Frist vor dem BPT gäbe, bis zu welcher eine Kandidatur erklärt worden sein muss. So hätte man dann auch mehr Zeit, Kandidaten genauer anzuschauen und sich eine Meinung zu bilden.

Um das mit allfälligen Änderungen bei der satzungsmäßigen Zusammensetzung des BuVo zusammen zu bringen, könnte man sagen, dass die BuVo-Kandidatur erklärt sein muss, aber das begehrte Amt innerhalb des BuVo noch geändert werden darf.

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klar, dem Fakt, das sich viele Kandidaten erst kurzfristig entscheiden ob sie wirklich kandidieren wollen, weil es viele Faktoren ringsrum gibt,
begegnet man am Besten mit ner Frist Wochen vorher ^^^

Das EINZIGE, was du mit dieser Regelung erreichst sind Vorstandswahlen, die nicht möglich sein werden, weil die Kandidaten fehlen …

*Kopf-Tisch

sorry, manchmal frag ich mich echt …

Erfahrene Leute brauchen wir sicher im BuVo und es hilft auf jeden Fall, würde aber nicht zustimmen, dass jeder schon mal irgendwo Vorstand gewesen sein muss. Wenn ich mir die Arbeitsweise von “Newbies” und “alten Hasen” anschaue, würde ich nicht unbedingt sagen, dass die Erfahrenen klar besser sind…

War vorher 5 Jahre im Bezirksvorstand Oberpfalz ab 2012. Damals war da auch noch eine Menge los, es gab viel Arbeit, Aktive und auch den ein oder anderen Konflikt mit der Basis. 20, 30 Stunden konnte man da auch problemlos reinhängen. Mit dem BuVo hatte diese Zeit aber echt wenig zu tun. Das fühlt sich komplett anders an. Schwer zu beschreiben, aber das war schon ein ziemlicher “Schock” nach meiner 1. BuVo-Wahl. Selbst BuVo-Erfahrung hilft nur bedingt, was ich in der 2. Amtszeit nach meiner Pause gemerkt habe. Mehr Details würden die Bevölkerung verunsichern oder so :wink:

Tja, dann gibts eben “Lernen durch Schmerz”. Ist manchmal ein guter Weg, um sich zu verbessern…

Habe mal ein Gedankenspiel gemacht und unseren Antragsprozess auf die Kandidaturen übertragen. Klingt gar nicht mal so abwegig, muss ich sagen. Eine Frist würde ich tatsächlich einführen. Könnte auch so laufen, dass spätere Kandidaturen irgendwie erschwert, aber nicht unmöglich gemacht werden. Dazu gibts aber zur passenden Zeit noch ein eigenes Thema hier, für den BPT 20.1, um den es hier geht, ist das nicht relevant.

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Ich halte die Idee auch für nicht zielführend, aber ich fände es gut, wenn Leute Ideen für Lösungen einbringen können ohne dafür lächerlich gemacht zu werden.

Du weißt ich kann gut mit dir arbeiten, aber dein Feedback verdirbt mir machnmal echt die Lust mich noch in irgendeiner Form einzubringen.

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Vielleicht was nach dem Motto: Eine späte Kandidatur ist nur möglich, wenn es sonst keine für den Posten gibt oder alle Kandidat*innen im ersten Wahlgang am Quorum gescheitert sind?

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Oder wer spät kandidiert wird nur zugelassen, wenn der BPT mit 2/3 dafür stimmt.

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Ich hoffe ja immer, dass die Leute, die für den BuVo kandidieren sich das gut überlegt haben und es mit ihrem restlichen Leben vereinbaren können so einen Job auszufüllen. Wir haben in der Vergangenheit schon viele Leute auf diesem Weg verloren, die regelrecht verheizt wurden, weil sie sich nicht darüber im Klaren waren, wie hoch die Belastung ist.
Das hat aber weniger damit zu tun, wie kurzfristig die endgültige Entscheidung, oder die Bekanntgabe dieser ist.

nur mal so:
für das BSG liegen schon 3 Kandidaturen vor; alle drei sind schon Mitglied, sollen/wolen erneut bestätigt werden, weil die Arbeit notwendig und auch spannend ist, das Team, das derzeit amtiert, gut miteinander funktioniert

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Wenn man sich das gut überlegt, wird man ziemlich sicher nicht kandidieren, denke ich. Ich könnte auch sagen: wir ziehen mit dem aktuellen System eher die falschen Leute an. Wer weiß denn schon so genau, was in einem halben Jahr ist? Gleichzeitig Vollzeit zu arbeiten ist kaum möglich, daher ist das für viele finanziell schon eine Herausforderung. Will gar nicht ausrechnen, auf wieviel Geld ich verzichtet habe…

Ist ja schon auffällig, wie wenige Ex-BuVos noch aktiv sind. Ex-1V treten üblicherweise aus… Wer einmal aus dem BuVo draußen ist, wird auch kaum wieder reingehen. Gabs bisher erst dreimal, glaube ich. Ich bin einer davon und hätte mir das lieber erspart, wenn ich ehrlich sein soll…

Passend dazu das Pro-Argument zur Vorstandsvergrößerung hier von einem Ex-BuVo, der zum Glück noch aktiv ist:

https://antrag.piratenpartei.de/p/1EJM4TG5Y-1NF73/a/211

13 Beiträge wurden in ein existierendes Thema verschoben: Zusammensetzung des Bundesvorstands und Aufgabenverteilung

Jetzt sind es nicht mal mehr 4 Wochen bis zum BPT und wir haben nur 2 Kandidaturen für den BuVo. Was soll das werden? Gestern waren es noch drei, aber:

Zumindest in meinem Umfeld sind sich viele noch nichtmal sicher ob sie überhaupt einen BPT unter diesen Bedingungen wollen. Da wunderts dann auch nicht, wenns keine Kandidierenden gibt.

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Ich hab auch schon von Piraten gehört, die wegen Corona nicht hinfahren wollen.

(Außer mir selbst. Ich fahre nicht hin weil die Situation in der Schweiz grad eskaliert, Quarantäne, Test, etc. pp.)

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