Junge Piraten Deutschland

Guten Morgen/Mittag/Abend in die Runde.

Wie einige von euch wissen, haben sich die Jungen Piraten Deutschland neu gegründet (aus der AG Junge Piraten) und auch wenn ich niemand bin, der allzu aktiv das Forum nutzt, möchte ich hier für euch für Fragen Rund um die JuPis zur Verfügung stehen.

Kurz für diejenigen die mich nicht kennen:

Sven Bechen mein Name, ich bin 20 Jahre alt und wohne derzeit in Wuppertal. Ich bin Lehramtsstudent an der Bergischen Universität Wuppertal und meine Themenschwerpunkte sind Bildungspolitik und Jugendbeteiligung. Ich habe den Landeslistenplatz 6 für die kommende Landtagswahl in NRW inne und bin zweiter Vorsitzender der Jungen Piraten Deutschland. Als dieser bin ich vor allem für die Kommunikation nach außen zuständig, deshalb bin ich hier.

Sofern es mir Möglich ist auf eure Anliegen und Fragen einzugehen, werde ich das tun. Bedenkt aber bitte, dass wir derzeit noch am Anfang stehen und entsprechend noch (und vor allem bis zur Vereinseintragung) in unserer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind.

Denn am Ende muss die Basis die wieder gegründeten JuPis als Jugendorganisation anerkennen. Und egal ob jung oder alt, am Ende sind wir alle Piraten.

Liebe Grüße
Sven

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Ich wünschte, ich könnte behaupten, ich fände die wiederholten Neugründungen nicht amüsant.
In jedem Fall: Viel Erfolg bei diesem Versuch.

Habt ihr einen Zeitplan?

Warum wollt ihr dann einen eigenen Verein haben? Mit 20 darf man durchaus schon in die “große” Partei rein.

Ich weiß leider nicht, woran die damaligen Ansätze gescheitert sind, aber ich bin bemüht das erfolgreich umzusetzen. Uns war eine Neugründung lieber, da wir den finanziellen und organisatorischen Stand der in Düsseldorf eingetragenen JuPis nicht kannten und keiner eine potenziell finanzielle heikle Situation übernehmen wollte.

Ja. Wir arbeiten daran unsere finanzielle Handlungsfähigkeit mit der Vereinseintragung umzusetzen. Dafür mussten wie die Protokolle leider quer durch Deutschland, zu all den Gründungsmitgliedern schicken. Diese werden jetzt zeitnah dem Notar vorgelegt und dann die Eintragung als Verein in Berlin umgesetzt.

Ansonsten gibt es natürlich ein paar Baustellen die wir angehen wie: Mitgliederanwerbung, nationale Kommunikation zwischen den Jugendorganisationen herstellen, Kontakt zu den Young Pirates of Europe herstellen etc. Wir sind auf jeden Fall dran.

Ich bin ja auch zusätzlich Mitglied in der “großen” Partei. Allerdings halte ich es für wichtig eine Jugendstömung innerhalb der Parteiumgebung zu haben. Viele junge Menschen schreckt es unter Umständen ab, der Mutterpartei beizutreten und ihnen fällt der Einstieg in einer Jugendorganisation leichter. Eben weil die Mitgliedschaft in den JuPis nicht mit der Piratenpartei Deutschland verknüpft sein muss.

Auch finde ich es wichtig, dass eine Jugendorganisation nicht am Nabel der Mutterpartei hängt. Als eigener Verein ist die Handlungsfreiheit und Finanzierung freier gestaltet.

Und die Thematik der Jungen Piraten ist neben der politischen Bildung und eventueller Themenarbeit ja auch die Verbindung von Jugendlichen untereinander. Zudem scheinen mehr junge Menschen bereit zu sein, sich bei den JuPis zu beteiligen, wenn diese ein eigenständiger Verein sind.
Schließlich ist die Beteiligung höher als zu AG Zeiten.

MFG

Das ist ein sehr guter Denkansatz, der allerdings meiner Meinung nach nicht bedeutet, dass man unbedingt einen neuen Jugendverband bräuchte, sondern, dass man die “Mutterpartei” weniger abschreckend machen müsste. ping @Sebulino

Da hast du Recht.

So oder so - wie gesagt: Viel Erfolg. :slight_smile:

Wenn es eine “Junge”-Gruppe innnerhalb einer Partei gibt, dann bedeutet das nichts anderes, dass die Partei selbst in die Jahre gekommen ist, und nicht mehr besonders attraktiv für junge Leute ist.

Und wenn man sagt, dass die Jugendpartei nicht am Nabel der Mutterpartei hängen soll, wieso nicht der Mut gleich eine ganz eigene Partei zu gründen.

Zusammenfassung: Es spricht weder für die Partei, noch für diese Gruppe.

Sehe ich anders. Die Piratenpartei ist durchaus eine Partei mit modernen Ansätzen. Ansonsten wäre ich nicht hier. Aber es werden immer wieder junge Leute (14+ oder jünger) dazu kommen. 2006 zur Gründung war ich 5. Natürlich wirkt die Partei was älter.

Meine Nabelanalogie ist vor allem auf eine finanzielle Unabhängigkeit bezogen. Wenn wir eine Jugendaktion umsetzen wollen, wollen wir nicht erst eventuelle Anträge stellen etc. sondern das finanzieren wir dann einfach von unseren eigenen Mitteln.

Außerdem lohnt es sich alleine schon eine Jugendorganisation zu haben, da diese besondere finanzielle Zuschüsse bekommen.

Ich würde behaupten das die Piraten, zusammen mit wahrscheinlich Volt derzeit mit die interessantesten alternativen Parteien sind.

Volt hat inhaltlich das Piratenprogramm von ~ 2015 übernommen, an willkürlich scheinenden Stellen “aber mit Europa!” reingestreut und wird deswegen jetzt eine “interessante Partei” genannt. So weit muss man sich ja auch mal biegen können.